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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Udo Jürgens Bockelmann, 1934-2014, Komponist, Pianist und Sänger hauptsächlich deutschsprachiger, aber auch englischsprachiger Lieder)

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

„Ich hab‘ geträumt, der Krieg wäre vorbei. Du warst hier, und wir waren frei…“ (aus Ton Steine Scherbens Evergreen „Der Traum ist aus„)

 

Heute wäre der große Rio Reiser, der 1996 viel, viel zu früh verstarb, 70 Jahre alt geworden. Und bleibt natürlich nicht nur an diesem Januartag, und wegen Zeilen wie diesen: unvergessen. (Nicht ohne Grund halten Künstler wie Seligs Jan Plewka – seines Zeichens Deutschlands wohl würdigster Reiser-Erbe – oder unlängst Frederick Lau das anno 1972 auf dem Scherben-Standardwerk „Keine Macht für Niemand“ erschienene Stück mit jeder Menge Herzblut und Überzeugung im Hier und Jetzt. Nicht ohne Grund wird etwa auf laut.de aus heutigem gegebenem Anlass an einen der prägendsten und einflussreichsten deutschsprachigen Musiker erinnert. Nicht ohne Grund findet man etwa hier beim „Weser Kurier“ eine ausführliche Würdigung der zeitlebens zwar keineswegs widerspruchsfreien, jedoch stets aufrecht linken Ton Steine Scherben-Stimme. Und auch wenn man sich das Gesamtwerk von Ralph Christian „Rio Reiser“ Möbius durchaus erarbeiten muss – ich schreibe da aus Erfahrung -, so fehlt einer wie er in der bundesdeutschen Musik- und Kulturlandschaft noch heute…)

 

 

„Ich hab‘ geträumt, der Winter wär vorbei
Du warst hier und wir waren frei
Und die Morgensonne schien
Es gab keine Angst und nichts zu verlier’n
Es war Friede bei den Menschen und unter den Tier’n
Das war das Paradies

Der Traum ist aus
Der Traum ist aus
Aber ich werde alles geben, daß er Wirklichkeit wird

Ich hab‘ geträumt, der Krieg wär vorbei
Du warst hier, und wir waren frei
Und die Morgensonnen schien
Alle Türen waren offen, die Gefängnisse war’n leer
Es gab keine Waffen und keine Kriege mehr
Das war das Paradies

Gibt es ein Land auf der Erde
Wo dieser Traum Wirklichkeit ist?
Ich weiß es wirklich nicht
Ich weiß nur eins und da bin ich mir sicher:
Dieses Land ist es nicht
Dieses Land ist es nicht

Der Traum ist ein Traum zu dieser Zeit
Doch nicht mehr lange, mach dich bereit
Für den Kampf um’s Paradies
Wir hab’n nichts zu verlier’n außer unser Angst
Es ist uns’re Zukunft, unser Land
Gib‘ mir deine Liebe, gib‘ mir deine Hand“

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Ein leider nie ganz unaktuell erscheinender Cartoon unter dem Motto: Schwerter zu Pflugscharen, Kanonenrohre zu Orgelpfeifen. Oder auch: Die Stalinorgel 2.0. In den Siebzigern hätten zigtausende Spontis wohl noch gleichsam lautstark wie nackig „Petting statt Pershing!“ (oder dergleichen) gerufen… Und heute?

 

Rock and Roll.

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What’s a protest singer supposed to do…


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(gefunden bei Facebook)

 

Starker, gewiefter und recht mutiger Zug von US-Protest-Folk-Urgestein Pete Seeger damals in den Siebzigern, fürwahr. Selbiges haben hierzulande – wenn auch im weitaus klamaukigeren Stil – ja bereits Die Ärzte in den späten Achtzigern veranstaltet, als gleich eine ganze Reihe von Stücken von BelaFarinRod (letzterer war damals freilich noch nicht an Bord, dafür jedoch sein Vorgänger Hagen) wie „Geschwisterliebe“ oder die mehrteilige „Claudia“ auf der roten Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften landete…

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ezé Wendtoin – „Sage Nein!“


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Over twenty years gone, still the same ol‘ song… – Im Jahr 1993 rief der Liedermacher Konstantin Wecker in seinem Lied „Sage Nein!“ dazu auf, sich gegen Diskriminierung zu wehren (übrigens im selben Jahr, als auch der ähnlich gelagerte Ärzte-Evergreen „Schrei nach Liebe“ erschien). Der aus dem westafrikanischen Burkina Faso stammende Musiker Ezé Wendtoin, der auch mit Wecker befreundet ist, hat das Stück neu interpretiert – und bekam dafür bereits vor einigen Wochen viel Beachtung in den sozialen Netzwerken. „Das Lied hat eine kräftige Botschaft und passt zu diesen Zeiten“, sagte der 27-jährige Wahl-Dresdner, welcher schon 2018 mit Reinhard Meys „Sei wachsam“ ein ähnlich tolles wie wichtiges Stück bundesdeutscher Liedermacherkunst gecovert hat, der Deutschen Presse-Agentur in München.

Im dazugehörigen Musikvideo sind neben zahlreichen unbekannten Männern und Frauen unterschiedlicher Hautfarbe auch mehrere bekannte Gesichter zu sehen, die die Zeilen des Protestsongs mitsingen, während Wendtoins Stimme zu hören ist. Zu ebenjenen Gesichtern zählen etwa der Komiker Atze Schröder, die Schauspieler Frederick Lau und Kida Ramadan („4 Blocks“), Aktivist Raul Krauthausen, Viva-Legende Nilz Bokelberg oder Moderator Micky Beisenherz. Inzwischen wurde das Video auf Youtube schon mehr als 60.000 Mal aufgerufen und bei Facebook vielfach geteilt.

4015698843569.jpgDas Lied habe er in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, aufgenommen, erzählte Wendtoin. Sein Freund Christian Suhr habe die Idee zu dem Video gehabt und „die meiste Arbeit geleistet“ – zum Beispiel die Prominenten kontaktiert. Das Stück ist Teil von Wendtoins im Juli erschienenen Albums „Inzwischen dazwischen„, auf dem sich der vielseitige Liedermacher, Musiker, Schauspieler, Moderator und Märchenerzähler, der aus einer Trommler-, Pfarrer- und Schmiedefamilie in Burkina Faso stammt, sich in seiner afrikanischen Heimat in „die Sprache von Goethe“ verliebte und daher begann, Germanistik zu studieren, nicht nur stilistisch zwischen Chanson, Afro-Folk, Latino und westafrikanischen Rhythmen bewegt und sich Themen wie Fremdenhass, Nächstenliebe oder Umweltschutz widmet, sondern seiner sächsischen Wahl-Heimat mit „Dresden Daheeme“ sogar eine kleine, gleichsam trotzig-direkte wie positiv gestimmte Hommage spendiert (und in diesem Porträt etwas mehr über seine Liebe zur „Elbmetropole“ gesprochen).

Und Konstantin Wecker? Der in München aufgewachsene, seit eh und je unbeugsame deutsche Liedermacher, der – beinahe logisch – auch selbst im Video auftritt, zeigte sich begeistert von Wendtoins Cover. Sein Song sei „nun schon über 20 Jahre alt, und Sie können mir glauben, ich würde das Lied gerne in die Mülltonne schmeißen, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der es nicht mehr notwendig ist, gegen Diskriminierung, Rassismus und Faschismus anzusingen“, teilte der 72-Jährige der dpa mit. „In diesen gefährlichen Zeiten“ müssten Künstler aber „zusammenhalten und Farbe bekennen“.

 

91VWRuNdrtL._SS500_.jpg„Einigkeit und Recht und Freiheit für das kunterbunte Mutterland! Fürchtet Euch nicht! Traut Euch, ‚Nein‘ zu sagen! Ich hoffe durch dieses Video und die Beteiligung von vielen Menschen ein bisschen Mut und Funken Hoffnung an alle zu geben, die es zu diesen Zeiten brauchen. Ich denke an alle, die sich unermüdlich für die Freiheit, die Vielfalt, die Gerechtigkeit, die Demokratie in diesem Lande engagieren. Schweigen ist gerade nicht die Lösung. Jede/r muss etwas für eine bessere Zukunft tun. In ihrer/seiner engeren Umgebung, bei der Arbeit, auf der Straße, in der Familie, im Bus, im Freundeskreis. Überall! Jede/r muss mitentscheiden. Rassismus, Sexismus, Ungerechtigkeit, Chancenungleichheit und jede Art von Diskriminierung dürfen nicht mehr blind in unserer Gesellschaft zugelassen werden. Mischt Euch ein! Die Zukunft liegt an Dir, an uns allen! Danke an meinen Freund Konstantin Wecker für die Bereitschaft und die ständige Verfügbarkeit. Danke an alle Mitwirkenden. Danke an meinen Energizer Christian Suhr und an alle Musiker.

Gerne könnt Ihr für das Schulprojekt @Fondation Warc-en-ciel spenden, um Fluchtursachen zu bekämpfen und Kindern sowie jungen Frauen Perspektiven vor Ort zu schaffen: http://atticus-dresden.de/schulprojek… Ostsächsische Sparkasse Dresden IBAN: DE21 8505 0300 0221 1149 12 BIC: OSDDDE81XXX Verwendungszweck: Schulprojekt Burkina Faso Natürlich können Sie auf Wunsch von uns eine Spendenquittung erhalten. Aufgenommen im Dezember 2017 in Ouagadougou, Schlagzeug: , Gitarre: Erick Yelkouni, Keyboard: Aristide Nikiema, Bass-Gitarre: Juan Carlos de Zabs, Gesang und Arr.: Ezé Wendtoin, Abmischung, Samples, Zusatzaufnahmen: Arne Müller, Zusatzaufnahmen: Jean Marc Jeano Guiebré, Mastering: Andreas Lammel, GaBo: Andreas O. Loff, Text und Musik: Konstantin Wecker, Kamera/ Schnitt und Videoidee: Ze Suhr“

(Ezé Wendtoi)

 

 

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