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Song des Tages: K’s Choice – „Killing Dragons“ (choir version – live at the Ancienne Belgique)


KC - AB

Fast genau ein Jahr ist es nun her, seit zum bislang letzten Mal von K’s Choice hier auf ANEWFRIEND zu lesen (und hören) war. Höchste Zeit also, sich die belgischen Poprocker wieder ins Gedächtnis zu rufen…

Groß vorstellen muss man die ursprünglich aus Antwerpen stammende Band um das Geschwisterpaar Sarah und Gert Bettens wohl kaum noch (andernfalls findet ihr hier die ein oder andere Info), immerhin haben K’s Choice mittlerweile – mit der ein oder anderen Unterbrechung, die sich wohl zwangsläufig ergibt, wenn die beiden Bandköpfe seit einigen Jahren auf unterschiedlichen Kontinenten leben – ein Vierteljahrhundert auf dem musikalischen Buckel. Und auch wenn in all dieser Zeit Alben wie „Paradise In Me„, „Cocoon Crash„, „Almost Happy“ oder zuletzt, 2015 „The Phantom Cowboy“ außerhalb der Benelux-Länder höchstens in Kennerkreisen für mehr als Mitnicker-Gourierungen gesorgt haben (was reichlich schade ist), so dürfte doch fest stehen, dass K’s Choice und deren Backkatalog, dem die Band im vergangenen Jahr zum 25-jährigen Jubiläum die fein zusammengestellte Werkschau „25“ spendierte, zurecht über jeglichen Zweifel erhaben sind. Und wer’s nicht glauben mag, der höre…

K's Choice - Live At the Ancienne Belgique (2CD)Außerdem sind Sarah, Gert und Co. eine recht exquisite Live-Band. Auch das bewiesen sie all jenen, die noch nicht die Gelegenheit hatten, eines ihrer Konzerte zu besuchen, 2001 mit einem Live-Album. Und da jenes bereits mehr als 15 Lenze alt ist, bringen K’s Choice den geneigten Fan – und auch all jene, die’s noch werden wollen – auch da auf den neusten Stand: Heute erschien – zumindest digital und in Benelux – das neue Live-Album „Live at the Ancienne Belgique„, welches die Band anlässlich ihrer „25th Anniversary Tour“ am 13. December 2017 im Brüsseler Konzert-Venue Ancienne Belgique mitschnitt. Zu hören gibt es – natürlich – einen bunten Querschnitt durch das musikalische Schaffen von Sarah, Gert und Mannen seit 1992, fast jedes der bislang acht Alben ist mit Songs wie  „Believe“, „Cocoon Crash“, „Not An Addict“, „Everything For Free“, „Almost Happy“, „Another Year“ oder „Private Revolution“ vertreten. Dass Fan-Favoriten wie „The Ballad Of Lea & Paul“ oder das seit jeher Gänsehaut erzeugende „Shadowman“ auf einer Jubiläumstour mit dabei sind? Für die Band wohl Ehrensache…

Besonders toll ist K’s Choice, von denen man mit Fug und Recht behaupten kann, eine der tollsten Frontfrauenstimmen im Rockzirkus in ihren Reihen zu haben, jedoch der Abschluss des ganze 22 Stücke starken Live-Albums: A cappella und nur von einem Chor sowie den anwesenden Zuschauern geben Sarah und Gert Bettens sowie Keyboarder Reinout Swinnen den Song „Killing Dragons“ (im Original vom 2010 erschienenen Album „Echo Mountain„) zum Besten. Und da ist sie wieder, die Gänsehaut… Allein dafür muss man diese Band lieben.

 

(Ganz ähnlich arrangierten K’s Choice kürzlich übrigens auch den Band-Klassiker „Not An Addict“…)

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: K’s Choice feat. Skin – „Not An Addict“


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Still und heimlich nehmen uns die Neunziger mal wieder in ihren Würgegriff. Seit Monaten vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine zu Recht oder Unrecht vergessene Band ihr Live-Comeback, eine richtige Reunion, ein Jubiläums-Best-Of oder eine andere Art von Tournee(-Ausverkauf) ankündigt. Die kürzlich wieder reformierten Britpopper von Elastica etwa schicken Grüße aus dem Studio, die gruseligen Hippie-Trolle der Kelly Family (oder zumindest die, die sich zur Leichenfledderei bereit erklärt haben) verkaufen dreimal (!) die Westfalenhalle in Dortmund aus und drohen zusätzlich noch ein neues Album an, die erwachsen gewordenen „MMMBop“-Brüder von Hanson gehen zum 25-jährigen Bandjubiläum auf Welttournee, The Cranberries nehmen ein neues Akustikalbum mit alten Songs auf (was auch wohl besser so ist, denn alles was da nach dem 1999er Werk „Bury The Hatchet“ erschien, stellte selbst eingefleischte Fans vor eine Probe) – von all den Boygroups wie New Kids On The Block, den Backstreet Boys, Take That, Caught In The Act und Co., die immer mal wieder für Augenblicke zurück in den Rand den Rampenlichts treten, um eine Tournee lang all jene Mittdreißiger und -vierziger-Hausfrauen abzukassieren, die mal ihre treuesten Teenie-Fans waren, sprechen wir da noch gar nicht… Und heute? Heute sind K’s Choice an der Reihe.

K’s wer?

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Seit 1993 haben K’s Choice acht Alben herausgebracht, das aktuelle „The Phantom Cowboy“ erschien 2015 und schaffte es immer noch bis auf Platz 3 der heimischen belgischen Charts. Verschwunden waren sie also keineswegs. Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum veröffentlicht die Band aus dem belgischen Antwerpen um die Geschwister Sarah und Gert Bettens nun im April aber ein weiteres Best-Of-Album, das wenig überraschend „25“ heißt (das erste hieß – Sie ahnen es – „10: 1993-2003 – Ten Years Of“ und erschien 2003) und neben alten Fan-Favoriten wie „Almost Happy“, „If You’re Not Scared“, „Believe“, „Everything For Free“ und „Cocoon Crash“ auch eine Neuaufnahme ihres größten Hits beinhaltet: „Not An Addict“ haben K’s Choice, die mit Frontfrau Sarah Bettens auch jenseits der Neunziger noch immer eine der tollsten und faszinierendsten Stimmen im Rockgeschäft an Bord haben, gemeinsam mit Skin von Skunk Anansie und damit mit einer anderen, noch weitaus prägenderen Sängerin aus den Neunzigern ein Update verpasst (und ja, auch Skunk Anansie gibt’s seit ein paar Jahren wieder – noch so ein Comeback, das es im Grunde nicht gebraucht hätte). Außerdem haben K’s Choice mit „Resonate“ einen neuen Song aufgenommen. Beide Stücke sind seit dem heutigen 17. März draußen, ein Video zur Neuaufnahme von „Not An Addict“ bereits seit Januar.

K's Choice - 25 (2CD)_0An wem also K’s Choice bislang vorbei gerauscht sein sollten, der darf sich mit „25“ gern einen Überblick über das bisherige Schaffen der Belgier (was nur so halb stimmt, denn Sarah Bettens wohnt seit einigen Jahren mit ihrer Freundin und den gemeinsamen vier Kindern in Kalifornien, wo sie nebenbei als Feuerwehrfrau arbeitet – jaja, diese Klischees…) verschaffen möchte, dem sei „25“ ebenso ans Hörerherz gelegt wie die drei zwischen 1996 und 2000 erschienenen Alben „Paradise In Me„, „Cocoon Crash“ und „Almost Happy“ (2000) sowie das Live-Album von 2001.

 

 

 

Rock and Roll.

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