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Auf dem Radar: No Plato


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Drüben auf GUTESHOERENISTWICHTIG werden die ersten Höreindrücke der Songs von No Plato wie folgt beschrieben: „Sprühende Gitarren, energiegeladene Drums, auf- und abwandernde Bassläufe, die Stimme der Frontfrau, die elektrisierend, spannungsvoll und zeitweise fast ein wenig schlecht gelaunt klingt und inbrünstig nach Zuneigung, nach Aufmerksamkeit ruft.“ Besser könnte ich’s nicht ausdrücken.

a0186878351_10Denn in der Tat passiert in den Stücken des Trios, welches irgendwo aus dem englischen Nirgendwo stammt (Rhyl, Burton-on-Trent & Cheddar, you know?), trotz der Tatsache, dass selten die Dreieinhalbminutenmarke geknackt wird, erstaunlich viel. Frontfrau Sorrell Kerrison schafft es scheinbar spielend, zwischen Liebreiz und Furie hin und her zu changieren, während ihr die beiden Jungs im Hintergrund (T. Baker und T. Hipwell) kraftvoll den Rücken freihalten. Rausch und Ruhe geben sich da gern die Klinke in die Hand. Stilistisch fallen die zwölf Stücke, die No Plato bislang ins Netz gestellt und kürzlich als „Collection“ zusammengefasst haben (welche man sich auf der Bandcamp-Seite der Band im „Name your price“-Prinzip aufs heimische Abspielgerät laden kann), schlussendlich wohl irgendwo zwischen rauen Indierock mit dezenten Riot-Grrrl-, Postpunk- und Shoegaze-Ausflügen. Aber hört selbst…

 

 

Auch gut: die sechs Songs starke Live-EP „Live at Metropolis Studios“…

 

und das Musikvideo zum einminütigen Song „Heretic Alone“:

 

Wer ein wenig mehr über die englische Band erfahren möchte, der findet hier ein Interview mit theknifefight.com von 2011.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sleater-Kinney – „No Cities To Love“


sleater kinney

Klar, an wohl keiner Band geht eine zehnjährige (!) Veröffentlichungspause spurlos vorüber. Und auch, wenn Corin Tucker (Gesang, Gitarre), Carrie Brownstein (Gitarre, Gesang) und Janet Weiss (Schlagzeug) seit dem letzten gemeinsamen Album „The Woods“ nie so ganz von der Bildfläche verschwunden sind (Tucker widmete sich Solo- und Nebenprojekten, Brownstein entdeckte in der tollen zeitgeistigen Serie „Portlandia„, in welcher sie gemeinsam mit Fred Armisen fast sämtliche Rollen spielt, das Comedy-Schauspielgen in sich, während sie zusammen mit Weiss in der Band Wild Flag die Bühnenbretter rockte), ist es doch schön, dass sich Sleater-Kinney, in den seligen Neunzigern eine der führenden US-Bands der „Riot Grrrl“-Bewegung, mit ihrem heute erscheinenden achten Album „No Cities To Love“ (kann man sich hier via NPR im Stream anhören) nun endlich zurück melden.

Dass dem All-Fetale-Trio aus Olympia, Washington in all den Jahren auch eine prominente Fanbase treu geblieben ist, zeigt etwa das aktuelle Musikvideo zum Titelsong, in welchem unter anderem Comedian Sarah Silverman, die Schauspieler Adam Sandberg, Evan Rachel Wood, Ellen Page, Connie Britton, Brie Larson und Norman Reedus (aka. Daryl Dixon aus dem Zombie-TV-Quotenhit „The Walking Dead“), Dinosaur Jr.-Gitarrengniedler J Mascis, Ex-My Chemical Romance-Fronter Gerard Way, aber auch Tucker, Weiss und Brownstein selbst vor unterschiedlichsten Kulissen tanzend und im Karaoke-Style mitsingend abrocken, während Brownsteins TV-Kollege Fred Armisen an einer Straßenecke auf einem Kinderpiano spielt. Prädikat: gelungener Musikclip. Und ich verspreche wohl kaum zuviel, wenn ich mutmaße, dass ihr den Song aufgrund seiner formidablen Ohrwurmqualitäten so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommen werdet….

„There are no cities, no cities to love / It’s not the city, it’s the weather we love…“

 

(alternativ hier zu sehen…)

 

Rock and Roll.

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