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Song des Tages: Clairo – „Sofia“


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Es scheint ja vor allem unter den Musikerinnen-Jungspündinnen ein regelrechter Trend zu sein, ihre Songs mit einer ganzen Heerschar von potentiellen Meta-Ebenen geradezu zu überfrachten. Und obwohl das, was junge, talentierte Künstlerinnen von Lana Del Rey über Lorde bis hin zur aktuell tatsächlich überall über jeglichen grünen Klee gehyptlobten Billie Eilish (die – mal ganz so nebenbei – ANEWFRIEND bereits im Januar 2018 auf dem Schirm hatte) recht verlässlich an großer Pop-Kunst abliefern, tatsächlich fein anzuhören ist, fragt man sich doch: Geht’s auch anders? Eine Antwort liefert Clairo

sofia.jpgDenn die Songs der Newcomerin aus dem US-amerikanischen Carlisle, Massachusetts liefern ihrerseits so etwas wie den minimalistisch gehaltenen Gegenentwurf zum groß Gedachten von Del Rey und Co: stylisch verhuschte Popsongs für den Augenblick. Klar mag Claire Cottrill, wie die 20-Jährige abseits der Hype-anfälligen Streaming-Portale heißt, das Glück gehabt haben, aus wohlhabendem Hause zu stammen (welches obendrein noch familiäre Beziehungen zu ihrem aktuellen Plattenlabel pflegt) und 2017 mit der Lo-Fi gehaltenen Bedroom-Pop-Nummer „Pretty Girl“ so etwas wie einen ersten Mini-Youtube-Hit mit bis heute immerhin 36 Millionen Aufrufen gelandet zu haben. Nichtsdestotrotz sind Songs wie „Sofia“, welcher sich auf Clairos im August erscheinendem Debüt-Album „Immunity“ (auf diesem hatte hörbar Ex-Vampire-Weekend-Multiinstrumentalist Rostam seine Produzentenfinger im Spiel) wiederfinden wird, durchaus feiner, in den Moment hinein musizierender Indie-Pop, der lustvoll juvenile Tentakel in verschiedenste Richtungen schlägt – mal gen Electro Pop, mal gen Dream Pop, mal gen Hipster-Retro-Garage Rock der Geschmacksrichtung The Strokes. Keine große Sache eigentlich, aber auch alles andere als störend. Und so unverbraucht daher tänzelnder Indie-Pop darf im Jahr 2019 ja eh (fast) alles…

 

 

„I think we could do it if we tried
If only to say, you’re mine
Sofia know that you and I
Shouldn’t feel like a crime

I think we could do it if we tried
If only to say, you’re mine
Sofia know that you and I
Shouldn’t feel like a crime

You know
I’ll do anything you ask me to
But oh my god
I think I’m in love with you

Standing here alone now
Think that we can drive around
I just want to say
How I love you with your hair down
Baby you don’t got to fight
I’ll be here til the end of time
Wishing that you were mine
Pull you in, it’s alright

I think we could do it if we tried
If only to say, you’re mine
Sofia know that you and I
Shouldn’t feel like a crime

Honey, I don’t want it to fade
There’s things that I know could get in the way
But, I don’t want to say goodbye
And I think that we could do it if we tried

I think we could do it if we tried
If only to say, you’re mine
Sofia know that you and I
Shouldn’t feel like a crime

I think we could do it if we tried…

Sofia know that you and I
Shouldn’t feel like a crime…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Valleyheart – „Fourth Of July“


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Im Original ist Sufjan Stevens‘ „Fourth Of July„, anno 2015 auf dem noch immer tollen jüngsten Langspielwerk „Carrie & Lowell“ erschienen (welches sich im selben Jahr flugs in ANEWFRIENDs Top Ten der „Alben des Jahres“ wiederfand), eine ebenjener fragilen Singer/Songwriter-Perlen, die so wohl nur der stets etwas überambitioniert-verspulte Musiker aus dem US-amerikanischen Detroit, Michigan zustande bekommt. Uncoverbar? Schon. Fast…

Valleyheart haben sich nichtsdestotrotz – oder gerade seines emotionalen, sehr persönlichen Inhaltes wegen – den Song vorgenommen. Unter den Fingern der aktuell vierköpfigen Indie-/Emo-Rock-Band aus Salem, Massachusetts gerät die zwischen den Sphären schwebende, verhuschte Pianonummer zum dezent rockenden Kraftpaket im Stile von Manchester Orchestra und Co., das zwar ganz ähnlich klingt wie die Stücke von Valleyhearts 2016 erschienener Debüt-EP „Nowadays„, das Band jedoch andererseits auch – immerhin liegt die ja bereits zwei Jahre zurück – eine Entwicklung andeuten lässt…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: You Won’t – „Ya Ya Ya“


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Foto: Patrick Gookin / Promo

Bei manchen Bands hört man nur wenige Sekunden eines Stückes (oder schaut eben das dazugehörige Musikvideo) und schon kommen einem einerseits zig Assoziationen in den Sinn, während das Gehörte andererseits beinahe komplett anders klingt als so ziemlich alles, was bislang die eigenen Gehörgänge durchlaufen hat…

13102370_598515580323484_512113152_nSo kürzlich geschehen beim aus Massachusetts stammenden US-Indiefolk-Duo You Won’t und mir. Ist der Bandname noch herrlich nichtssagend, so merkt man bereits beim Coverartwork von „Revolutionaries„, dem kürzlich erschienenen zweiten Album von Josh Arnoudse und Raky Sastri, auf, zeigt dieses die beiden doch in klassischer Montur von Soldaten im US-Bürgerkrieg und mit weiß geschminkten Gesichtern. Dass Sastri eine Trommel vorm Latz geschnallt hat? Logisch, immerhin ist er im Zwei-Mann-Verbund auch fürs Schlagwerk und die Tasten zuständig. Dass Sänger und Gitarrist Arnoudse, der seinen kreativen Partner bereits um 1999 herum in der Musical-Gruppe der High School von Lexington, Massachusetts kennenlernte, ein Gummihuhn im Arm hält, zeigt, dass die beiden es so ernst kaum meinen können…

Und in der Tat schlagen You Won’t in den Songs von „Revolutionaries“ eine Brücke von Neutral Milk Hotel (dessen Frontmann Jeff Mangum kommt Arnoudse stimmlich – mit allen Ecken, Kanten und Brüchen – erstaunlich nahe, während die Musik – gar mit singenden Sägen in tragenden Rollen – ähnlich abenteuerlich ausgestaltet ist) zur tragisch-komödiantischen Seite des Musicals und – etwa im Musikvideo zur tollen Single „Ya Ya Ya“ – zum spinnerten Cabaret-Dresscode der Dresden Dolls. Kann man schwer beschreiben, muss man selbst gehört und gesehen haben haben… Und auch wenn nicht alle 15 Stücke des Albums das Niveau von „Ya Ya Ya“ halten können, so sind You Won’t, die bereits mit Bands und Künstlern wie The Lumineers, The Joy Formidable, Josh Ritter, Lucius und Deer Tick auf Tournee waren, doch ein echter Geheimtipp für all jene, die auf der Suche nach Folksongs mit definitiver Schräglage und humoriger Grundhaltung sind.

 

 

„So your mama was a mess sometimes
Took the keys away and told you you were boring
Well come sit and talk with me tonight
We can bore each other both until the morning

So your daddy was a poltergeist
Sent your little sister screaming down the hallway
Well I don’t know about the afterlife
But I can help you to forget about the old days

Ya Ya Ya
Ya Ya Ya

You say your body is a bad punch line
You’re sick of looking like a beast after a bombing
Well baby take a look at me sometime
Let me add a little yodel to your yawning

Ya Ya Ya
Ya Ya Ya

If you don’t believe me
And you’re left feeling hollow
Tie a tooth to a tree
Pull the string and I’ll follow

You say your brain is like a lost land mine
One false move and you could send the children flying
Well I can’t think of any reason why
I couldn’t add a little dancing to your dying

Ya Ya Ya
Ya Ya Ya
Ya Ya Ya
Ya Ya Ya“

 

Rock and Roll.

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