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Ein weltbekannter Zebrastreifen im März 2020…


Wenn schon frische Luft schnappen, dann doch bitte mit ausreichend Sicherheitsabstand:

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Vielmehr dürfte es beim (sowie um den) bekanntesten Zebrastreifen der Welt, der auch auf ANEWFRIEND bereits an der ein oder anderen Stelle zu sehen war, aktuell jedoch so aussehen (im Zweifel kann man’s auch mit Live-Bildern checken):

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(beide Bilder: gefunden bei Facebook)

 

In diesem Sinne: Mal wieder „Abbey Road“ hören – und das in jedermanns Sinne am besten zuhause!

#StayTheFuckHome

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Ghostpoet – „X Marks The Spot“ (feat. Nadine Shah)


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Das 2011 erschienene Debütwerk „Peanut Butter Blues & Melancholy Jam“ sorgte in der britischen Musikszene für große Begeisterung und brachte Ghostpoet gar eine Nominierung für den renommierten Mercury Prize ein – wahrlich kein schlechter Einstand! 

a0966195370_16But… well, what’s the fuzz all about? Die darauf enthaltenen zwölf Songs (man höre etwa „Survive It“ oder „Liiines„), die in nächtlicher Eigenproduktion entstanden, während der Wortkünstler tagsüber – wie passend, wie trivial – in einem Callcenter jobbte, waren trübe und niederdrückend, aber gleichzeitig sehr klar in ihrem Stil. Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe wurde sofort neben große Namen wie Roots Manuva oder The Streets gestellt, hatte sich jedoch mit (s)einer besonderen Mischung aus markant-tiefem Sprechgesang, Trip-Hop, Dub und UK Garage längst eine eigene Nische geschaffen. Zwei Jahre später behielt das Nachfolgealbum den urban-nokturnen Charakter des Debüts bei, schien allerdings noch mehr von Entfremdung und Eskapismus in einer Metropole geprägt zu sein. Ghostpoet setzte auf Entschleunigung, probierte sich an langgezogenen Songstrukturen und übte sich in Friemelarbeit mit elektronischer Musik. Etwas unterkühlt und düster konnte „Some Say I So I Say Light so sicherlich nicht alle Fans des Debüts begeistern.

Und gerade als man vielleicht dachte, man würde die weitere Entwicklung von Ghostpoet mit leichter Hand einschätzen können, kam 2015 das dritte Album „Shedding Skin“ ums Eck – und hielt, dem Titel entsprechend, nicht wenige Überraschungen parat. Der Londoner Künstler mit nigerianischen und dominikanischen Wurzeln ließ den kreativen Stillstand links liegen und suchte einmal mehr nach neuen Einflüssen, stellte sein eigenes Soundgewand gar ein Stück weit auf den Kopf. Denn diesmal ging Ejimiwe nicht allein ins Studio, sondern nahm das Album innerhalb weniger Wochen in Begleitung seiner bisherigen Tourband auf.

„I wanted a consistent sonic direction throughout the record. I was definitely seeking coherency. And I wanted my mates!“

Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe

91aXOoZxzgL._SY355_Fast schon indierockig nahmen so eine E-Gitarre, ein Bass und ein Schlagzeug den Platz der unterkühlten Beats und Synthesizer ein. Die zehn Stücke sind schneller, zackiger und mehr auf den Punkt. Ein weiteres Novum: Bei mehr als der Hälfte der Songs begleiten Ghostpoet weitere Musiker, unter anderem der stets gut behütet auftretende Maxïmo Park-Frontmann Paul Smith, die britischen Indie-Singer/Songwriterinnen Lucy Rose und Nadine Shah, Soul-Sängerin Etta Bond oder die belgische Jazz-Interpretin Melanie De Biasio.

 

„For this album, it felt silly to focus just on how great, or not, my own life is. My life is only one amongst millions. And that’s the attitude of it.“

Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe

Textlich wendet sich Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe einmal mehr gesellschaftlichen Problemen zu, die er wohl nur durch genaue Beobachtung und einem hohen Maß an Empathie so genau beschreiben kann. Obdachlosigkeit („Shedding Skin”), Alkoholismus und Selbstmord („Yes, I Helped You Pack”) sind nur einige davon. Es findet sich auch Platz für Alltagslethargien („Off Peak Dreams„), dramatische Trennungen („Be Right Back, Moving Home„), emotionale Abhängigkeit vom Ex-Geliebten („That Ring Down The Drain Of Feeling”) oder für den Morgen nach einem One-Night-Stand („Sorry My Love, It’s You Not Me”).

In der Problematik seiner Geschichten lässt sich weiterhin der immanente Einfluss Londons erkennen, wohingegen die Unterschiede im musikalischen Bereich den einen oder anderen langjährigen Hörer bestimmt überrascht haben dürften. Während die Rhythmussektionen seiner Songs gut Ghostpoets charakteristischen, mal mit weicher Linie fließenden, mal brüchigen Sprechgesang untermauern, haben sich wohl nicht wenige Freunde der ersten Werke an mancher Stelle gewünscht, dass die Melodieelemente weniger präsent und weniger offensichtlich geblieben wären. Auf „Shedding Skin“ findet man mächtige Passagen verzerrter Gitarren („Better Not Butter”), bleierne Piano-Akkorde oder stimmungsvoller Streicher („Nothing In The Way”), die mit ihrem Soul-Jazz-Indierock im Sinne doch weit von den beiden früheren Alben entfernt sind (denen man vor etwa zwei Dekaden noch leichtfertig das Etikett „TripHop“ verpasst hätte). So mag das Album – bei allem erzählerischem Sog und all der organisch aufgebauten Instrumentierung zum Trotz – manchmal etwas überladen wirken und lässt (zumindest für Szene-Traditionalisten) einen Wunsch offen: Mehr Ghostpoet in Ghostpoet!

In Gänze ist „Shedding Skin“ ein mutiges, persönliches Experiment, das mit fein justierter (Live-)Energie überzeugt, und sich so perfekt auf die Bühne übertragen lässt (und einmal mehr völlig zurecht für den „Mercury Prize“ nominiert wurde). Unverändert liegt eine große Stärke in Ejimiwes Texten, mit denen man sich freilich und unbedingt näher beschäftigen sollte, um voll und ganz in den Sog von „Shedding Skin“ einzutauchen.

„Regardless of your situation, there’s always hope. And I think that’s something that’s come through in everything I’ve made, because I believe it so much. It’s an eternal thing.“

Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe

Im erneut zwei Jahre darauf (also 2017) erschienenem Nachfolger „Dark Days + Canapés“ setzten Ghostpoet und Band den eingeschlagenen Weg der vertonten – und in Stücken wie „Freakshow“ oder dem politisch recht eindeutigen „Immigrant Boogie“ dezent klaustrophobisch anmutenden – „Grumpy-Rap“-Urban-Erzählungen zu dichtem Live-Instrumentarium fort, während der Groove hier und da auf die besten Seiten der ersten Werke schielt. Für Mai ist mit „I Grow Tired But Dare Not Fall Asleep“ das nunmehr fünfte Album von Ghostpoet angekündigt, und wer die Vorabsingle „Concrete Pony“ hört, der weiß: Obaro Ejimiwe bleibt mit ganz eigener Vision und eigenständigem Stil einer der faszinierendsten Musiker aus good ol‘ England.

 

Eines der Highlights von „Shedding Skin“ ist ohne Zweifel der Song „X Marks The Spot“, bei welchem sich Obaro „Ghostpoet“ Ejimiwe und Band die britische Indie-Singer/Songwriterin Nadine Shah zur stimmlichen Unterstützung ins Studio holten:

(oder via YouTube)

 

„Obviously, You made me see
Can’t take this life for nothing
Let me be
All alone, I left my throne
If I don’t try another way
Then I’ll never know

So I don’t care anymore
(What you say, no way)
I don’t care anymore
(Oh you do need me)
There’s a drawer in a room in our house that’s calling your name
I don’t care anymore
(What you say, no way)
I don’t care anymore
(Oh you do need me)
There’s a drawer in a room in our house that’s calling your name
It’s calling your name

Used to think you were true
But I was washed up, confused
Grasping, gasping, no room for hope
Nowadays, path seems clear
But no I won’t turn around and celebrate
You always seem here

So I don’t care anymore
(What you say, no way)
I don’t care anymore
(Oh you do need me)
There’s a drawer in a room in our house that’s calling your name
I don’t care anymore
(What you say, no way)
I don’t care anymore
(Oh you do need me)
There’s a drawer in a room in our house that’s calling your name
That’s calling your name
Calling your name
Calling your name
Calling your name
I don’t care anymore
I don’t care anymore
There’s a drawer in a room in our house that’s calling your name
That’s calling your name“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Nancy – „I Wanna Be Your Dog“


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Freddie Dickson, den ANEWFRIEND unlängst erst durch sein jüngstes Album „Blood Street“ auf dem Schirm hatte, scheint ein recht unruhiger kreativer Geist zu sein. Denn als wäre ihm seine eigene Solo-Karriere nicht genug, scheint der britische Singer/Songwriter auch großen Spaß an Kollaborationen zu haben. Ja denn: Vorhang auf für Nancy.

Das Duo, bei welchem sich Dickson in den Hintergrund verzieht und Sängerin Natalia den Gesang überlässt, scheint nach folgendem Motto entstanden zu sein: Man stecke zwei dezent desillusionierte, temporär frustrierte Künstler für eine gemeinsame Session in einen Raum – das zumindest war der Zeitpunkt, an dem Nancy 2018 entstanden. Im Herzen der Shabby Road Studios, der Wohnung im Norden Londons, in der sie ihre ersten Home-Demos aufnahmen, stießen die beiden recht schnell auf etwas, von dem sie gar nicht wussten, dass sie es suchten: „Wir hatten nie die Absicht, eine Band zu sein, aber die Songs entstanden so natürlich und schnell. Wir fühlten sofort eine besondere Verbindung zu der Musik und wussten, dass sie eine eigene Welt geschaffen hatte.“

three-birdsNach den rohen, gefühlsbetonten Live-Aufnahmen ihres „Three Birds EP„, welches 2018 erschien, und einer kurzen Pause (die Dickson für die Arbeit an „Blood Street“ nutzte), begann das Newcomer-Duo, zwischen London (Natalia derzeitiger Wohnort sowie Freddies Heimatstadt) und Berlin (wo der Singer/Songwriter aktuell und normalerweise seine kreativen Zelte wiederfindet) hin und her zu schreiben. Sobald man ein paar Handvoll Songs beisammen hatte, begannen Nancy damit, sich in den Bars der deutschen Hauptstadt-Metropole sowie in der beständig wandelnden Berliner Musikszene eine Namen zu machen und auch auf kleinen Bühnen versierter zu werden.

Wie’s klingt? Davon darf man sich etwa anhand der neusten Single „It’s Just You“ überzeugen, bei welcher dem Zweiergespann Produzent Noah Booth (Ratboy) zur Seite stand: Die geradezu herzzerreißende Traum-Pop-Ballade überzeugt mit delikaten Mazzy Star-Vibes, die sich auf warmen, organischen Instrumenten aufbauen und den perfekten Hintergrund für Natalias gleichsam eisig-hypnotischen, dennoch sinnlichen Gesang bilden. Cat Power meets The Velvet Underground, if you may like. Der Song soll der Vorbote einer in Kürze erscheinenden neuen EP sein.

 

„Take over, step in to my place
The spotlights on all of my mistakes
You know how that feels
I know you don’t mean no harm
Don’t want to be healed
Just hold me in your arms…“

 

Besonders toll: Nancys leicht gespenstische Coverversion des Iggy Pop & The Stooges-Dauerbrenners „I Wanna Be Your Dog“ (von der „Three Birds EP“), bei der sich Freddies hallende E-Gitarre und Natalias einnehmende Stimme in prickelnder Home-Demo-Atmosphäre umschmeicheln:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Eve Owen – „So Still For You“


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Foto: Promo / Jen Long

Mit dem neuen Song „So Still For You“ kündigt Singer/Songwriterin Eve Owen ihr Debütalbum „Don’t Let The Ink Dry“ an, das am 8. Mai veröffentlicht wird. Das Stück ist eine zurückgenommene Songwriter-Nummer mit dezenten Streichern, welche man gut und gern irgendwo zwischen den Qualitäten einer Phoebe Bridgers und den melancholischen Anwandlungen von Conor Obersts Bright Eyes verorten darf. Die zweite Nummer nach dem im vergangenen November erschienenen „She Says“ lässt die durchaus eindrucksvolle Stimme der britischen Newcomerin derart strahlen, dass man schon ein klein wenig froh sein darf, dass Owen (bislang) nicht denselben Weg ins kreative Fach wie ihr Vater eingeschlagen hat – schließlich ist der niemand Geringeres als Hollywood-Schauspieler Clive Owen („Children Of Men“, „Shoot ‚Em Up“). Und das Kreative scheint den Owens in die Wiege gelegt, denn die Regie zum Musikvideo von „So Still For You“ führte wiederum ihre Schwester Hannah.

artwork-440x440„‚So Still For You’ is about how fleeting love can be, but how permanent words are“, erklärt Eve Owen. „By sharing my love in a song, it lasts forever.“ Über das Video sagt Ihre Schwester Hannah Owen: „We had a clear idea of what the song meant to us but we were equally really in love with the idea of seeing what came naturally once a camera was put in front of Eve. It’s so lovely to work as a two-person team. Every idea is valid and a strong contender – we can just play and follow whatever feels fun. The song is led by a delicate balance of vulnerability and wild power. I think for the video we just wanted to explore both themes honestly and see where it led us visually.“

So ganz grün und neu im Musikgeschäft ist Eve Owen übrigens – trotz aktuell gerade einmal knapp 200 Facebook-Likes – gar nicht, schließlich trat die 20-jährige Londonerin in jüngster Zeit bereits mehrfach mit The National auf (unter anderem bei ‚Jimmy Kimmel Live‘) und ist als Gastsängerin im Stück „Where Is Her Head“ auch auf dem jüngsten The National-Album „I Am Easy To Find“ zu hören.

Ihr Debüt-Langspieler „Don’t Let The Ink Dry“ ist laut eigener Aussage ein Werk von großer Sensibilität und Fantasie, für das sich Owen ganze drei Jahre Zeit nahm. Während dieser Periode verbrachte die aufstrebende Singer/Songwriterin ihre Sommerferien mit The National-Gitarrist und Produzent Aaron Dessner in New York, wo sie mit ihm fleißig schrieb und Songs aufnahm. Dieser kreative Prozess stellte für Owen eine willkommene Zuflucht vor ihrem stressigen Schulalltag dar. Die Sängerin entdeckte ein neues Gefühl von Freiheit und Zugehörigkeit und entwickelte einen ganz eigenen Sound: wild aber doch zart, unruhig aber differenziert genug, um auch die flüchtigsten Gefühle einzufangen.

Produziert wurde „Don‘t Let The Ink Dry“ von Dessner schließlich im Long Pond Studio, einer umgebauten Scheune und altem Bauernhaus tief im Hudson Valley. Passend zum Ambiente gibt Owen sich stellenweise der Folk-Musik hin, die sie allerdings mit elektronischen Experimenten anreichert. Mit Hilfe von Musikern wie dem Multi-Instrumentalisten Rob Moose (Bon Iver, Perfume Genius, John Legend) und dem Pianisten Thomas Bartlett (alias Doveman, der unter anderem bereits mit David Byrne, St. Vincent und Father John Misty) gespielt hat) gelang es ihr und Dessner, einen detailverliebten, experimentellen und eigenwilligen Sound zu entwickeln.

„What I enjoyed most was that there were no rules“, erklärt Owen. „I could say or do whatever I wanted without feeling judged, which is the most wonderful feeling when you’re working creatively with someone.“ Aaron Dessner fügt hinzu: „We ultimately recorded more than 40 songs over three years, and this first album feels like a collection of them. I enjoyed the process immensely. We felt free to imagine and chase whatever sounds or arrangements inspired us. In the middle of that time, she helped me make a National song called ‚Where Is Her Head,’ which she fearlessly sang lead on. There’s so much Eve is capable of and I’m grateful to know her.“

Auf den Albumtitel kam Eve Owen übrigens während eines Siebdruckkurses: „It’s got to do with impermanence versus permanence”, erklärt sie. „I really like the idea that you can go through all these different changes in your life, but the root of who you are will always stay the same.”

„Don’t Let The Ink Dry“ behandelt intensiv Owens juvenilen Kampf mit Angst, Entfremdung, Verletzlichkeit und Selbsterhaltung. „I’ve always trusted people immediately with no question, but when you do come across the bullies, it reminds you that not everyone should have all that knowledge and insight into your insecurities”, stellt die junge Frau fest. „The odd thing about Hudson was that it was the first place I felt I could be honest and protected. I would love it if people listened to this album and ended up feeling the same sort of comfort in their own vulnerability.”

 

— Die Tracklist von „Don’t Let The Ink Dry“ —

01. „Tudor“29545
02. „Lover Not Today“
03. „Mother“
04. „After The Love“
05. „For Redemption“
06. „Bluebird“
07. „She Says“
08. „I Used To Dream In Color“
09. „So Still For You“
10. „Blue Moon“
11. „29 Daisy Sweetheart“
12. „A Lone Swan“

 

 

 

Rock and Roll.

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Wie die Tiere? – Steve Cutts‘ Kurzfilm „The Turning Point“


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Bei Videos von Steve Cutts weiß man eigentlich immer, dass sich ein Klick auf den „Play“-Button lohnt. Obwohl: leicht ist die Kost des Londoner Künstlers dabei oftmals so gar nicht zu verdauen – wie beispielsweise im großartigen „Happiness„, welches 2017 ein „Materialismus-Streben wie im Schlarattenland“ verdeutlichte, mit einer Extraschippe Gesellschaftskritik und dem berühmten salzigen Fingerdruck fest dort hin, wo es weh tut…

Ähnlich gelagert ist auch „The Turning Point“, Cutts‘ neuester Streich. Darin dreht der 24-jährige Illustrator und wohlmöglich gesellschaftskritischste Animationskurzfilmemacher unserer (Kunst)Zeit den ökologischen Spieß einfach um: Wie wäre es, wenn Tiere ihr Leben ohne Rücksicht auf Verluste und im tagtäglichen Tegel der Verschwendung verbringen würden? Und wir Menschen wären die, die darunter zu leiden hätten? Ein hartes Bild, das die aktuelle Lage rund um den Klimawandel, jedoch ebenso den leider noch nicht in allen (und noch immer viel zu wenigen) Köpfen angekommenen Sinneswandel treffend darstellt. Vielleicht bringt es ja den einen oder die andere dazu, anders zu denken und vor allem zu handeln? Der Pessimist in mir jedoch meint: Vermutlich wird Cutts‘ einmal mehr großartig bitter auf den Punkt geratenes Dreieinhalb-Minuten-Filmchen aber auch nur in den entsprechenden Filterblasen geteilt und honoriert…

 

»The Turning Point‘ explores the destruction of the environment, climate change and species extinction from different perspective.«

 

 

Rock and Roll.

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