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Monday Listen: A Girl Named Mo – „Live at Bats (Platonic\Romantic)“


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Jedes Land hat wohl mindestens diese eine Band, von der jede neue Single, jedes neue Album von den Einheimischen mit Spannung und Vorfreude (und nicht selten der ein oder anderen Diskussion im Nachhinein) aufgenommen wird und nahezu jede Show ausverkauft ist. Das Fandom erstreckt sich denn auch über Generationen, da die Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln zu den Auftritten kommen. In Deutschland wären wohl Rammstein – Kontroversen hin oder her – diese Band (oder bringen sich mit ihren Erfolgen zumindest für diesen Titel in Stellung). In Kanada etwa The Tragically Hip. In Australien würden sich The Jezabels oder Cold Chisel diese Krone(n) aufsetzen. Und im vergleichsweise beschaulichen Neuseeland gehört, wie man liest, der Titel Fly My Pretties.

Ein Teil des Erfolgs des 2004 im neuseeländischen Wellington gegründeten Kollektivs besteht wohl darin, dass es sich wirklich um eine recht lose, beständig wechselnden Gemeinschaft von etwa 50 Künstlern handelt. Jeder und jede von ihnen bringt seinen eigenen, einzigartigen Ansatz in das Projekt ein, aber erst zusammen setzen sie eine Idee in fertige Songs irgendwo im Spannungsfeld zwischen Folk Rock, Roots Rock oder R’n’B um.

Ein Teil von Fly My Pretties ist Moana Ete. Die vielseitige Künstlerin, welche ebenfalls aus Wellington stammt, ist als Absolventin der renommierten Toi Whakaari Drama School nicht nur Schauspielerin, Autorin und Regisseurin, sondern wandelt unter dem Alias A Girl Named Mo auch (quasi) solo auf musikalischen Pfaden.

„Beim Schauspielen kann man sich immer hinter einer Figur verstecken, während Singen bedeutet, aufzustehen und zu sagen: ‚Das ist alles an mir. Das ist, wer ich bin. Es ist sehr persönlich“, sagt sie. „Ich werde nur dann wirklich nervös, wenn ich auf die Bühne gehe, um zu singen… all das macht mich viel verletzlicher.“

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Wohl auch deshalb hat sich Moana Ete, die ihre Liebe zur Musik recht früh im Kirchenchor fand, während Künstler wie Boyz II Men, Mary J Blige, TLC oder Missy Elliot ihren Geschmack prägten, denn doch musikalische Kompagnons gesucht: Slade Butler und Marcus Gurtner unterstreichen bei A Girl Named Mo als taktgebende Rhythmusgruppe und mit allerhand gefühlvoller Elektronica die erstaunlichen Gesangstalente ihrer Frontfrau. Zusammen kombiniert das Trio Elemente der Electronica mit dem ausgeprägten R’n’B-Trimbre von Moanas Stimme. Die ersten Ergebnisse des kreativen Trios sind etwa die Neo-Soul-Debütsingle „Who They Say You Are“ sowie das bei sechs ausverkauften Vorstellungen im Wellingtoner Bats Theatre aufgenommene Album „Live at Bats (Platonic\Romantic)“.

A Girl Named Mo sehen darin ein sich stetig weiterentwickelndes Werk, das nicht nur die ihre gemeinsame Idee von elektronischem R’n’B präsentiert, sondern auch die Live-Skizzen, die ihr irgendwann in der (nahen) Zukunft erscheinendes Debütalbum ausmachen werden.

In zwölf Song-Teilen untersucht „Platonic\Romantic“ zwischenmenschliche Beziehungen durch musikalisches Geschichtenerzählen. Unter der Führung von Moana Ete haben sich A Girl Named Mo seit 2016 einen Namen in der Musikszene von Wellington gemacht, und diese Momentaufnahme ist Zeugnis eines Projektes, das vor neuen, kreativen Ansätzen nur so überbordet. Elektronische Beats, Vocal-Samples und hämmernde Bässe verbinden sich mit dem zweifellos großen Talent von Ete zu einer ebenso abwechslungsreichen wie klugen Sammlung von Songs.

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Moana Ete hat Folgendes über „Live at Bats (Platonic\Romantic)“ zu sagen:

„Es ist ein elektronisches Live-Album, das ein wenig einem Oxymoron gleichkommt. Ich erinnerte mich daran, dass ich mir während der Aufnahmen Erykah Badus Live-Album anhörte. Ich liebe ihre Beziehung zum Publikum über alle Maßen. Sie geht ganz entspannt mit ihm um, und auch ich höre ich ihr zu und hänge an jedem ihrer Worte. Ich liebe dieses Album, und auch ich wollte ebenso entspannt mit meinem Publikum umgehen, so wie sie es tat.

In Liebesliedern geht es fast immer um romantische Liebe. Es geht um Herzschmerz, Betrug und ums Heiraten, und es ist nur dann echte Liebe, wenn es ums Körperliche, ums große Ganze geht. Und darum geht’s mir einfach nicht immer. Einige der erfüllendsten und wichtigsten Liebesgeschichten sind für mich solche, die nichts davon enthalten, sondern einfach nur reine, platonische Liebe. Ich schätze, die wirkliche Idee ist, was wäre, wenn das Platonische und Romantische einfach eine Einheit wären.“

 

 

Via Bandcamp gibt’s „Live at Bats (Platonic\Romantic)“ im Stream (oder eben als wahlweise kostenlosen Download)…

 

…und hier bewegte Bilder zum Song „Platonic“:

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Christopher Francis „Frank“ Ocean, *1987, US-amerikanischer Singer/Songwriter, Contemporary-R&B-Musiker, Rapper, Musikproduzent und Fotograf)

 

Rock and Roll.

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Aus gegebenem Anlass…


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Heute vor 30 Jahren, am 1. April 1984, wurde Marvin Gaye, bis heute einer der größten, bedeutendsten und einflussreichsten Soul- und R&B-Sänger der Musikgeschichte, von seinem Vater im Verlauf eines Streits erschossen, er wurde 44 Jahre alt.

Anhand einer Rezension von Gayes 1971 erschienenem Albumklassiker „What’s Going on“ gedenkt die Online-Ausgabe des deutschen „Rolling Stone“ der Musiklegende – und legt mit dem Satz „Mit bürgerlichem Namen hieß er Marvin Pentz Gay jr. Aber wenn einer nicht gay war, dann er.“ einen ebenso dilettantischen wie auf hanebüchen-einfache Art und Weise mutigen Einstieg hin. Wesentlich besser und ausführlicher ist hingegen dieser Artikel der „Welt“ über Marvin Gayes künstlerisches Wirken, sein Leben – und dessen tragisches Ende am Vorabend seines 45. Geburtstags…

 

 

Marvin Gaye - Live

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Chet Faker


Chet Faker

Manchmal ist die Wahrheit so banal und simpel, dass man sich am Ende am liebsten seiner eigene Geschichte zusammen gebastelt und zurecht gebogen hätte…

Man nehme nur einmal diesen Künstlernamen: Chet Faker. Geil, oder? Da ließe sich etwa zusammenspinnen, dass die Mutter dieses Herren in den sündigen Siebzigern einmal eine Affäre mit dem legendären, Rauschmitteln nicht eben abgeneigten Jazzmusiker Chesney Henry Baker Jr., wohl besser bekannt als Chet Baker, gehabt haben mag, und dass der Spross eben dieser Liaison sich nun aufgeschwungen hat, es seinem verstorbenen Vater gleich zu tun und ebenfalls Musiker zu werden – mit dem Erzeuger als augenzwinkernde coole Hommage im Alias. Nein, wohl alles (h)ausgemachter Hirnsalat, die Realität mag’s leider banal: Hinter dem Pseudonym „Chet Faker“ versteckt sich lediglich der Australier Nicholas „Nick“ James Murphy, der bereits in seinen musikalischen Anfängen feststellte, dass es einen Musiker gleichen Namens (also: Nick Murphy) gab, und sich, um Verwechslungen von vornherein aus dem Weg zu gehen, eben dieses feine Künstlernamenwortspiel ausdachte. Dabei führt einen der Name nicht einmal auf die falsche Assoziationsfährte. Denn der 24-jährige Murphy komponiert seine Stücke ähnlich frei und im Raum schwebend wie im Jazz…

Chet Faker #2Für erste Furore sorgte er allerdings mit einer Coverversion: 2011 stellte Murphy seine Interpretation des Neunziger-Jahre-Evergreens „No Diggity“ (im Original von Backstreet und Dr. Dre) ins Internet – und löste damit in den musikalischen Blogsphäre eine wahre – wenn auch kleine – Welle der Begeisterung aus. Das E-Piano perlt über simple Funksprünge und umspielt „Location Samples“ (so nennt zumindest der Künstler selbst seine Field Recordings aus Stadt und Land), während Chet Faker süßlich darüber croont: „I like the way you work it/ No diggity, I got to bag it up, bag it up…“. Einen ähnlichen Klangkosmos erspielt sich auch die im vergangenen Jahr erschienene Debüt-EP „Thinking In Textures„: Murphy sammelt Stilmittel aus R&B oder Soul zusammen, vermengt diese mit Beats, Samples oder zarten Industrial-Einflüssen und schüttelt diese Mixtur zu einem höchst zeitgemäßen Cocktail durch, der als Einheit auch in einer Lounge-Bar, irgendwo zwischen Burial, James Blake, Frank Ocean, Flying Lotus, Thom Yorke (der Solo-Yorke, nicht der Radiohead- oder Atoms For Peace-Yorke!) oder alten Motown, nicht unangenehm auffallen würde. Und obwohl den sieben Songs der immerhin knapp 30 Minuten langen EP wohl Vieles näher länge als sich nach Aufmerksamkeit zu drängen, blieben Chet Fakers Qualitäten auch in der australischen Musikszene nicht verborgen. So gewann Murphy 2012 den Preis als „Breakthrough Artist of the Year“ sowie den „Independent Records Award“, während seine gemeinsam mit DJ-Kumpel Flume (aka. DJ Harley Streten) veröffentlichte Single „Left Alone“ die Charts ordentlich aufmischte. Lupenreine Popqualitäten hat Murphys Musik dabei kaum, eher schmiegt sie sich wie ein Tagtraum an die Gehörgänge – so lange, bis man mehr will vom zurückgelehnten Electronica-Crooner aus der Vier-Millionen-Einwohner-Metropole Melbourne. So lange, bis man zu Songs wie „I’m Into You“ oder „Cigarettes And Chocolate“ süchtig lächelt in den grauen Winterhimmel blickt. Immer noch besser, als sich wie Chet Baker für immer aus dem Fenster eines Amsterdamer Hotels zu verabschieden…

 

 

Soeben ist mit der Drei-Track-Single „Drop The Game“ / „What About Us“ / „This Song Is…“, welche man als „Lockjaw EP“ finden kann, das nächste Kollaborationsergebnis des sympathischen Bartträger-Aussies mit seinem Elektro-DJ-Kumpel Flume erschienen. Und während man noch immer auf den ersten Solo-Langspieler warten muss (wer die australische Mentalität kennt, der weiß, dass das bei all der Laid-Backness schon mal etwas länger dauern dürfte…), kann man sich die Zeit mit der hervorragenden „Live Sessions EP“ (gibt’s hier für lau, umme und kostenlos!) vertreiben, bei deren drei Stücken – dem Burial-Cover „Archangel“, dem EP-Verteter „Love And Feeling“ und der famosen Backstreet-Interpretation „No Diggity“ – Chet Faker und seine Buddies beweisen, dass deren Musik auch im live bespielten Bandkonstrukt so einiges kann…

 

 

Noch nicht genug? Dann gibt’s hier noch die Musikvideos zu „Terms And Conditions“…

 

…der erfolgreichen Flume-Kollabo „Left Alone“…

 

…und der neuen Single „Drop The Game“, bei welcher Flume bekannt ebenso mitmischte:

 

Und wen die Worte des Künstlers selbst interessieren, der findet bei den Kollegen des „Noisey – music by Vice“-Internetportals ein mit Nick „Chet Faker“ Murphy geführtes Interview vom Juli diesen Jahres, in welchem der Australier – natürlich ganz entspannt – mehr über Inspirationen, Freundeskreis und Pläne erzählt.

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: BANKS


BANKS

Das alte Spiel: Sieht jemand gut aus, so neigt der böse Bruder Vorurteil vorschnell dazu, dieser Person jegliches Talent abzusprechen. Frei nach dem Motto: „Noch so jemand, der mit 90-60-90 und einem Paar Rehaugen gut Kasse machen möchte.“ Es kann eben nicht jeder Franck Ribéry sein…

Aber mal ganz ehrlich: In Wirklichkeit macht doch Schönheit – so subjektiv dieser Begriff auch sein mag, gibt es doch in Zeiten der totalen Vernetzung ein mehr oder minder gängiges, globales Verständnisbild dieses hohlen Begriffs – erst das Gesamtpaket erst „so richtig rund“, oder? Und demzufolge müsste auch BANKS in Kürze heftigst durchstarten… Denn die 25-jährige Musikerin Jillian Banks aus dem sonnenverwöhnten Los Angeles bringt alles mit, um das „nächste große Ding“ zu werden: ein bildhübsches Äußeres, eine auf verruchte Weise zärtliche Stimme, massig Talent für das richtige Timing und die Kontakte zu genau den richtigen Produzenten. Und so klingen denn auch das von Totally Enormous Extinct Dinosaurs (aka. TEED) produzierte „Bedroom Walls“ oder „Waiting Game“, das der versierte Leisetreter SOHN (ebenfalls ein Name, den man für die Zukunft auf dem – digitalen – Zettel haben sollte) in eine mit schleppender Elektronik verzierte Pianoballade verwandelt, mal nach sehnsüchtiger, elfenhafter Sirene, mal nach schwerfälligem Tranzflächen-R&B á la Rihanna, oder (meist) nach melacholischem Nachtstunden-Triphop der Marke The xx. Man merkt schnell: Die junge Dame versteht es, Klang und Ästhetik zu einer Einheit zusammenzuführen, die kaum mehr auf der Höhe der Zeit sein könnte. Musik, um sich selbst zu verlieren? Selten war Atemlosigkeit schöner…

„I’m thinking it over / The way you make me feel all sexy but it’s causing me shame / I wanna lean on your shoulder / I wish I was in love but I don’t wanna cause any pain / And if I’m feeling like I’m even, we’ve got nothing to gain…“ („Waiting Game“)

„As for our house, I’ll move out / You can keep the dog we trained / Things soon will be like before I ever met you / Before I ever met you…“ („Before I Ever Met You“)

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Übrigens: Wer die ein oder andere berechtigte Lobeshymne mehr lesen mag, dem sei die detailreiche Vorstellung der Kollegen des Noisey Blogs ans Hörerherz gelegt. Die sind sich dann auch schon im Titel sicher: „BANKS wird er nächste große Pop-Star“.

 

Hier kann man sich BANKS‘ im September erschienener „London EP“ in Gänze hingeben…

 

…ebenso wie der Single „Fall Over“ (inklusive der B-Seite „Before I Ever Met You“):

 

Und wer’s audiovisuell mag, der bekommt mit den – freilich in ansprechendem Schwarz-weiß gehaltenen – Szenerien von „Fall Over“, „Waiting Me“ und „Warm Water“ schummrige Sonntagsmelancholien, die noch die komplette nächste Woche im Kopf nachhallen werden. Versprochen? Versprochen.

 

 

Rock and Roll.

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Warten auf Haim – und der Auftritt beim Glastonbury Festival 2013 als kostenloser Mitschnitt im Netz…


Bild: Ian Gavan/Getty Images Europe

Bild: Ian Gavan/Getty Images Europe

Ach, eigentlich können Haim jetzt nur noch verlieren, oder?

Denn die Erwartungen, die mittlerweile auf dem Schwestertrio aus dem sonnigen Kalifornien ruhen, dürften immens sein: Vorschusslorbeeren in Form einer Topplatzierung bei der „BBC’s Sound of 2013“-Umfrage, höchstes Lob vom britischen NME, oder dem deutschen Musikexpress und Rolling Stone, das gleiche Management wie „Hova“ Jay-Z, gemeinsame Touren mit Mumford & Sons, Florence and the Machine oder Jenny Lewis. Dazu posen die drei Mittzwanzigerinnen Este, Danielle und Alana Haim aktuell vom Cover jedes Indie-Musikmagazins, das etwas von sich hält (und sei es nur, dass man rechtzeitig auf Hype-Züge aufspringt), absolvierten kürzlich sogar einen umjubelten Auftritt beim altehrwürdig englischen Glastonbury Festival (bei dem in diesem Jahr keine Geringeren als die Rolling Stones den Headliner gaben). Keine Frage: die Fanbase in den digitalen und Printmedien, in den Blogs im weltweiten Netz (auf ANEWFRIEND etwa fanden Haim bereits im vergangenen Dezember Erwähnung), unter Hörern wie beinahe kritiklosen Kritikern, sie wächst stetig. Dass sich die Schwestern dabei ausgerechnet mit ihrem Debütalbum so viel Zeit lassen – man mag ihnen einen Hang zur Perfektion unterstellen, oder gar ein wenig Muffensausen davor, die (über)hohen Erwartungen zu enttäuschen… Die bisher erschienenen drei Singles „Forever“, „Don’t Save Me“ und „Falling“ gaben nichtsdestotrotz bisher ein paar kleine Anhaltspunkte über die musikalische Ausrichtung von Album Nummer eins: Folkrock mit heftiger Schlagseite Richtung peinlichkeitsfreiem Achtziger-Jahre-Pop und R&B, Melodien, die sofort ins Ohr hüpfen, sich dort häuslich einrichten, Harmonien, die strahlen wie das haimatliche (sic!) San Fernando Valley…

Haim

Und während Haim in ihrer cleanen Konservenversion vor allem zum Tanzen anregen, beweisen Este, Danielle und Alana auf der Bühne, dass sie – ihrem jungen Alter zum Trotz (oder gerade deshalb?) – keinesfalls kleine, zarte Eintagspoppüppchen sind. Ordentlich Wumms, derbe Gitarrenlicks, stramme Akkorde, laute Gitarrensolos, ausgedehnte Trommeljams – begleitet von ihrem Schlagzeuger Dash Hutton wird aus dem Schwesterntrio live so etwas wie Fleetwood Mac 2.0, mit ausreichend jugendlichem Leichtsinn, roher Energie und Indie-Kredibilität.

Nachprüfen kann man all diese Lorbeeren meinerseits aktuell auf dem feinen Musikblog The Steam Engine, auf welchem ihr einen Mitschnitt des gut 40-minütigen Auftritts von Haim auf dem Glastonbury Festival 2013 zum Download findet – kostenlos und in bester Audio-Qualität, selbstverständlich.

Nun sollten Haim aber endlich mit ihrem Debütalbum um die Ecke biegen.. – denn welche Songs könnten bitteschön besser in den Sommer passen als die der drei Schwestern aus Los Angeles? Haim haben vielleicht viel zu verlieren, aber diese sonnigen Tage ohne die Musik von Este, Danielle und Alana? Für mich: undenkbar, definitiv.

 

Hier kann man sich – anhand der Liveversion der letzten Single „Falling“ – einen kurzen Einblick von Haims Livequalitäten verschaffen:

 

Rock and Roll.

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