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Song des Tages: I Am The Sky – „Fix You“


giphy3Man mag über Coldplay und deren bestenfalls mediokre Veröffentlichungen seit dem dritten, 2005 erschienenen Album „X&Y“, über die beinahe übertrieben massentauglichen Stadionkonzerte, über den Weltumarmungshabitus von Sänger Chris Martin (of former Gwyneth Paltrow Hollywood fame) sagen und schreiben, was man will, aber: so großartige, nahezu zeitlos tolle Songs wie „In My Place“, „The Scientist“, „Clocks“ (eigentlich das komplette zweite Album „A Rush Of Blood To The Head“), wie „Don’t Panic“, „Yellow“ oder „Trouble“ (vom 14 Jahre jungen Debütalbum „Parachutes“) oder eben „Fix You“ (von „X&Y“) muss man erst einmal hinbekommen. Chapeau dafür!

Kaum weniger schön ist auch die Coverversion von „Fix You“, die I Am The Sky hören lassen. Hinter dem ebenso viel- wie schlussendlich nichtssagenden Pseudonym versteckt sich der 24-jährige Singer/Songwriter Jesse Daniel Smith aus dem frankokanadischen Montréal, Quebec. Mit Samthandschuhen – sanfte Akustikgitarren- und Schellenkranzbegleitung sowie (s)einer Stimmlage, die der von Coldplay-Fronter Chris Martin nicht eben unähnlich erscheint – trägt Smith den Coldplay’schen Feuezeugmeer-Konzertklassiker über dreieinhalb Minuten lang gen Nachthimmel…

 

 

„When you try your best but you don’t succeed
When you get what you want but not what you need
When you feel so tired but you can’t sleep
Stuck in reverse

And the tears come streaming down your face
When you lose something you can’t replace
When you love someone but it goes to waste
Could it be worse?

Lights will guide you home
And ignite your bones
And I will try to fix you

And high up above or down below
When you’re too in love to let it go
But if you never try you’ll never know
Just what you’re worth

Lights will guide you home
And ignite your bones
And I will try to fix you

Tears stream down your face
When you lose something you cannot replace
Tears stream down your face
And I

Lights will guide you home
And ignite your bones
And I will try to fix you…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Allison Weiss – „Wait For Me“


AllisonWeiss2013

Am Anfang ist da nur diese junge Frau namens Josee, der ein Paar Kopfhörer gereicht wird, um sich vor laufender Kamera einen Song anzuhören. Auf ihre Frage „How is that relevant?“ bekommt sie nur ein verschwörerisches „It’s very relevant…“ entgegnet. Und als die ersten Takte von „Wait For Me“, der aktuellen Single des dritten Allison Weiss-Albums „Say What You Mean„, verklungen sind, erfährt der Zuschauer auch den ein oder anderen Hintergrund: Josee ist eine Frankokanadierin aus Quebec, hat einen Verlobten namens Jean-François („She’s very French“) und eine kleine Tochter namens Lily. Just an diesem Morgen hat sie beide in ihrer alten Heimat zurück gelassen, um im fernen US-amerikanischen Connecticut ein Studium zu beginnen – etwas, das ihr bisher nicht möglich war, da sie ihre Tochter bereits mit 19 Jahren bekam und seitdem hart für den Lebensunterhalt der beiden arbeiten musste… Dass Regisseur Trevor Bowman gerade dieser jungen Frau eine so tränenreiche Abschiedsballade wie „Wait For Me“ mit Zeilen wie „I forgot what it felt like; I feel so alive / I’m packing my suitcase and changing my mind / I forgot what it’s like to look the things you want right between the eyes / It’s never been so hard to say goodbye“ vorspielt, hat schon etwas dezent Sadistisch-voyeuristisches. Andererseits: Wer, wenn nicht Josee könnte einen Song wie diesen besser verstehen?

Die 26-jährige, aus dem US-amerikanschen Athens, Georgia stammende Singer/Songwriterin Allison Weiss, taucht in diesem Musikvideo denn auch überhaupt nicht auf. Stattdessen hält die Kamera für knapp vier Minuten als One-Shot die Reaktionen der jungen Frau fest, die „Wait For Me“ zum ersten Mal hört, während im unteren Bildteil ihre Lebensgeschichte erzählt wird. „Wir sind an Trevor Bowman herangetreten, um ein Video für diesen Song zu machen“, wie Allison Weiss über die Entstehungsgeschichte zu „Wait For Me“ erzählt. „Doch anstatt uns lediglich eine Idee zu liefern, schickte er uns das [fertige Video]. Scheinbar besuchte er gerade eine Freundin, die zu diesem Moment eine sehr entscheidende Veränderung in ihrem Leben durchmachte, also gab er ihr ein Paar Kopfhörer und filmte, wie sie den Song zum ersten Mal hörte. Es hätte wohl kaum perfekter sein können: das Timing, die Geschichte… – alles. Das Video gibt genau wieder, wie ich mich fühlte, als ich den Song schrieb.“ Am Ende ist Josee den Tränen wohl genau so wie der Zuschauer am anderen Ende der Welt – und dieses Low-Budget-Video hat wieder einmal gezeigt, dass auch ganz kleine Momente für große Reaktionen und bibbernde Herzen sorgen können…

 

 

Rock and Roll.

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