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Song des Tages: Selig – „Unterwegs“


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Foto: Promo / Mathias Bothor

Muss man eigentlich noch viel über Selig schreiben? Immerhin gehören Jan Plewka, Christian Neander, Lenard „Leo“ Schmidthals und Stephan „Stoppel“ Eggert mittlerweile – wenn man so will – zu den Elder Statesmen des deutschen Alternative Rocks…

Dass die Hamburger Band seit ihrer Wiedervereinigung vor zehn Jahren deutlich entspannter zu Werke geht als noch in den Neunzigern, als ihnen Hits wie „Ohne Dich„, „Sie hat geschrien„, „Ist es wichtig?“ oder „Bruderlos“ einerseits das (auch heute noch) seltsame Trademark „Hippie-Metal“, aber auch den Ruf der „deutschen Antwort“ auf Grunge-Größen wie Nirvana, Pearl Jam oder die Stone Temple Pilots einbrachten, bevor ihnen 1999 der Druck und so einige Ego-Streitigkeiten (vorerst) das bandinterne Genick brachen, ist mit jedem neuen Album, dass die vier Musiker seit 2008 in schöner Regelmäßigkeit in die Plattenläden stellen, deutlicher zu erkennen. Denn irgendwie müssen sich Jan Plewka und Co. nun, in der zweiten Phase der Bandhistorie, niemandem mehr wirklich beweisen. Ob’s am Alter liegt (denn immerhin sind alle der Fünfzig näher als der Vierzig)? Oder daran, dass Seligs Songs zwar modern, jedoch auch irgendwie zeitlos aus der Zeit gefallen klingen?

51aSMEGs6xLDiese Frage will auch das neuste, siebente Studioalbum „Kashmir Karma“ nicht beantworten. Stattdessen präsentieren sich Plewka, Neander, Schmidthals und Eggert in den elf neuen Stücken, welche in einer einsamen Hütte in Schweden entstanden, wohl so entspannt und zuweilen bluesig-laid back wie nie. Dass nicht jeder Song hängen bleibt, die Band es manchmal, wie bei der Single „DJ„, mit Stonerrock, Wah-Wah-Pedalen und Psychedelic-Anleihen etwas übertreibt, und vor allem Jan Plewka seine besten Tage als Texter bereits im Gros wohl hinter sich hat und sich ab und an zu sehr auf spirituelle Allgemeinplätze und etwas leere Pathos-Worthülsen verlässt? Geschenkt. Denn speziell der Sänger-Frontmann, der ansonsten meist mit einem Schwung von Rio-Reiser-Covern im Gepäck durchs Land zieht, besitzt auch mit 47 Lenzen noch eine der tollsten und prägnantesten Stimmen der Rock-Republik.

Und solange die Band es noch fertig bringt, so wundervolle Nummern wie die neuste „Kashmir Karma“-Single-Auskopplung „Unterwegs“ zu schreiben, welche speziell für mich eine ganz besondere Bedeutung hat (mehr dazu eventuell zu gegebener Zeit auf diesem bescheidenen Blog) und, wie ich finde, das lang gesuchte deutsche Pendant zum Red-Hot-Chili-Peppers-Evergreen „Road Trippin‘“ bildet (so es das denn braucht), dürfen Selig ihren musikalischen Stiefel gern „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ durchziehen. Mein Hörerherz haben sie…

KK

 

 

Hier gibt’s das Musikvideo zu „Unterwegs“ (welches sich in der Single-Version, und mit dem ein oder anderen elektronischen Element an Bord, jedoch – zumindest wie ich finde – nicht ganz so gelungen anhört wie in der Album-Variante, die erst ganz entspannt beginnt, bevor Gitarrist Christian Neander dem Song ein tolles Solo spendiert)…

 

…sowie das Lyric Video:

 

Rock and Roll.

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With a little help from their friends – To Kill A King veröffentlichen Musikvideo zu „Love Is Coal“


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Manchmal braucht’s nicht all zu viel – eine akzentuiert einsetzende E-Gitarre spielt verträumte Akkorde, bevor Sänger Ralph Pelleymounters Stimme einsetzt und Bilder von langen Winterspaziergängen in trauter Zweisamkeit malt: „And so we’ll go wrapped in love before the snow / And carve our mark in nooks we’ve known beside the river / To feel like we own it / To feel like we fall and own it still“

Mag es der verschlafen daher schunkelnde Habitus des neusten To Kill A King-Songs sein, der sich gute drei Minuten nimmt, um „in die Socken“ zu kommen und etwas an Fahrt aufzunehmen. Mögen es Pelleymounters schmachtvolle Zeilen sein, die „Love Is Coal“ ein zusätzliches Plus an Innerlichkeit verleihen. So oder so: Das „Lyric Video“, welches die Londoner Indiefolk-Band gemeinsam mit ein paar Freunden zur neusten Songauskopplung aus der kürzlich erschienenen „Exit, Pursued By A Bear EP„, welche die Wartezeit bis zum Nachfolger des 2013 veröffentlichten Albumdebüts „Cannibals With Cutlery“ verkürzen soll (Album Nummer zwei ist fürs Frühjahr 2015 angekündigt), als sogenannten „One Shot“ zusammengebastelt hat, ist – bei aller Simplizität – kreativ und sehr schön anzusehen. Manchmal braucht’s eben tatsächlich nicht all zu viel…

 

 

„And so we’ll go wrapped in love before the snow
And carve our mark in nooks we’ve known beside the river
To feel like we own it
To feel like we fall and own it still

To gaze upon the locks we’ve done, closed doors on friends
That marks us out and claws our hearts to stall or start
To feel like we own it
Feel like we fall and own it still

And we’ll hide ourselves through the winter
It might kill us when summer’s all we’ve known
And we’ll bear these marks as reminders
With the dirt on our clothes as you find us
We two miners and love is not like diamonds
Love is coal to keep you warm

Lightly we’ll run and lessons learned by wounds still healing
We lie so still on banks we’ve known though miles apart
And feel like we own it
To feel like we fall and own it still

Unnoticed now we’ll give no ground to things we’ve found
And bathed upon the heat of books we burned when certain
To feel like we own it
To feel like you fall and own it still

And we’ll hide ourselves through the winter
It might kill us when summer’s all we’ve known
And we’ll bear these marks as reminders
With the dirt on our clothes as you find us
We two miners and love is not like diamonds
Love is coal to keep you warm
Love is coal to keep you…

And the fire is burning and the curtain’s drawn
The kids are home and love is coal“

 

Rock and Roll.

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