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Der Jahresrückblick – Teil 1


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Was für Musik braucht man in einem Jahr wie diesem? Solche, bei der die Halsschlagader wild pocht und der ganze gerechte Zorn auf die Welt ein brodelndes Ventil bekommt. Solche, die einem sanft über den Kopf streicht und einem die Hoffnung einhaucht, dass alles schon besser werden wird – irgendwann, irgendwie. Und auch solche, die einen in ihrer Euphorie einfach gnadenlos mitreißt, und einen – im besten Fall – alles andere – das Gute wie Schlechte – für Momente vergessen lässt. Zwischen diesen drei Fixpunkten ist in meiner Bestenliste der persönlich tollsten Alben des Musikjahres 2018 einmal mehr wenig zu finden, an den Endpunkten dafür umso mehr. Bühne frei und Vorhang auf für ANEWFRIENDs Alben des Jahres!

 

 

cursive_virtiola.jpg1.  Cursive – Vitriola

So sehr ich Tim Kasher für nicht wenige Diskografie-Glanzlichter (angefangen bei Cursive bis hin zur Zweitband The Good Life und den Solo-Werken) schätze, aber: Wirkliche Erwartungen – im Positiven – hatte ich zuletzt kaum noch. Dafür war vor allem das letzte, 2015 erschiene The-Good-Life-Album „Everybody’s Coming Down“ einfach zu mies, und auch die 2013 beziehungsweise 2017 veröffentlichten letzten Alleingänge „Adult Film“ und „No Resolution“ waren zwar mit einigen Ausnahmesongs gesegnet, verschwanden allerdings schnell wieder in den hinteren Ecken des (digitalen) Plattenregals.

Dass es also Cursive, Tim Kashers bereits seit den Neunzigern bestehende Alle-Jubeljahre-wieder-Stammformation, heraus reißen würde, darauf durfte man auch kaum vertrauen, schließlich konnten dort weder „Mama, I’m Swollen“ (2009) noch das im großen Stil gescheiterte „I Am Gemini“ (2012)  mit der Intensität von „The Ugly Organ“ oder dem kalkulierten Wahnwitz von „Happy Hollow“ mithalten. Warum also sollte ausgerechnet „Vitriola“, Cursives erstes wirkliches Lebenszeichen seit geschlagenen sechs Jahren, da auf überzeugenderen Schienen unterwegs sein?

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Nun, zunächst einmal, weil mit Tim Kasher, Matt Maginn, Ted Stevens, Clint Schnase sowie Co-Produzent Mike Mogis – erstmals seit „Happy Hollow“ und zwölf Jahren –  Cursives bewährte Stammformation wieder an Bord ist. Und auch, und das wiederum erstmalig seit „The Ugly Organ“ und immerhin 15 Lenzen: das Cello ist zurück! Und ebenjenes füllt gleich einmal jede Ecke und Kante der zehn Albumstücke aus. Und wie! Bei aller Ruppigkeit gelingt es Kasher und Co. derart fulminant, ihr einmal mehr einem Cursive-Album zugrunde liegendes hochtrabendes Konzept (diesmal arbeitet sie sich am Existenzialismus ab, der in Richtung Nihilismus, mal hin zu dystopischer Verzweiflung abwandert und von der Art und Weise erzählt, wie die Gesellschaft, ähnlich wie ein Schriftsteller, einerseits im Eifer erschafft, andererseits jedoch auch – sich selbst – zerstört) an die Hörerschaft zu bringen, dass man kaum mehr indierockende Zeitgeist-Kritik von irgendeiner anderen Band erwarten kann. Diese Songs sind pissed, sind angewidert, sind unzufrieden. Ganz gleich, ob, wie in „Under The Rainbow“ Unruhe in Wut überschwappt, die die Selbstzufriedenheit der privilegierten Klassen anklagt, sich im großartigen „It’s Gonna Hurt“, das Klimax über Klimax über Klimax schraubt, Trauer Bahnen bricht, in „Life Savings“ Geldgier und Konsumhörigkeit vor die Flinte laufen, oder, wie etwa im Abschluss „Noble Soldier / Dystopian Lament“, ein eindringlicher Blick auf einen möglichen gesellschaftlichen Kollaps geworfen wird, der wenig Hoffnung bietet, aber versucht Schönheit und Schrecken auf dem Kopf einer Nadel auszubalancieren. Und so wunderbar kaputte Schrammelorgien wie etwa „Ghost Writer“ können ohnehin nicht viele verfassen…

Natürlich darf man auch 2018 keinen zugänglichen Radiopop von Cursive erwarten – warum auch? Die Welt ist keine gute, der Mensch darin im Zweifel dem anderen gegenüber kaum selten feindsinnig gestimmt, und oft genug nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Tim Kasher spricht all das in so einigen feinsinnig-bissigen Alltagsbeobachtungen offen genug an. Und das tönt auch wegen Megan Siebes fast omnipräsentem Cello so kraftvoll wie gefühlt noch nie im Cursive’schen Klangkosmos… So famos wie kaum etwas anderes 2018, und deshalb meine liebste Platte!

 

 

mastersystem_dancemusic2.  Mastersystem – Dance Music

Dass „Dance Music“ Scott Hutchisons Abschiedsgeschenk an die stetig wachsende Hörerschar des umtriebigen Frightened-Rabbit-Frontmanns werden würde, konnte – wenn überhaupt, denn all das gehört freilich ins Reich der Spekulationen – wohl nur er selbst ahnen. Trotzdem bleibt es dabei: Scott Hutchison ist tot. For fuck’s sake, damnit! Und dieses gemeinsam mit befreundeten Musikern aus Kapellen wie den Editors oder Minor Victories aufgenommene Album einhält daher die wohl sinnlosesten Abschiedszeilen des Musikjahres. Sind sie großartig, diese Songs? Zur Hölle, ja! Würde ich sie eintauschen für ein paar von Scott verfasste Worte, in denen er – gesund, lebend und bester Dinge – von den Aufnahmen eines Nachfolgers zum nun auch finalen 2016er Frightened-Rabbit-Album „Painting Of A Panic Attack“ schreibt? Zu gern, zu gern…

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restorations_lp5000.jpg3.  Restorations – LP5000

Ganz ehrlich: Plattencover des Jahres, mit Abstand. Dass auch die – leider: nur – sieben Songs von „LP5000“ zu überzeugen wissen, spricht für die stetige Entwicklung von Restorations. Dass die fünfköpfige Indierock-Band aus dem US-amerikanischen Philadelphia, Pennsylvania auch mit Album Nummer vier nicht unter „Geheimtipp“ für Freunde von Referenzbands wie The Gaslight Anthem, The Hold Steady, Hot Water Music, Jimmy Eat World oder den Get Up Kids verbucht werden darf, ist da eigentlich eine Schande, denn toll ist auch 2018 jede neue Albumnote. 

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yellowknife_retain4.  Yellowknife – Retain

„Grundsympathischer Indierock wie um die Jahrtausendwende herum – schroff, direkt und unaufdringlich. Kribbelt. Rockt. Macht Laune. Umarmt.“ Besser als diese zehn Songs aus der Feder von Tobias „Tobi“ Mösch und seinem Band gewordenen Wohnzimmer-Projekt Yellowknife ist dies 2018 in Indienrock-Deutschland keiner anderen Band geglückt. Macht zuckerfrei süchtig. Da kannste eigentlich nur kritisieren, dass bereits nach 35 Minuten der Finger einmal mehr auf die Repeat-Taste wandern muss…

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william_fitzsimmons_missionbell5.  William Fitzsimmons – Mission Bell

Würde man versuchen, die Biografie von William Fitzsimmons zu verfilmen, das Ergebnis würde wohl fast schon zwangsläufig zu einem kitschigen Zelluloid-Melodram verkommen (oder wahlweise zu einer vor Pathos triefenden Prime-Time-Telenovela). Und auch, wenn man sich bei einem Urteil wie diesem ein klein wenig wie ein schlechter Mensch fühlt, aber: Der 40-jährige grundsympathisch-herzliche US-Singer/Songwriter ist immer dann besonders gut, wenn es um das Vertonen seiner eigenen Schicksalsschläge geht. Und davon hat Studiowerk Nummer sieben, „Mission Bell“ so Einige zu bieten. Manchmal mag’s so sehr zu Herzen gehen, dass sich Kuschelplümo und Kakao fast von selbst erwärmen. Ach, William… ♡

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exre_exre.jpg6.  Ex:Re – Ex:Re

„“Ex:Re“ ist ein Trennungsalbum, wie es auch schon die Daughter-Vorgänger waren, eine Sammlung an Tipps zum Verkraften und Überleben, eine Anleitung zum Alleinsein. Eine Art Tagebuch, in das man nur nachts schreibt, wenn der Kummer einem den Schlaf raubt.“ wie Jennifer Deiner in ihrer plattentests.de-Rezension zum Solo-Debüt von Daughter-Frontfrau Elena Tonra schreibt. Klar sind die zehn darauf dem Herzschmerz abgerungenen Stücke durch und durch traurig, schonungslos offen und unheimlich direkt – allerdings auch weit weg davon, wirklich trostlos zu sein. „When you sheltered yourself and / Cut off the phone / Well, I knew then / You weren’t hurt / You’de forgotten / How to love“ heißt es zwar im abschließenden, bitteren „My Heart“. Trotzdem legen sich die meisten Songs wie eine düster glimmende nächtliche Decke um den Hörer, und lassen ihn wissen: Du bist nicht allein.

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pianosbecometheteeth_waitforlove.jpg7.  Pianos Become The Teeth – Wait For Love

Der Album-Vorgänger „Keep You“ war 2014 noch auf dem Treppchen zu ANEWFRIENDs „Platten des Jahres“, „Wait For Love“ schafft es 2018 zumindest in die Top Ten. Und das auch völlig zu recht für Pianos Become The Teeth. Denn obwohl das Quintett aus dem US-amerikanischen Baltimore, Maryland Note für Note immer weiter das Post-Hardcore-Gewand der wütenden ersten beiden Werke „Old Pride“ und „The Lack Long After“ abstreift, um seine Songs hin zum mittlerweile sehr melodisch-melancholischen Indierock zu öffnen, tut dies der Spannung keinen Abbruch. Denn vor allem die Stimme von Kyle Durfey ist viel zu großartig, um als Schreihals im nächsten juvenilen Moshpit zu verenden. Und wie hieß es doch im 2013 erschienenen Song „Hiding“ (welcher an sich bereits die formvollendete Richtungskorrektur vorweg nahm): „You can’t stay angry forever, or so I’m told…“

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Quiet-Slang-Everything-Matters-But-No-One-Is-Listening-700x700.jpg8.  Quiet Slang – Everything Matters But No One Is Listening

Beach-Slang-Frontmann James Alex nimmt sich den ein oder anderen Song seiner Stammband noch einmal vor – und stimmt diese dann eine ganze Ecke leiser an. Passenderweise als Quiet Slang. „Insgesamt scheint die Idee von Beach Slang-Frontmann James Alex, als Quiet Slang mit einer intim(er)en Variante seiner Hauptband an den Start zu gehen, eine durchaus brillante zu sein, schließlich kommt sein herrlich ungeschliffen-raues Organ zu Piano, Akustischer und Streichern nun voller zur Geltung.“ Absolut. Und alle, die befürchten, dass Beach Slang nun deshalb in der Versenkung verschwinden würden, seien beruhigt: Diese Album gewordene Verschnaufpause scheint James Alex genügt zu haben, denn bald schon soll es wieder neue Beach-Slang-Songs zu hören geben…

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slothrust_thepact9.  Slothrust – The Pact

Gäbe es einen J-Mascis-Gedächtnis-Award für den bloßen Versuch, ein feinsäuberlich durchgegniedeltes Gitarrensolo in möglichst JEDEM Indierock-Song unter zu bringen, so wären Slothrust hierfür die wohl sichersten Anwärter des Musikjahres 2018. Denn für das Trio aus Boston, Massachusetts scheint es ein Leichtes zu sein, ein Solo in eben nahezu jedem der zwölf Stücke von Album Nummer vier, „The Pact“, zu platzieren. Kann nerven? Kann aber auch recht geil sein. Dafür sorgt auch die stilistische Melange, durch welche sich Leah Wellbaum, Kyle Bann und Will Gorin mittlerweile recht leichtfüßig bewegen. War „Everyone Else“, der 2016 erschienene Albumvorgänger, noch ein einziger tiefer Flanellhemd-Knicks vor der Grunge-Ära, so tauchen die Songs des Dreiergespanns mittlerweile ohne jegliche Berührungsängste auch in Indiepop- oder Alt.Country-Gefilde ab und schrecken auch vor subtilen Synthie-Streichern oder einem Jazz-Saxophon-Solo (!) nicht zurück. Macht mächtig Laune, das Ganze! And this year’s J-Mascis-Gedächtnis-Award goes to…

 

 

clueso_handgepäck.jpg10.  Clueso – Handgepäck I

Wie meinte ich noch im August: „Ist halt ein Guter, der Cluesen.“ Das hat sich freilich auf im Verlauf der letzten Monate kaum geändert. Und allen, für die der Pop auf den letzten Nummer-Eins-Alben des gebürtigen Erfurters Überhand nahm, bietet Clueso auf „Handgepäck I“ eine – Outtakes hin, Album-Überbleibsel her – in sich stimmige Sammlung meist akustisch-reduzierter Songs an, über denen – zumindest, wenn’s nach mir geht – seine Neuinterpretation des Puhdys-Klassikers „Wenn ein Mensch lebt“ thront…

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…und auf den weiteren Plätzen:

Boygenius – Boygenius EP mehr…

Hannes Wittmer – Das große Spektakel mehr…

Spanish Love Songs – Schmaltz

Foxing – Nearer My God

We Were Promised Jetpacks – The More I Sleep The Less I Dream mehr…

 

 

Persönliche Enttäuschungen 2017:

adam-angst-neintology.jpgAdam Angst – Neintology

Das selbstbetitelte Debüt war 2015 noch ANEWFRIENDs „Album des Jahres“, der „Neintology“ genannte (und aufgrund des auch heute noch famosen Vorgängers konsequenterweise selig erwartete) Nachfolger jedoch lief bei mir seit Veröffentlichung im September geschätzte zwei, drei Mal. Was also ist passiert? Adam, du machst mir Angst! Adam, wir haben wohl Redebedarf…

Eine der großen Stärken des Debütalbums war noch, dass Frontmann Felix Schönfuss und seine Band Dinge klar – und meist darbst angepisst – beim Namen nannten, Problemkarten offen auf den Tresen der Indierock-Spelunke legten – und daraus ordentliche Punkrock-Songs mit eingebauter Repeat-Taste klöppelten. Drei Jahre später sind die Zeiten, und freilich auch die Gesellschaft um die Band herum, kaum besser, trotzdem gelingt es Schönfuss und seinen Mit-Adam-Ängsten nur recht selten, den Funken (erneut) überspringen zu lassen. Der vermeintliche Technologie-Horror von „Alexa“ mag zwar im ersten Moment witzig erscheinen, ist jedoch arg überformuliert. Der Protektionismus-Abgesang „Blase aus Beton“ geht in Ordnung, stinkt letztendlich jedoch gegen fast jedes Stück des Vorgängers mächtig ab. „Kriegsgebiet“ arbeitet sich zu tobenden Riffs und drückenden Drums an allerlei Erste-Welt-Problemen ab (das wusste die Band 2015 mit „Splitter von Granaten“ noch weitaus besser hinzubekommen). Beinahe der einzige Lichtblick: „Alphatier“. Dieser beschäftigt sich in der Ich-Perspektive mit dem Coming Of Age einer Transperson und ermuntert diese schlussendlich zum Coming Out. Offenbar hat sich das Quinitett die Kritik, die es in „Punk“ ironisch vorweg formuliert, am Ende tatsächlich zu Herzen genommen: Zu smart, musikalisch zu unkomplex. Weiterskippen statt auf Repeat zu hämmern. 2018 wandeln Adam Angst bestenfalls auf etwas blassem Ärzte- und/oder Farin-Urlaub-Niveau (ohne es despektierlich zu meinen, aber auch Champions und Europa League sind ja zwei verschiedene Ligen). Das Debüt spuckt noch heute Gift und Galle, das hier tut leider niemandem mehr weh. Böse Zungen würden nun darauf verweisen, dass Frontmann Felix Schönfuss in diesem Fall zum ersten Mal ein zweites Album mit einer seiner Bands (in der Vergangenheit etwa Escapado oder Frau Potz) abgeliefert hat, und dieses ja in der Vergangenheit „aus Gründen“ vermied. Nach einem Meilenstein-Schuss ist wohl stets Schluss? Ich erbitte Besserung!

 

 

aperfectcircle_eattheelephantA Perfect Circle – Eat The Elephant

Zunächst einmal ist es toll, dass sich Maynard James Keenan und Kompagnon Billy Howerdel nach schlappen 14 Jahren tatsächlich mit einem neuen A Perfect Circle-Langspieler zurück melden. Klar, gerade Keenan lag in der Zwischenzeit mit seiner Weinbau-Passion, seinem etwas umtriebigeren (und ab und an arg spleenig-ambitionierten) Band-Projekt Puscifer sowie neuerdings wieder Tool (deren Nachfolger zum 2006er Album „10,000 Days“ längst zum weltgrößten musikalischen Treppenwitz taugt) kaum auf der faulen Haut. Und gerade deshalb schien ein Nachfolger zum 2004 veröffentlichten Album „eMOTIVE“ nicht eben wahrscheinlich. Wer’s anders sieht, dem seinen mal eben die damaligen Randbedingungen vor Augen geführt, erschien dieses doch am 1. November, und damit einen Tag vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen, bei denen ein gewisser George W. Bush im Amt bestätigt wurde. Danach folgten zwei Amtszeiten von Barack Obama, dem wiederum ein mit dem Goldlöffel aufgezogener, tumbdreist daher plappernder ehemaligen Reality-TV-Show-Star im vermeintlich höchsten Amt der US of A nachfolgte. Die Welt hat sich also seit dem dritten Langspielwerk kaum zum Besseren gewandelt. Bühne frei für neue Songs von Keenan, Howerdel und Co., die sich auch in der Vergangenheit kaum mit Kritik zurück hielten, also?

Nun so einfach ist’s kaum. Natürlich hat die Band in all den Jahren kaum ihre Trademarks, die einerseits von Maynard James Keenan markanter Stimme, andererseits von Billy Howerdels filigranem Gitarrenspiel, welches in Alternative-Rock-Songs mündet, die wiederum beständig im Spannungsfeld zwischen Melancholie und Eruption hin und her mäandern, über Bord geworfen – man höre nur das großartige „Features“! Natürlich gibt es auch 2018 zeitgeistige Sozialkritik, wie etwa im feinen Holzhämmerchen „Disillusioned“. Das Problem mit der Rückkehr von A Perfect Circle ist vielmehr, dass „Eat The Elephant“ zu viel will (und, wie etwa beim fast schon grotesk poppigen „So Long, And Thanks For All The Fish“, auch wagt), dem – freilich einmal mehr schön konzeptuierten -Ganzen jedoch wenig wirkliche Substanz, arg viel oberflächlichen Inhalt entgegen stellt. So verkommt ein Großteil der Stücke auf „Eat The Elephant“ zu einer Mogelverpackung á la Hollywood, gegen die es gerade noch selbst gewettert hat, und wäre – zusammen gedampft auf eine EP – wohl potentiell größer rausgekommen…

 

 

Die Entdeckung des Musikjahres: 

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Soup

Der Bandname? Der wohl nichtssagendste, fast schon schwachsinnigste seit Langem. Die Band selbst? Ein echter Geheimtipp, bei dem selbst ich mich frage, wieso gerade die so lange an mir vorbei musizieren konnten…

Denn vor allem die letzten beiden Studioalben von Soup – die großartigen „The Beauty Of Our Youth“ (2013) und „Remedies“ (2017) – bieten eine wunderbar zusammen gewürfelte Melange aus so Vielem: Kopfkino-Postrock von Größen wie Godspeed You! Black Emperor, Sigur Rós oder Mogwai, psychedelischer Seventies-Rock der Duftmarke Pink Floyd, an manchen Ecken lugen gar Genesis, Steven Wilson, Opeth oder Motorpsycho hervor. Dass der Fünfer aus dem norwegischen Trondheim aus all diesem potentiellen Referenzen tolle Alben (bei den genannten saß wiederum nicht grundlos Mogwai-Mischer Paul Savage hinter den Studioreglern) zimmert, macht das Endergebnis nur noch umso erstaunlicher, sodass man beinahe gewillt ist, dem Promotext unumwunden zuzustimmen: „‘The Beauty Of Our Youth‘ ist ein Album, das gekonnt die Schönheit der Landschaft widerspiegelt und ein Manifest nordischer Melancholie zu sein scheint, auferstanden aus moosigen Wäldern, durch nebelige Berge streifend, um letztendlich in der rauen See zu versinken. Dynamisch, aufregend und entspannend zugleich.“

Verschroben-verschwurbelte Naturromantik trifft also auf die gaaaaanz große Artrock-Palette? Mag sein, ja. Klingt jedoch großartig genug, um Soup – dämlicher Bandname hin oder her – endlich zu mehr als nur einem Geheimtipp-Status gratulieren zu wollen…

Übrigens: Wer wissen mag, ob Erlend Aastad Viken, Ørjan Langnes, Jan Tore Megård, Pål Ramsøy-Halle und Espen Berge ihre große Studio-Show auch auf die Konzertbühnen transportieren können, dem sei etwa die kürzlich erschienene (und leider nur fünf Songs kurze) Live-Konserve „Live Cuts“ ans Hörerherz gelegt.

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(via)

 

Zu Ehren des am 10. Mai verstorbenen Frightened Rabbit– und mastersystem-Frontmanns Scott Hutchison wurde in Glasgow ein Mural gemalt. Das Wandbild wurde vor etwa zwei Tagen vom schottischen Künstler Michael Corr am Riverside Museum realisiert, zog jedoch aufgrund von Bauarbeiten in der Nähe am gleichen Tag um und kann zunächst noch bis Sonntag am Barras Courtyard angesehen werden.

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Scott Hutchison – Live beim Acoustic Lakeside Festival 2014


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Foto: Susi Ondrusova

Zum Abschluss der ausgedehnten Scott-Hutchison-Tribute-Woche auf diesem bescheidenen Blog (wäre der Anlass kein so trauriger, hätte ich gern an anderer Stelle mehr über den Mann geschrieben, von dem – mal als Kopf von Frightened Rabbit, mal als lautstarker Fronter seiner erst unlängst erstmals in Erscheinung getretenen „All-Star-Band“ mastersystem – in den letzten Jahren ohnehin oft die Rede war) möchte ich euch ein recht besonderes Konzert ans Hörerherz legen.

Im Juli 2014 spielte Scott Hutchison eine Solo-Show beim – vergleichsweise beschaulichen – Acoustic Lakeside Festival im österreichischen Sittersdorf. Die Tatsache, dass er erst kurz vor Konzertbeginn, und mit zwölf Stunden Anreise in den schottischen Knochen, auf dem Festivalgelände ankam und demzufolge wenig Zeit hatte eine Setlist vorzubereiten, macht diese Show – zusätzlich zu dem Fakt, dass Hutchison eher selten ohne Mitmusiker von Frightened Rabbit und Co. auf Konzertbühnen stand – so besonders, schließlich spielt der trotz Anreisestress bestens aufgelegte Musiker viele Publikumsfavoriten von FR-Alben wie „The Midnight Organ Fight“, „The Winter Of Mixed Drinks“ oder „Pedestrian Verse“, aber auch selten gehörte Songperlen wie „Fuck This Place“ und „Scottish Winds“…

Besser noch: Niko Springstein hat das Konzert für einen Blog auf (digitalem) Tonband gebannt (sic!) und bereits vor etwa vier Jahren in bester Soundboard-Qualität zum Download verfügbar gemacht. Merci dafür auch noch einmal von ANEWFRIEND, welcher euch den tollen, gut einstündigen und 14 Songs starken Konzertmitschnitt hiermit wärmstens empfiehlt.

Cheers, Scott!

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Setlist:
01 Intro
02 Fuck This Place
03 Holy
04 The Twist
05 My Backwards Walk
06 Living In Colour
07 Intro
08 Scottish Winds
09 Head Rolls Off
10 Backyard Skulls
11 Intro
12 Old Old Fashioned
13 Intro
14 Swim Until You Can’t See Land
15 Good Arms vs Bad Arms
16 The Woodpile
17 The Loneliness And The Scream
18 Keep Yourself Warm

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: mastersystem – „The Enlightenment“


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Vor etwa einem Monat waren mastersystem bereits auf ANEWFRIEND mit „Notes On A Life Not Quite Lived“, seines Zeichens die erste Single des Debütwerks „Dance Music„, welches wohl leider aus traurigem Anlass auf ewig das einzige Album der schottischen All-Star-Band aus den Geschwistern Scott Hutchison und Grant Hutchison (Frightened Rabbit), Justin Lockey (Editors) und James Lockey (Minor Victories) bleiben wird, zu Gast.

Und auch wegen „The Enlightenment“ ist „Dance Music“, dieses ruppige Biest aus selig tönend-shoegazendem Neunziger-Jahre-Indie-Rock, das nicht selten die Regler auf die moderate Elf dreht, auf dem besten Weg, sich in meine persönlichen Top 5 des Musikjahres zu spielen. Nuff said. Großartigst. Ein Statement als zu früher Schlussakkord unter der Albumdiskografie des Scott Hutchison…

 

 

„Turn the torch on the night I was born
The room I grew up in and grew into a new skin

The night will spark the enlightenment
And I know you, you made a difference
The dark will usher the light in
And I know this, this is different

Ten years perished the thoughts have been buried
They learned to escape me and now I don’t think
I lost my father, I’m not my brothers
They’re in there somewhere, you can’t choose your demon

The night will spark the enlightenment
And I know you, you made a difference
The dark will usher the light in
And I know this, this is different

I was wrong…“

 

Rock and Roll.

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Angst essen Hase auf – Scott Hutchison ist tot.


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Foto: REX/Shutterstock

Was macht man, wenn Worte fehlen? Wenn einen manche Tage – Sonnenschein hin, Regen her – einfach nur traurig machen? Ich für meinen Teil würde raten: Setzt Kopfhörer auf und lasst Musik eure Sprache sein! Und ebenjene „Sprache“ tönte in den letzten knapp zehn Jahren immer wieder von Songs aus der Feder von Scott Hutchison – ausgestattet mit massig herzwarm-bitterem Sarkasmus sowie breitestem schottischem Akzent.

 

 

Im Rückblick ist es kaum zu glauben, dass mich die Stücke von Frightened Rabbit (Scotts 2003 ins Leben gerufene Hauptband), Owl John (sein Solo-Pseudonym, unter dem er 2014 einen Alleingang wagte) sowie jüngst Mastersystem (der famos lärmende Versuch einer schottischen „Supergroup“ gemeinsam mit seinem Bruder Grant, der auch bei Frightened Rabbit am Schlagzeug sitzt, sowie Justin Lockey von den Editors und dessen Bruder James von Minor Victories) bereits seit einer Dekade treu begleiten und immer wieder aufs Neue begeistern… Und: Ja, das lag (und liegt) vor allem an Scott Hutchisons feinem Gespür für kleine wie große Melodien, über welche er Zeilen über das Leben legte, die vom Rinnsal der Gosse erzählen, jedoch nie den Hymnus vergessen, der einen beim Blick in den blauen Himmel befällt. Ich kann kaum die Male zählen, die mir Frightened Rabbit’sche Alben wie das just zehn Jahre jung gewordene „The Midnight Organ Fight„, „Pedestrian Verse“ (anno 2013 ANEWFRIENDs „Album des Jahres“ und auch nach gefühlt 12.456 Durchlaufen in der Heavy Rotation noch immer so großartig wie an Tag eins, und noch tiefer ins Hörerherz gegraben) oder zuletzt das im vergangenen Jahr erschienene „Painting Of A Panic Attack“ bereits den mentalen Allerwertesten gerettet haben. Wie sehr mich Songs wie „Holy„, „My Backwards Walk„, „I Wish I Was Sober„, „Swim Until You Can’t See Land„, „Keep Yourself Warm„, „State Hospital“  oder „Good Arms vs. Bad Arms“ noch heute begeistern, während ich bei anderen (ungleich leiseren) Vertretern wie „If You Were Me“ oder „Die Like A Rich Boy“ nie ohne Träne im Anschuss hindurch komme. Dass Scott Hutchison im Verbund auch durchaus mit hochgezogener Lautstärke zu überzeugen wusste, durfte ich anhand des erst vor wenigen Wochen erschienenen Mastersystem-Debütwerks „Dance Music“ feststellen, welches drauf und dran ist, (s)einen berechtigten Platz in der diesjährigen ANEWFRIEND’schen Jahresbestenliste zu finden…

Scott Hutchisons Texte haben eine Qualität, eine bittersüße Direktheit, welche den geneigten Hörer bis tief ins Mark treffen können. Wer gerade frisch getrennt ist, wird bei Zeilen wie „I am armed with the past, and the will, and a brick / I might not want you back, but I want to kill him“ (aus „Good Arms vs. Bad Arms“) unweigerlich und überschwänglich die Faust ballen, bevor einen eine trotzig-lakonische Frage wie „Are you a man or are you a bag of sand?“ (aus „Swim Until You Can’t See Land“) wieder in die Zukunft blicken lässt. Mit diesen Trademarks stechen Hutchisons Stücke selbst aus der nicht schwachen schottischen Indierock-„Konkurrenz“ (The Twilight Sad, There Will Be Fireworks, We Were Promsied Jetpacks, Aereogramme, Campfires In Winter etc. pp.) heraus. Zumindest für mich und mein Hörerherz.

RABBIT

Da Scott Hutchison – aller spröden Herzlichkeit und schottischen Bodenständigkeit zum Trotz – in der Vergangenheit nie als Ballermann’sche Frohnatur bekannt war, war die Nachricht, als ihn Familie und Bandmitglieder vor zwei Tagen als vermisst meldeten, keine gute, sondern eine durchaus besorgniserregende – gerade in Verbindung mit ebenjenen (nun letzten) Zeilen, die Hutchison wenig vorher via Twitter postete: „Be so good to everyone you love. It’s not a given. I’m so annoyed that it’s not. I didn’t live by that standard and it kills me. Please, hug your loved ones.“ („Seid gut zu allen, die ihr liebt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, und das widert mich an. Nach diesem Standard habe ich selbst nie gelebt, und das bringt mich um. Bitte umarmt eure Liebsten.“). Kurz darauf schob er noch ein „I’m away now. Thanks“ nach, verließ nachts sein Hotel in Edinburgh – und verschwand…

Wie heute bekannt wurde, handelt es sich bei der Leiche, die die schottische Polizei bei der Suche nach Scott Hutchison am gestrigen Donnerstagabend an einem Küstenabschnitt in der Umgebung von South Queensferry fand, um den schottischen Musiker. Die Todesumstände sind (zumindest noch) genauso unklar wie die Antwort auf die Frage, welche Rolle Hutchisons Depressionen, mit denen er zeitlebens zu kämpfen hatte, dabei spielten. Dass ebenjene Zeilen, die er vor zehn Jahren in „Floating In The Forth„, dem Quasi-Abschluss von „The Midnight Organ Fight“, sang, jetzt auf geradezu gruselige Art und Weise Realität wurden, wird einen das Album nie mehr ohne Gänsehaut hören lassen… Und am Ende steht nur eines fest: Scott Hutchison ist tot. Und hat im Alter von 36 Jahren viel, viel zu früh die gesellige Bierseligkeit des kleinen Pubs um die Ecke verlassen. Mit ihm verliert die schottische Musikszene einen ihrer besten Songschreiber.

 

„And fully clothed, I float away
(I’ll float away)
Down the Forth, into the sea
I think I’ll save suicide for another day…“

(aus „Floating In The Forth“)

 

Wenn mir – auch in Zukunft – die Worte fehlen, dann werde ich meine Kopfhörer aufsetzen – und deine Songs haben. Danke dafür, von Herzen. Mach’s gut, Scott! Fuck it. Aye… cheers, mate!

 

 

„If I leave this world in a loaded daze
I can finally have and eat my cake…“

 

(Durchaus treffend formulierte Nachrufe haben auch der britische „The Guardian“ oder „The New Yorker“ zu bieten, während der „Mirror“ – natürlich – das Augenmerk auf die Ereignisse als solches legt…)

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Menschen, die unter Depressionen leiden und Suizidgedanken haben, finden bei der Telefonseelsorge online oder telefonisch unter den kostenlosen Hotlines 0800-1110111 und 0800-1110222 Telefonseelsorge rund um die Uhr Hilfe. Die Beratungsgespräche finden selbstredend anonym und vertraulich statt.

Angehörige, die eine nahestehende Person durch Suizid verloren haben, können sich an den AGUS-Verein wenden. Der Verein bietet Beratung und Informationen an und organisiert bundesweite Selbsthilfegruppen.

Leute, passt bitte auf euch und eure Mitmenschen auf! Gebt Liebe, wannimmer ihr Liebe geben könnt. Alles, was uns bleibt, ist das Jetzt…

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Rock and Roll.

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Song des Tages: mastersystem – „Notes On A Life Not Quite Lived“


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Fast, aber nur fast, hätte ich glatt die Veröffentlichung dieser Platte vor einer Woche verpennt! Was eigentlich gar nicht passieren könnte, handelt es sich bei „Dance Music“ – nomen ist in diesem Fall einmal nicht omen und wohl vielmehr mit einem schottischen Augenzwinkern zu sehen – um das Debütalbum der neusten schottischen Supergroup, welcher darüber hinaus noch zur Hälfte aus Mitgliedern der seit eh und je auf diesem bescheidnen Blog verehrten Frightened Rabbit sowie zu je einem Viertel aus einem Mitglied der Editors und Minor Victories besteht. Holla, die Vorschusslorbeeren!

Diesen werden mastersystem für all jene gerecht, die musikalisch in den seligen Neunzigern sozialisiert wurden, denn die gerade einmal neun Songs des Debüts geben dem geneigten Hörer nichts weniger als den Glauben an den crunchy, direkt und ohne große Schnörkel auf Tape gebannten Indierock dieses Jahrzehnts zurück. Und wer die alte Schrammelschrabnelle – mit viel auf Radau gebürsteter Liebe und Herzblut fürs Detail im Gepäck – derart wieder zum Glühen bringt, kann wahrlich kein Schlechter sein…

51guWedpEXLSchon unglaublich gut, wie die mit den Geschwistern Scott Hutchison und Grant Hutchison (Frightened Rabbit), Justin Lockey (Editors) und James Lockey (Minor Victories) dezent prominent besetzte Band, deren Grundstein der Legende nach an einem übelwettrigen Tag in Berlin anno 2016 gelegt wurde, die alte Indie-Flamme wieder zum Lodern bringt und auch das Spiel mit dem langsamen Distortion-Schrammelaufbau zu gesanglichem Lament ebenso beherrscht wie eindrucksvolles Laut-Leise-Stop’n’Go mit Bratzgitarren im Wechselspiel mit Scott Hutchisons zuweilen einsam Raum stehendem Gesang. Die Gitarren haben oft den unwiderstehliche wogenden Klangwucht-Punch der frühen Smashing Pumpkins, gepaart mit Wall-of-Sound-Shoegazer-Anleihen á la Slowdive oder My Bloody Valentine, und einem allzeit wummernden Bass im Stile von Nirvanas „In Utero“. In nicht wenigen der Songs ergeben sich dank der Kombination mit Hutchisons prägnanter Stimmfarbe Momente, in denen einem Sebadoh in den Sinn kommen könnten, in anderen Momenten denkt man wohl an atonale Noise-Indierocker der Sonic Youth’schen Duftmarke, wobei einmal mehr die Gesangsmelodien hängen bleiben und die Scheibe eindrucksvoll über die leider lediglich 35 Minuten tragen. Erstklassige Wiederbelebung der Neunziger gefällig? So und nicht anders, bitte!

 

Hier gibt es das Musikvideo zur ersten – und dezent großartigen – Single „Notes On A Life Not Quite Lived“:

(oder via YouTube…)

 

Mehr Infos aus den Mündern der Band zu den einzelnen Songs von „Dance Music“ gefällig? Auf GoldFlakePaint findet man ein Track-by-Track-Interview mit mastersystem…

 

Rock and Roll.

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