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Moment! Aufnahme.


(gefunden als Teil dieser interessanten Bildreihe)

Klar, Selfies vor dem weltberühmten Taj Mahal sind heutzutage gang und gäbe, aber das war nicht immer so. Und überraschenderweise war die allererste Person, die ein Selfie vor dem indischen Gebäude, welches ein muslimischer Großmogul im 17. Jahrhundert einst als Mausoleum zu Ehren seiner verstorbenen großen Liebe bauen ließ und das heute zu den „neuen sieben Weltwundern“ zählt, gemacht hat (oder zumindest die, von der selbiges bekannt ist), kein Geringerer als George Harrison, Leadgitarrist der Beatles.

Damals, im Jahr 1966, war jener gerade einmal 23 Lenze jung und reiste auf der Suche nach Spiritualität sowie mit einer Menge Neugier im Gepäck gen Osten in das geheimnisvolle Land am Ganges. Und wie viele Touristen nach ihm machte der „stille Beatle“ auch Halt am Taj Mahal, um ein Selfie mit einer richtigen Kamera zu machen. Zur Erinnerung: Damals gab es, anders als heute, freilich noch keine Smartphones mit handlichen Kameras, mithilfe derer man jenen noch so sinnentleerten Moment beschnappschießen und im Nu mit der ganzen (digitalen) Welt teilen kann, also benutzte der britische Musiker eine Filmkamera mit Fischaugenobjektiv, um diesen – im Rückblick doch recht ikonischen – Moment festzuhalten.

Im selben Jahr reiste Harrison nach Mumbai und Neu-Delhi und erstand bei Rikhi Ram & Sons eine Sitar, an welcher er sich von Sitar-Maestro Ravi Shankar unterrichten ließ (welcher übrigens der Vater einer weltbekannten Pop’n’Jazz-Chanteuse ist). Der Rest ist ein kleines Stück Musikgeschichte, schließlich verlieh das Saiteninstrument mit birnenförmigem Holzkörper und langem Hals, an dem oberhalb ein zweiter kleiner Resonanzkörper angebracht ist, wenig später Beatles-Songs wie „Norwegian Wood (This Bird Has Flown)„, „Tomorrow Never Knows“ oder „Within You Without You“ eine ganz besondere Note…

Rock and Roll.

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Der „King of Sitar“ ist weitergezogen… – Ravi Shankar ist tot.


Ravi Shankar

„Ravi Shankar ist tot. Der indische Sitar-Musiker starb in einem Krankenhaus in San Diego mehrere Tage nach einer Operation, wie der indische Nachrichtensender NDTV berichtete. Shankar wurde 92  Jahre alt.

Shankar beeinflusste vor allem seit den Sechziger Jahren unzählige westliche Musiker, darunter die Rolling Stones, die Byrds und John Coltrane. Er unterrichtete die Beatles im Spiel der Sitar, die dadurch Einzug in die Popmusik erhielt. George Harrison zollte dem Musiker in Sitar-geprägten Stücken wie ‚Norwegian Wood‘ Tribut. Als Idol der Hippie-Bewegung trat Shankar unter anderem auch 1969 auf dem Woodstock-Festival auf, 1971 auf dem ‚Concert for Bangladesh‘.  

Shankar, Vater der Sitarspielerin Anoushka Shankar und des Popstars Norah Jones, erhielt 1986 eine Nominierung für das Oberhaus des indischen Parlaments, dem er bis 1992 angehörte.

Sein letztes Album war ‚The Living Room Sessions Part 1‘ – damit geht Shankar nun posthum für die Grammy Awards 2013 ins Rennen.“

(Quelle: musikexpress.de)

 

Wer mehr über den „King of Sitar“ wissen möchte: auf Spiegel Online findet ihr einen ausführlichen Nachruf auf einen der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Mach’s gut, Ravi – George Harrison holt dich an der Ecke ab. Und ein gewisser Herr Hendrix bat übrigens um ein paar Privatunterrichtsstunden im Sitarspielen…

 

 

Rock and Roll.

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