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Dran – große Streetart-Kunst vom „französischen Banksy“


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Okay, „Street Artist“ darf sich wohl heutzutage jede(r) schimpfen, der (oder die) mithilfe einer Spraydose Tags und Bilder halbwegs fachgerecht in die richtige Richtung sprühen und das Ganze dann – man will auch auch ein wenig Aufmerksamkeit und Publicity – auf dem sozialen Kanal der Wahl hochladen kann. Ist doch so, oder?

Wenn jemand jedoch als „der französische Banksy“ bezeichnet wird, sollte man dennoch hellhörig werden.

Und in der Tat sind stilistische Parallelen zwischen dem ominösen Shakespeare der Streetart-Szene, über dessen wahre Identität sich bereits ganze Heerscharen von Journalisten, Bloggern und Filmemachern die Haare gerauft haben, und dem im französischen Toulouse beheimateten Künstler „Dran“ kaum von der Hand zu weisen, während obendrein noch die mal mit Ironie, mal mit bitterbösem Sarkasmus unterfütterten Kunstwerke des Franzosen oftmals mit ganz ähnlichem Tiefsinn erscheinen.

Und im Grunde verbringt der vielseitige Künstler, der sich hinter dem Pseudonym „Dran“ versteckt, bereits sein ganzes Leben damit, durch Bilder zu kommunizieren. Nachdem er im Alter von acht Jahren das Skizzenbuch eines Mitschülers entdeckte, war er hin und weg und begann ebenso zu zeichnen, ob in der Klasse, zu Hause oder auf der Straße. Und hörte seitdem nie wieder damit auf.

Als begeisterter Comic-Fan sah „Dran“, Jahrgang 1979, seine Vorbilder in Karikaturisten wie Richard Corben, Dave McKean, Katsuhiro Otomo und Bill Sienkiewicz, deren Talent, Zeichnungen mit schwarzem Humor zu würzen, er überaus zu schätzen wusste, hatten diese doch  große Schnittmengen mit seiner eigenen Realitätswahrnehmung. Als Teenager fand er seine zweite große Liebe schließlich im Graffiti, welches ihm dasselbe Gefühl und Adrenalin verlieh, das ihn einst beim Blättern in jenen Comic-Büchern überkam…

 

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Mehr zumeist gesellschaftskritische Kunstwerke von Dran lassen sich via Facebook sowie hier, hier oder hier finden…

 

Rock and Roll.

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„War and Peas“ – schwarzhumorige Comics mit Pointen


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Hatte ich kürzlich noch behauptet, dass der Deutsche – generell gesprochen, weithin bekannt und ja auch irgendwie richtig – so ganz und gar nicht witzig sei (zumindest was seine Comedians betrifft), so trete ich an dieser Stelle mal eben selbst den teilweisen Gegenbeweis an.

Denn „War and Peas„, eine von Saarbrücken aus jeden Sonntag einen neuen schwarzhumorigen, englischsprachigen Comic-Strip ins Internet entlassende Website, ist doch schon ganz schön witzig – so man denn eine gute Portion Ironie, manchmal auch Sarkasmus mitbringt. Hinter „War and Peas„, das den ersten Wortschalk bereits im Namen trägt, stecken Jonathan Kunz, der als Dozent an einer Kunsthochschule arbeitet, und Elizabeth Pich, eine freischaffende Comic-Zeichnerin. Gemeinsam füllen sie die Webcomic-Seite bereits seit 2011 mit neuen schwarzhumorigen In-medias-res-Szenen, die zwar frei erfunden sein mögen, die Welt da draußen jedoch oft genug auf den Punkt bringen – aktuell fast 73.000 Facebook- sowie 127.000 Instagram-Abonnenten können kaum irren…

 

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Mehr Comic-Strips von „War and Peas“ aus den letzten Jahren findet man hier oder hier (via boredpanda.com).

 

Rock and Roll.

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Fuckin‘ shirt…


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(gefunden bei Facebook)

 

Manchmal ist mit einem Stück bedruckter Baumwolle bereits alles gesagt…

 

Rock and Roll.

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Hugleikur Dagsson – schwarzer Humor auf Isländisch


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Alle Cartoons: © Hugleikur Dagsson / Tumblr

 

Keine Frage – der isländische Zeichner Hugleikur Dagsson mag es böse. Sehr böse. Seine Cartoons zeigen eine ganz eigene Sicht auf die Welt: hintersinnig, witzig und manchmal sehr traurig.

Das Foto auf der Wikipedia-Seite von Hugleikur Dagsson zeigt den 39-Jährigen, der früher auch als Radiomoderator bei der isländischen Radiostation „Radíó X“ arbeite, als einen freundlichen Mann, der entspannt in die Kamera lächelt. In seinem Inneren aber muss etwas sehr Dunkles sein. Und genau das bringt er seit 2002 in Comics ans Licht. Seine Cartoons sind einfach gezeichnet – und voll von schwarzem Humor.

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Eines seiner Bücher heißt „Solltest du darüber lachen?„, ein anderes „Finden Sie DAS etwa komisch?“ – und genau dieses Gefühl erwecken viele seiner Zeichnungen. Sie greifen ernste Themen wie das Leid Geflüchteter, häusliche Gewalt oder die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung auf – und überspitzen sie gnadenlos. Das mag nicht jede(r) witzig finden, und manche, die mit weit weniger Sinn fürs Ironische oder Sarkastische gesegnet sind, sogar abstoßend. In jedem Fall jedoch regt Hugleikur Dagsson so – auf seine Weise – zum Nachdenken an…

Mehr von Dagssons Cartoons findet ihr hier oder hier.

 

Rock and Roll.

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„Jake Likes Onions“ – Sarkasmus in Comicform


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Wer einen absurden Sinn für Humor hat, sollte sich unbedingt die Comics von „Jake Likes Onions“ ansehen. Der Künstler behandelt darin Themen wie Arbeit, Liebe, Tod und Existenzialismus und fügt bekannten Sprichwörtern und populären Filmen seine eigenen, schrulligen Wendungen hinzu. Der Zeichner, dem bereits 165.000 Nutzer via Instagram und knapp 99.000 Nutzer via Facebook folgen, hat ein Gespür dafür, seine Geschichten mit einem irreführenden Gefühl der Unschuld zu beginnen, bevor er etwas ins Spiel bringt, was man so wohl kaum erwartet hätte… Einige seiner wöchentlich erscheinenden Comic-Strips sind hellauf lustig, andere sind schwarzhumorig-dunkel, aber alle sind komisch (so man denn selbst eine gesunde Prise Ironie und Sarkasmus mitbringt).

 

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Mehr Comics findet ihr auf der Website von „Jake Likes Onions“, via Facebook oder hier

 

Rock and Roll.

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