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Song des Tages: Bartees Strange – „Mustang“


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Bereits Anfang dieses Jahres machte der Indie-Musiker Bartees Strange aus Washington, D.C. von sich reden (und beförderte sich auch „Auf den Radar“ von ANEWFRIEND), als er auf seiner Debüt-EP „Say Goodbye To Pretty Boy“ eine Reihe von Coverversionen von Songs aus der Feder von The National veröffentlichte – und die Stücke nicht mal eben nur schnöde nachspielte, sondern jedem einzelnen ein kleines Stück seiner eigenen Seele, seiner eigenen Identität hinzufügte.

a3910159685_16Doch auf diesem Achtungsausrufezeichen will es Bartees Leon Cox, Jr. – zum Glück – nicht beruhen lassen – und kündigt nun an, dass noch im aktuellen Jahr sein erstes Album erscheinen wird, welches – und das wohl kaum nur des Zeitgeistes wegen – auch Themen wie Identität, Akzeptanz oder Rassismus behandeln werde, während stilistisch so ziemlich alle Viertel von Indie Rock über Jazz und HipHop bis hin zum Soul angefahren werden sollen. Besser noch: Mit „Mustang“ veröffentlicht der im englischen Ipswich geborene Rapper, Sänger und Multiinstrumentalist auch schon eine erste Single aus selbigem. Der Song ist eine Reflexion über das Aufwachsen in einer der wenigen schwarzen Familien in einer überwältigend weißen, konservativen Stadt. „Ich habe mich versteckt. Ich habe mich abgeduckt, damit sich die Leute um mich herum wohler fühlten“, so Strange.

Musikalisch kommt „Mustang“ als Mischung aus verträumtem Pop, fiebrig pulsierenden Indierock-Gitarren und jenseitig schimmernden Synthesizern, die allesamt von Stranges ausdrucksstarker Stimme zusammengehalten werden, daher. Benannt (auch) nach der Stadt in Oklahoma, in der Bartees Strange aufwuchs, bewegt sich das Stück von sanft gesungenen Lines zu aggressiven, feurigen Shouts. In einer Zeile erklärt er sich selbst zu einem „beast from the southern coast“, gibt dann aber zu „I lie for a living“ und „I just wait for my horses now“. Im weiteren Verlauf des Songs wird sein Gesang immer verzweifelter und rauer – und scheint beinahe einem Aufruf an ebenjene „Mustangs“ zu sein, ihn von diesem Ort wegzubringen…

 

 

„A man bled out this morning, I’m the antecedent
This was not the first time I fell in my arms
The pain of being pure again, walking home at 4am – hours to go before it ends
It’s hella dark, and I can’t avoid the heat
2 train’s hella long, too high to sleep, my crooked bones
You’re screaming and cursing, I’m smiling, you’re killing me

Is anybody really up for this one
If I don’t hold nothing back
Is anybody up for this one
I know that, you never ask
A beast from the southern coast, a beast from the southern

Last night I looked at you I knew I didn’t really fear that much
I lie for a living now, that’s why I really can’t tell you stuff
The way that we all know how it’s all gonna end I hate America
I just wait for my horses now…

To have a life you love but know you’re undeserving
Last night I got so fucked up near lost my job
It’s nice to think that folks are near, waking up was hard this year
But if I didn’t move the way I did then tell me how else could be

Could I be?
Could I be?

I came with a mouth full of blood
Im hurt cuz no one can see me
Don’t ask, why dont I
Want to give you solace

Tie me up“

 

Rock and Roll.

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