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Song des Tages: Danger Dan – „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“


Foto: Promo / Jaro Suffner

Kein Techniker, kein Empfangspersonal, kein Zuschauer ist zu sehen. Daniel Pongratz ist allein im Theater. Auf der Bühne steht ein Flügel, er setzt sich davor. Jetzt wäre der Moment, in dem der 38-jährige Berliner Musiker eine Ballade über den bevorstehenden Corona-Sommer anstimmen könnte – eine Zeit, in der der gebürtige Aachener vermutlich wieder nicht vor Publikum auftreten kann. Doch Pongratz haut ziemlich schnell auf die Tasten ein und singt: „Also jetzt mal ganz spekulativ / Angenommen, ich schriebe mal ein Lied / In dessen Inhalt ich besänge, dass ich höchstpersönlich fände / Jürgen Elsässer sei Antisemit.“ 14 Sekunden, 24 Wörter, die auch ganz ohne örtliche Gäste ihre Hörer schnell finden.

Als Pongratz – der sich den Künstlernamen Danger Dan gegeben hat und als ein Drittel der HipHop-Formation Antilopen Gang bekannt wurde – vor wenigen Tagen dieses Video aus dem Theatersaal ins weltweite Netz lud, geht es quasi übers Wochenende viral. Der Satiriker Jan Böhmermann, die Schriftsteller Saša Stanišić und Max Czollek sowie so einige befreundete wie gleichgesinnte Musiker*innen und Bands teilen es auf ihren Kanälen. Was mit dem rechtspopulistischen Journalisten Jürgen Elsässer beginnt, führt über Verleger Götz Kubitschek oder Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen und den AfD-Politiker Alexander Gauland und schließlich zur Aussage, die Geschichte habe gezeigt, dass man mit Faschisten nicht diskutieren könne. Doch bevor die Angesprochenen den Musiker dafür anzeigen wollten – Ken Jebsen tat es bereits in der Vergangenheit wegen des Antilopen-Songs „Beate Zschäpe hört U2“ (was wiederum darin resultierte, dass Ken Jebsen sowohl die Gerichts-, als auch die Anwaltskosten der Antilopen Gang zahlen musste) – , verweist der Song aufs Grundgesetz. So heißt es im Refrain: „Juristisch wär die Grauzone erreicht / Doch vor Gericht machte ich es mir wieder leicht / Zeig‘ mich an und ich öffne einen Sekt / Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt.“ Die Strategie, ein Zuviel an Eindeutigkeit zu umgehen, erinnert dabei an Jan Böhmermanns Gedicht „Schmähkritik„. Mit diesem veranschaulichte der satirische ZDF-Moderator 2016 den Unterschied zwischen der von der Kunstfreiheit gedeckten Satire und einer strafrechtlich relevanten Schmähung, was seinerzeit sogar in ernsthaften diplomatischen Verstimmungen zwischen Deutschland und der Türkei resultierte.

Ende des Monats wird Danger Dan das dazugehörige Album veröffentlichen, welches passenderweise ebenfalls den Titel „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ trägt und – was wohl auch den Corona-bedingten Lockdowns und Kontaktbeschränkungen geschuldet sein dürfte – vornehmlich reduziert am Piano entstand. Wenn man so mag, klingt das Ganze wie eine Melange aus Hannes Wader und Comedian Harmonists (man höre an dieser Stelle auch Danger Dans viralen Hit „Nudeln und Klopapier“ sowie die erste Single „Lauf davon„). Im Theatersaal – oder eben auf Konzertbühnen – wird man ihn als Zuschauer voraussichtlich erst 2022 sehen können. Doch seine Musik gewordene, unverblümt politische Gesellschaftskritik zeigt ganz gut: Manchmal genügt notgedrungen auch die digitale Bühne.

„Also jetzt mal ganz spekulativ
Angenommen, ich schriebe mal ein Lied
In dessen Inhalt ich besänge, dass ich höchstpersönlich fände
Jürgen Elsässer sei Antisemit
Und im zweiten Teil der ersten Strophe dann
Würde ich zu Kubitschek den Bogen spann’n
Und damit meinte ich nicht nur die rhetorische Figur
Sondern das Sportgerät, das Pfeile schießen kann

Juristisch wär die Grauzone erreicht
Doch vor Gericht machte ich es mir wieder leicht
Zeig mich an und ich öffne einen Sekt
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

Also jetzt mal ganz spekulativ
Ich nutze ganz bewusst lieber den Konjunktiv
Ich schriebe einen Text, der im Konflikt mit dem Gesetz
Behauptet, Gauland sei ein Reptiloid
Und angenommen, der Text gipfelte in ei’m
Aufruf, die Welt von den Faschisten zu befrei’n
Und sie zurück in ihre Löcher reinzuprügeln noch und nöcher
Anstatt ihnen Rosen auf den Weg zu streuen

Juristisch wär die Grauzone erreicht
Doch vor Gericht machte ich es mir wieder leicht
Zeig mich an und ich öffne einen Sekt
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

Vielleicht habt ihr schon mal von Ken Jebsen gehört
Der sich über Zensur immer sehr laut beschwert
In einem Text von meiner Band dachte er, er wird erwähnt
Und beschimpft und hat uns vor Gericht gezerrt
Er war natürlich nicht im Recht und musste dann
Die Gerichtskosten und Anwältin bezahl’n
So ein lächerlicher Mann, hoffentlich zeigt er mich an
Was dann passieren würde? Ich kann es euch sagen

Juristisch wär die Grauzone erreicht
Doch vor Gericht machte ich es mir wieder leicht
Zeig mich an und ich öffne einen Sekt
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

Nein, ich wär nicht wirklich Danger Dan
Wenn ich nicht Lust hätte auf ein Experiment
Mal die Grenzen auszuloten, was erlaubt und was verboten ist
Und will euch meine Meinung hier erzähl’n
Jürgen Elsässer ist Antisemit
Kubitschek hat Glück, dass ich nicht Bogen schieß‘
An Reptilienmenschen glaubt nur der, der wahnsinnig ist
Gauland wirkt auch eher wie ein Nationalsozialist
Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein
Man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt
Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat
Weil der Verfassungsschutz den NSU mitaufgebaut hat
Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war
Weil sie Oury Jalloh gefesselt und angezündet hab’n
Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst
Ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz

Juristisch ist die Grauzone erreicht
Doch vor Gericht mach‘ ich es mir dann wieder leicht
Zeig mich an und ich öffne einen Sekt
Das ist alles von der, alles von der, alles von der, alles von der
Alles von der Kunstfreiheit gedeckt

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


(gefunden bei Facebook / Paul Duginski)

Absofuckinlutely. But please don’t grant this orange, small-handed SoaB access to Twitter, Facebook and sorts ever ever ever again. Small-hearted terrorist madmen deserve cells without daylight, not attention and a warm bed… Thank you.

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


(gefunden bei Instagram)

Es sind erschreckende Szenen, die sich am gestrigen Mittwoch in der US-Hauptstadt abspielten. Szenen, die mindestens zum Kopfschütteln anregen. Weil der Demokrat Joe Biden nachweislich die Präsidentschaftswahlen im vergangenen November gewonnen hat und so einige Trump-Anhänger*innen und Patriotismus-Schwurbler diese Realität weder glauben noch annehmen möchten, brachen sie, aufgewiegelt und aufgefordert durch den Wahlkampfverlierer höchstselbst, in den US-Kongress in Washington, D.C. ein – ein Ereignis, welches man wohl in einer der oft genug von den US of A höchstselbst ins Feld geführten „Bananen-Republiken“ erwarten würde, nicht jedoch in der selbstberufenen „größten Demokratie der Welt“ (was selbst Ex-Präsident George W. Bush zu einem entsetzten „Bananen-Vergleich“ veranlasst). Während sich also der Mob ohne größere Probleme seinen Weg in den US-Kongress bahnte, sah man unvorbereitete, überforderte, aber vor allem vergleichsweise zurückhaltende Sicherheitsleute – und das ausgerechnet in jener Stadt der Vereinigten Staaten mit dem höchsten Pro-Kopf-Aufkommen von Polizisten (rund 2.000 sollen es sein, und jeder von ihnen sei freilich für „terroristische Angriffe“ geschult). Besser sogar: einer von jenen Sicherheitsleuten ließ sich, wie ein Video zeigt, sogar für ein Selfie mit einem Trump-Anhänger gewinnen.

Mehrere Personen des Mobs posierten nach ihrem gewaltsamen Einbruch an den Schreibtischen der Politiker*innen, verwüsteten Büros, entwendeten Rednerpulte. Viele von ihnen, wie etwa der mit freiem Oberkörper und behörnter Fellmütze auftretende rechtsradikale Selbstdarsteller Jake Angeli, trugen dabei rechtsextreme Losungen und Symbole (hier ein Beispiel) oder solche wie die der „QAnon„-Bewegung auf ihrer Kleidung (nebst so einigen Flaggen, freilich). Es sind Geschehnisse, die einem die vermeintliche weiße Vorherrschaft (oder das Aufbäumen verzweifelter weißer Rednecks) und die immer tiefer gehende gesellschaftliche Spaltung in den US of A wohl kaum treffender vor Augen führen könnten – eine bittere Ungerechtigkeit, die auch seit Stunden das Internet beschäftigt (und freilich auch die Nachrichten diesseits des Atlantiks beherrscht). Dass so etwas in Deutschland möglich ist? Wissen wir natürlich aus jedem Geschichtsbuch, und aus jüngerer Vergangenheit spätestens seit August 2020. Was das für die Zukunft bedeutet? Wird sich in ebenjener zeigen.

Alles scheint eben – mittlerweile – denkbar, wenn der tumbe Terror-Mob vorm Banner ihres eigenen vermeintlich „patriotischen“ Irrglaubens willig wüten mag, und der wahre Brandstifter, der spätestens nun allem menschlichen Abschaum Tür und Tor geöffnet hat, (noch) im Weißen Haus sitzt:

Vier Tote soll es geben haben. Und es gehört wohl wenig Fantasie dazu, um zu behaupten: Wäre der Mob nicht mehrheitlich weiß gewesen, so hätte es die Todesfall gut und gern ein zweistelliges Maß erreicht. Das bezweifelt nur derjenige, der das letzte Jahr selig unterm Stein geschlummert hat… Es ist ein wahnwitziges Possen-, ein Trauerspiel – mit überaus offenem Ausgang.

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


(gefunden bei Facebook)

Im Zuge der verdienten Abwahl Donald Trumps aus dem Amt des US-Präsidenten wandelte sich auch der Ton vieler US-Sender über den Noch-Besetzer des Weißen Hauses – selbst Fox News, eigentlich ja der Haus- und Hofsender des Twitter-geilen Toupetnarzissten, mochte so gar nicht mehr nach Trumpf Oranges Pfeiffchen tanzen. Und CNN-Moderator Anderson Cooper etwa meinte kurz nachdem Trump in (s)einer Rede (welche andere Sender aufgrund der Vielzahl an beweislosen Lügen und Falschbehauptungen bereits vorzeitig ausgeblendet hatten) vor lauter Verlustängsten einmal mehr von Wahlbetrug gefaselt hatte: „Das ist der Präsident der Vereinigten Staaten, das ist die mächtigste Person der Welt. Und wir sehen ihn wie eine fette Schildkröte, die in der heißen Sonne auf dem Rücken liegt und um sich schlägt, weil er realisiert, dass seine Zeit vorbei ist.“ Ein feiner bildhafter Vergleich (den der Moderator im Nachhinein freilich etwas relativierte) und natürlich ein gefundenes Fressen für Kreativlinge dies- wie jenseits des weltweiten Netzes…

Rock and Roll.

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Song des Tages: Dan Mangan – „There’s A Tumor In The White House“


Dan Mangan mag als Kanadier nicht wahlberechtigt sein, trotzdem hat der 37-jährige Singer/Songwriter aus Vancouver, von dem auf ANEWFRIEND zuletzt 2019 die Schreibe war, nun mit „There’s A Tumor In The White House“ sein eigenes kleines, gewichtiges Statement zur übermorgen stattfindenden US-Präsidentschaftswahl veröffentlicht und einen waschechten Protestsong abgeliefert, dessen Worte im Grunde für sich sprechen…

„Generally, in my songwriting, I’ve aimed for the timeless approach with social criticisms and political notions – never too on the nose, and never too specific. We’ve got this bully in the highest seat using the lowest form of mudslinging and name-calling and unfortunately it just seems to keep working for him. The poor man’s rich man. The weak man’s strong man. I just wanted to call a spade a spade – bootlickers, chokeholders, chest-puffers… 

Is it ironic? I don’t know. Is it a joke? I worry that it might not be. #VOTE

Rock and Roll.

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Song des Tages: Stevie Nicks – „Show Them The Way“


Damals, in den Siebzigern, war Stevie Nicks so etwas wie das weibliche Rock-Business-Pendant zu Robert Plant: wunderschön und berühmt, unnahbar und irgendwie nicht von dieser Welt der Normalsterblichen, dazu noch gesegnet mit der besonderen, unverkennbaren Stimme eines Engels – ein weibliches, in Rockmusik gegossenes Sexsymbol, wenn man so mag. Dazu kamen freilich noch die Geschichten um all die internen Amourösitäten und Streitereien, die ihre Band Fleetwood Mac und Alben wie „Rumours“ oder „Tusk“ seit jeher so besonders, so interessant mach(t)en.

Mittlerweile ist es etwas ruhiger um Fleetwood Mac (deren Mitbegründer Peter Green in diesem Jahr verstarb) und die Grande Dame der Rockmusik geworden – kein Wunder, immerhin ist Stephanie Lynn „Stevie“ Nicks, die als erste (und bis dato einzige) Frau zweimal in der Rock’n’Roll Hall Of Fame vertreten ist, bereits 72 Jahre jung. Umso schöner ist es daher, ihre Stimme ab und an mal wieder hören zu können, etwa vor sieben Jahren, als Nicks dem feinen Song „You Can’t Fix This„, welcher auf dem Soundtrack für Dave Grohls (nach wie vor absolut sehenswertem) Doku-Film „Sound City“ erschien, ihre unnachahmliche Stimme lieh.

Passenderweise ist es nun auch Foo Fighters-Tausendsassa Dave Grohl, der Stevie Nicks auf ihrer ersten Single seit neun Jahren und der ersten Veröffentlichung seit dem 2014 erschienenen „24 Karat Gold: Songs From The Vault“ unterstützt – wenn auch „nur“ am Schlagzeug.

Und irgendwie könnte es – im Angesicht eines rassischstischen Medienclowns im Weißen Haus, den nahenden US-Präsidentschaftswahlen, Corona, #MeToo und der „Black Lives Matter“-Bewegung – kaum einen passenderen Zeitpunkt für einen durchaus politischen, jedoch positiv gestimmten Song wie „Show Them The Way“ geben. In einem Interview mit Associated Press erklärte Nicks, dass das gut sechsminütige Stück auf einem Traum aus dem Jahr 2008 basiert. Darin spielt sie auf einer politischen Benefizveranstaltung, die von Dr. Martin Luther King Jr., John Lennon, John Lewis, John F. Kennedy und Bobby Kennedy besucht wird.

Hier gibt’s das Musikvideo für welches Stevie Nicks (über die ihr hier noch ein paar recht interessante Anekdoten findet) keinen Geringeren als US-Regisseur Cameron Crowe („Almost Famous“, „Vanilla Sky“) gewinnen konnte:

Please God, show ‚em the way
Please God, on this day
Spirits all given the strength
Peace can come if you really want it

I had a fragile dream in a gray house in the Hamptons
I’d been there before, singing songs and doing benefits
Was in a room alone putting on my makeup
Like so many things that come to me, the dress came across the Persian carpet
As I fell into the dress, a thought came to me
Into my heart, I have a dream
And a door opened
I turned to face the music
I was ready for the Kennedys
I don’t know if it was 1960 or 1963
Everything was timeless, even me
I wasn’t old, I wasn’t young, I was just part of their dream
A shadow walked with me down the hall, it was Martin Luther King
All in shadow, all before me, overwhelmed by
Destiny, someone said, ‚Sing us a song
There’s a piano‘ and handed me a drink
The room was full of hope, a song would set them free

And I said
Please God, show ‚em the way
Please God, on this day
Spirits all given the strength
Peace can come if you really want it

I sat at the piano, stared out of the shadows
I sang the words, ‚I have a dream‘
He wasn’t my old friend John, I didn’t know him then
But he smiled at me, and I sang these words
Whatever it takes
Whatever it takes to be free
No, I didn’t know these men
But they knew me
It was all symbolic, nothing was as it seemed
They all left us in a single shot but they didn’t take the dream
They were there in that house, discussing the future
And drinking champagne, I was just a piano player
The voice, part of their dream
I was thirty five and maybe I was fifteen
It was just another night in the presence of Martin Luther King
I was just a dreamer, I was ready for the Kennedys

And I said
Please God, show ‚em the way
Please God, on this day
Light the fire, start it over
Tell the world about the dream
Start it up and make it real

Please God
Show him the way…

Back in the room where it all began
My heart began to heal, I believe it
I remember the beauty of the Hamptons
Shadows playing in the sun
A voice said, „The dream is not over, no
The dream has just begun“
I spun around to see another shadow
Slipping through the door
And my eyes opened wide, ‚What is this all for?‘
And the shadow said, ‚Don’t forget it, don’t forget
What we were fighting for, don’t forget it‘

And I said
Please God, show ‚em the way
(It’s just another night)
Please God, on this day
(Martin Luther King)
Spirits all given the strength
(Sing us a song)
Peace can come if you fight for it
(Don’t forget it)
Think we’re just in time to say
(Ooh, and said, oh said)
Please God, show ‚em the way
(All in shadow)
Please God, on this day
(All before me)
Spirits all given the strength
Peace can come if you fight for it
Think we’re just in time to say this
Set them free
Room was full of hope

Please God, show ‚em the way
(I believe it)
Please God, on this day
(Don’t forget it)
Spirits all given the strength
(Don’t forget what
We were fighting for)
Think we’re just in time to say
Peace can come if you fight for it
Peace can come if you try harder
Peace can come, ooh, if you really want it

The dream
Don’t forget it, please God
Show them the way“

Rock and Roll.

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