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Song des Tages: Lorde – „Perfect Places“


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Vergesst all die Madonnas, Beyoncés, Katy Perrys, Rihannas, Lady Gagas, ja sogar all die Taylor Swifts – Ella Marija Lani Yelich-O’Connor ist im Jahr 2017 die nahezu perfekte, da gerade nicht perfekte Queen of Pop. Wohlmöglich sogar, ohne das wirklich zu wollen.

41X43hd--cLEin Geheimtipp ist die heute 20-jährige Neuseeländerin, besser bekannt als Lorde, freilich längst nicht mehr. Spätestens seit sie 2013 mit ihrer Debüt-Single „Royals“ quasi aus dem neuseeländischen Nichts die gesamte Popwelt auf links drehte und sich über Nacht vom Außenseiter zum Spitzenreiter mauserte: „And we’ll never be royals / It don’t run in our blood / That kind of lux just ain’t for us / We crave a different kind of buzz“. DIY-Pop aus einem Land, dass sonst eher für Hobbits und Schafzucht und betörende Backpacker-Romantik bekannt ist. Und obwohl die Songs des Debütalbums „Pure Heroine“ an vielen Stellen an den elektronischen Minimalismus von The xx, an die entrückt-laszive Alterslosigkeit von Lana Del Rey, an die unterschwellig sinistre Feier des Lebens einer Lykke Li erinnerten, war das, was da ein gerade mal 16-jähriges Pop-Kücken auf die vorderen Charts-Plätze rund um den Globus katapultierte, vor allem eines: anders. Less-is-more-Pop mit Herz und Hirn, mit coolen Beats und intelligent gesetzten Sounds, die kein Gramm zu viel hatten und so weit weg wie nur irgendwie möglich waren von all der Übersteigerung, von all der schmonziert-sexualisierten Übertreibung der Konkurrenz. Und da die Popkultur nicht nur gern ihre größten Stimmen zum Frühstück verspeist, bevor sie ihre vermeintlichen neuen  „Wunderkinder“ pünktlich zur Lunch Time feiert, liebte die Welt diese Lorde.

Doch auch die Kehrseite dieser plötzlichen Erfolgswelle ist keine neue: Wie geht Ella Marija Lani Yelich-O’Connor mit der Erwartungshaltung, die all die neuen Fans – sowohl unter der „normalen“ Hörerschaft als auch vom Feuilleton – an das berühmte „schwierige zweite Album“ hatten, um? Einfach den Stiefel durchziehen, und zehn, elf neue Songs der gleichen Machart noch einmal abliefern? Bereits im jungen Alter einen kompletten Richtungswechsel wagen?

Nun: beides. Oder keines von beiden?

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Natürlich tragen die elf neuen Stücke von „Melodrama„, dem im Juni erschienenen zweiten Album, die die mittlerweile 20-Jährige mal in Abgeschiedenheit ihrer neuseeländischen Heimat, mal im wuseligen New York City und gemeinsam mit Produzent Jack Antonoff (Bleachers, Fun.) schrieb, zunächst einmal vor allem ihre Handschrift. Doch war „Pure Heroine“ das schwärmerische Teenie-Dasein in einer vom Internet und Social Media geprägten Welt, so ist „Melodrama“ die Adoleszenz, das Erwachsenwerden. War „Pure Heroine“ die juvenile Chilling Zone in der Nachmittagssonne und die frisch verknallte Vorfreude auf die nächste Party, so ist „Melodrama“ die Nacht und der Morgen danach, der vernebelte Kater, der bittere Nachgeschmack der ersten Liebe: „I do my makeup in somebody else’s car / We order different drinks at the same bars / I know about what you did and I wanna scream the truth / She thinks you love the beach, you’re such a damn liar“ („Green Light“). Vor allem jedoch – und das ist neu – funktioniert „Melodrama“ als Gesamtkunstwerk, das zu keinem Zeitpunkt den Eindruck eines Kompromisses erwecken mag und bei dem subtile, durch moderne Trap-Rap-Beats und altbackenes Schulterpolster-Schlagzeug rhythmusgetriebene Knochengerüste der Marke The xx neben orchestralen Tränenziehern (mit dem ein oder anderen Powerballaden-Moment), Hochdruckhymnen aus der Windmaschinen-Ära und Handclap-Momenten für die nächste (verregnete) Festivalsaison funktionieren. Natürlich wollen diese Songs keine Welten bewegen, aber besser, zeitgeistiger als Lorde, die ebenso burschikos wie feminin erscheint, die gleichsam angepasst wie rebellisch daher kommt, die in Interviews schüchtern gackert, jedoch auch große Festival-Bühnen wie beim diesjährigen Glastonbury mit ihrer ganz eigenen Art in ihren Bann ziehen kann, wird es wohl 2017 nicht mehr. Eine Queen of Pop wider Willen, die ihrer Rolle mehr als gerecht wird.

 

Lorde_Melodrama_album_cover_2017_03_02Einer der besten Songs auf „Melodrama“ ist das ganz ans Ende gestellte „Perfect Places“, das mit Zeilen wie

„Every night, I live and die
Meet somebody, take ‚em home
Let’s kiss and then take off our clothes
It’s just another graceless night, ‚cause

All of the things we’re taking
‚Cause we are young and we’re ashamed
Send us to perfect places
All of our heroes fading
Now I can’t stand to be alone
Let’s go to perfect places“

die letzten Momente der ewig erscheinenden Jugend feiert, während die neuseeländische Sängerin im Musikvideo an ihren mutmaßlich „perfekten Orten“ zu sehen ist: Das ist mal ein vietnamesisches Reisfeld, ein karibischer Sommerstrand, ein Wald oder eine luxuriöse Hotel-Lounge mit Champagner.

 

Dass Lorde mit ihren neuen Songs auch im reduzierten Gewand zu bestehen weiß, zeigte die Sängerin kürzlich während einer in den berühmten New Yorker Electric Lady Studios mitgeschnittenen Live Session, bei der sie sechs Songs von „Melodrama“ mal zu Piano-Begleitung, mal mit Unterstützung eines Frauenchors, zum Besten gab – ein Stück, die Doppel-Nummer „Hard Feelings / Loveless“, gar auf dem Studiodach:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Antlers – „Kettering“


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Es gibt Konzeptalben, in die ich mich bereits nach dem ersten Hördurchgang schwerst verliebt habe. Spontan fallen mir da „De-Loused In The Comatorium“ von The Mars Volta, „The Devil And God Are Raging Inside Me“ von Brand New oder „Album Of The Year“ von The Good Life ein – von der ersten Sekunde bis zum Schlussakkord perfekt und tief in meine musikalische DNA gewachsen, bis heute. Andere Alben mit konzeptuellem Überbau musste ich mir jedoch hart erarbeiten, einfach weil in ihnen zu viel Geschichte in – vergleichsweise – sehr kurzer Zeit drin steckt. Oder gibt es unter den 7,442 Milliarden Erdbewohnern auch noch irgendjemanden, der Pink Floyds „The Wall“ oder „In The Aeroplane Over The Sea“ von Neutral Milk Hotel beim ersten Mal verstanden hat? Eben. Trotzdem sind auch das großartige Werke, die mich auch noch in Jahren, ja vielleicht Jahrzehnten bewegen werden wie kaum ein zweites…

HospicecoverGanz anders sieht es mit „Hospice„, dem dritten Werk des New Yorker Indierock-Trios The Antlers aus. Und dabei ist es keineswegs so, dass wir zwei – das Album und ich – es nicht oft genug miteinander probiert hätten. Seit der Veröffentlichung im Jahr 2009 (oder meinetwegen irgendwann kurz danach) haben wir uns immer wieder die ein oder andere Chance, den ein oder anderen angesetzten Hördurchgang gegeben. Und auch die vermeintliche Hintergrundgeschichte birgt ordentlich potentiell fesselnde Dramatik: „‚Hospice‘ erzählt die Geschichte einer emotional ausfälligen Beziehung, welche durch die Analogie eines Hospizmitarbeiters (oder Ehemanns – nicht genau geklärt) und einer Patientin namens Sylvia erklärt wird. Sylvia ist an unheilbarem Knochenkrebs erkrankt und wird im real existierenden Memorial Sloan-Kettering Cancer Center behandelt. Durch die weiteren Songs klärt sich, dass sich die beiden schon länger kannten und Sylvia bereits eine Abtreibung hinter sich hat. Am Ende des Albums stirbt Sylvia und der Hospizmitarbeiter bleibt einsam zurück.“ wie Wikipedia weiß. Langeweile sieht wohl anders aus…

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Trotzdem mögen die 52 Albumminuten als Ganzes nie wirklich bei mir zünden, nie – und das trotz der emotionalen Schwere der Storyline – so ganz mein Hörerherz erreichen. Ob es an der Machart der Songs liegt, welche Antlers-Frontmann Peter Silberman zunächst allein und abgeschottet von der quirligen Außenwelt des Big Apple in seiner Brooklyner Wohnung erarbeitete, um sie dann mit seinen Bandkumpanen Darby Cicci und Michael Lerner mit Leben zu füllen? Klar passiert von Song eins bis zehn, vom „Prologue“ bis zum „Epilogue“, eine ganze Menge, während die Band ihre Lo-Fi-Instrumentierung mit Post-Rock-Strukturen und shoegazenden Indiepop-Folk-Momenten anreichert. Nur irgendwie wirkt „Hospice“ als überaus durchdachtes Gesamtkunstwerk auch wie einer dieser Krankenhausflure, in denen sich ein guter Teil der zugrundeliegenden Story abspielt: von all den hell erleuchteten Neonröhren anonym gehalten, steril, kalt und in analoger Qualität lediglich von irgendwo fern her flirrend. Vielleicht mag’s auch an Peter Silbermans durchaus gewöhnungsbedürftigem Gesang und der bewusst auf Lo-Fi getrimmten Indie-Produktion (für die sich die Band selbst verantwortlich zeichnete) liegen – beides nicht my cup o‘ tea.

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Alledem zum Trotz ist „Kettering“, die Quasi-Eröffnungsnummer von „Hospice“, auch heute noch ein feines Stück Musik, welches auch losgelöst vom Album großartig funktioniert und als Einzelnes berührt. Dieser behutsame Pianoeinstieg, zum dem Peter Silberman Zeilen wie „And walking in that room / When you had tubes in your arms / Those singing morphine alarms / Out of tune“ beisteuert, bei denen es einem fast die Kehle zuschnürt (oder sich zumindest ein dicker, dicker Kloß im Hals bildet), während die androgyne Stimme des Sängers fast an Tearjerker-Größen wie Antony Hegarty (der sich nun Anohni nennt), Maximilian Hecker oder Keaton Henson erinnert! Diese dramatische musikalische Steigerung jenseits der Zweieinhalb-Minuten-Marke, auf welche selbst Bands wie Sigur Rós für ein, zwei Tage mit stolzgeschwellter Brust durchs isländische Gebirge laufen würden! Kein Wunder, dass sich der Song über die Jahre zu einem der bekanntesten der Band entwickelt hat und auch immer mal wieder von findigen Serien-Machern aufgegriffen wird. So war „Kettering“ mittlerweile in emotionalen Momenten von Serien wie „Chuck“, „The 100“, „Fear The Walking Dead“ oder in einer der Folgen der ersten Staffel von „Sense8„, der 2015 von den Wachowski-Geschwistern (Sie wissen schon, die beiden, denen „Matrix“ durchs Haupthirn gespukt ist) für Netflix produzierten Sci-Fi-Drama-Serie (in welcher ich auch kürzlich wieder auf das Stück gestoßen bin), zu hören. Und bevor man sich versieht, steht für mindestens viereinhalb Minuten die Welt still…

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„I wish that I had known in
That first minute we met
The unpayable debt
That I owed you‚Cause you’d been abused
By the bone that refused
You and you hired me
To make up for that

And walking in that room
When you had tubes in your arms
Those singing morphine alarms
Out of tune

They had you sleeping and eating and
And I didn’t believe them
When they called you a hurricane thunderclap

When I was checking vitals
I suggested a smile
You didn’t talk for a while
You were freezing

You said you hated my tone
It made you feel so alone
So you told me I had to be leaving

But something kept me standing
By that hospital bed
I should have quit but instead
I took care of you

You made me sleep and uneven
And I didn’t believe them
When they told me that there
Was no saving you…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Judith Holofernes – „Der Krieg ist vorbei“


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Aber sicher, an Judith Holofernes streiten sich die Geister wie bei kaum einer anderen deutschen Künstlerin!

Und das war schon immer so. Als die heute 40-Jährige gemeinsam mit ihrer seit nunmehr fünf Jahren auf Eis liegenden Band Wir sind Helden anno 2003 mit dem Debüt „Die Reklamation“ und Songs wie „Guten Tag“, „Aurélie“ oder „Denkmal“ die deutsche Poplandschaft durcheinander wirbelte, wurde sie von vielen gefeiert, jedoch von kaum weniger Nörglern als neunmalkluge Nervensäge abgestempelt. Die notorisch kritischen Kritiker hatten bei Holofernes und ihren drei männlichen „Helden“ Jean-Michel Tourette (sic!), Mark Tavassol und Pola Roy (mit dem sie mittlerweile verheiratet ist) auch leichtes Spiel, schließlich boten die vier-Helden-Alben genügend Angriffsfläche um Judith Holofernes wahlweise als hippie’eske Öko-Triene, lyrische Blümchensex-Spießbürgerin oder als verkrampfter weiblich-bundesdeutscher Pendant-Versuch zu Bob Dylan abzustempeln. (Wem mehr Bezeichnungen einfallen – gern her damit!) Fakt ist jedoch auch, dass die mal aufrüttelnden, mal melancholischen Stücke der Helden bis 2012 ein breitgefächertes Publikum zusammen brachte, das auch heute noch seinesgleichen suchen dürfte: Teenager kurz vorm oder kurz nach ihrem Abitur, unbelehrbare Antifa-Altpunks, ewige Studenten (und deren Dozenten!), gestandene Familienväter und -mütter, piefig-spießige Jack-Wolfskin-Jacken-Träger, die das Logo ihrer ach-so-indie-Lieblingsband stets über der Schulter gehaltenen Leinenbeutel in die Welt hinaus schreien, Metal-Kutten-Träger – alle kamen sie, alle sprangen sie, alle lagen sie sich selig schluchzend in den Armen… (Okay, leicht idealisiert vielleicht – aber Bilder wie diese konnte man schon auf Konzerten der Helden beobachten.)

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Dass Judith Holofernes es ab 2014, als ihr Debüt „Ein leichtes Schwert“ erschien, auch solo versuchen würde, war nach dem potentiellen Ende der Helden zwei Jahre zuvor abzusehen.  Die Stücke selbst jedoch enttäuschten, war der Mix aus Pop gewordenem Blues, Weird-Folk und Schlock-Rock, um den Holofernes ihre zu oft zu gewollt auf Wortwitz und Klamauk getrimmte Lyrik sponn, doch vor allem eines: anstrengend. (Und das sage ich als großer Freund der meisten Helden-Songs!) Klar hatte die gebürtige Berliner Göre viel zu verarbeiten: das vorläufige Ende ihrer Band, das erste Kind, der damit verbundene nicht allzu stressfreie Alltag. Nur hatten die bratzig-rotzigen Stücke, die daraus resultierten, zu viel Überhöhung in Verbindung mit der durchaus kieksigen Stimme Holofernes (noch so ein Streitpunkt), ohne dass irgendetwas groß hängen blieb. Gerade im Vergleich mit dem tollen, 2010 veröffentlichten letzten Helden-Album „Bring mich nach Hause“ konnte die passionierte Tiergedichteschreiberin damit fast nur baden gehen… Shit happens.

Umso schöner ist, dass Judith Holofernes‘ im März erschienenes zweites Solo-Werk „Ich bin das Chaos“ eine Rückkehr zu alter (Helden-)Form darstellt und all das, was man schon zu Bandzeiten so toll, so anders, so mitreißend fand, wieder an Bord hat: die nach vorn polternden Poprocksongs, die wehmütig-schlauen Balladen. So ist das Titelstück ein ungezwungener Mitwipper, rennt „Charlotte Atlas“ dem flotten „Aurélie“ hinterher, pochen bei „Das Ende“ die Anfangstage á la „Die Reklamation“ an die WG-Tür, während der Saloon-Pop von „Unverschämtes Glück“ auch auf dem zweiten Helden-Album „Von hier an blind“ gut aufgehoben gewesen wäre.

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Alles nett bis prima, in den Schatten gestellt werden die anderen neuen Stücke, bei deren Entstehung Holofernes Hilfe vom färöischen Singer/Songwriter Teitur Lassen bekam, jedoch von zwei klassischen Balladen, über deren Güteklasse man – mal wieder – nur staunen mag. So ist „Der letzte Optimist“ ein unterschwellig depressives Lied aus einer bemerkenswert desolaten Perspektive: Jemand, der immer an das Gute glaubt, liegt am Boden, die Lage ist dermaßen aussichtslos, dass die Polizei nicht einmal einen Grund zur Verhaftung sieht. Judith Holofernes singt erst so tief wie nie, dann kiekst sie – und es klingt wie das letzte Stückchen Würde, das sich schließlich in genau den Satellitenschrott auflöst, der im Himmel die Idee des Lieben Gottes (oder vonwemauchimmer) verdrängt. Wunderschön traurig? Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – bei Holofernes‘ lyrischem Gespür oft innerhalb von ein, zwei Minuten möglich.

Und es geht noch besser: „Der Krieg ist vorbei“ taucht ohne Vorwarnung in einer Reihe mit Elvis Costellos „Shipbuilding“ und „Peace In Our Time“ oder Billy Braggs „Rumours Of War“ auf. Songs über den Krieg sind auch im Jahr 2017 schwierig – zu offensichtlich ist der Schrecken, zu feige die Perspektive, wenn man sie aus einem Land heraus schreibt, das zwar weder die Schrecken noch die „Altlasten“ ganz vergessen hat, in dem andererseits aber die letzte Bombe vor 72 Jahren vom Himmel fiel. Judith Holofernes wählt als Ausgangspunkt jedoch den Moment, an dem der Krieg vorbei ist. Aus dem Radio tönt ein „Hallelujah“, der Frieden ist da, aber natürlich hat der Krieg etwas angerichtet: „Vor jedem Mauseloch sitzt ein fetter Kater / In jedem Haus hier wird ein toter Mann Vater / Ein Einkaufszentrum in jedem Krater / Sagt in leuchtenden Neonlettern: ‚Schau, alles blüht!‘ / Auch wenn die Asche noch glüht.“ Am Ende, nachdem sich das Stück vom stillen Mahnmahl, welches auch sinnbildlich für das Ende einer Beziehung stehen könnte, höher und höher in klangliche Sphären geschraubt hat, bleibt Judith Holofernes ein letztes Seufzen: „Der Krieg ist vorbei – zwei, drei, vier, was machst du noch hier?“ Gänsehaut. Weltklasse. Judith Holofernes mag die kritischen Geister zum Streiten bewegen, bleibt jedoch unbestritten eine der besten deutschen Songschreiberinnen.

 

In Ermangelung eines Direkt-Links zur Album-Version des großen „Der Krieg ist vorbei“ gibt es den Song in der reduzierten „mdr KULTUR Studiosession„-Variante (was an diesem Tag mit Holofernes‘ Stimme los gewesen sein mag, weiß die Dame wohl nur selbst)…

 

…sowie als YouTube-Live-Mitschnitt vom diesjährigen Konzert im Kölner Gloria Theater:

 

„Sie setzen Geranien vor vernagelte Scheiben
Das mit den Fenstern wird wohl erstmal so bleiben
Man muss ja nicht seh’n, was die Ander’n so treiben
Ein paar von den Leuten, die hier wohnen seit Jahr’n
Sind nicht so, wie sie mal war’n

Sie trinken Tee aus zerbrochenen Tassen
Man muss manchmal einfach laufen lassen
Und nur wie für die, die an den Wänden verblassen
Sagen sie: ‚Schaut, vor dem Haus wird wieder gefegt!‘
Bevor der Staub sich noch legt

Sie bau’n neue Türen in ihre wandlosen Zimmer
‚Immer nur jammern würde alles verschlimmern‘
Sagt die Frau aus dem Dritten, und sucht in den Trümmern
Nach einem Radio für ihren Balkon
Sie sagt, sie mag diesen Song

Und jedes Radio spielt ein Hallelujah
Der Krieg ist vorbei

Und ich weiß nicht, wie man aufhört
Nur wie man anfängt
Nicht wie man aufhört
Nur wie man anfängt

Jedes Radio sagt ‚Hey, was machst du da?
Der Krieg ist vorbei
Zwei, drei, vier…
Was machst du noch hier?‘

Vor jedem Mauseloch sitzt ein fetter Kater
In jedem Haus hier wird ein toter Mann Vater
Ein Einkaufszentrum in jedem Krater
Sagt in leuchtenden Neonlettern: ‚Schau, alles blüht!‘
Auch wenn die Asche noch glüht

Ein räudiger Bär tanzt in rasselnden Ketten
Er führt die Parade derer, die noch zu retten sind
Sie tragen die ander’n in ihren Betten
Und der mit dem Megafon sagt: Alles muss raus
Und malt ein Kreuz an mein Haus

Und der im Radio sagt ‚Hey, was machst du da?
Der Krieg ist vorbei.‘

Er sagt: ‚Komm, lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!

Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!
Nimm meine Hand, meine Hand
Lass die Waffe fallen!

Nimm meine Hand, meine Hand, meine Hand…‘

Weiß nicht, wie man aufhört
Nur wie man anfängt
Nicht wie man aufhört
Nur wie man anfängt

Und jedes Radio spielt ein Hallelujah
Der Krieg ist vorbei
Zwei, drei, vier…
Was machst du noch hier?“

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Mobina Galore


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Fotos: Sven Hoppmann / Promo

Normalerweise erwartet man bei musikalischen Duos einen Sound, der im weitesten Sinne als bluesbasierter Rock durchgeht – The White Stripes, The Black Keys, Two Gallants oder Royal Blood mach(t)en es vor, und auch andere Zweiergespanne wie The Dresden Dolls, Japandroids, The Kills oder Blood Red Shoes haben bereits unter Beweis gestellt, dass man auch ohne die „klassische“ Kombo aus GitarreSchlagzeugBass ordentlich für (Bühnen)Radau sorgen kann. Dass mit zwei Instrumenten aber aber auch kratzig-druckvoller Punkrock a la The Distillers, L7 oder auch Against Me! und Propagandhi möglich ist, beweisen Mobina Galore aus dem kanadischen Winnipeg.

Winnipeg… Winnipeg… War da nicht mal was? Genau. Zumindest auf lyrischer Ebene ist die 660.000-Einwohner-Stadt unweit der US-Grenze seit dem Weakerthans-Song „One Great City!“ längst unsterblich. Dass der Verfasser dieser wenig schmeichelhaften Zeilen, John K. Samson, seines Zeichens bis 1996 Teil von Winnipegs Vorzeige-Punkern Propagandhi (nicht, dass es da allzu viele gäbe) und später Frontmann der Weakerthans, seine Heimatstadt für einen recht deprimierenden Ort halten dürfte, bleibt kein Geheimnis:

„Late afternoon, another day is nearly done
A darker grey is breaking through a lighter one
A thousand sharpened elbows in the underground
That hollow hurried sound of feet on polished floor
And in the dollar store the clerk is closing up
And counting loonies trying not to say
I hate Winnipeg“

Ganz ähnlich dürfte es auch Gitarristin/Sängerin Jenna Priestner und Schlagzeugerin Marcia Hanson gegangen sein, als sie sich vor sieben Jahren dazu entschlossen, fortan möglich lautstark gegen die kanadische Eintönigkeit anzuspielen. Mobina Galore waren geboren, die bald schon eine erste, mit massig Garagen-Spirit zusammengeschusterte EP (die „Skeletons EP„) sowie 2014 den Debüt-Langspieler „Cities Away“ aufs kopfschüttelhungrige Punkrock-Publikum losließen. Die Musik? Melodisch, wütend, meist schnell, kraftvoll, tritt ordentlich Ärsche. Die Texte? Erzählen vom Älterwerden („You’re Not 23 Anymore“, „2002“) und der tollen, blöden Liebe („Restless Nights“). Typische, mit Spuren von Emo durchzogene Adoleszenz-Lyrik eben, die zwar keine Preis für allzu hoch angesetzte Kreativität erhalten will, dafür aber ihre Topoi aus dem Leben greift. (Und mal ehrlich: besonders schlaue Texte hatten Größen wie die Rolling Stones oder Led Zeppelin ja auch nie.)

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„I didn’t think that it would cut so deep…“ (aus „Ready To Let Go“)

Genau diesen Weg greift das im Februar erschiene zweite Album „Feeling Disconnected“ nun auf – und denkt den Erstling musikalisch weiter. Entstanden sind dabei zehn Stücke, die, jedes für sich, eine in schwarzen Lack getauchte Kerze für die Schutzheilige Brody Dalle anzünden und sich erneut allesamt dem schnellen Punkrock zuschreiben lassen, jedoch auch klare Hardcore-Einflüsse offenlegen. Trotz einiger Rhythmuswechsel klingen hierbei alle Songs nach einer Menge Moshpit-Potential. Klar, einige Grundelemente wiederholen sich in nahezu jedem Lied auf „Feeling Disconnected“ – insbesondere die rotzige „Fuck off!“-Aggressivität in der Stimme von Sängerin Jenna Priestner und auch der Doppelgesang mit Marcia Hanson fallen hier auf. Durch diese Homogenität im Songwriting bleibt das Album – bis auf wenige Ausnahmen – wenig abwechslungsreich, geht aber auf Grund der sehr eingängigen Hooks und simplen Melodien schnell ins Ohr. Gefällt einem dieser Musikstil, der durchaus auch Parallelen zu Against Me! (mit denen Mobina Galore auch bereits auf Tournee waren), No Use For A Name, Lagwagon, Bad Religion oder den Petrol Girls aufweist, kann man an den neuen, trotzig in die Saiten geschreddert und mit mental geballter Faust ins Mikrofon gebrüllten Coming-of-Age-Hardcorepunkrüplern aus dem Hause Mobina Galore schnell Gefallen finden. Feine kurzweilige Punkrock-Songs, die für sich selbst sprechen.

 

Hörproben gefällig? Hier gibt’s die Musikvideos zu „Skeletons“ und „Bad Love Song“ (vom Erstling „Cities Away“)…

 

…sowie zu „Spend My Day“ und „Suffer“ (vom aktuellen Album „Feeling Disconnected“):

 

Via Bandcamp kann man sich alle bisherigen EPs und Alben von Mobina Galore zu Gemüte führen:

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Caspian Sea Monster


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Fotos: Facebook

„Bereits vor mehr als fünf Jahren schmiedeten Musiker von Playfellow, Calaveras und Might Sink Ships Pläne eines neuen Bandprojektes, das auf den Namen Caspian Sea Monster hört und lange Zeit nur im Proberaum existierte. Nun endlich veröffentlicht das Quartett sein selbstbetiteltes Debütalbum. Sieben wundervoll atmosphärische Postrocknummern auf CD und LP gepresst und über Stargazer Records veröffentlicht. Nicht erst vor fünf Jahren, als sich die Musiker von Caspian Sea Monster zum ersten Mal zusammen rotteten, gab es schon so eine kleine Chemnitzer Bandkommune: Playfellow, Calaveras, Radar, Neon Blocks, Dollys Meat, Suralin, Might Sink Ships, Volt usw. Chemnitz ist nicht groß und man lief sich ständig über den Weg, teilte sich Proberäume oder spielte gemeinsam Konzerte. Jeder verstand sich mit jedem, man tauschte sich aus und es entstanden einige Nebenprojekte. Dass es bei Caspian Sea Monster ganze fünf Jahre dauerte, bis das selbstbetitelte Debütalbum fertig gestellt wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass man zunächst erstmal sporadisch Musik machte. Schließlich galt die Band ja noch als Nebenprojekt von Toni Niemeier (Gitarre und Gesang – Playfellow), André Dettmann (Bass, Keys – Playfellow), Marc Ebert (Gitarre, Bass und Gesang – Might Sink Ships) und Tom Müller (Drums – Calaveras). Erst nach und nach festigten sich die sieben mindestens 5-minütigen Songs ihres Debütalbums, die zum Teil erst im Studio fertig geschrieben wurden. Caspian Sea Monster kreieren epischen Postrock mit Gesang und bieten genug Fläche, um sich komplett fallen zu lassen und in den Klangteppichen zu versinken. Tolles Debüt und große Empfehlung für Postrock-Fans.“

Soweit der offizielle, durchaus informative Pressetext.

Und der regelmäßige Vorbeisurfer auf diesen digitalen Seiten mag sich – zurecht – fragen: Chemnitz, die x-te? Karl-Marx-Stadt, echt – schon wieder? Japp. Denn obwohl das beschauliche sächsische Städtchen von einer internationalen Kulturmetropole á la New York City, London, Paris oder meinetwegen Berlin in etwa so weit entfernt ist wie Frauke Petry vom Bau eines Flüchtlingsheims, weist Chemnitz eine beachtliche Dichte an durchaus interessanten neuen Bands auf – und das nicht erst seit gestern…

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Neues Beispiel: Caspian Sea Monster. Allein schon der Name, den die vier Herren, welche in etwa eine All-Star-Truppe von Chemnitz‘ Finest darstellen (Might Sink Ships! Playfellow! Da fehlen eigentlich nur noch Kraftklub…), ihrem neusten musikalischen Baby gegeben haben: benannt nach einem russischen Fluggerät, das erstmals über dem kaspischen Meer gesichtet wurde – technoide Null-Aussage, die zur Mystik verführt. Oder Caspian: eine amerikanische Post-Rock-Band, die 2003 in Beverly, Massachusetts gegründet wurde, und sich, mit nunmehr vier Alben im Gepäck, auch diesseits des Atlantiks einen Namen erspielt hat – der klangliche Verweis bis nach Sachsen könnte ferner liegen. Und trotzdem klingt das, was Caspian Sea Monster da in knapp 55 Minuten fabrizieren, verdammt eigen.

4250137215037Das fängt bereits bei Toni Niemeiers Gesang an, welcher dem ein oder anderen Freund deutschen Indierocks bereits von Playfellow bekannt vorkommen dürfte. Eine sehr eigene Stimme hat der Mann, der im „wahren Leben“ – das mag kein Punkrock sein, aber irgendwo müssen die Brötchen ja herkommen – einem Job an der TU Chemnitz nachgeht (das Internet vergisst nichts). Klar. Ein Gesangsorgan, das vor allem bei seiner Hauptband an manch einer Stelle an einen wie Radioheads Thom Yorke mit angenehmem Tremolo und mächtig Emphase und Drama erinnert. Nicht die schlechteste Referenz? Sicher. Aber eben auch: mächtig Geschmacksache. Und die Gitarren: Lassen sich massig Zeit, bis die Schlagzeug-Bass-Rhythmusfraktion gemeinsam mit dem Keyboard das musikalisch-atmosphärische Fundament errichtet hat (nur eines der sieben Stücke des Debütalbums bleibt knapp unterhalb der Fünf-Minuten-Marke), um schlussendlich mit gekonnten Licks um Berge aus Effektgeräten zu flirren, brettern und steigen. Post-Rock, Baby! Damit der Hörer bei all der klanglichen Reizüberflutung nicht gleich vom Stuhl kippt, baut die Band jedoch immer wieder melancholische Ruhephasen in ihre Songs ein: hier mal eine Akustische („Spinning Wheel“), da eine weite Synthie-Fläche, dort ein paar elektronische Experimente („Parts“). Im feinen „The Trembling“ meint man gar ein Banjo zu hören! So ganz mögen sich Caspian Sea Monster nie festlegen, wählen im finalen „Into Dust“ etwa einen beinahe klassisch nervösen Alternative-Rock-Abgang.

Als Ganzes lassen sich, bei all dem Geplucker, den Soundwänden und dem Gitarrengegniedel, die unvermeidlichen Pink Floyd zwar nie so ganz von der Hand weisen (und die ein oder andere Platte der britischen Progrock-Götter hat sicher jeder der vier Chemnitzer im heimischen Plattenschrank stehen), jedoch haben an vielen Stellen auch andere Brüder im Geiste, wie Mogwai, Maybeshewill, Jeniferever, Steaming Satellites oder iLiKETRAiNS, den Fuss auf dem mentalen Effektpedal. Zwar mag nicht jede Minute des Debütalbums fesseln, aber wer bitte hätte ein Werk, das durchaus internationale Reife besitzt und fast wie aus einem geproggten Post-Rock-Guss daher schwebt, im piefigen Chemnitz verortet? Bedrohlich, schräg, entspannt, klassisch – aber auch: irgendwie anders und mit viel Dynamik, Facettenreichtum und Spielfreude im Schlepptau. Chapeau.

 

 

Via Bandcamp kann das Album gestreamt und erstanden werden…

 

…während man via YouTube den ein oder anderen Live-Mitschnitt…

 

oder ein Interview mit Teilen der Band findet:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Portugal. The Man – „Don’t Look Back In Anger“


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Wer sein neustes Werk „Woodstock“ nennt, der sollte damit rechnen, dass dem Gegenüber dabei auch so einige Assoziationen durch die Hirnrinde schießen – welche im Fall von Portugal. The Man durchaus enttäuscht werden.

Denn so richtig politisch ist das achte Album der US-Indierock-Band nicht. Eher: Hipper Hipster-Electro-Soul-Rockpop, der die Blumen nicht (mehr) im Haar trägt, sondern die bunt beschienene Tanzfläche damit ausschmückt, und die Faust nicht wutentbrannt gen Firmament, sondern freudig tanzend gen Diskokugel reckt. Vielmehr entstammt der Titel des neusten Studiowerkes (dem ersten seit „Evil Friends“ von vor vier Jahren) einer Konversation von Heliumstimmen-Frontmann John Gourley mit dessen Vater, der damals, 1969, beim legendären Musikfestival mit dabei gewesen sein soll.

Und diejenigen, die die Karriere von Alaskas Finest seit den Anfängen vor über zehn Jahren (das Debüt „Waiter: ‚You Vultures!‘“ erschien 2006) stetig mitverfolgen, dürften wissen, dass gerade Portugal. The Man eine Band sind, die sich stetigem Wandel unterwirft. Da werden sowohl munter Bandmitglieder getauscht wie die musikalische Ausrichtung – vom zackigen, Pirouetten schlagenden Frickelrock á la The Mars Volta über verqueren Lagerfeuer-Folk bis hin zu von Danger Mouse produziertem psychedelischem Soul-Pop war bereits alles drin in der tönenden Wundertüte aus Wasilla, Alaska.

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Und nun eben: Psych-Electro-Soul (die Eröffnungsnummer „Number One„, welche wiederum mit einem beim „Woodstock“-Festival aufgenommen Sample von Richie Havens beginnt), Autotune und Rapeinlagen („Mr. Lonely“ mit LA-Hip Hopper Fat Lip), Neo-Glam („Live In The Moment“), satte Radio- („Feel It Still„) und Modern-Rock-Hits („Easy Tiger“). Mit der teilweise so schön dreckigen Gitarrenmusik der Anfangstage hat all das nur noch wenig zu tun. Pop-Act (im Kleinen) statt Rock-Combo (mit Indie-Cred). Sonnenbeschienene Nachmittags-Festivalbühne statt miefiger Indie-Club. Das darf man schade oder gar scheiße finden, man kann es aber auch begrüßen. Entscheiden Sie selbst…

 

Um ihr neustes Studioalbum „Woodstock“ ausreichend zu promoten, haben Portugal. The Man kürzlich auch Halt in der niederländischen Radioshow „Ekdom in de Ochtend“ (also: „Ekdom am Morgen“ – mit Moderator Gerard Ekdom, welche auf NPO Radio 2 läuft) gemacht. Dort präsentierte die fünfköpfige Band ihre Covervariante des Oasis-Gassenhauers „Don’t Look Back In Anger“ (welcher durch die Ereignisse in Manchester vor wenigen Wochen wieder aus der Versenkung geholt wurde)…

 

…und eine Akustik-Version den neuen Songs „Feel It Still“:

 

Rock and Roll.

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