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Song des Tages: Dodie Clark – „Golden Slumbers“


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Foto: Parri Thomas

Abbey Road“ – Dieser Name ist wohl jedem Musikfan ein Begriff, schließlich versteckt sich dahinter nicht nur eine Straße im Londoner Stadtteil St. John’s Wood im Stadtbezirk City of Westminster, in welchem sich die legendären Tonstudios der EMI selben Namens befinden, sondern auch elfte Studiowerk der Beatles (insofern man all die Compilations einmal außen vor nimmt). Ein Klassiker zeitlosen Ausmaßes – und das nicht nur, weil es 1969 den gemeinsamen Schwanengesang von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr als „Pilzköpfe“ bedeutete (auch, wenn die vier ein Jahr später noch „Let It Be“ mit Aufnahmen, welche zu großen Teilen bereits vor „Abbey Road“ entstanden, nachschoben). „Abbey Road“, jenes Album mit dem ikonographischen Coverartwork, zeigt die Beatles auf dem absoluten Höhepunkt ihres kreativen Schaffens: „Come Together“, „Something“, „I Want You (She’s So Heavy)“, „Here Comes The Sun“, „Because“, „Golden Slumbers“, „The End“ – Lennon, McCartney, Harrison und Starr mögen dem popmusikalischen Kanon natürlich noch viele weitere Evergreens hinzugefügt haben, doch stimmiger und wie aus einem Guss ist sowohl davor als danach kein anderes Beatles-Werk geraten (was freilich aufgrund der Tatsache überrascht, dass die Band damals bereits als reichlich zerstritten galt, und vor allem McCartneys Fähigkeiten als Songschreiber geschuldet sein dürfte – mehr Infos findet man etwa in diesem Artikel).

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Und ebenjenes „Abbey Road“ feierte dieser Tage, am gestrigen 26. September, seinen mittlerweile 50. Geburtstag – und erhielt aus diesem Anlass ein Re-release als „Super Deluxe Edition„, welche nicht nur durch seinen neuen Mix zu überzeugen weiß, sondern außerdem etliche Bonus Tracks in Form alternativer Takes und Demo-Versionen enthält, anhand derer man weitere Einblicke in den Aufnahmeprozess enthält. Braucht’s alles nicht unbedingt, da man eine runde Sache nicht noch runder machen kann – schadet jedoch auch nicht.

Und natürlich gibt es auch von den Songs von „Abbey Road“ Coverversionen wie Sandkörner am Strand – die einen mal mehr, die anderen mal weniger gelungen (eine feine Zusammenstellung findet man etwa hier). Eine der schönsten Neuinterpretationen, die ich seit langem hören durfte, ist Dodie Clarks Variante von „Golden Slumbers“ (welches sich in der Vergangenheit auch schon Elbow oder Ben Folds vorgenommen hatten). In der Interpretation der englischen Singer/Songwriterin und Youtuberin, Jahrgang 1995, gerät das einst von Paul McCartney verfasste Schlummerstück emotional rau, ja beinahe schon einzigartig schön und in seiner zerbrechlichen Stimmung geradezu tränenreich fragil. Tollere Musik kann man fast nicht in knapp zwei Minuten fassen. “Golden slumbers fill your eyes…”

 

 

 

Die Coverversion gibt’s wahlweise auch via Bandcamp im Stream und kostenlosen Download:

 

„Once there was a way
To get back homeward 

Once there was a way
To get back home
Sleep, pretty darling
Do not cry
And I will sing a lullaby

Golden slumbers
Fill your eyes
Smiles await you when you rise
Sleep pretty darling
Do not cry
And I will sing a lullaby

Once there was a way
To get back homeward

Once there was a way
To get back home
Sleep, pretty darling
Do not cry
And I will sing a lullaby“

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Auf einem Plakat im schwedischen Göteborg helfen John, Paul, George und Ringo – etwas weiter entfernt von der bekannten „Abbey Road“ – beim Verkehrsunterricht: „Alle müssen der Straßenbahn ausweichen, auch auf dem Fußgängerüberweg.“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Jenny Lewis – „Heads Gonna Roll“


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Jennifer „Jenny“ Diane Lewis mag zwar „erst“ 43 Jahre jung sein, kann aber bereits auf ein ganzes Leben im Showgeschäft zurückblicken – erst als Kinderstar in diversen, mal mehr, mal weniger bekannten US-TV-Shows, dann als Indierock-Darling mit ihrer damaligen Band Rilo Kiley (of Saddle Creek fame). Schon vor deren langsamen Ende (erst mit Auszeit 2010, dann der finale Schlussstrich vier Jahre später) schwang sich die gebürtige Kalifornierin zu einer Solo-Karriere auf, die seit 2006 (und dem Solo-Debüt „Rabbit Fur Coat„) mit „Acid Tongue“ und „The Voyager“ zwei weitere Werke voll mit Songs, die stilistisch ab und an noch im milde indierockenden Gewässer á la Kilo Kiley unterwegs waren, viel öfter jedoch die musikalischen Fühler nach Alt.Country, Americana und Co. ausstreckten. Less Punkrock, more LA Lounge Bar.

jennylewisDas kann man nun auch über das jüngste, vierte Album, „On The Line„, behaupten. In ihren besten Momenten tönt Jenny Lewis so verspielt wie Kate Bush im Rockmodus oder so verlebt wie Stevie Nicks, in seichteren Minuten gerät manch eines der elf neuen Stücke immerhin noch zu bubblegumigem Westcoast-Pop, der einerseits die Sonne scheinen lässt (ohne in den Gehörgängen haften zu bleiben), andererseits schließlich auch keinem weh tut.

Einen guten ersten Eindruck von Jenny Lewis‘ neusten Ergüssen kann man sich bereits mit dem Opener verschaffen: „Heads Gonna Roll“, mit einem gewissen Ringo Starr am Schlagzeug (nicht, dass dies ins Gewicht fiele), klingt nach dezent gefühliger, semi-melancholischer Americana-Musik, die – ganz amerikanische Topoi, allesamt – von Liebe und Sünde, von Himmel und Hölle erzählt – vom Willen, sich bis zum letzten Glockenschlag nicht unterkriegen zu lassen. Immerhin packt der Refrain zu: Köpfe werden rollen, singt Jenny Lewis, und ihre zumeist markant-sanfte Stimme wird brüchiger an dieser Stelle, so ganz will sie, bei allem durchaus vorhandenem Referenzwucher von Elliott Smith und Bob Dylan bis Duluth und Marrakesh, nicht ablassen von diesen feinen, zwischen den Zeilen versteckten doppelten Böden, auf denen sie sich als Sängerin von Rilo Kiley gerne bewegt hat.

Und auch wenn auf „On The Line“ wenig zwingend und mehr nach dem modus operandi „Easy Listening an einem Sonntagvormittag“ gerät, ist und bleibt Jenny Lewis eine Gute, der man auch diesmal gern zuhört. Denn mit einem Leben im Showbiz in petto hätte man freilich noch die ein oder andere interessante Anekdote parat…

 

 

„Since I haven’t talked to you I dream about your baby blues
And wonder why you stopped getting high
Even though we were just friends, I think of us as bookends
And I’m gonna love you till I die

And you think you’re going to heaven
And that I am going to hell
And that I’m gonna keep on dancing
Till I hear that ringing bell

Heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls
Heads gonna roll

Took a little trip up north
In a borrowed convertible red Porsche
With a narcoleptic poet from Duluth
And we disagreed about everything
From Elliott Smith to Grenadine

He fell asleep and I put up the roof
And he took me to a graveyard
I thought he’d kill me there
And he kissed me on the corner
While the nuns of Harlem stared

Oh, heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls
Heads gonna roll

Smoking Marlboro cigarettes
Almost makes me forget about riding on a private jet with you
I hope the sycophants in Marrakesh
Make you feel your best
Anonymity must make you feel blue
And you think I’m going to heaven and you are going to hell
With your back to the Medina as if you were in jail

Heads gonna roll
Baby, everybody’s gotta pay that toll
And maybe after all is said and done
We’ll all be skulls

Heads gonna roll
Ladies, we’re gonna drink until they close

And maybe a little bit of hooking up is good for the soul
Heads gonna roll…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Gary Clark Jr. – „Come Together“ (live from The Forum)


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Der 2017 über die Leinwände geflimmerte DC-Superhelden-Blockbuster „Justice League“ war vor allem: gar nicht mal so gut (was einerseits an der mauen Story, andererseits an Ben Affleck als Batman gelegen haben dürfte). Etwas Positives hatte der Film dennoch: im Abspann sowie auf dem Soundtrack konnte man Gary Clark Jr.’s Neuinterpretation des Beatles-Klassikers „Come Together“ hören.

come-togetherProduziert wurde die Neuauflage des Songs von 1969 – hörbar – von Junkie XL und Mike Elizondo, zusätzliche Produktionsarbeit stammt von Sam de Jong. Das offizielle Musikvideo mit Szenen aus dem Film seht ihr hier.

Wie durchgerockt und druckvoll die Beatles-Neuinterpretation des Grammy-dekorierten Sängers, Songwriters und Gitarren-Virtuosen aus dem US-amerikanischen Austin, Texas vor allem live klingt, könnt ihr weiter unten hören: Bei einem Konzert von Eric Clapton im Forum in Los Angeles im Jahr 2017 war Gary Clark Jr. Support-Act und spielte den Song gemeinsam mit seiner Band. „That sounded great“, freut sich der 35-jährige Blues’n’Soul-Rocker, dessen jüngstes Album „This Land“ im Februar erschien, im Anschluss an die Performance – da kann man ihm nur zustimmen.

 

 

„Here come old flat-top, he come grooving up slowly
He got ju-ju eyeballs, he’s one holy roller
He got hair down to his knees
Got to be a joker, he just do what he please

He wear no shoeshine, he’s got toe-jam football
He got monkey finger, he shoot Coca-Cola
He say, ‚I know you, you know me‘
One thing I can tell you is you got to be free

Come together, right now
Over me

He roller-coaster, he got early warning
He got muddy water, he one mojo filter
He say, ‚One and one and one is three‘
Got to be good looking ‚cause he’s so hard to see

Come together, right now
Over me…“

 

Rock and Roll.

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Unsere kleine Band…


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(gefunden bei Facebook)

 

Darum gilt: Augen auf bei der Partnerwahl! Nicht jeder verträgt (s)einen Paul McCartney oder (s)eine Yoko Ono… The times they are-a changin‘.

 

Rock and Roll.

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