Schlagwort-Archive: Mode

Zitat des Tages


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(Karl Otto Lagerfeld, 10. September 1933 – 19. Februar 2019, in Paris lebender deutscher Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner)

 

Anlässlich des heutigen Todes von Karl Lagerfeld im Alter von 85 Jahren findet man etwa beim „Musikexpress“ die besten Zitate sowie ein kurzes Porträt und beim deutschen „Rolling Stone“ ein weiteres, weitaus ausführlicheres Porträt des berühmtesten und einflussreichsten deutschen Modeschöpfers aus dem Jahr 2007.

Mach’s gut, Karl. Und gibt dem alten Herrn da oben mal ein, zwei modische Ratschläge… 😉

 

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(gefunden bei Facebook / Twitter)

 

Rock and Roll.

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Fuckin‘ shirt…


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(gefunden bei Facebook)

 

Manchmal ist mit einem Stück bedruckter Baumwolle bereits alles gesagt…

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Foto: Erica Simone, „Nue York“

Kleidung ist viel mehr als nur eine Hülle. Das, was man am Körper trägt und die Modetrends, denen man – ob nun bewusst oder unbewusst – folgt, nehmen Einfluss auf die Kommunikation und das soziale Miteinander von Menschen. Mode beeinflusst die Stimmung und unsere Gefühle. Nicht zuletzt bestimmt Kleidung den vermeintlichen sozialen Status des Gegenüber. Ohne Kleidung durch die Stadt zu gehen ist für die meisten undenkbar und in vielen Ländern sogar verboten.

Zudem prägt Mode das Erscheinungsbild und die Wahrnehmung von Städten. Ganze Großstädte wie New York, London oder Paris definieren sich über Mode und ernennen sich selbst zur jeweiligen „Fashion-Metropole“.

Die französisch-amerikanische Fotografin und Künstlerin Erica Simone hat sich mit den Fragen nach der Bedeutung von Kleidung und Mode in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Dafür ist sie, ganz in Anlehnung an ihr ähnlich gesinnte Kolleginnen wie Milo Moiré oder Deborah de Robertis, nackt durch New York gelaufen und hat an allen Ecken und Enden des Big Apple Selbstportraits gemacht. Simone stellte ihr Stativ an Orten wie der U-Bahn, beim Einkaufen oder auf dem Times Square auf und lichtete sich nackt in der urbanen Umgebung und bei ganz alltäglichen Tätigkeiten ab. Nach sechs langen – und teils sehr nackten – Jahren entstand die beeindruckende Fotoserie „Nue York„.

Die Fotografin selbst, die im Alter von 17 Jahren mit dem Fotoschießen anfing, beschreibt ihr Projekt so: „’Nue York: Self-Portraits of a Bare Urban Citizen‘ was born out of an initial questioning about clothing and the importance of fashion in modern society. Clothes do so much more than just meet our physical needs. What we wear acts as a silent language, allowing us to convey who we are and want to be to the outside world. Fashion reveals our moods, our social standing and establishes dynamics between people. Nowhere is this more evident than on the streets of this fashion capital we call New York City.

As I watched an image-obsessed society care more about the sales at Barneys than the homeless people they ignore as they parade by, I began to wonder what the world would feel like naked, without the empowering or disempowering effect of clothing.  What if all we had was our natural state to express who we are? Could we overcome our self consciousness and become fully confident in our own skin? How would we assimilate or dissimilate? Could being naked in the world transcend sexual connotations and why is nudity so taboo that it is against the law?“

Veröffentlicht hat Erica Simone die gesammelten Fotos 2015 in dem Bildband-Buch „Nue York: Self-Portraits of a Bare Urban Citizen„. Ein Teil der Erlöse auf dem Verkauf und den dazu erhältlichen limitierten Druckeditionen spendet die Künstlerin an die die Organisation Beauty for Freedom, die sich gegen Menschenhandel stark macht und Opfer unterstützt.

 

 

Mehr Fotos aus Simones „Nue York“-Reihe findet ihr hier

 

Rock and Roll.

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Ein Zug, ein Schneesturm und Adrien Brody – Wes Andersons neuer Weihnachtswerbespot


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Jetzt konnte also auch Wes Anderson nicht widerstehen.

Der 47-jährige US-amerikanische Starregisseur („Grand Budapest Hotel“, „Darjeeling Limited“, „Die Tiefseetaucher“) hat für ein großes schwedisches Modehaus einen Werbespot gedreht. Genauer: Einen Weihnachtswerbespot.

Dass Anderson dabei nicht einfach schnöd-simpel Klamotte für Klamotte abfilmen würde, dürfte von Vornherein klar gewesen sein. Stattdessen hat er sich seinen Buddy, Oscar-Preisträger Adrien Brody („Der Pianist“), der ja auch schon bei „Grand Budapest Hotel“ und „Darjeeling Limited“ mit von der Partie war, geschnappt und einen knapp vierminütigen, ebenso dezent besinnlichen wie dezent speeligen Kurzfilm in bester Wes-Anderson-Retro-Manier gedreht, welcher einmal mehr zwei von Andersons scheinbaren Vorlieben verbindet: das Zugfahren und für US-Amerikaner seltsam anmutende Regionen im Ausland (diesmal scheint der Spot irgendwo in Deutschland zu spielen).

Was wohl nur den Wenigsten bekannt sein dürfte: Es ist bei Weitem nicht der erste Werbefilm, bei dem Anderson Regie führt. In den vergangenen Jahren drehte der 47-Jährige bereits Commercials für Marken wie American Express, Ikea, Hyundai, Stella Artois und Sony Mobile – freilich stets zu seinen Regeln und mit den typischen Trademarks, welche seit jeher auch seine wie in Weichzeichner-Traumwelten spielenden Filme auszeichnen…

 

 

Rock and Roll.

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Zeiten ändern sich…


So ist das eben: die Zeit rinnt stetig, die Stile und Moden ändern sich und so wird das Eine eben zum Anderen. Was heute hip für den Hipster sein mag, kann morgen wohlmöglich schon ein Fall für die Altkleidersammlung sein – und in zehn Jahren wieder en vogue

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(gefunden bei Dressed Like Machines / Illustration von Owlturd)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Was anmutet wie die übrig gebliebene, in seltsamen Ehren gehaltene Reliquie der letzten legendär-mitternächtlichen Universitätskneipenschlägerei, wurde so tatsächlich kürzlich von der US-amerikanischen Modemarke „Urban Outfitters“ auf deren Onlinestore zum Kauf angeboten – als unikater Vintage-Pullover zum Preis von umgerechnet 100 Euro. Und auch der Schriftzug der Kent State University ist wohl kaum zufällig aufs Leibchen gelangt, erlangte diese doch vor vielen Jahren traurige Berühmtheit: Im Mai des Jahres 1970 fand an der Universität im US-Bundesstaat Ohio ein schreckliches Blutbad statt, bei dem vier Demonstranten von der Nationalgarde erschossen wurden, neun weitere wurden teils schwer verletzt.

Wie bereits erwähnt, gab es Medienberichten zufolge nur ein einziges Exemplar des geschmacklosen Langarmshirts. Wie das „People Magazine“ berichtet, sei dieses kurze Zeit später für knapp 425 Euro bei eBay angeboten worden, fand jedoch – weshalb auch immer, eventuell haben wohl auch Fashionistas Skrupel – keinen Abnehmer.

Das Modelabel selbst nahm kurze Zeit später via Twitter Stellung. Niemals habe man einen Bezug zum Massaker an der Kent University herstellen wollen. (Natürlich nicht!) Vielmehr sei das Shirt Teil der sonnengeblichenen Vintage-Kollektion, und auch bei den roten Flecken handele es sich nicht um „Blutflecken“, sondern reguläre Farbfehler. (Schon klar…) Eine ziemlich lasche und fadenscheinige Erklärung, die lediglich erahnen lässt, wie krankhaft öffentlichkeitsgeil und erfolgsgierig manch ein selbsternannter „Designer“ heutzutage sein mag.

Und auch die unfreiwillig mit in die nach Aufmerksamkeit heischende Kampagne einbezogene Universität ließ diesen gürtellinientiefen „Gag“ nicht auf sich beruhen. „Wir nehmen es einem Unternehmen sehr übel, wenn es unseren Schmerz für seine Publicity und seinen Profit benutzt. Dieses Produkt ist weit mehr als schlechter Geschmack und trivialisiert den Verlust von Leben, der die Gemeinschaft der Kent State University auch heute noch schmerzt“, heißt es in einem Statement der Kent State University.

Nach den seit Jahren immer mal wieder bewusst um das Augenmerk der Öffentlichkeit buhlenden Plakat-Kampagnen von „Benetton“ oder – jüngst – den *hust* umstrittenen KZ-Kindershirts von „Zara“ hat Urban Outfitters nun wohl ein neues Level an Geschmacklosigkeit erreicht. Luxusprobleme, ganz und gar „first world“? Sicherlich. Dennoch sollte es einen zumindest traurig stimmen, wie abgestumpft unsere Gesellschaft mittlerweile sein muss, dass Modelabels zu solche drastischen und widerlichen Mitteln greifen müssen, um sich ihre drei Augenblicke medialer Aufmerksamkeit zu erkämpfen. Die einen finden’s genial, die anderen schütteln einfach nur noch den Kopf… Schöne neue Modewelt – du hast den Arsch mal sowas von weit offen.

 

(Ein klein wenig ausführlicher widmet sich die Online-Ausgabe des „Stern“ hier dieser Meldung. Und für all jene, denen vom Kopfschütteln noch immer nicht der Schädel dröhnt, hat digiday.com hier eine „Low 5“ der Modesünden auf der – leider – nach unten weiterhin offenen Geschmacklosigkeitsskala zusammengefasst…)

 

Rock and Roll.

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