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Nazifreie Zone DJ-Pult – ja, warum eigentlich?


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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The Record Collector – Vinyl-Fetisch, aufs Korn genommen


Matt Ingebretson

Sicher, als Plattenladen-Besucher und Vinyl-Junkie hat man es heutzutage manchmal schon nicht leicht. Zum einen zählt man zu der Sorte von Leuten, die noch immer sehr viel Geld, Zeit und Energie in das schnöd-schöne Hobby Musik investieren. Zum anderen fällt es einem manchmal selbst schwer, anderen Menschen – also Nicht-Vinyl-Liebhabern – zu erklären, warum man in Zeiten von MP3 und Musik-Streaming- und Download-Portalen noch so viel Geld dafür – also das haptische Erlebnis – ausgibt. Allein am Klang der Platte kann es ja wohl nicht liegen, oder?

Bereits vor knapp zwei Jahren hat sich der Komiker Matt Ingebretson des Themas angenommen und den zwar kurzen, jedoch recht pointierten Clip „The Record Collector“ gedreht. Und obwohl er die ein oder andere Typisierung schon ein wenig auf die Spitze treibt, so bin mir sicher, dass sich so ziemlich jeder Vinyl-Junkie auf irgendeine Art und Weise wieder erkennen wird…

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden auf Facebook)

 

Als „High Fidelity“ noch möglich war… – Mit einem Gruß an alle Zuspätgeborenen. Der Herr auf dem Bild hockt wohl mittlerweile verbittert unterm Ladentresen (oder eben mit seiner Klingeldose davor), während der Rest der technikaffinen Hipsterjugend fleißig Spotify-Playlisten hin und her whatsappt (oder so). Wer weiß das schon… Der Latte-Macchiatto-Laden ums Eck wurde ja schon vor der Trendwende als „nun aber sowas von glasklar unhip“ tituliert, vom verödeten Bubble-Tea-Store mal ganz zu schweigen. Seitdem wurde die bleiche Bagage in Röhrenjeans nicht mehr gesehen…

(Sie lesen sicher aus den Zeilen heraus: Selbst ich, der ich wohl definitiv jünger als diese Zeitungsannonce bin, fühle mich ob der durchs satte Schwarz-weiß ausgestrahlten Patina dieses Inserats ein klein wenig alt und nostalgisch. Ein klein wenig? Ja, irgendwie…)

 

Rock and Roll.

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Ordnen nach Farben – Predominantly sortiert die Plattensammlung nach „High Fidelity“-Manier


Szene aus "High Fidelity"

Szene aus „High Fidelity“

Dick: It guess it looks as if you’re reorganizing your records. What is this though? Chronological?
Rob: No…
Dick: Not alphabetical…
Rob: Nope.
Dick: What?
Rob: Autobiographical.
Dick: No fuckin‘ way!

Jedem selbstberufenen Musiknerd dürfte die Szene aus „High Fidelity„, der Filmkomödie nach dem gleichnamigen, 1995 erschienenen Roman von Nick Hornby, in welcher der frisch verlassene Plattenladenbesitzer Rob (gespielt von John Cusack) freilich nichts besseres zu tun hat, als seine LP-Sammlung einer Neuordnung zu unterziehen, ein Begriff sein, und in nicht wenigen musikverliebten „Fachzirkeln“ dürfte es wohl bereits die ein oder andere hitzige Debatte gegeben haben, was denn nun bitteschön die ultimative Art und Weise sei, die eigene Musiksammlung passabel für die Nachwelt zu sortieren. Alphabetisch? So halt ich’s zumindest, trotz aller Nerd-Verwerflichkeit, man(n) findet ja sonst kaum was wieder. Obwohl jene „autobiografische“ Sortierweise durchaus interessant wäre…

Die Website Predominantly bietet jetzt eine ganz und gar andere – und doch irgendwie umso logischere – Sortierweise an: die nach der Farbe des Albumcovers. Besser noch: die Seite hält bereits eine ordentlich große, genreübergreifende Datenbank bereit. Je nachdem, welchen Farbton man auswählt, liefert Predominantly Ergebnisse von Schwarz bis Weiß (und allem auf der Farbskala dazwischen). Und nun versucht doch bitte einmal, etwa den richtigen Farbton für das „Green Album“ von Weezer zu treffen… gar nicht so einfach. Fröhliches Farbenschießen und Entdecken, alle zusammen!

 

Rock and Roll.

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„AutoRip“ – Amazons neustes digitales Ass


AutoRip

Na, das nenn‘ ich doch mal ’nen Schritt in die richtige Richtung! Nachdem man in der letzten Zeit vor allem – völlig zu recht? – einiges an negativer Presse bekam, macht Amazon nun einen gewaltigen Schritt in Richtung Kundenzufriedenheit und Neukundenwerbung. Denn ab sofort bekommt jeder, der sich über den Versandriesen einen Tonträger – ob nun als CD oder LP – bestellt, das digitale Pendant per „AutoRip„-Funktion völlig kostenfrei und – besonders fein – sofort mit dazu. Nun könnten Haarspalter natürlich nach Lücken zum Kritisieren in diesem absolut fairen Deal suchen, aber dies wird anhand der aktuellen Eckdaten – die Amazon-Datenbank umfasst zurzeit 500.00 CDs beziehungsweise 14.000 LPs – wohl schwer…

Hintergrund der ganzen Aktion dürfte wohl sein, dass der Online-Versandriese dem derzeitigen Hauptkonkurrenten und Markführer in Sachen digitaler Musikvermarktung, Apple und seinem Musikdienst iTunes, in größerem Maße Konkurrenz machen möchte. Und das könnte durchaus funktionieren. Denn wo Apple in seinem Store aktuelle Alben für rund 10 Euro anbietet und der willige Käufer da nur die reine digitale Ware erhält (okay, ab und an hängt dem Ganzen – insofern man ein komplettes Album erwirbt – auch noch ein Booklet oder ein, zwei Videos an), bekommt man bei Amazon den physischen Tonträger sowie – solange sich dieser auf dem Postweg befindet – schonmal das Gekaufte in mp3-Form (die Bitrate ist übrigens mit 256 KB/s qualitativ identisch mit der iTunes-Variante). Und es wird noch besser: Alle, die seit 1999 Tonträger über Amazon erworben haben, bekommen nun – insofern in der aktuellen Datenbank vorhanden – nachträglich die Möglichkeit, sich diese – ebenfalls komplett kostenfrei – aufs heimische Abspielgerät zu laden!

Beispiel...

Sieht ganz so aus, als hätte Amazon die Signale verstanden. Zwar werden laut dem Bundesverband Musikindustrie noch immer rund 80 Prozent der Einnahmen auf dem Musikmarkt mit dem Verkauf von physischen Tonträgern erreicht, doch ein guter Teil der Zukunft der Musikindustrie liegt ganz klar im digitalen Bereich (welcher etwa in den seit jeher führenden USA bereits über 50 Prozent ausmacht) – mögen Traditionalisten oder LP-Geeks auch noch so sehr protestieren. Einfache Vermarktungsstrategien, welche ein Album mit einem festgeschriebenen Veröffentlichungsdatum vorsehen, an dem die Scheibe dann als schnöder Silberling mit Plastikhülle im Laden steht? Könnt ihr getrost vergessen, denn das Ding landet mit 99,9-prozentiger Sicherheit – und trotz noch so ausgefuchster Sicherheitskriterien – bereits Tage vor Release im weltweiten Netz! Der Musikfreund des 21. Jahrhunderts (und damit meine ich nicht jene Kretins, die sich die aktuellen Sido-Atzen-Revolverheld-Charts in Einzelsongs auf ihr dauerblinkendes Multifunktionsmobiltelefon laden!) schätzt zwar noch immer haptische Statussymbole und mag es, Musik nicht nur zu hören und zu geniessen, sondern auch berühren zu können, doch er will vor allem auch einen gewissen Mehrwert: schöne, anspruchsvolle Covergestaltungen, aufwendige Booklets, Gimmicks in Form von DVDs – all diese Dinge. Dass mittlerweile Musiker wie Amanda Palmer und Kevin Devine den Musikvertriebsmajors Adieu gesagt haben unter ihre Alben via „Crowdfunding“ komplett in Eigenregie – und mit dem finanziellen „Kickstarter„-Vorschuss ihrer Fans – unters Hörervolk (welches dann wiederum exklusive Extras als Dankeschön erhält) bringen, dürfte ein deutlicher Mittelfingerzeig an die veralteten Vermarktungswege sein… Die Zeiten, in denen Streaming-Dienste und ach so böse Web-Tauschbörsen Napster, Morpheus oder Kazaa verteufelt und mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln alternativlos bekämpft wurden, dürften wohl endgültig vorbei sein. Und bei Amazon, bei welchem der zahlende Kunde aktuell – nach eigenen Angaben – aus einem Repertoire von fünf Millionen CDs und Schallplatten sowie 27 Millionen mp3-Songs wählen kann, besteht sogar noch gewaltiges Wachstumspotential für das neuste digitale Ass im Ärmel namens „AutoRip“…

 

 

Rock and Roll.

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