Schlagwort-Archive: Pop

Der musikalische Flachwitz zum Freitag


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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Neue Facetten von Albumklassikern…


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(gefunden bei Facebook)

 

Ja sowas! Da bekommt selbst der Simon-und-Furunkel-Meilenstein „Bridge Over Troubled Water“ eine amüsante, ganz neue optische Facette. Probiert’s mal aus – es funktioniert tatsächlich! 😊

 

Rock and Roll.

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Photoshop Overkill – Das wohl hässlichste musikalische Suchbild der Welt


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(gefunden bei Facebook)

 

Nach längerer Zeit mal wieder ein feines, pickepackevoll mit – so heißt’s zumindest – insgesamt 37 Bandnamen gestopftes Suchbild, das ausschaut, als hätte sich NEO Magazin Royales Photoshop Philipp in Sachen digitaler Hässlichkeit mal eben wieder selbst übertroffen. Schön geht anders, für Unterhaltung ist allerdings gesorgt…

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook / das komplette SPIEGEL-Interview gibt’s hier)

 

Felix Kummer und seine Band Kraftklub mögen nicht jedermanns Sache sein (meine zum Beispiel sind sie nicht, bin aber wohl auch leicht über Zielgruppen-Alter), die politische Haltung des Chemnitzer Musikers, Baujahr 1989, ist jedoch in jedem Fall unterstützenswert. Denn einerseits vertreten Kummer und seine Klaftklubber diese klar und deutlich, zum anderen engagiert sich das recht erfolgreiche Punk-Pop-Indie-Rap-Irgendwas-Quintett auch immer wieder: So initiierte die Band am 3. September 2018 als Protest gegen die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz ein Openair-Konzert unter dem Motto „Wir sind mehr“ vor schätzungsweise 65.000 (meist jungen) Besuchern und konnte auch andere musikalische Größen fürs Line-up gewinnen: neben ihnen spielten dort auch unter anderem Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z., Marteria und Casper. Props also für so viel ehrliche klare Kante von Felix Kummer, der kürzlich mit der Solo-Single „9010“ seiner sächsischen Heimatstadt einmal mehr die Ehre erwies.  👍

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lennon Stella – „Kids“


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Kinners, wie die Zeit vergeht – über eine Dekade hat „Kids„, wohl der Song der verlässlich stets leicht neben der Spur musizierenden US-Indie-Synth-Popper MGMT, die zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Album „Little Dark Age“ ein musikalisches Lebenszeichen absetzten, nun auch schon wieder auf dem Buckel.

Als der Überraschungshit vom ersten MGMT-Album „Oracular Spectacular“ 2008 als Single erschien, war Lennon Ray Louise Stella selbst gerade einmal zarte zehn Jahre alt. Mittlerweile ist die gebürtige Kanadierin, der die Musik als älteste Tochter des Country-Music-Duos MaryLynne und Brad Stella (aka. The Stellas) mit großer Wahrscheinlichkeit derart in die Wiege gelegt wurde, dass sie bereits in jungen Jahren gar nicht anders konnte, als gemeinsam mit Schwester Maisy als „Lennon & Maisy“ ebenfalls auf sich aufmerksam zu machen, selbst drauf und dran, die Pop-Charts zu stürmen. Nachdem die beiden zuerst an der Seite der Eltern und auf kleineren Festival-Bühnen rund ums heimische Ontario auftraten, ergatterten sie (ebenfalls als Schwesternpaar) Rollen in der US-Musik-Drama-Serie „Nashville“ – und spielten dort künftig an der Seite von Connie Britton, Hayden Panettiere oder Eric Close. Der Country-Nachwuchs in einer erfolgreichen Country-Serie – Mama und Papa waren wohl stolz wie Bolle auf den Lennon und Maisy…

Und zumindest über Lennon Stella lässt sich mutmaßen, dass sich die mittlerweile 20-Jährige nicht als Country-Music-Jungstar festnageln lassen möchte, denn die Songs, welche die Newcomerin mit der klaren, angenehm angerauten Stimme mittlerweile als Singles ins weltweite Netz gestellt hat (etwa „BITCH“ oder „La Di Da„), sind lupenreine Radio-Pop-Stücke mit Beats und einem feinen Gespür für die richtige Melodie und den optimalen Hook. Und dass Lennon Stella nicht nur um sich herum die Ohren spitzt, sondern auch ab und an einen Ohr zurück in der Pop-Historie riskiert, beweist die gutaussehende „Nashville“-Darstellerin und Pop-Novizin mit ihrer feinen, reduzierten Piano-Coverversion von MGMTs „Kids“. Und der mag zwar schon zehn Lenze jung sein – aber: toller Song bleibt toller Song.

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Norbert Buchmacher – „Laut geträumt“


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Foto: Robin Disselkamp

Einen interessanten Werdegang haben gerade und grundsätzlich und sowieso recht viele mit der Indie- und Punkszene assoziierte Menschen aufzuweisen. Stöcke in den Speichen, Steine auf dem Weg. Hürden viel höher als jede Stelle der chinesischen Mauer. So ziemlich jeder Kopf in dieser Szene dürfte schon mal mit erschwerten Bedingungen zu tun gehabt haben, die das liebste Hobby, die Musik, zu einem recht teuren werden lassen… Auch bei Norbert Buchmacher ist dieser oft so kurven- wie wendungsreiche Weg recht interessant: So verdingt sich der Sänger lange Zeit als Roadie und Mercher – quasi als Mädchen für alles – auf Punk- und Hardcore-Shows, schleppt Bands zwanzig Jahre lang ihre Gig-Bags kreuz und quer durch alle möglichen kleinen Clubs und mittelgroßen Hallen der Republik. Auf den Fahrten im engen Bandbus, den gähnend leeren Tagen zwischen zwei Touren und der nächsten Plackerei fängt Buchmacher an, eigene Texte zu schreiben: Die Basis für seine Hardcore-Band One In One, die sich jedoch recht flott wieder auflöst und ihn zurück zum Broterwerb hinter der Bühne und als Roadie katapultiert.

Aber: Buchmacher bleibt dadurch der Musik verbunden und schreibt weiter Songs – nur nun halt solo. Als er dann Alan Kassab (The Heartbreak Motel) kennenlernt und Jahre später erneut Kontakt zu ihm aufnimmt, entwickelt sich eine Freundschaft. Buchmacher ist Schreiber und Sänger. Das ist seine Berufung. Alan Kassab, seines Zeichens Multiinstrumentalist, findet absoluten Zugang zu Buchmachers Geschriebenem und so entstand das Projekt, welches sich hinter Buchmachers Namen verbirgt und dessen Resultat man nun anhand des frisch erschienenen Debütalbums „Habitat einer Freiheit“ bewundern kann: vielschichtige Popmusik mit rauer Kratzstimme.

norbert-buchmacher-habitat-einer-freiheit-201828Und ebenjene bringt auch die ersten Assoziationen, welche sich um die elf erdigen Rocksongs (nebst dem titelgebendem Intro) winden: der aufgrund des Gesangs unvermeidliche Herbert Grönemeyer (besonders auffällig bei „O.M.F.„), eventuell noch popmusikalisch erfolgreiche Dauer-Raspler wie Casper oder Henning „AnnenMayKantereit“ May. In den meisten Songs greifen Buchmacher und seine Band zur Elektrischen oder Akustikgitarre, zu Schlagzeug, Bass und Piano – das könnte so auch in der Kneipe um die Ecke passieren. Große Ausbrüche oder Experimente bleiben rar, musikalisch herrscht Wohlfühl-Atmosphäre vor. Wenn’s denn der Empase dient, kommen ab und an noch Streicher („Sorgen und den Nikolaus“) oder Blechbläser („Man sagt nicht man sagt nicht“) hinzu.

Der ungewöhnlichste Song des Debütwerks ist wohl „Seid was ihr wollt“, der nicht nur in Sachen Instrumentierung aus dem Rahmen fällt. Beklemmende Ambient-Sounds, Knattern und Marimba zitieren Tom Waits, auch Buchmachers Vortrag erinnert stark an den vielseitigen US-Grantler. „Qualmt so lange, bis aus den zerfressenen Lungen die Schwindsucht grinst„, höhnt er und wird für ein Stück lang vom liebenswerten Ex-Roadie-Raubein zum sinistren Mephisto höchstpersönlich.

Ein bisschen schade jedoch: Immer wieder kippen die Texte ins Serviettenspruchhafte ab, wenn alte Weisheiten zitiert werden: „Geh‘ deinen Weg, bleib‘ wie du bist, steh‘ auf und mach‘ weiter„. Well, das kennt man – nicht erst seit Campino und Konsorten – zur Genüge… Allerdings gibt es auch große Momente, etwa bei „Laut geträumt“, welches vermeintlich harmlos beginnt und sich als Song mit doppeltem Boden entpuppt: „Sonntag immer schön brav in die Kirche rennen, aber dann laut klatschen, wenn die Heime brennen“ – tolle, wichtige Gesellschaftskritik mit Biss und Substanz. Auch „Die Ballade von Willi und Walther“ sticht hervor, wenn Buchmacher im Stil von Brechts Dreigroschen-Oper auf rassistische Tendenzen innerhalb der deutschen Polizei aufmerksam macht, und das Schießeisen zur Person wird: „Und dann hat die Walther den Willi geschnappt„.

Am Ende ist „Habitat einer Freiheit“, Buchmachers Solo-Debüt, welches sicherlich einige Jahre Zeit hatte, im Kopf und im Herzen des Künstlers zu reifen, ein durchwachsenes Album mit einigen Höhepunkten geworden – keinesfalls schlecht, angenehm unaufdringlich, und definitiv besser als 90 Prozent aller Mark-Forster-Wiedergänger im favorisierten Formatradioprogramm. Bleibt zu hoffen, dass Norbert Buchmacher auf der (hoffentlich) nächsten Platte die eigenwilligeren, ungewöhnlicheren Passagen weiter ausbauen und dem inneren Mephisto noch mehr Raum geben wird, schließlich sind auch in der Musik die zwiebelschichtigen Bösewichter, die unbequemen Mahner und weitsichtigen Grantler eh oft interessanter als alle schnöden Mutmacher, oder?

 

 

Rock and Roll.

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