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Die 9 Elemente des Hip-Hop


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(gefunden bei Facebook / Hannes Richert Cartoons)

 

Yo, Digger. Isso.

 

Passend dazu denn auch Thees Uhlmanns neuste Auskopplung aus seinem kommende Woche erscheinenden Album „Junkies und Scientologen„, welche auf den griffig-knappen Titel „Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach HipHop Videodrehs nach Hause fährt“ hört (die beiden vorherigen Songs, „Fünf Jahre nicht gesungen“ und „Avicii„, waren ja bereits kürzlich hier auf diesen Seiten zu hören). Und obwohl in den fünfeinhalb Minuten ungefähr so viel Hippe-Di-Hopp-Flavour drin steckt wie in einer Polit-Talk-Runde mit Annegret „The AKK“ Kramp-Karrenbauer, Philipp „The Eternal Bubiface“ Amthor und Alexander „The Hunter“ Gauland, trifft Uhlo auch bei diesem Song viel Wahres mit dem ihm eigenen Witz auf den Kopf. Guter Typ, sowieso – und ich erwarte mit Vorfreude ein gelungenes drittes Solo-Werk…

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Christopher Francis „Frank“ Ocean, *1987, US-amerikanischer Singer/Songwriter, Contemporary-R&B-Musiker, Rapper, Musikproduzent und Fotograf)

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(Lesane „Tupac Amaru Shakur“ Parish Crooks, 1971-1996,  US-amerikanischer Rap-Musiker)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Casper – „Flackern, Flimmern.“


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Obwohl das im vergangenen September – nach mehreren enervierenden Verschiebungen – erschienene vierte Casper-Album „Lang lebe der Tod“ wohl als eine der persönlichen Enttäuschungen meines Musikjahres 2017 bezeichnet werden musste (wie hier zu lesen war), ist es in Gänze natürlich noch längst kein schlechtes – vielmehr waren die beiden Vorgänger „XOXO“ und „Hinterland“ so gut.

Ebenfalls unbestritten ist auch, dass ein guter Teil von „Lang lebe der Tod“ musikalisch an die Großtaten von 2011 beziehungsweiße 2013 anknüpft (es dem Album jedoch als Werk an dem Struktur gebenden rotem Faden fehlt). Man nehme nur das einleitende Titelstück. Oder eben den kaum weniger tollen Abschlusssong „Flackern, Flimmern.“, der  mit seinen Gitarren und seiner Stimmung sehr an Stücke wie „Auf und davon„, „Alaska“ oder „Kontrolle / Schlaf“ vom Erfolgsalbum „XOXO“ erinnert, während auch Casper-Griffey selbst den Song zur eigenen, persönlichen Top 5 zählt (mehr dazu etwa hier).

Zu ebenjenem „Flackern, Flimmern.“ hat Benjamin „Casper“ Griffey kürzlich in der Arscheskälte von Yukon, Kanada ein bildgewaltiges Musikvideo gedreht (oder eben unter seiner Beteiligung drehen lassen, wie man auch auf dem Instagram-Kanal des Wahl-Berliners sehen konnte).

Zu Anfang des gut sechsminütigen Stückes gleitet die Kamera über eine Schneelandschaft und zeigt ein abgestürztes Flugzeug, aus dem Casper als einzig Überlebender klettert. Er schlägt sich durch die eisige Landschaft, halluziniert des öfteren von seiner bei dem Flugzeugabsturz verstorbenen Freundin und stirbt letzten Endes – ebenfalls in Gedanken an sie…

Großes, toll in Szene gesetztes Drama von Deutschlands liebstem „Emo-Rapper“.

 

 

„Die machen Kinder, wir machen Liebe
Die zählen die Niederlagen, wir die Siege
Was, wenn wir fallen? Was, wenn wir fliegen?
Augen zu, zähl bis sieben
Süße, die verbreiten Lügen
Halb fiktiv, leicht übertrieben
Plus Rauch und Spiegel
Höhen ziehen uns runter, miese Augenlider
Sind unbegreiflich müde
Suche nächtelang alles im Nichts
Finde nichts in allem
Spucke Gift und Galle
Bin fix und alle
Vielleicht mein Tunnel, dein Abstellgleis?
Nächste Flasche Wein
Nein, brauchst nicht wachzubleiben
Mein sogenannter Scheiß bedeutet mir noch immer die Welt
Solang die Stimme noch hält und ich dem Herzinfarkt entkomme
Bleibt es Kansas City Shuffle
Schauen alle rechts
Ziehen wir links vorbei, für alle Zeit und ich
Versteh‘ diese Ängste, die du hast
Was dich quält jede Nacht
Hör, was du redest im Schlaf
Weit weg, doch immer nah wo du liegst
Und plötzlich alles so leicht
So leicht, als ging es von selbst
Erst flackern, dann flimmern, Blitz und Gewitter
Die Wölfe kratzen an der Tür
Alles so leicht
So leicht, als ging es von selbst
Erst flackern, dann flimmern, Blitz und Gewitter
Die Wölfe kratzen an der Tür
Immer schlimmer, bevor’s besser wird, greif es nun an
Mit nicht viel zu verlieren, außer Zeit und Verstand
Bin am Rande des Wahnsinns, baumel an einer Hand
Liegt sich seltsam friedlich im Auge des Orkans
Trage schon seit Jahren diese Dunkelheit so tief in mir drin
Doch lass dir sagen: Habe nie geliebt, so wie dich
Wenn ich mal kurz flieh‘, liegt’s nich an dir
Manchmal will ich nicht zu finden sein, doch komm immer wieder zurück
Ganz im ernst, hatte niemals Angst wie jetzt
Selten Schlaf vor sechs, Selbstzweifel A bis Z
Nachts im Bett, Atem weg, wälz‘ mich im Kreis
Weiß, es ist schwer, doch hoffe so sehr, dass du bleibst
Augen überall, Augen überall
Hoff‘ so sehr, dass du nicht gehst, wenn ich fall
Augen überall, Augen überall
Hoff‘ so sehr, dass du nicht gehst, wenn ich fall
Und plötzlich alles so leicht
So leicht, als ging es von selbst
Erst flackern, dann flimmern, Blitz und Gewitter
Die Wölfe kratzen an der Tür
Alles so leicht
So leicht, als ging es von selbst
Erst flackern, dann flimmern, Blitz und Gewitter
Die Wölfe kratzen an der Tür
Und plötzlich alles so leicht
Alles so leicht
Und plötzlich alles so leicht
Alles so leicht…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sookee – „Die Freundin von“


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Deutscher Hip-Hop, der politisch klar Stellung bezieht und gesellschaftskritische Botschaften zwischen die freshen Beats legt? Klar, gibt es. Man nehme nur Sookee.

sookee-0799Soo…wer? Sicher, dem Großteil der Nur-nebenbei-Radio-Hörer wird die 33-jährige Berliner Künstlerin, deren bürgerlichem Name (Nora Hantzsch) wohl zu wenig Street Cred anhaftete, weswegen sie sich flugs mal eben ihr Szene-Pseudonym von Michelle Pfeiffers gespieltem Charakter „Sukie“ aus „Die Hexen von Eastwick“ entlieh, wohl kaum etwas sagen. Dabei ist Sookee, nachdem sie 2006 anfing, erste lyrische Ergüsse bei Spoken-Word- und Poetry-Slam-Abenden zu präsentieren, bereits seit etwa zehn Jahren Teil der bundesdeutschen Rap-Szene. Und anstatt, wie bemitleidenswerte Kolleginnen wie etwa Schwester Ewa, die toughe Mackerin zu markieren oder auf Bling-Bling und sinnentleert-dicke Hose zu machen, ergreift Sookee für die Queer-Szene Partei (zu der sie sich übrigens auch selbst zählt) oder engagiert sich gegen Homophobie und Sexismus im deutschen Hip-Hop sowie gegen Rassismus in Deutschland. Man höre etwa den durchaus bissigen, jedoch definitiv gelungenen Song „Q1„…

Das neuste Beispiel für Sookees Message ist das Stück „Die Freundin von“, welches, wie auch „Q1“, von ihrem im März erschienenen Album „Mortem & Makeup“ stammt: Die in Berlin-Neukölln lebende und meist in Lila (die Farbe, welche mit der Frauenbewegung assoziiert wird) auftretende Künstlerin rappt über Unsicherheiten und rechnet mit den damit verbundenen Dummheiten ihres jüngeren Ichs ab. Sookee erzählt über „Nierenentzündungen“, die sie als Teenie-Mädchen in Kauf genommen hat, um sexy zu wirken, das Klappe-halten, wenn die Jungs reden, das Macker-Gehabe, dem man sich angepasst hat und die große Angst davor, ausgegrenzt zu werden.

Vor allem aber geht es In „Die Freundin von“ darum, all den oberflächlichen Mist hinter sich zu lassen. Ein paar Jahre später hat sie die Leute, die sie damals mit ihren Dummheiten beeindrucken wollte, längst vergessen, ist klüger geworden – und vor allem: stärker. Der Song und das Musikvideo zu Sookees neuster Single mögen recht unspektakulär sein, die Botschaft aber ist umso wichtiger. Oder, wie „Intro“ schreibt: „Falls ihr noch auf der Suche seid nach einem Song, den ihr euren jüngeren Geschwistern vorspielen könnt, hier ist.“ 

 

 
„Die Köpfe, die ich rauchte, waren größer als mein Selbstbewusstsein
Ich versteckte mich in mir, lebte nur einen Bruchteil
Um mich rum ein Mosaik, Kanten und Brüche
Arroganz und Gerüchte
Es ging immer nur darum, nicht unterzugehen
Als könnte zwischen Bangen und Hängen noch ein Wunder geschehen
Aber niemand entpuppte sich als einfühlsam
Weil es peinlich war, angreifbar
Mein Redeanteil lag bei um die sieben Prozent
Mein Top war zu kurz und meine Jeans war zu eng
Denn wenn du inhaltlich keine Relevanz hast
Geht es darum wie du aussiehst, was du an hast
Ich hatte Nierenentzündungen und Selbstzweifel
Wenn ich zurückblicke, finde ich die selbst Scheiße
Und um dazuzugehören griff ich erneut zur Bong
Ich war im allerbesten Falle nur ‚die Freundin von‘

Aber heute sind sie mir völlig egal
Ich kenne nicht einmal mehr ihre bescheuerten Namen
Ihre Stimmen verstummen, ihre Gesichter verblassen
Manchmal ist mir danach, über diese Geschichten zu lachen
Weißt du, heute sind sie mir völlig egal
Ich kenne nicht einmal mehr ihre bescheuerten Namen
Wann war das ’98 oder 2006?
Irgendwann sind die Erinnerungen weg

Ich gaukelte anderen vor, dass ich cool sei
Ich fand mich selber nicht cool, es war kein Zufall
Weil ich dachte, dass die Realität nicht ausreicht
Hab ich meine Stories übertrieben und als Ausgleich
Hab ich mich geschämt oder abgelenkt
Ich war nicht mal richtig kriminell, ich war nur angestrengt
Es gab einige Leute, vor denen ich Angst hatte
Doch ich hatte keine Angst, dass sie mich anfassen
Sondern ausgrenzen, ich hab‘ erst später gemerkt
Das war das klassische Beispiel für Opfer-Täter-Umkehr
Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn mit ’nem Schlag ins Gesicht
Es einmal kurz knackt und dein Nasenbein bricht
Ich hab die Fresse gehalten in ihrer Gegenwart
Sie haben mich ignoriert oder verarscht, wie es gelegen kam
Hab auch nach unten getreten, war nicht besser als sie
Hab ihre Namen vergessen, doch das vergesse ich nie

Aber heute sind sie mir völlig egal
Ich kenne nicht einmal mehr ihre bescheuerten Namen
Ihre Stimmen verstummen, ihre Gesichter verblassen
Manchmal ist mir danach, über diese Geschichten zu lachen
Weißt du, heute sind sie mir völlig egal
Ich kenne nicht einmal mehr ihre bescheuerten Namen
Wann war das ’98 oder 2006?
Irgendwann sind die Erinnerungen weg…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Machine Gun Kelly – „Numb“


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Machine Gun Kelly dürften hierzulande wohl nur Eingeweihte und all jene, die so ziemlich jeder neuen Serie, die dank Netflix, HBO, Amazon und Co. derzeit aus dem digitalen Boden sprießt, eine Chance geben, kennen – trotz der Tatsache, dass der Künstler bereits 2012 bei den MTV Europe Music Awards einen Preis in der Kategorie „US Artist About To Go Global“ gewinnen durfte…

Denn trotz dreier Alben, die der Indiepop-HipHoper, welcher sich abseits der Bühnen Richard Colson Baker nennt, bisher veröffentlicht hat (das letzte, „Bloom„, erschien im Mai diesen Jahres), gilt er – zumindest diesseits des Atlantiks – noch immer als Geheimtipp. Bei wem jedoch die Musik des 27-jährigen Künstlers aus Cleveland, Ohio kein Glöckchen zum Klingen bringen sollte, der dürfte jedoch eventuell bereits über das durchaus markante Äußere des ambitionierten Tausendsassas gestolpert sein. So spielte Baker etwa in der von Regisseur Cameron Crowe 2016 geschaffenen und unter anderem von J.J. Abrams mitproduzierten Showtime-Serie „Roadies“ (welche leider nach Staffel 1 wieder ad acta gelegte wurde) den – ja klar – Roadie Wesley „Wes“ Mason. Auch in Filmen wie dem Action-Thriller „Nerve“ oder dem Sci-Fi-Horror-Streifen „Viral“ hinterließ Colson „MGK“ Baker 2016 bereits erste größere Hollywood-Visitenkarten. Dass da die Musik auch mal hinten an stehen muss, ist nur allzu verständlich.

Dass Machine Gun Kelly, der sich seinen nach massig Street Cred duftenden Künstlernamen übrigens bei einem US-amerikanischen Kriminellen der Prohibitionszeit „entliehen“ hat, allerdings noch mehr auf dem musikalischen Kasten hat als derbe Bühnenreime über Bros, Hoes, Bling-Bling und dicke Kisten, beweist der gut tätowierte Indie-Künstler nun mit einem Piano-Tribute an den vor etwa einer Woche verstorbenen Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington, welches sich durchaus hören lassen kann.

 

Hier kann man sich Machine Gun Kellys Coverversionen des Linkin-Park-Evergreens „Numb“ via YouTube…

 

…und Soundcloud zu Gemüte führen:

 

Rock and Roll.

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