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Good news for people who love good news – Mauro Gatti feiert das Positive in 2018


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Habt ihr auch all die allgegenwärtigen, allabendlichen schlechten Nachrichten, die mal von Naturkatastrophen, mal von korrupten, unfähigen Politikern, mal von Krieg, Mord und Totschlag berichten, so richtig satt? All das Negative, das einem die Lust am Lachen vergelten mag? Ja? Dem aus Italien stammenden und mittlerweile in Los Angeles beheimateten Künstler Mauro Gatti geht’s kaum anders…

Genau deshalb hat sich Gatti, der bereits auf eine mehr als 15-jährige vielseitige kreative Karriere (und etwa den „2017 Emmy Award for Best Interactive“) zurück blicken kann, so einige ausgesprochen positiv-optimistische Nachrichten des Jahres 2018 geschnappt – und diese für seine Reihe „The Happy Broadcast“ grafisch in Szene gesetzt. Nicht als Schönrederei, sondern vielmehr als Motivationshilfe, um sich fortan mehr auf das Gute zu fokussieren… Good news for people who love good news.

 

„I’m honestly fed up with all the bad news everywhere. I am not a journalist or an influencer, but I want to use my art to spread some positivity.

I wanted to create something positive as an anti-venom to the vitriolic rhetoric that pervades our media.

That’s why I want to share some of this year’s positive news from around the world in the hope that it brings you some happiness and inspires you to spread some good news yourself!

Art, technology, food, science, animal rights, human rights… we have progressed in so many categories and it’s necessary to let the world know that, despite having much more to do, we’ve accomplished some amazing things in 2018.“

 

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(via boredpanda.com)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sofia Bolt – „Get Out Of My Head“


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Foto: Kate Kornberg

„Fusing the moody garage-pop of La Luz with the dark, muddy alt-rock of Goat Girl, Sofia Bolt brings just the right portions of sweetness and grit, and she’s poised for a bright future.“ – so beschreibt das „Paste Magazine“ Sofia Bolts neue Single „Get Out Of My Head“.

Und so unbekannt die in Paris geborene Künstlerin, die im wahren Leben – recht froooonzösisch – wohl auf den Namen Amélie Rousseaux hört und mittlerweile im wuselig-sonniges Los Angeles ihre kreative Ader ausübt, noch sein mag – dieser erste musikalische Eindruck auf Sofia Bolts fürs kommende Jahr angekündigte Debütalbum „Waves“, an dem – mal mehr, mal weniger – namenhafte Künstler wie der legendäre Van Dyke Parks (er kümmerte sich – und das wundert bei Meriten, welche von den Beach Boys über Randy Newman oder Harry Nilsson bis hin zu Joanna Newsom reichen, kaum – um die Arrangements) oder Emily Elhaj (Angel Olsen), Marian Lipino (La Luz), Bryant Fox (Miya Folick) und Itai Shapira (Rhye) als Begleitband mitwirken, verspricht etwas…

Klar, wirklich neu ist das alles kaum: der sleezy-psychedelische, leicht verträumt daher slackende West-Coast-Vibe, der immer wieder von Rousseauxs wie manisch aufgedreht schrammelnder Garage-Rock-E-Gitarre durchbrochen wird, nur um sich hinterrücks und heimlich mit einer fast schon eklatant klassischen Prise französischen Pops zu bewaffnen. Ein spöttisches „Winke-Winke!“ an den Ex. Aber: Ohrwurm? Klaro!

Bei gewecktem Interesse darf man also gespannt auf die restlichen Songs des kommenden Debütalbums sein (und sich bis dahin Sofia Bolts bisherigen EPs zu Gemüte führen)…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Monica Martin – „Cruel“


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Foto: Synjin Mrkvck

Irgendwie war es ja klar, dass es auch nachdem PHOX im Oktober 2016 eine „Bandpause auf unbestimmte Zeit“ ankündigten, nicht lang still um Monica Martin bleiben würde. Wäre ja auch zu schade um diese so unverwechselbare, so besondere Stimme, welche gleichsam rauchige Jazz-Räudigkeit und melancholische Folk-Wärme ausstrahlt. Und so bedauerlich es scheint, dass ihre damalige Band gerade in dem Moment, als man sich – mit dem selbstbetitelten 2014er Debütalbum in petto – anschickte, aus dem Indiefolkpop und kleineren Indie-Clubs Anlauf auf größere Publikumskreise und Konzertbühnen zu nehmen, einen (vorübergehenden) Schlussstrich zog, so schön ist es, nun erneut von ihr zu hören…

Obwohl: Bereits im vergangenen Jahr ließ die vielseitige Sängerin, die einerseits Jazz-Größen wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald und Etta James, andererseits auch Folk- und Pop-Stars wie Fiona Apple oder Brandi Carlile zu ihren Vorbildern zählt, von sich hören und veröffentlichte gemeinsam mit Elektro-Pop-Produzent Jeremy Larson (aka. Violets) das (gar nicht mal so üble, loungig-zurückgelehnte) Album „Awake And Pretty Much Sober„.

Seitdem hat Martin nicht nur dem heimischen Baraboo, Wisconsin den Rücken gekehrt und ist ins sonnig-wuselige Los Angeles gezogen, sondern hat dort scheinbar auch fleißig an einer Solo-Karriere gewerkelt. Und präsentiert nun mit dem Song „Cruel“, welcher gemeinsam mit Hit-Produzent Eg White (Adele, Florence and the Machine, Sam Smith) entstand, einen ersten feinen Vorgeschmack auf die für Frühjahr 2019 angekündigte Debüt-EP… Es tönt? Wie immer vielversprechend wundervoll. Man darf gespannt sein!

 

“You can equip your lover with the truth, but they might still lie to themselves. There is a point where, if you know they aren’t going to manage their expectations as a grown ass person, you’re cruel to not call the incompatibility and leave…”

(Monica Martin über „Cruel“)

 

 

EDITH (11.12.2108): Monica Martin hat den Song nun auch – und mit freundlicher Unterstützung von Matt Roberts am Bass und Hana Kim an der Violine –  in den Valentine Recording Studios in einer kaum weniger tollen Live-Session-Variante zum Besten gegeben. Gibt’s hier für Öhrchen und Äuglein:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Starcrawler – „Chicken Woman“ (Live Session)


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Mein erster Gedanke: Die gruselige dürre Horror-Uschi vom Dachboden des ersten „[REC]“-Streifens (und hiermit sei bitte explizit das spanische Original gemeint!) hat’s nach draußen geschafft und im sonnigen L.A. eine tieftönende Glamrock-Band gegründet…

coverIst natürlich Quatsch. Dennoch mag einen die groß gewachsene, mit „schlaksig“ noch mild umschriebene Statur von Frontdame Arrow De Wilde gut und gern das Fürchten lehren. Und die Musik, die die Tochter von Star- und Szene-Musikfotografin Autumn De Wilde (die in der Vergangenheit unter anderem Größen von Beck, Fiona Apple, die White Stripes, Wilco, die Raconteurs bis hin zu Elliott Smith vor die Linse bekam) mit ihrer Band Starcrawler auf dem selbstbetitelten, im vergangenen Jahr erschienenen Debütwerk durch die Lautsprecherboxen jagt? Klingt, „als hätten die Cramps mit Joan Jett im Schlepptau die B-52’s im Proberaum überfallen“ (meint etwa der „Musikexpress„). Oder wie ein zwischen somnambul und Sonnenstich pendelnder Mix aus Ozzy Osbourne, den Runways, Misfits, Yeah Yeah Yeahs und Patti Smith. Klar wäre das Quartett aus dem Los-Angeles-Viertel Echo Park, wo Arrow De Wilde ihre drei milchbübigen Mitstreiter einst auf dem Schulpausenhof rekrutierte, gern so manisch, bissig und gefährlich wie einst Iggy Pop und seine Stooges, oder meinetwegen – um auch ein weibliches Role Model ins Feld zu führen – wie Brody Dalle und ihre seligen Distillers. Dafür baden die zehn Glam’n’Punk’n’Roll-Songs des Debütalbums, welches übrigens von einem gewissen Ryan Adams mit reichlich fachmännischem Retro-Chic produziert wurde, jedoch zu genüsslich im Pop. Da können de Wilde und Band-Nesthäkchen-Gitarrist Henry Cash noch so sehr ihre Liebe zu Oralsex und der Stadt der Engel besingen, pausbäckigen Hass ausspeien, juvenile Tränen vergießen und verkünden: „I don’t wanna be anything but me. I don’t wanna be cause I will do what I want.“ Da kann man noch so viele prominente Fans und Fürsprecher von Dave Grohl (Foo Fighters) über Shirley Manson (Garbage) bis hin zu Elton John vorweisen und auf der Bühne manische an das „Der Exorzist“-Mädchen (oder eben „[REC]“) gemahnende Posen und Verrenkungen aufs Parkett legen. Es bleibt düster scheppernder Pop. Der jedoch? Unterhält.

 

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Phoebe Bridgers – „You Missed My Heart“


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Grenzt es bereits an Wahnsinn, sich ein Stück aus dem von Veröffentlichungsjahr zu Veröffentlichungsjahr ausschweifender werdenden Songfundus von Mark Kozelek zu greifen und dieses dann einer Eigeninterpretation zu unterziehen? Hm…

Anno 2018 – und im Hinblick auf den zwar stetig anwachsenden, jedoch auch immer gewöhnungsbedürftiger werdenden kreativen Output des 51-jährigen nimmermüden Ex-Frontmanns der Red House Painters – würde ich spontan antworten: Ja klar, da dürfte ein Scheitern in Ehren vorprogrammiert sein! Allerdings hat sich Phoebe Bridgers mit „You Missed My Heart“ ein Stück vom 2013 erschienenen Album „Perils From The Sea„, welches gemeinsam mit The Album Leaf-Kopf Jimmy LaValle entstand, gegriffen – und tut gut daran, eines der zwar simpler gestrickten, aber auch besten und berührendsten (jüngeren) Stücke aus Kozeleks Feder zu wählen.

Denn so viel verändert die aus Los Angeles stammende Indie-Musikerin, welche im vergangenen Jahr auch auf ANEWFRIEND bereits Erwähnung fand, gar nicht für ihre Version der Konzelek/LaValle-Coproduktion, welche den Abschluss ihres 2017 erschienenen Debütalbums „Stranger In The Alps“ bildet. Bridgers kappt dem Stück lediglich den elektronischen Unterbau und reduziert es auf sein emotionales Grundgerüst, begleitet auf den weißen und schwarzen Tasten. Oder eben, wie man bei der unten stehenden Daytrotter Session erleben kann, auf etwas E-Gitarren-Begleitung. In jedem Fall gilt: der Song bleibt in seiner fast schon lakonischen Ehrlichkeit großartig – ob nun von Mark Kozelek und Jimmy LaValle, oder eben von Phoebe Bridgers interpretiert…

 

 

„Broke into her house. Saw her sittin‘ there
Drinking coke and whiskey in her bra and underwear
Saw him in the kitchen, hangin‘ up the phone
I asked him nicely please to pack his things and go

He gave her a reassuring look that said he wouldn’t leave
But I asked him once again and this time pulled out my shiv
I struck him in the back and I pulled it out slow
And I watched him fall down
And as the morning sun rose
He looked at me and said:

‚You missed my heart
You missed my heart
You got me good. I knew you would
But you missed my heart
You missed my heart.‘
Were his last words before he died

Looking out the window, up at the blue sky
Listening to her scream, listening to her cry
A feeling of relief came over my soul
I couldn’t take it any longer and I lost control

I chased her up the stairs
And I pinned her to the ground
And underneath her whimpering
I could hear the sirens sound
I rattled off a list of everything I missed
Like going to the movies with her
And the way she kissed me
Driving into Wheeling and showing her off
Backyard barbecues and reunions in the park
I said I loved her skin and she started laughing
And while I clenched down on her wrist
She said ‚That’s quite a list
But there’s one thing you missed

You missed my heart, you missed my heart
That’s quite a list, but what you really missed
You missed my heart, you missed my heart
That’s quite a list, but what you really missed‘

Running through the parking lot
Running through the fields
Policemen on my back
Something hit my skull and cracked

They dragged me off to jail, set a million dollar bail
Where I tried to tie a noose, but I failed and I broke loose
Racing through the prison yard
Shot down by a tower guard
He got me in the shins
And he got me in the arms

They strapped me in the gurney
Took me to the infirmary
Where the priest read my last rites
And just before, everything went dark

I said:
‚He missed my heart, he missed my heart
He got me good, I knew he would
But he missed my heart, he missed my heart‘
And just before, everything went dark

The most poetic dream came flowing like the sea
Laying there my lifeblood draining out of me
A childhood scene then, sky moon beams
Fishing with my friends sitting in the wild lands

Watching the Ohio river flow at night
Waiting for the bullhead catfishes to bite
Downriver from the Moundsville prison graveyards…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages #2: Billie Eilish – „Bellyache“


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“I thought that I feel better, but now I got a bellyache…”

Billie Eilish beschreibt hier nicht die Art Bauchschmerzen, die man wohlmöglich bekommt, wenn man sich unlängst und im Hauruck-Verfahren eine komplette 32-Zentimeter-Durchmesser-Pizza mit extra Käse reingezwängt hat. Die Kalifornierin, deren voller Name so simpel wie markant Billie Eilish Pirate Baird O‘ Connell lautet, textet auf ihrer Single „Bellyache“ aus der Sicht einer Psychopathin, die soeben ihre (wohlmöglich unliebsam gewordenen) Freunde umgebracht und im hinteren Teil ihres Autos abgeladen hat. Den Song hat sie zusammen mit ihrem Bruder Finneas geschrieben – Pugsley und Wednesday von der Addams Family wären stolz auf die beiden…

41y6ZoSg3nL._SS500Auf Facebook etwa posiert die Newcomerin im Bademantel auf einem Friedhof, darüber steht „me n my future friends“. Ganz klar: Billie Eilish steht auf Bunt-verqueres, steht auf Horror. Trotzdem klingen ihre Songs keineswegs nach sinistrem Death Metal, sondern nach juvenil-zartem, mit Beats versetztem Pop. Mehr sogar: Der Refrain von „Bellyache“, welches wiederum Teil von Eilishs im vergangenen August erschienener „dont smile at me„-Debüt-EP ist, hat schlussendlich etwas beruhigend Hypnotisches. Ach ja: das LA-Girl, das – man hätte sich’s wohl denken können – aus einer Künstlerfamilie stammt und vor allem durch den Einsatz ihres Songs „Bored“ in der viel diskutierten Netflix-Serie „13 Reasons Why“ erste Bekanntheit erlangte, ist gerade einmal süße 16 Jahre alt. Und weil Billie Eilish mit ihrem Auftreten wie die kleine, fiese Schwester von Lady Gaga und Lana Del Rey daher spaziert und schon jetzt mehr Style-Potenzial als so manche möchtegern-relevante Mittzwanzigerin hat, feiert sie die „Vogue“ bereits als „das nächste It-Girl des Pop“. Na denn…

 

 

„Sittin‘ all alone
Mouth full of gum
In the driveway
My friends aren’t far
In the back of my car
Lay their bodiesWhere’s my mind
Where’s my mind

They’ll be here pretty soon
Lookin‘ through my room
For the money
I’m bitin‘ my nails
I’m too young to go to jail
It’s kinda funny

Where’s my mind?
Where’s my mind?
Where’s my mind?
Where’s my mind?

Maybe it’s in the gutter
Where I left my lover
What an expensive fate
My V is for Vendetta
Thought that I’d feel better
But now I got a bellyache

Everything I do
The way I wear my noose
Like a necklace
I wanna make ‚em scared
Like I could be anywhere
Like I’m wreck-less

I lost my mind
I don’t mind
Where’s my mind?
Where’s my mind?

Maybe it’s in the gutter
Where I left my lover
What an expensive fate
My V is for Vendetta
Thought that I’d feel better
But now I got a bellyache 

Maybe it’s in the gutter
Where I left my lover
What an expensive fate
My V is for Vendetta
Thought that I’d feel better
But now I got a bellyache“

 

Rock and Roll.

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