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Song des Tages: The Chicks – „March March“


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Seit dem Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis ist die Debatte um strukturellen Rassismus (vor allem, aber bei weitem nicht nur) in den gar nicht mal so Vereinigten Staaten von Amerika stärker entflammt denn je. Im Zuge dessen rückt auch der Gebrauch von sprachlichen Ausdrücken, die lange Zeit viel zu wenig, viel zu selten, viel zu oberflächlich hinterfragt wurden, wieder stärker in den Vordergrund. In den USA ist ein wichtiger Teil der Diskussion der immer noch verbreitete Gebrauch von Symbolen, die die Konföderierten Staaten von Amerika repräsentieren und die damit immer noch verbundene Romantisierung dieser Zeit.

0194397591019Und so wurde, ebenso wie die Country-Pop-Gruppe Lady A, die sich daraufhin entschloss, das „Antebellum“ wegzulassen, auch das US-amerikanische Country-Trio Dixie Chicks Teil der Debatte. Der Begriff „Dixie“ steht für den alten verredneckten Süden der US of A, weshalb in den letzten Wochen vermehrt der Ruf laut wurde, dass es für die Dixie Chicks an der Zeit wäre, ebenjenes „Dixie“ aus ihrem Namen zu streichen. Und siehe da: Natalie Maines, Emily Strayer und Martie Maguire entschieden sich tatsächlich, dem Ruf zu folgen und änderten ihren Namen – nach immerhin mehr als dreißig Jahren – kurzerhand in The Chicks. Ein Marketinggag oder schafsfrommer Zeitgeistrieb? Wohl kaum, schließlich ist die texanische Band schon seit einiger Zeit bekannt für ihren unermüdlichen Mut, sich in politisch relevanten Dingen zu äußern und entsprechend zu engagieren. Für die US-amerikanische Country-Szene mag dies eher ungewöhnlich sein, schließlich ist das Credo, sich hauptsächlich auf Heile-Welt-Unterhaltung zu konzentrieren und die eigene politische und soziale Meinung außen vor zu lassen, dort (leider) immer noch weit verbreitet. 2003 bekamen Dixie Chicks dies erstmals zu spüren, als Natalie Maines sich bei einem Konzert in London gegen den damaligen Präsidenten George W. Bush aussprach. Ihre Äußerung, „beschämt“ darüber zu sein, „dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stamme“, führten zu landesweiten Protesten und Boykottaufrufen gegen die Band (wie man etwa auch in der drei Jahre später erschienenen sehenswerten Dokumentation „Shut Up & Sing“ sehen kann).

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Dass Dinge sich mit der Zeit doch ändern können, beweist, dass Dixie Chicks, nun The Chicks, immer noch da sind und Natalie Maines auch mit ihrer Meinung über den heutigen Präsidenten Donald Trump alles andere als hinterm Berg hält. Die Entscheidung für die Umbenennung begründeten The Chicks auf ihren Social Media Accounts kurz und knapp mit: „We want to meet this moment in history.“ Gleichzeitig veröffentlichten die drei das Musikvideo zu ihrer neuen, recht untypisch tönenden Single „March March“ (aus dem in diesem Monat erscheinenden neuen Album „Gaslighter„), das wohl nicht den geringsten Funken an Zweifel lässt, wo The Chicks mit ihrer Meinung stehen.

Übrigens mögen bestens informierte Musik-Geeks nun anmerken, dass der Bandname „The Chicks“ durchaus bereits besetzt sein mag – das verschweigen auch Natalie Maines, Emily Strayer und Martie Maguire nicht. Und fügen in einer Presserklärung selbst hinzu: „Unseren aufrichtigen und herzlichen Dank schicken wir ‚The Chicks‘ aus Neuseeland, für ihre freundliche Erlaubnis, dass wir ihren Namen teilen dürfen. Wir fühlen uns geehrt, dass wir in dieser Welt mit diesen so talentierten Schwestern co-existieren“, und sie schließen mit „Chicks rock!“. They do, indeed.

 

 

„March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one
March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one

 

Brenda’s packin‘ heat ‚cause she don’t like Mondays
Underpaid teacher policin‘ the hallways
Print yourself a weapon and take it to the gun range
(Ah, cut the shit, you ain’t goin‘ to the gun range)

Standin‘ with Emma and our sons and daughters
Watchin‘ our youth have to solve our problems
I’ll follow them, so who’s comin‘ with me?

(Half of you love me, half already hate me)March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one
March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one

 

Tell the ol‘ boys in the white bread lobby
What they can and can’t do with their bodies

Temperatures are risin‘, cities are sinkin‘
(Ah, cut the shit, you know your city is sinkin‘)

Lies are truth and truth is fiction
Everybody’s talkin‘, who’s gonna listen?
What the hell happened in Helsinki?

 

March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one
March, march to my own drum
March, march to my own drum
Hey, hey, I’m an army of one
Oh, I’m an army of one“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Benne – „Nur ein Wort“


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Gerade in der jetzigen Zeit fühlen sich viele mehr oder minder an die eigenen vier mausgrauen Wände gefesselte Leute einsam(er) und allein(er) als sonst. Um auch ohne direkte soziale Kontakte ein Gefühl von Zusammenhalt zu vermitteln, hat der 30-jährige Musiker Benedikt „Benne“ Ruchay aus der Not eine Tugend gemacht (schließlich brauchte seine neuste Single ein Musikvideo) und sich etwas ganz Besonderes überlegt. Für das Musikvideo zu „Nur ein Wort“ rief er alle Fans und Freunde zum Mitmachen auf – und das ganz allein von Zuhause…

„Benne ist Mitte zwanzig. Ein junger Kerl mit wachem Blick, ein aufmerksamer Beobachter. Er hinterfragt und erzählt. Mal sehr ruhig, manchmal platzt es aber aus ihm heraus. Dann erzählt er sehr bildhaft von seinen Reisen durch Südamerika, von seiner Arbeit in einem Waisenhaus in Buenos Aires, seiner Zeit in Dublin, den Trips durch Europa, der alten WG in Mannheim oder von seinem Heimatdorf nahe Heilbronn. Irgendwie alles kleine Geschichten. Geschichten eines jungen Mannes, der sein Leben erlebt. Das spiegelt sich auch in seiner Musik wider.

Mal leise und mal laut erzählt er in seinen Songs von besonderen Orten und Begegnungen, stellt Fragen, schaut zurück und blickt nach vorn. Bennes Texte sind geprägt von starken Bildern und lebhaften Erzählungen.“

Wohl nur deshalb findet der Song hier statt. Man soll’s mir nicht übel nehmen (und ich möchte Benne auch keinesfalls zu nahe treten – mit ihm kann man sicherlich einen guten Schnack bei ein, zwei Bier halten), aber mir ist nahezu jeder Deutschpop-Musiker, der mit denselben Formatradio-Einheitsbrei-Produzenten wie Michael Schulte, Wincent Weiss, Lena, Udo Lindenberg, Andreas Bourani oder Adel Tawil zusammen arbeitet oder seine auf Ohrwurm gedrillten Fertigprodukte mit – nochmal: sorry! – potentiellen Unsympathen wie Lea oder Nico Santos schreibt, ein Graus, um das ich von vornherein lieber weite Bögen mache (das Warum hat Böhmermann vor einiger Zeit mal ganz gut angeschnitten). Just not my cup o’tea.

Trotzdem triggert Bennes neues Video auch bei mir ein paar wohlige Nerven. Klar, im dazugehörigen Song dreht sich alles um „Nur ein Wort“ (kein Cover des Helden-Gassenhauers!), auf das Benne wartet, damit er zu einer verlorenen Liebe zurückkehren kann. Im Musikvideo wird jenes „Wort“ durch einen kleinen Zettel dargestellt, der von Mensch zu Mensch in kreativer Art und Weise weitergereicht wird, je nachdem, in welcher Situation sich alle Freunde und Fans von Benne, die sich an der kreativen Idee beteiligt haben, gerade befinden. So sehen wir, wie der besagte kleine Hauptdarsteller-Zettel immer weiter wandert, während des Zähneputzens, beim Nudelessen, Radschlagen, Rasenmähen oder Grillen – er wird weitergereicht, geworfen, gepustet oder angebrannt. Allerdings weiß niemand, was tatsächlich auf dem Botschaftsträger steht – offensichtliche Vermutungen und Spekulationen hin oder her…

Am Ende landet der Zettel – wer hätte es gedacht – bei Benne. Mit einem schelmisch-kleinen Lächeln und einem Blick auf den Zettel endet das Video. Der Zuschauer selbst wird mit seinen Gedanken und Interpretationen allein gelassen. Unabhängig vom gefälligen Liedermacher-Pop, welcher bestenfalls an Enno Bunger erinnern mag, zeigt Benne mit dem Video zu „Nur ein Wort“, dass wir alle auch allein eine gemeinsame Botschaft verbreiten können. Feine Sache.

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"So viel Bilder ziehen nochmal an mir vorbei
Und ich frag' mich, wo du bist in letzter Zeit
Ich bin heut' am Park vorbeigefahren, in dem du mich zum ersten Mal
Gefragt hast, ob das mit uns beiden bleibt

Jetzt steh' ich hier alleine, ist leise, seit 'ner Weile
Ist es einfach nicht das Gleiche, ohne dich in meinem Arm

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

Seh' uns beide noch zusammen nach Hause gehen
Und wie du deinen Kopf auf meine Schulter legst
Ich glaub', ich hab' dir nie gesagt, wie krass ich deine Nähe mag
Zusammen Sterne zählen und Kippen drehen

Jetzt steh' ich hier alleine, ist leise, seit 'ner Weile
Ist es einfach nicht das Gleiche, ohne dich in meinem Arm

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

(Nur ein Wort von dir)
Komm' sofort zu dir zurück
(Nur ein Wort von dir)

So viel Bilder ziehen nochmal an mir vorbei
Und ich frag' mich, ob du weißt, es tut mir leid?

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

(Ich brauch' doch nur ein Wort von dir)
(Nur ein Wort von dir)
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück"

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Anna Coddington – „Little Islands“


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In einem Land mit knapp fünf Millionen Einwohnern (zum Vergleich: Berlin kommt aktuell auf etwa 3,8 Millionen) mag die Musikszene recht überschaubar sein. Man kennt sich, man trifft sich, man arbeitet und jammt irgendwann, irgendwo, irgendwie schonmal zusammen. So auch in Neuseeland. Kaum verwunderlich also, dass auch Anna Coddington ab und an mit dem populären Kiwi-Künstlerkollektiv Fly My Pretties, von denen kürzlich in Zusammenhang mit der Künstlerin A Girl Named Mo bereits die Schreibe war, gemeinsame Sache macht (wenn sie denn nicht gerade mit dem Blackbird Ensemble Songs von Björk im Orchestergewand zum Besten gibt).

a3871270034_16Stilistisch könnte man beim Gros der Stücke der 38-jährigen Singer/Songwriterin zur fixen Orientierung meinen, dass diese klingen, als hätten Natalie „Torn“ Imbruglia (der Coddington auch optisch gar nicht mal eben fern steht) und ihre Studio-Band sich an einem lauschigen Sonntagnachmittag den Songkatalog eines Dave Matthews vorgenommen – handgemachter RockPop, der keineswegs wehtut, und auch im Formatradio des Vertrauens keinen schlechten Eindruck hinterlassen würde. Freilich mag man bemängeln, dass dies im Endeffekt dazu führen mag, dass sich keiner der Songs für länger als seine durchschnittlich dreieinhalb Minuten Spieldauer in den Gehörgängen aufhält (so geschehen etwa bei dieser Review zum jüngsten, 2016 erschienenen Album „Luck/Time„). Andererseits liefert die überzeugte Vegetarierin und zweifache Mutter, die nebenbei auch in Te Reo Māori (also in der Sprache der Māori) schreibt und singt, gefällige Songs, welche sich gängigen Pop-Strukturen zwar nicht verweigern, aber manchmal – wie beim zweiten, 2011 veröffentlichten Werk „Cat & Bird“ – auch schonmal dezent rockig ausfallen können. Damit startet Frau natürlich recht selten eine Weltkarriere. Aber hey – in Neuseeland ist’s ja auch ganz schön…

 

 

„I’m frustrated
I’m not losing my mind
I’ll give my money away
Trade it for an escape
And leave my boredom behind

I contemplated
Giving my guitar away
Moving out of my house
Throwing all my stuff out
But what difference would it make

I know there must be more
Than my bedroom and the video store
From these little islands
All I see are stars

I wasn’t looking
Wasn’t looking for a fight
If anybody asks
I’m out the back on the grass
Looking up at the sky

I see you up there
Hanging out in the clouds
Shaking aeroplanes
Listening to radio waves
Can you hear me now

I know there must be more
Than my bedroom and the video store
From these little islands
All I see are stars

It’s complicated
It’s really hard to explain
I love the blue and the green
But somewhere in between
My fucking hair’s turning grey

Maybe I don’t need any more
Than my bedroom and the video store
From these little islands
I can see all those stars“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The 1975 – „Jesus Christ 2005 God Bless America“


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Mag sein, dass ich es in den letzten Jahren in bestimmten Momenten scheinbar vorgezogen habe, das ein oder andere Mittagsschläfchen unter einem schalldichten Stein zu halten, aber: bis vor wenigen Tagen habe ich noch nie (nie nie nie nie) einen Song von The 1975 gehört – und das, obwohl die englische Indie-Pop-Rock-Band bereits seit ein paar Jährchen mit HitsHitsHits, Charts-Spitzenplazierungen hüben wie drüben, sowohl im heimischen UK als auch in den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland, sowie so einigen prominenten Fans wie Taylor Swift (der sogar ein Techtelmechtel mit Frontmann Matthew Healy nachgesagt wurde) für Furore sorgt. Vielleicht befinde ich mich nur außerhalb des The 1975’schen Zielgruppen-Radius, vielleicht bin ich einfach auch zu alt dafür, jeden „hippen Scheiß“ mitzumachen. Trotzdem: nie gehört.

71uGnJmp2vL._SS500_Außerdem scheinen Matthew Healy, George Daniel, Adam Hann und Ross Macdonald ein Händchen dafür zu haben, ihre Hörerschaft bei Laune zu halten, wie sich aktuell zeigt: Zunächst sollte ihr viertes Album „Notes On A Conditional Form“, der Nachfolger zum erfolgreichen 2018er Werk „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ im Februar erscheinen, dann im April. Anfang der Woche meldete sich die vierköpfige Band aus Manchester erneut und kündigte eine weitere Verschiebung um einen Monat an. Zuvor hatten The 1975 bereits die Songs „The 1975“, „People“, „Frail State Of Mind“, „Me & You Together Song“ und „The Birthday Party“ veröffentlicht. Die Wartezeit wird nun erneut verkürzt durch die neue Single „Jesus Christ 2005 God Bless America“ (welch‘ enigmatischer Titel!), in der sich Sänger Matthew Healy in ein Duett mit Phoebe Bridgers begibt. Eine zufällige Zusammenarbeit? Keineswegs, denn die umtriebige US-Indie-Singer/Songwriterin sollte die Band eigentlich auf ihrer Nordamerika-Tour begleiten.

Die neuste Vorab-Single zeigt außerdem: The 1975 lieben allem Anschein nach das Unberechenbare. Während „People“ beispielsweise von punkigen, gitarrenlastigen Riffs lebte und „The 1975“ ein Spoken-Word-Feature von Umweltaktivistin Greta Thunberg (!) aufbot, bringt einen „Jesus Christ 2005 God Bless America“ zurück in die wohligen Nuller-Jahre – die Zeit der Bands und Künstler wie Bon Iver, Fleet Foxes, Laura Marling, Sufjan Stevens oder Noah and the Whale. Deshalb verwundert es kaum, dass sich Healy und Co. ausgerechnet Phoebe Bridgers „schnappten“, die selbst erst vor kurzem mit ihrem neuen Stück „Garden Song“ erneut tief in die Indie-Folk-Welt eintauchte. Der Viereinhalbminüter „Jesus Christ 2005 God Bless America“ ist ein bewegender Song über die Liebe und den Glauben geworden, welcher mit seiner weitestgehenden Reduktion auf Akustikgitarre und Trompeten musikalisch auch locker ein Bonus Track auf Bon Ivers melancholischem Album-Geniestreich „For Emma, Forever Ago“ hätte sein können…

 

 

„I’m in love with Jesus Christ
He’s so nice
I’m in love, I’ll say it twice
I’m in love (I’m in love)

I’m in love, but I’m feeling low
For I am just a footprint in the snow
I’m in love with a boy I know
But that’s a feeling I can never show

Fortunately I believe, lucky me
I’m searching for planes in the sea, that’s irony
Soil just needs water to be, and a seed
So if we turn into a tree, can I be the leaves?

(Ooh, ooh)

I’m in love with the girl next door
Her name’s Claire
Nice when she comes ‚round to call
Then masturbate the second she’s not there

Fortunately I believe, lucky me
I’m searching for planes in the sea, that’s irony
Soil just needs water to be, and a seed
So if we turn into a tree, can I be the leaves?

(Ooh, ooh)“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Birds Of Tokyo – „Two Of Us“


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Dass man hierzulande kaum je von Birds Of Tokyo gehört hat, könnte unterschiedliche Gründe haben. Zum einen liegen Deutschland und Perth, die Heimat der fünfköpfigen Aussie-Band, knappe, schlappe 14.000 Kilometer entfernt. Gilt in Zeiten von Spotify, Amazon Music, Apple Music und Co. nicht als Argument? Fair enough. Nichtsdestotrotz legen Ian Kenny, Adam Spark, Adam Weston, Ian Berney und Glenn Sarangapany seit Bandgründung vor gut 15 Jahren ihr Hauptaugenmerk auf den heimischen Musikmarkt – und das auch, schenkt man mehrfachen Auszeichungen mit diversen nationalen Awards sowie etlichen Gold- und Platin-Verleihungen Glauben, recht erfolgreich. Trotz alledem sind selbst Karnivool, die zweite Band von Frontmann Ian Kenny, bei der er (und das sogar bereits seit den späten Neunzigern) alternative-proggend am Mikro steht, in good ol‘ Europe bekannter…

cover0hjtoUnd: Es darf berechtigterweise bezweifelt werden, dass sich daran mit dem Erscheinen ihres neuen, sechsten Studioalbums „Human Design“ im April etwas ändern wird. Das liegt schon allein am Musikalischen, denn den radiopoppigen Alternative Rock, den Birds Of Tokyo im Gros anbieten, bekommt man im schlimmst-nichtssagendsten Fall auch von Formatpop-Retorten wie Imagine Dragons, Twenty One Pilots, The Script oder Thirty Second To Mars geliefert. Erfreuliche Ausnahmen wie der 2016er Vorgänger „Brace„, welcher unter der Ägide von Produzent David Bottrill (Tool, Muse, Silverchair) ungewöhnlich heavy und angenehm unpoppig ausfiel, bestätigen leider selten die Regel (Interessierten sei ungeachtet davon die 2015 veröffentlichte Best Of „Playlist“ empfohlen).

Eines muss man Ian Kenny und seinen Bandkumpanen jedoch zugute halten: sie wissen im Zweifelsfall, wie man einen guten Ohrwurm hinbekommt. Man höre etwa „Two Of Us“, ein triumphales, über beide Backen grinsendes Liebeslied, das Keyboarder Glenn Sarangapany als eine dreieinhalbminütige „celebration of finally finding your happy place“ beschreibt und das – neben einem nicht zu überhörenden jubilierenderen Gospelchor – ein kreativ abgedrehtes One-Shot-Musikvideo zu bieten hat, bei dem die Band Unterstützung von Regisseur Zac Lynch-Woodlock bekam. Eine schöner, durch und durch positiv gestimmter Kontrast zu anderen Albumvorboten wie dem theatralisch überladenen Heartbreak-BangerGood Lord„, die unlängst noch weitaus weniger gut in den Gehörgängen haften blieben…

 

“‘Two Of Us’ is a homage to love. The one you love. I thought I had lost love and would never find it again, never thought I’d be ready again. I spent a couple of years rebuilding my head, heart and soul – then an old friend came back into my life and we both found love again, there and then. We found something we had both been missing for so long. Sometimes everything you need has been there all along – it’s just the universe can take you on a detour to get there. In the end it’s all worth it.” (Ian Kenny)

 

Hier gibt’s das Musikvideo zu „Two Of Us“ für Augen und Ohren…

 

…einen Blick hinter die Kulissen…

 

…sowie das Stück in einer „Dressing Room Version“:

 

„The two of us
Have seen it all
Our story’s been heartache and wonder
This universe
Ain’t big enough
To keep us apart no not ever

How many times did we stumble
How many times was it worth every fall
There’s just something that keeps us together
Whenever my world moves from yours

I will always be with you
Got your name on my heart
In the shape of a tattoo
It’s my favourite piece of art
There is nothing like you in this world that I know
Darling I will never let you go
I will always be with you
You will always be here in my heart

The two of us
We got it all
Don’t need no designer distractions
Cos in the end
I found a friend
My one and my only obsession

How many times did we stumble
How many times was it worth every fall
There’s just something that keeps us together
Whenever my world moves from yours

I will always be with you
Got your name on my heart
In the shape of a tattoo
It’s my favourite piece of art
There is nothing like you in this world that I know
Darling I will never let you go
I will always be with you
You will always be here in my heart

Come and join me in this dance
An impossible romance
Take one step at time and don’t let go

I will always be with you
Got your name on my heart
In the shape of a tattoo
It’s my favourite piece of art
There is nothing like you in this world that I know
Darling I will never let you go
I will always be with you
You will always be here in my heart…“

 

Rock and Roll.

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Ein weltbekannter Zebrastreifen im März 2020…


Wenn schon frische Luft schnappen, dann doch bitte mit ausreichend Sicherheitsabstand:

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Vielmehr dürfte es beim (sowie um den) bekanntesten Zebrastreifen der Welt, der auch auf ANEWFRIEND bereits an der ein oder anderen Stelle zu sehen war, aktuell jedoch so aussehen (im Zweifel kann man’s auch mit Live-Bildern checken):

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(beide Bilder: gefunden bei Facebook)

 

In diesem Sinne: Mal wieder „Abbey Road“ hören – und das in jedermanns Sinne am besten zuhause!

#StayTheFuckHome

 

 

Rock and Roll.

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