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Von Fakten, Äpfeln und Bananen – CNN erklärt „Fake News“


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Nicht erst seit Trump oder der AfD in aller Munde, und – mal bewusst, mal unterbewusst – fester Bestandteil beinahe jeder politischen Debatte: Fake News. Und obwohl die Strategie, das Volk, diese selige Herde von Schafen, durch bewusste Falschinformationen ängstlich und gefügig zu halten, so alt ist wie das Prinzip des Staatsoberhaupts (was wohl früher dem Stammeshäuptling entsprochen haben dürfte) und der Mund-zu-Mund-Propaganda, haben digitale Helferlein wie Facebook, Twitter und Co. Witzfiguren wie Trump, von Storch und Konsorten überhaupt erst möglich gemacht. Isso.

Deshalb – und in Anlehnung an das aus der römischen Zeit stammende Sprichwort jemandem ein X für ein U vormachen – erklärt der US-Nachrichtensender CNN mit diesem schlichten, aber durchaus eindrucksvollen und absolut unmissverständlichen Dreißig-Sekunden-Video erneut – und vermutlich in der löblichen Hoffnung, noch irgendjemanden zum Nachdenken anzuregen zu können – ebenjene Fake News. Spätestens beim Schlussclaim “Facts first” wird auch dem letzten klar, weshalb sie das gemacht haben…

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei FacebookHugleikur Dagsson)

 

Politik vor und nach dem Wahlkampf – treffend auf den Punkt gebracht durch Hugleikur Dagsson. Der isländische Cartoon-Zeichner und überhaupt vielseitig talentierte Kreativling dürfte regelmäßigen Lesern dieses Blogs ja ohnehin bereits ein Begriff sein

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

…was jedoch keinesfalls als klare Empfehlung für die 2006 erschienene Al-Gore-Dokumentation dienen soll. Selbst informieren und sich mit offenen Augen, wachem Verstand und offenem Herzen eine eigene Meinung bilden – das ist die Devise!

 

Rock and Roll.

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„Bei Hitlers brennt noch Licht“ – bedrückende Zeilen von Simon Pearce


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Simon Pearce ist ein in München lebender deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Comedian – deutscher geht’s kaum, möchte man meinen. Und trotzdem wurde Pearce seiner Hautfarbe wegen bereits seit frühester Kindheit mit Themen wie Rassismus oder Intoleranz konfrontiert, wie er kürzlich auch in einem Interview zu seinem neuen Buch „So viel Weißbier kannst gar ned trinken: Wie ich als Schwarzer in Bayern groß geworden bin“ erzählte. Da mag sich die bayrische Landeshauptstadt noch so weltgewandt geben…

Nicht nur deshalb, sondern der aktuellen Stimmungsschieflage in Deutschland insgesamt wegen verfasste Pearce, der die ganze Sache als Comedian glücklicherweise auch mit einem lachenden Auge zu nehmen weiß, bereits Ende 2016 ein Gedicht mit dem Titel „Bei Hitlers brennt noch Licht“, welches leise, leise, jedoch auf bedrückende Art und Weise an die Lyrik Erich Kästners im Vorfeld des NS-Regimes erinnert…

 

Bei Hitlers brennt noch Licht.
Es ist nie ganz erloschen,
nur eine kurze, ruhige Zeit war’s Fenster fest verschlossen.
Nur ab und zu, ganz schüchtern fast, kaum hörbar, ein Gewisper…
Man nahm’s kaum wahr und dachte sich: „Was soll’s? Da ist noch Licht an.“
Bei Hitlers brennt noch Licht – Jetzt treten sie ans Fenster.
Jetzt sieht man sie, jetzt hört man sie …
das sind keine Gespenster.
Ganz stolz und lautstark steh’n sie da, entzünden und krakeelen.
Und ihre Drohung ist ganz klar: „WIR GEHEN WIEDER WÄHLEN!“
Bei Hitlers brennt noch Licht.
Vernunft wo bist Du? Wo?
Komm‘ raus und hilf … und schalt‘ es aus.
… sonst brennt es lichterloh.

 

 

Natürlich sind Themen wie Rassismus, Intoleranz, beschränktes Denken und Dummheit kein explizit bajuwarisches Problem. Im Gegenteil: sieht man sich die vorerst amtlichen Wahlergebnisse an, so wird die AfD in meiner alten sächsischen Heimat mit besorgniserregenden 27 Prozent stärkste Kraft.

*hust*

Ich entschuldige mich nun bereits im Voraus für mein Fehlen an Contenance, aber: Geht’s noch?!? Ich verstehe ja, dass ihr – sorry, aber das kommt von Herzen – Trottel und Vollpfosten, die ihr „der Merkel“ eins auswischen wollt, nun eure Chance gekommen saht, aber hat sich auch nur ein Drittel von euch Wutsparlämpchen einmal das total verquere Wahlprogramm der AfD durchgelesen? Mal ehrlich (und: ja, euch bleibt in diesem Fall meine Polemik nicht erspart): verstehendes Lesen – funktioniert das überhaupt bei euch? Ja? Hm… Ihr wolltet doch mit euren vier zu zwei Kreuzen geformten Strichen bestimmt nur „ein Zeichen setzen“, habe ich recht? Wenn demnächst wieder irgendwelche Flüchtlingsheime brennen oder stramme Hinterlandskameraden mit ihren blank polierten Köpfchen zum Fackelumzug ansetzen, dann war das „ja alles nicht so gewollt“, stimmt’s? Natürlich, ist schon klar – es ging ja bei dieser Wahl um Frisuren, Drei-Tage-Bärte, um stylische, Vertrauen erweckende Schwarz-weiß-Bilder und Urlaubsfotos. „Wohlfühl-Mutti“. „Protest-AfD“. Um einen „Denkzettel“

Und obwohl ich weiß, dass dies am Ende in vielen Fällen die Falschen treffen würde, und mir mein Herz bei im Grunde pauschalen Aufforderungen wie dieser blutet, so bitte ich doch all jene, die in den nächsten vier Jahren einen Trip in so schöne, eigentlich in vielfacher Hinsicht lohnenswerte Städte wie Leipzig oder Dresden planen oder geplant haben: Bitte seht davon ab. Nehmt euch meinetwegen Berlin oder Hamburg, meinetwegen auch Köln oder Stuttgart oder welche deutsche Stadt auch immer vor. Lasst Sachsen mal rechts liegen. Die Menschen da scheinen aktuell ganz andere Problemchen zu haben und mit einem Ausländeranteil von sage und schreibe knapp vier Prozent bereits überfordert zu sein. Wer sich Brett-vorm-Kopf-Maximen wie „Fremde sind gut, solange sie Fremde bleiben“ schon so zu Herzen nimmt, der verdient es leider nicht anders, als für die kommenden vier Jahre mit all den Gaulands, Petrys, von Storchs, Weidels oder Höckes in seiner eigenen braunen Gesinnungssoße zu schmoren. Soll sich doch einer wie Alexander Gauland „unser Volk“ und „unser Land“ unweit der polnisch-tschechischen Grenze zurück holen (das hat ja schließlich vor knapp 80 Jahren schon einmal so prima funktioniert) und im sächsischen Hinterland, gemeinsam mit all jenen Gestrigen, die meinen, „auf der Strecke geblieben“ zu sein, seinen Stolz auf deutsche Soldaten und aufs „deutsche Vaterland“ ausleben. Ganz ehrlich: Haltet den Boykottieren den Spiegel vor und lasst sie ihre häßliche Schaum-vorm-Mund-Fratze einmal selbst zu Gesicht bekommen. Bastelt Schilder auf denen steht: „Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei AfD-Wählern!“ – auch das war ja anno dazumal ein Ding von all jenen, von denen sich die AfD-Spitze – wohl aus guten Gründen – nicht klar distanzieren möchte.

Ich schreibe hier klar und entschieden, dass die AfD für mich lediglich einen Haufen von hasserfüllten, gestrigen, profilierungsgeilen Möchtegern-Politikern darstellt. Dass keiner von ihnen „dumm“ ist und der Großteil einen Doktortitel inne zu haben scheint, macht die ganze Sache keineswegs besser (ob sich hier Querverweise zu zweifelhaften „Persönlichkeiten“ wie Hermann Göring oder Joseph Goebbels, darf jeder gern selbst entscheiden). Auch Äußerungen seitens Herrn Gaulands am gestrigen Wahlabend, dass man in den kommenden vier Jahren die amtierende Bundeskanzlerin „jagen“ wolle, verbieten sich – da lasse sich weder Opas stattliche 78 Lenze noch die Euphorie des Wahlergebnisses als Entschuldigung gelten. In einer Demokratie, die die AfD ja im Wahlkampf mehrfach vehement auch für sich eingefordert hat, „jagt“ man keine Menschen – weder metaphorisch, noch verbal, noch politisch, noch sonstwie. Punkt.

Sollten irgendwem meine – freilich recht deutlichen – Zeilen nicht ins Gemüt passen, so würde ich mich freuen, wenn er, sie oder es diesem Blog fortan fern bleibt. Man gestehe mir die Wut zu, die manch einer dieser „Protest-Wähler“ beim Setzen seiner zwei Kreuzchen hatte – auch wenn ich, das gebe ich an dieser Stelle Frank und frei zu, nach langer und reichlicher Überlegung nicht gewählt habe. Die Wege stehen euch freilich frei: Entzieht diesem Blog euer „Like“, löscht ihn aus eurer Lesezeichenliste, „entfreundet“ mich gern auf Facebook (falls ihr mich da persönlich drin haben solltet). Oder – und das muss ein Mensch in einer Demokratie ab können – sucht das konstruktive Gespräch mit mir.

Noch einmal, in aller Deutlichkeit: Die AfD steht für mich vor allem für drei Dinge: gestrige Gedanken, verachtenswerten Populismus und Hass. Und gerade Hass – beziehungsweise negative Gefühle gegenüber alles und jedem – bringt keinen von uns voran, sondern Politiker wie Gauland, Weidel und Co. zunächst einmal nur in den Bundestag (wo sie sich in den kommenden vier Jahren – so bleibt zu hoffen – parteiintern aufreiben werden). Vor vielen Jahren wurde schon einmal „Protest“ gewählt und Hass geerntet. Und obwohl ich fest daran glaube, dass sich Geschichte wiederholt, so hoffe ich doch, dass es dieses Mal nicht so sein wird…

Peace. Over and out.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: OK Kid – „Warten auf den starken Mann“


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OK Kid scheint die aktuelle politische wie gesellschaftliche Situation – nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern weltweit – verdammt sauer zu machen. Zumindest lässt das der neue Song „Warten auf den starken Mann“ vermuten, den Jonas Schubert, Moritz Rech und Raffael „Raffi“ Kühle vor zwei Tagen ohne Albumkontext online stellen („weil er raus muss, weil wichtig“) und in dem die Band so schonungslos austeilt wie noch nie zuvor.

61KLdfBsbzL._SS500Wer sich Songs wie „Gute Menschen“ (vom 2016 erschienenen Album „Zwei„) in Erinnerung ruft, der weiß, dass OK Kid auch bisher nicht gerade die Sorte Band waren, die die Klappe hält, wenn sie mit Themen wie Rassismus konfrontiert wurden. Und kurz vor der Bundestagswahl hatten die drei Kölner nochmal einiges zu sagen. Anlass ist – logisch – der leider stattgefundene Einzug der AfD in den Bundestag. Zum ersten Mal nach Ende des zweiten Weltkriegs vor siebzig Jahren werden wieder Vertreter einer Partei im deutschen Parlament sitzen, die klar rassistische und nationalsozialistische Ansichten vertreten (oder sich zumindest nicht von diesen distanzieren). Zeilen wie „Es fing an mit Montagsdemo, dann kam Petry, danach ‚Heil!'“ zeigen deutlich, wer sich von „Warten auf den starken Mann“ angesprochen fühlen darf (und sollte). OK Kid berufen sich außerdem noch auf „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten, sind aber noch ein bisschen radikaler als die Berliner Vorbilder, wenn sie singen: „Meine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Hieben.“ Schlimm genug, dass selbst das Lied der Ärzte, welches aus dem Jahr 1993 stammt, mit seinen Botschaften auch 2017 noch zeitgemäß erscheint…

Musikalisch steht „Warten auf den starken Mann“ dabei in guter OK Kid-Tradition: Kantiger Pop, der dabei aber immer eingängig bleibt. Die bewusste, weil nötige Härte des Textes spiegelt sich umso mehr im Musikvideo wider. In diesem werden junge Menschen, die sich einer menschenverachtenden Ideologie hingeben, nämlich wortwörtlich blind vor Hass, während sie vom einzig Sehenden geführt werden – „Das Dorf der Verdammten“ meets „Invasion der Körperfresser“ meets „Napoli – Elite für den Führer“,  dezente Riefenstahl-Ästhetik inklusive. Die Location des Clips ist nicht weniger bedrückend gewählt, begleitet man doch den Einzug eines namenlosen Jungen in die scheinheilige Idylle einer Art völkischem Ferienlager, wie sie die NPD-nahe „Heimattreue Deutsche Jugend“ bis zu ihrem Verbot 2009 regelmäßig organisierte. Am Ende schreit Jonas von OK Kid immer wieder verzweifelt „Nein, ich bin kein Verlierer, ich bin dein“, im Video verliert auch der Letzte sein Augenlicht und der Zuschauer starrt mit einem verflucht miesen Gefühl auf den Bildschirm.

„Warten auf den starken Mann“ ist – sowohl im Bild als auch im Ton – Gesellschaftskritik mit dem Vorschlaghammer. Über die Moral darf sich jeder seine eigene Meinung bilden…

 

 

"Vielleicht denkt hier auch jemand mal an mich
Das Dorf in dem ich wohne ist zwar malerisch
Doch nicht wenn man die Farben mischt
Sowas wird man wohl doch nochmal sagen dürfen
Ich fürchte mich, dass ein Minarett bald höher als die Kirche ist
Du hast mir doch gesagt, zu was das führt
Heute noch im Fernsehen
Morgen schon vor meiner Tür
Ich bin nicht die hellste Kerze auf dem Baum, doch hab' erkannt
Meine weichen Knie brauchen eine harte Hand
Hier spiel'n die Kinder immer noch Angst vor dem schwarzen Mann
Meine Angst hat schwarz-rot-goldene Farben an
 
Ich steh' stramm für dich
Steh mein' Mann für dich
Irgendwann stell' ich die Lügner an die Wand für dich
Warten auf den starken Mann
Ich liefer' mich aus
Du lässt meinen Sorgen freien Lauf
 
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir einfach irgendeins
Auch wenn du mich belügst
Glaub ich dir jedes Wort, denn du hast meins
 
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir einfach irgendeins
Nur nicht das Gefühl (nein, nein, nein)
Ein Verlierer zu sein
 
Wie schön, du hast uns etwas mitgebracht
Hass, Hass - hast du extra schön verpackt
Endlich hab' ich auch mal was
Endlich auch mal stark
Du fackelst nicht lang
Du fackelst nur ab!
Raus auf die Straße, Junge - heute wird gekehrt
Einer muss ja dafür sorgen, dass sich Unkraut nicht vermehrt
Ich glaube nur noch was ich fühle
Meine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Hieben!

Es fing an mit Montagsdemo
Dann kam Petry, danach 'Heil!'
All das hab ich nie gesagt
Nein, das redet ihr euch ein
Warten auf den starken Mann
Ich liefer' mich aus
Du lässt meinen Sorgen freien Lauf
 
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir einfach irgendeins
Auch wenn du mich belügst
Glaub ich dir jedes Wort, denn du hast meins
 
Gib mir bitte ein Gefühl, ja
Gib mir einfach irgendeins
Nur nicht das Gefühl (nein, nein, nein)
Ein Verlierer zu sein
 
Ich bin kein
Ich bin kein Verlierer
Nein ich bin kein Verlierer (nein, nein)
Nein ich bin kein Verlierer (nein)
Nein ich bin kein Verlierer (nein, nein, nein)
Ich bin kein Verlierer nein, nein (nein)
Ich bin kein Verlierer nein, nein
Ich bin kein Verlierer nein, nein
Ich bin kein Verlierer
 
Ich bin dein
Ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, ich bin dein
Nein ich bin kein Verlierer, nein, nein"

 

Rock and Roll.

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