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Vollkommen? Verkommen. – Die häßliche Seite unserer Gesellschaft, illustriert


Die Illustrationen eines nicht näher erwähnten Künstlers, welche anderswo unter dem Banner „Photos Revealing Ugly Side Of The Society That Will Make You Think Twice“ zu finden sind, mögen nicht schön sein, regen in ihrer explizit-direkten Darstellung jedoch zum Nachdenken an – und treffen oft genug den sprichwörtlichen Nagel (leider) auf den Kopf…

 

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(via)

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(Nelson Rolihlahla Mandela, 1918-2013, führender südafrikanischer Aktivist und Politiker im Jahrzehnte andauernden Widerstand gegen die Apartheid, sowie von 1994 bis 1999 der erste schwarze Präsident seines Landes)

 

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Zitat des Tages


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(Maya Angelou, 1928-2014, US-amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Bürgerrechtlerin)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Foto: Arjun Kamath

 

In Sektion 377 des indischen Strafgesetzbuches, das vor mehr als 150 Jahren in Kraft getreten ist, heißt es: „Wer auch immer freiwillig körperlichen Verkehr gegen die Ordnung der Natur mit egal welchem Mann, egal welcher Frau oder egal welchem Tier hat, der soll mit einer Freiheitsstrafe auf Lebenszeit oder mit einer Freiheitsstrafe belegt werden, die mehr als zehn Jahre betragen kann; außerdem kann die Person mit einer Geldbuße belangt werden.“ Mit anderen Worten: Homosexuellen wird die Luft zum Atmen abgeschnürt – in der größten „Demokratie“ der Welt.

Im Jahr 2016 gab die indische Regierung einen Gesetzesentwurf frei, in dem die kommerzielle Leihmutterschaft verboten wird. Ziel dieses Gesetzesentwurfes ist es, Ausländern, Menschen mit indischer Herkunft, Paaren mit Kindern, Lebensgefährten, alleinerziehenden Eltern und Homosexuellen die Möglichkeit zu verwehren, Kinder über eine Leihmutter zu bekommen. Nach der Verkündung der Entscheidung erklärte der indische Außenminister Sushma Swaraj den Reportern: „Wir erkennen Homosexuelle oder Lebenspartnerschaften nicht an, deshalb ist es ihnen nicht erlaubt, Babys über eine Leihmutterschaft in Auftrag zu geben. Das geht gegen unser Ethos.“

Aber wie ist es nun wirklich, in Indien homosexuell zu sein? Nachdem das Gesetz des Landes Homosexuelle als Kriminelle stigmatisiert, müssen sie ihre sexuellen Vorlieben geheim halten („remain in the closet“; wörtlich: im Schrank bleiben). Es ist schwer, die emotionale Pein zu ermessen, die Schwule, Lesben und Bisexuelle erleiden müssen – ob sie nun im Geheimen lieben oder es wagen, sich zu outen. Vor kurzer Zeit schrieb Anamika Pareek, eine „stolze Lesbe“, dazu auf Quora:

„Der Grund, warum wir uns verstecken müssen und uns die ganze Zeit verstellen müssen ist, dass die Gesellschaft uns hassen würde. Der einzige Grund, warum wir meistens depressiv sind und Selbstmordgedanken haben ist der, dass wir niemandem davon erzählen können und nicht jeder ist so mutig und offenbart sich und stellt sich den Problemen… Neulich wollte meine Freundin mich küssen. Ich habe ihr gesagt, dass sie noch ungefähr MV5BMTc5ODMwMTM5OF5BMl5BanBnXkFtZTgwMDEwOTEzODE@._V1_UY317_CR42,0,214,317_AL_jahrelang damit warten muss, bis wir zusammenleben, weil wir ins Gefängnis kommen, wenn uns irgendjemand sieht. Obwohl ich sie getröstet habe, ist ein ‚Zusammenleben‘ hier eher ein nahezu unerreichbarer Traum, weil meine Eltern sich Gedanken darüber machen, wie sie mich verheiraten können (natürlich mit einem Mann).“

Trotzdem – oder gerade deshalb – hat der Fotograf Arjun Kamath die Probleme der Homosexuellen in Indien in einer beeindruckenden 30 Bilder umfassenden Fotoserie thematisiert, welche den treffenden Titel „Coming out“ trägt. Die zwar fiktive, jedoch realitätsnahe Geschichte handelt von Maitreyi und Alpana, zwei Frauen, die sich der Welt offenbaren – vom ersten Moment der Liebe und des Mutes an. Erzählt wird die Geschichte durch die Figur Maitreyi, die ihre Freundin Alpana in einen Wald hinausführt, bis sie ein schreckliches Ende nimmt…

 

 

Die komplette Fotoserie (inklusive des übersetzten Begleittextes) findet ihr hier (oder hier im englischen Original), oder hier als Videostream:

 

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„Where have all the flowers gone…“ – Pete Seeger ist tot.


Foto:  Josef Schwarz/ Wikimedia

Foto: Josef Schwarz/ Wikimedia

„In Laufe der Geschichte haben Staatsoberhäupter und Regierende sehr genau darauf geachtet, welche Lieder gesungen werden durften. Denn wir alle kennen die Kraft von Liedern.“

 

Am gestrigen 27. Januar ist Pete Seeger, einer der herausragendsten, bekanntesten und bedeutendsten US-Folkmusiker, aber auch Kämpfer für die Friedensbewegung und Menschenrechte, im Alter von – vor allem für einen Künstler – beinahe biblischen 94 Jahren in New York City gestorben. Und da, wie so oft, andere Schreiberlinge in diesem Moment bessere Worte als ich auf Halde haben, verweise ich nur zu gern auf die Nachrufe der deutschen Ausgabe des Rolling Stone sowie den der Online-Ausgabe des Spiegel, denn wenngleich beiden Artikeln ein im Grunde trauriger Anlass zugrunde liegt, so wird doch nie vergessen, was der Nachwelt und Geschichte bleibt: Seegers inspirierendes Leben und Wirken. Vor allem jedoch: seine Musik.

Pete Seegers sucht nun die Blumen auf der anderen Seite… Mach’s gut, Pete.

 

 

Foto: Weinstein Company

Foto: Weinstein Company

 

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