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Schöne kranke Welt – gesellschaftskritische Kunst von Steve Cutts


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Dummheit, Korruption, Ausbeutung, Gier – es gibt viele Worte, mit denen man unsere heutige Gesellschaft beschreiben könnte. Zumindest ihre Schattenseiten. Doch am Ende sind Bilder immer mächtiger als Millionen von Buchstaben.

Deshalb lässt ANEWFRIEND hier die Illustrationen des Londoner Künstlers Steve Cutts für sich sprechen. Auch wenn Cutts‘ dystopisch anmutende Kunstwerke rundum pessimistisch auf die Welt und ihre Gesellschaft(en) blicken mögen und es ist nicht leicht fallen mag, sie anzusehen, so kann doch niemand abstreiten, dass ihre Botschaft im Kern wahr ist…

 

„Das Gehetze“

ratrace

„Arrgh! Es ist schon wieder Montag“

monday

„Jessica und Roger entspannen sich zu Hause“

jessandroger

„Der Bonze“

fatcat

„Die Evolution“

evolution

„Das Essen ist angerichtet…“

dinner

„Ein Bulle präsentiert die täglichen Nachrichten“

dailybullshit

„Der ewige Kreislauf“

circle of life

„Noch ein Tag im Büro“

office

„Handy-Sklaven“

phone slaves

„Die Umweltzerstörung durch die Menschheit“

recycling

„Die echte Weihnachtswerkstatt“

santa

„Schrei-Königin“

scream

„Eine Kritik am Konsum“

shutup

„Die Falle“

mouse

„Der letzte Händedruck“

handshake

„Der König“

king

 

 

Dass Steve Cutts auch tolle, thematisch ganz ähnlich gelagerte Animationsfilme, von denen einer im vergangenen Jahr sogar als Musikvideo des Moby & The Pacific Choir-Songs „Are You Lost In The World Like Me?“ verwendet wurde, kann, könnte dem ein oder anderen bereits in den letzten aufgefallen sein, als Kurzfilme wie „MAN“ oder „This Is Our World“ in den sozialen Netzwerken die Runde machten. Der Rest kann (s)ein Versäumnis nun hier nachholen…

 

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


Der aus London stammende Fotograf Babycakes Romero hat laut eigener Aussage kein grundlegendes Problem mit der heutigen Technologie. Für ihn stellt die Unterhaltungselektronik – also unsere Mobiltelefonie, die wir tagtäglich so ziemlich überall mit hin schleppen, angefangen vom morgendlichen Toilettengang, bei welchem bereits die ersten Facebook-Nachrichten und Twitter-Feeds gecheckt werden, bis hinein in den (Arbeits)Alltag und die späten Abendstunden, wenn man erst der Welt, dann seinen Followern eine gute Nacht wünscht – jedoch ein zweischneidiges Schwert dar: einerseits vereinfachen die tragbaren Fast-alles-Könner (scheinbar) unser aller Leben, andererseits machen sie uns aber auch dumm und träge.

Zu dieser Erkenntnis gelangte Babycakes Romero als er anfing, Menschen mit deren Handys zu fotografieren – nicht mit irgendeinem kritischen Hintergedanken, sondern einfach, weil ihn die Bilder auf einer rein visuellen Ebene ansprachen. Je mehr in stylischem Schwarz-weiß gehaltene Bilder er jedoch schoss, desto mehr fiel ihm die alles umgarnende Traurigkeit auf, die seine Motive umgab.

„Bevor Mobiltelefone erfunden waren, hatten die Menschen einfach keine andere Möglichkeit, als zu interagieren. Nun jedoch ist all das nicht mehr zwingend notwenig, also können können wir so tun, als würden wir gerade einer superwichtigen Tätigkeit auf unseren Geräten nachgehen anstatt darüber nachzudenken, was wir sagen könnten. Das tötet freilich jegliche Konversation. Ich glaube, all das ist ein sich vergrößerndes soziales Leiden,“ so Babycakes selbstkritisch.

„Früher benutzten die Leute Zigaretten als soziale Requisitte. Klar, die mögen schlecht für die Gesundheit sein, doch zumindest verwandelten sie Menschen nicht in verschlossene Langeweiler. Nun heißt es, gemeinsam stark zu sein, uns von den Fesseln unserer Smartphones zu lösen und Gespräche von Angesicht zu Angesicht zurück zu bringen!“

Well… Wer wirft den ersten Stein gegen sein eigenes Display?

Mehr Bilder aus der eindrucksvollen Foto-Reihe von Babycakes Romero findet ihr hier.

 

Rock and Roll.

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„Star Wars“-Figuren schreiben die Musikgeschichte um: legendäre Albumcover in neuem Look


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Illustrator Steven Lear aka. „WhyTheLongPlayFace“ mag Musik. Und Photoshop. Und Star Wars. (Oder wie er schreibt: “an unhealthy obsession for movies, music and Photoshop”.) Was lag also näher, als diese drei „Obsessionen“ zusammenzubringen?

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Genau das hat der in London beheimatete freischaffende Designer auch getan, und Cover von Pop- und Rock-Album-Klassikern mitunter großartig in Star Wars-Form gebracht: Yoda als Nirvanas „Nevermind“-Baby, die Cantina-Band als „The Band“, Darth Vader als Johnny Cash… – ein Heidenspaß sowohl für nerdige Cineasten als auch für Popkultur-Geeks! Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwann mal jemand bekannte Songs mit Star Wars-Texten versieht und neu aufnimmt. (Oder hat das auch schon irgendwer getan?)

Weitere Cover finden sich auf Seven Lears Website sowie auf dessen Facebook-Seite oder via Instagram.

 

Eine Auswahl aus Lears fortlaufender Albumcover-Mash-Up-Reihe findet ihr hier:

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Rock and Roll.

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Song des Tages: Will Varley – „Something Is Breaking“


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Keine Frage, das kürzlich erschienene vierte Album von Singer/Songwriter Will Varley, „Kingsdown Sundown„, ist ’ne ziemlich ernste Angelegenheit.

Gab es auf den letzten Werken des Engländers noch die ein oder andere mit viel Witz und noch mehr Ironie vorgetragene Nummer (man erinnere sich nur an „I Got This Email“ oder „Talking Cat Blues„), so sind die elf neuen Stücke durchweg melancholisch bis düster geraten. Natürlich passt das nur zu gut in unsichere Zeiten wie diese mit all ihren politischen wie gesellschaftlichen Umbrüchen (mancherorts sind diese schon vollzogen oder in vollem Gange, wieder anderswo auf der Welt werden diese immer wieder blutig niedergeknüppelt während sich andere Länder quasi in „Lauerstellung“ und auf gesellschaftlich-politischem Kipp befinden). Außerdem ist Will Varley einer, der sich wohl durchaus als „politisch“ bezeichnen würde und somit in einer Reihe mit dem wohl tollsten linken britischen Liedermacher ever – Billy Bragg – steht. Bestimmt hätte der 29-Jährige ein ganz ähnliches Album wie den großartigen Vorgänger „Postcards From Ursa Minor“ hinbekommen können. Doch zum einen hat er solch einen Langspieler, auf dem sich das Melancholische, das Tragische, das Politische, Persönliche und der (Wahn)Witz die lyrische wie musikalische Klinke in die Patsche drücken, bereits im vergangenen Jahr in die Plattenläden gestellt, und zum anderen wollte Varley, wie er selbst sagt, genauso ein Album wie „Kingsdown Sundown“ schon seit Langem machen:  „These are the most honest songs I’ve ever written and they represent new ground for me creatively. They may not be radio friendly, or even ‚friendly‘ at all, but I’ve been wanting to make a record like this for a long time.“  

wv-ksGanz ehrlich: viele neue Fans wird er mit dem neusten Werk wohl nicht hinzugewinnen. Dafür ist „Kingsdown Sundown“ zu düster, zu melancholisch, introspektiv und ruhig geraten – mach einer mag’s glatt als in Gänze deprimierend empfinden.  Natürlich präsentiert sich Will Varley auch auf Album Nummer vier als toller Singer/Songwriter, der beinahe alle Stücke einsam an der Akustischen vorträgt. Sicher ist der Mann noch immer mit einer äußerst reflektierten Weltsicht geprägt. Aber wirklich große Nummern, die unvermittelt hängen bleiben, sind nun zum ersten Mal bei Varley beinahe Mangelware – einzig „We Want Our Planet Back“ vermag da noch mitzuhalten.

Vielmehr ist „Kingsdown Sundown“ ein Kopfhöreralbum, das mehr noch als seine Vorgänger genaues Zuhören verlangt, und sich somit ausgezeichnet für die aktuellen und kommenden (nass)kalten Tage und Monate eignet. Nur eben das Lachen, das ist Will Varley vergangen – und das ist ja bei der aktuellen beschissenen Schieflage, in welcher sich die Welt mit all ihren mehr als sieben Milliarden Bewohnern befindet, nur allzu verständlich…

 

 

Mehr Hörbeispiele von „Kingsdown Sundown“ gefällig? Gibt’s hier:

 

Und wer den Mann demnächst einmal live und in Farbe sehen möchte, der hat Glück, denn Mr. Varley kommt im Dezember für einige Shows auf kleineren Bühnen (in Aachen etwa spielt er stilecht im „The Wild Rover“, einem Irish Pub) nach Deutschland:

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Rock and Roll.

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Mommy’s heart and daddy’s brains…


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(gefunden bei Facebook – die Zeichnung stammt von der in London ansässigen Künstlerin Marija Tiurina)

 
Rock and Roll.

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