Schlagwort-Archive: Robin Williams

Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Robin McLaurin Williams, 1951-2014, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker)

 

Rock and Roll.

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(Robin McLaurin Williams, 1951-2014, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker)

 

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(Robin McLaurin Williams, 1951-2014, US-amerikanischer Schauspieler und Komiker)

 

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Moment! Aufnahme.


Foto: PLASTIC JESUS

Foto: PLASTIC JESUS

Wenn in wenigen Stunden im Dolby Theater (auch und noch immer bekannt unter seinem alten Namen: dem „Kodak Theater“) am Hollywood Boulevard in Los Angeles zum nunmehr 87. Mal die wohl gewichtigsten Goldmänner der Filmwelt vergeben werden, wird sich wieder Einiges an schauspielernder und kunstschaffender Prominenz auf dem blitzblanksten roten Teppich in der Stadt der Engel einfinden, um um die Wette zu lächeln.

Und in manchen Augenblicken wird der ein oder andere im Saal wohl diejenigen Kollegen in ihren Reihen vermissen, die in den vergangenen Monaten all dem Ruhm und Druck – oder eben „nur“ der eigenen fragilen Künstlerpersönlichkeit, Mutmaßungen sind da müßig – der vermeintlichen „Traumfabrik“ zum Opfer gefallen sind – Robin Williams oder Philip Seymour Hoffman etwa. Ersterer war jahrelang alkoholabhängig und – seinem komödiantischen Talent zum Trotz – schwer depressiv, zweiterer starb vor gut einem Jahr an einer Heroinüberdosis. Und ganz sicher wird es einige besinnliche Sekunden geben, an denen ausgegraute Bilder der Verstorbenen über die Leinwände flimmern, während manch einer eine (Krokodils)Träne verdrückt, bevor die Jubelparade weiterzieht. There’s no business like show business, but the show must go on…

Nur zu treffend ist da jene Statue, die verdutzte Besucher vor wenigen Tagen vor dem Hollywood-Stern von vom „King“ Elvis Presley, unweit des Chinese Theatres, vorfanden. Sie zeigt den gebückten „Oscar“, der sich, freilich mit Kreditkarte und Schnupfröhrchen ausgestattet, soeben eine Linie Koks durch vergoldete Näschen zieht – auf dem Sockel steht „Hollywood’s Best Party“. Der Künstler  zur Kunst nennt sich „Plastic Jesus“ und tritt als Street Artist bereits seit einiger Zeit in Los Angeles in Erscheinung. So hatte er kurz nach dem Tod Seymour Hoffmans bereits eine ganz ähnliche, zweieinhalb Meter große „Oscar“-Installation am „Hollywood Walk Of Fame“ aufgestellt, welche eine Herionnadel im Arm stecken hatte. Der Fotograf Nick Stern, der mit dem Street-Art-Künstler „Plastic Jesus“ zusammen arbeitet, gibt zu Protokoll: „Die Arbeit macht darauf aufmerksam, dass Hollywood ein unterdrücktes Problem mit Drogen hat, das Hunderte von Menschen in der Show-Industrie beeinträchtigt und so lange ignoriert werden wird, bis eine wirklich wichtige Berühmtheit stirbt.“.

Doch es würde mich, da halb Hollywood kaum etwas wichtiger ist als das eigene Saubermann-Imagefassade und man daher keine Sekunde dem ungeprobten Zufall überlassen möchte, kaum wundern, wenn zur heutigen „Oscar“-Nacht all diese ebenso grandiose wie nachdenkliche Kunst wieder verschwunden ist. The show must go on.

Mehr Infos gibt’s hier oder hier.

 

 

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Der tragische Clown verlässt die Bühne – Robin Williams ist tot.


R. Williams

„Mrs. Doubtfire“, „Der Club der toten Dichter“, „Good Morning, Vietnam“,“Der König der Fischer“, „Hook“, „Jumanji“, „Patch Adams“, „One Hour Photo“, „Good Will Hunting“… die Liste an Filmen, die mir bei diesem Mann in den Sinn kommen, sie ist lang – sehr, sehr lang – und ließe sich mit ein wenig Recherche und dem Kramen in den Ritzen der eigenen Erinnerungswindungen noch nahezu beliebig verlängern. Gottverdammt, ich bin im Grunde mit den Filmen von Robin Williams groß geworden! Seit ich denken kann, war da dieser Schauspieler mit dem tragisch-komischen Funkeln in den Augen, dem Schalk im Mundwinkel, so als wollte er im nächsten Moment zu einer seiner so süffisant ironischen Zeilen wie der aus „Club der toten Dichter“ ansetzen: „Das Mark aus dem Leben zu saugen heißt nicht, am Knochen zu ersticken“.

rw star

Dass man beim Lachen oft genug das Weinen mit in Kauf nehmen muss, zeigte Williams sowohl bei vielen seiner Leinwanderfolgen (zur Schande der Oscar-Jury bekam er lediglich 1998 für seine Rolle in „Good Will Hunting“ den Goldmann als bester Nebendarsteller) als auch auf Theater- und Stand-Up-Comedy-Bühnen und in TV-Studios (zuletzt in der nach nur einer Staffel abgesetzten US-Serie „The Crazy Ones“). Schaute man ihm beim Spielen zu, so hatte man nicht selten das Gefühl, das Leben in all seinen Formen und Farben – angefangen vom Schönen und Reinen bis hin zum Dreck der Niederungen – würde sich darin spiegeln. Er war wohl das, was man gemeinhin als „Schauspieler der alten Schule“ bezeichnen würde. Einer, der nie zur Egomanie oder der platten Überhöhung vieler seiner Schauspielkollegen neigte. Einer, der die Leinwandpartner stützte, trug und stets strahlen ließ, ohne sie im falschen Licht zu überstrahlen. Doch wie nicht wenige seiner kreativen Kollegen wohnte auch Robin Williams quasi Tür an Tür mit seinen inneren Dämonen, war seit Mitte der Achtziger trockener Alkoholiker. Aus diesem Thema machte er ebenso wenig einen Hehl wie aus seinem Rückfall im Jahr 2006, dem umgehenden Entzug und den Kampf mit Depressionen – er sprach offen, frei und ehrlich darüber, er war Mensch und Manns genug, Schwächen zuzulassen.

Umso trauriger ist es, dass nun nach Philip Seymour Hoffman ein weiterer der ganz großen Zelluloidmimen (und das sei ausdrücklich nicht als Floskel zu verstehen!) seinen letzten Knicks vollzogen hat. Man kann die Schwere der Zeilen, die seine Frau Susan Schneider, mit der er 2011 in dritter Ehe verheiratet war, in einem Statement an die Welt richtete, lediglich erahnen: „Heute Morgen habe ich meinen Ehemann und besten Freund verloren, und die Welt einen ihrer beliebtesten Schauspieler und liebenswürdigsten Menschen. Mein Herz ist völlig gebrochen. Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen, sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, die er Millionen gab.“. Nicht nur ich dürfte dem Schauspieler mit dem gütigen Lächeln viele tolle Filmerinnerungen zu verdanken haben. Und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar…

Am 11. August 2014 entschied Robin Williams im Alter von 63 Jahren, dass nun die Zeit für seinen letzten Auftritt gekommen sei. Ob in diesem Moment die Sonne schien? Ob es regnete? Oder gar beides? Dieses regenbogenfarbene Zwinkern wäre nur allzu passend gewesen…

 

EDIT: Hier der gelungene Nachruf von „Rolling Stone“-Autor Arne Willander…

 

 

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