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Song des Tages: Jade Bird – „Love Has All Been Done Before“


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Im Fall von Jade Bird mag man das musikalische Hüh-Hott von verschiedenen Seiten aus aufzäumen: Wahlweise darf man glauben, dass die seligen Neunziger mit ihren Alanis Morissettes, Shania Twains, Sheryl Crows oder Natalie Imbruglias ihr Revival bekämen. Oder bereits die Nullerjahre, als ein blondes Pausbacken-Kücken namens Taylor Swift zum großen Sprung aus der US-Südstaaten-Hillbilly-Country-Scheune hin zu den gaaaaanz großen Arenen ansetzte. Kann man machen. Oder anerkennend staunen, was für eine Energie die 21-jährige Britin bereits auf ihrem selbstbetitelten, im April erschienenen Debütalbum versprüht…

91HUOaBPk+L._SS500_.jpgKlar, neu sind die musikalischen Zutaten keineswegs, die Jade Elizabeth Bird da in Songs wie „Lottery„, „Uh Huh“ (die beide bemerkenswerterweise bereits in den Top 3 der US-Alternative-Charts landeten), „I Get No Joy“ oder „Love Has All Been Done Before“ benutzt: Ein bisschen Alt.Country-Spirit hier, großzügige Prisen Americana und Indiepop da, ein Mü bluesige Schwere im Abgang, mächtig Emphase-Nachwürze im Refrain – fertig ist der Ohrwurm, den du partout nicht mehr aus den Gehörgängen bekommst (und das erfreulicherweise auch gar nicht möchtest), und der ebenso gut als qualitativ gelungener Lückenfüller zwischen all die immergleichen Mark-Forster-Klonen ins Formatradio passt. Allein schon der (Band-)Instrumentierung wegen hätte man in den Neunzigern gut und gern von einer „Rockröhre“ geschrieben (und Indie-Kundige hätten wohl noch Nikka Costa als stimmgewaltigen Vergleich ins Feld geführt). Ist die Newcomerin, Jahrgang 1997, auch – nur eben nicht schal und „zig mal so gehört“, sondern frisch, intensiv und interessant. Und auch wenn man’s berechnend (und ein klein wenig naiv) finden darf, das Debütwerk, das der 2017 veröffentlichten „Something American EP“ nachfolgt und bei welchem der Newcomerin bekannte Namen wie Simon Felice und David Baron zur Seite standen, mit einer so arg niedlich-reduzierten, lieblichen Nummer wie „Ruins“ zu eröffnen – Jade Bird beherrscht viele Nuancen bis hin zu herzergreifend großen, simplen Balladen wie „17“ oder dem abschließenden „If I Die„, welches die tolle Zeile „If I die put me in a song / Tell everyone how in love I’ve been“ aufbietet, die wie viele der Songs am Ende doch – wie könnte es anders sein – vor allem von der Liebe erzählt (jedoch anderswo auch schwerere Themen wie Scheidung, Trauer oder Tod touchiert)… Aber das war ja für ewige Größen wie Dolly Parton auch nie ein Nachteil, oder? Da ist es auch kaum ein Widerspruch, dass die junge Engländerin das eher konservative (jedoch über Jahrzehnte hinweg erfolgreiche) Songwriting von Parton ebenso schätzt wie die lyrische und musikalische Freiheit einer Patti Smith, und beide genauso als Vorbild nennt wie Avril Lavigne und Bruce Springsteen, Kelly Clarkson und The Smiths.

Am Ende mag es Jade Bird – bei ihrem Talent, bei ihrer Stimmgewalt, bei ihrem Gespür für Dynamik, Atmosphäre und schlussendlich tolle Songs – auch komplett egal, Schnuppe und Wurscht sein, welcher – mal treffender, mal hastig aus der Luft gegriffener – Vergleich ihrem musikalischen Gaul zum Sprung verhilft: Spätgeborenes Neunziger-Rockrevival á la Morissette? Indie-Epigonin von La Swift? Frech konzipierte Indie-Nummern fürs nachmittägliche Formatradio? Aber erstaunlich ist’s schon, dass diese Songs, die so all American tönen, nun von Croydon, Südlondon aus die Musikwelt erfreuen…

 

 

 

„Sick and tired of just lettin‘ you in
Just to let you down again
Exasperated with the expectation
You’d be more than just a friend
But in honesty that I, I can be
A fourth finger with four limbs to carry
Won’t let you make a fool out of me, boy
See boy

You are good and you are pure
The angel knocking at my door
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before
And you are sweet and you are nice
Keep me calm and satisfied
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before

You almost had me for a minute there
Givin‘ my whole life to this love affair
Well I’m not gonna sit here and stroke your hair
You almost had me for a minute there
It doesn’t help that you mean well
They say the devil’s in the detail
And I’m tryin‘ not to raise hell
But it’s likely for the refill

You are good and you are pure
The angel knocking at my door
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before
And you are sweet and you are nice
Keep me calm and satisfied
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before

Everything’s a rerun
Before it’s even begun
Tell me, what’s the reason?
If everything’s a season
Then I’m a setting sun
We’re already done

You are good and you are pure
The angel knocking at my door
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before
And you are sweet and you are nice
Keep me calm and satisfied
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before

Ooh, ooh
Ooh, ooh
We’re already done

You are good and you are pure
The angel knocking at my door
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before
And you are sweet and you are nice
Keep me calm and satisfied
But I need something, something more
‚Cause love has all been done before

Ooh, ooh
Oh, love has all been done before
Love has all been done before
Love has all been done before
Love has all been done before
You are sweet and you are pure
But love has all been done before“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Finn Andrews – „One By The Venom“


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Entdecke die Möglichkeiten: Das brillante Musikvideo zu Finn Andrews‘ Song „One By The Venom“ aus dem Album „One Piece At A Time“ zeigt gefühlt unendliche Arten und Weisen, zu Tode zu kommen. Das Stück selbst gehört dabei zu einem Songwriting-Subgenre, das Finn Andrews, ansonsten – und das bereits seit 2001 – Sänger der neuseeländischen Melancholie-Indierocker The Veils, liebt: der Listensong.

Und seine Aneinanderreihung von individuellen Untergangsszenarien in dem reichlich sarkastischen und irgendwie doch auch traurigen Song (mit stoischen Textzeilen wie „One in the lion’s den / One by a Pope / One by the guillotine / One by the rope / One by the mob / And nineteen in that barn“) hat der ebenfalls aus Neuseeland stammende Regisseur Alexander Gandar zu einem morbid rauschendem Videoclip verarbeitet – mit einem sanft-düsteren Hauch á la „Six Feet Under“ an der Klippenkante.

Der 35-jährige Andrews meint selbst: „Wir hatten nicht viel Geld, aber wir hatten Zeit. Jeder Tod ist nur etwa 1,5 Sekunden lang, also haben Alex Gandar und ich versucht, die direktesten Wege zu finden, um ihn zu zeigen. Alex schrieb die makaberste Tabellenkalkulation der Welt, die jeden Tod enthielt, wie lang er war, wer darin war, wo er aufgenommen werden sollte… es war eine riesige Menge Arbeit. Wir hatten Freunde, die uns bei jedem Aspekt halfen. Mein Schulfreund Richard hat meinen Sarg gebaut, meine Mutter ist eine der Nonnen. Liam Gerrard (ehemaliger Keyboarder von The Veils, Anm. d. Red.) machte die meisten der Illustrationen, die wir dann animierten. Es war ein Alptraum. Und es war ein Genuss.“

Finn-Andrews__cov__One-Piece-At-A-Time„One By The Venom“ stammt, wie bereits erwähnt, aus Finn Andrews‘ im März erschienenem Soloalbum „One Piece At Time“, einem Werk voll schwer getragenen, nicht selten sinistren Pianonummern der Nick Cave’schen, machmal gar Leonard Cohen’schen Güteklasse, die Andrews in Angriff nahm, als er versuchte, aus einer zerbrochenen Beziehung den kreativst möglichen Nutzen zu ziehen: Anfang 2018 kehrte er ebenjenen Beziehungsscherben, dem urbanen London und seiner (derzeit im Sabbatical befindlichen) Band The Veils den Rücken, um in seiner Heimat Neuseeland den logischen nächsten Schritt nach der Trennung zu gehen: Er nahm ein kathartisches Soloalbum auf, sein erstes ohne seine gewohnte Band. Innerhalb von nur sieben Tagen spielte er zehn Songs ein, die wohl mehr von dem Musiker mit der markanten Stimmfarbe, der 2017 übrigens in einer Gastrolle in den neuen Folgen von „Twin Peaks“ zu sehen war und dessen Vater Barry einst als Keyboarder der britischen New-Wave-Post-Punker XTC für Szene-Furore sorgte, preisgeben als alle zuvor. Ihre reduzierten Arrangements und die unverschlüsselten Texte bieten schlichtweg keinerlei Verstecke oder Hintertürchen – Stimme und Emotion müssen in einem (freilich stets stilecht artsy-fartsy) Schwarz-Weiß-Film Farbe bekennen. Es sind außerordentlich intime, komplett live aufgenommene Singer/Songwriter-Kompositionen für Piano, Kontrabass, Besenschlagzeug und Streicher, die in manchem Moment am Sakralen, am Gospel zu kratzen scheinen. Musik für melancholie­getränkte Vollmondnächte. Hoffnungslose Romantik meets unvermeidliches Herzeleid: „There’s no need to ask twice / Love without hesitation / Love with all your might.“ Selbst, wenn am Ende der Nacht Gevatter Tod warten sollte…

 

Hier gibt’s das Musikvideo…

 

…sowie das Stück noch einmal in einer Live-Session-Variante:

 

Mehr Informationen findet man etwa in diesem Interview mit Finn Andrews.

 

„One in his bed
And one all blown to hell
One on his throne
And one slumped in his cell
One from the smoke
And one cornered by fire
One by his enmity
And one his desire
One from her plight
And one by falling wood
One from a covenant
Come to no good
One from the cigarettes
One by her kind
One by the voices
That cornered her mind

One
One by one…

One by the God of war
One by decree
One by His mercy
And one by His greed
One in the lion’s den
One by a Pope
One by the guillotine
One by the rope
One by the mob
And nineteen in that barn
One from the boredom
And one the alarm
One by black magic
One cannibalised
One by the spiders
And one by the flies

One
One by one…

One by barbiturate
One by morphine
One by a method
Foreseen in a dream
One in a pyramid
One on a cross
One for his winnings
And one for his loss
One in the night
And one by her own hand
One by the chosen
And one by the damned
One by the venom
And one by the pox
One from the water
And one from the rocks

One
One by one…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Gisbert zu Knyphausen – „Hurra! Hurra! So nicht.“ (live bei TV Noir)


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Geht immer: Die großartige Stinkefinger-an-den-oder-die-Ex-Hymne „Hurra! Hurra! So nicht.“ von Gisbert zu Knyphausen, bekanntlich erschienen vor nunmehr acht Jahren auf dem zweiten Album desselben Namens (welches nicht nur mein liebstes des deutschen Liedermachers ist, sondern unter Garantie eines der besten deutschsprachigen musikalischen Werke der letzten zehn Lenze). Gespielt hat sie der Gisbert, den wohl nur gute Freunde scherzhaft bei seinem vollen Namen „Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen“ rufen, in einer speziellen Version im vergangenen Jahr bei TV Noir gemeinsam mit Stücken seines aktuellen 2017er Albums „Das Licht dieser Welt“ sowie – alle Achtung! – einer Coverversion des Songs „Bagagedrager“ der niederländischen Indietronic-Band Spinvis – natürlich stilecht auf Holländisch!

 

 

 

— Gisbert zu Knyphausen LIVE — (* Duo mit Karl Ivar am Vibraphon)
07.06.2019 Oberhausen, Druckluft *
09.06.2019 Karlsruhe, Café NUN *
29.06.2019 Leipzig, Parkbühne Geyserhaus
31.07.2019 Jena, Kulturarena

01.08.2019 Plauen, Malzhaus Open Air
02.08.2019 Darmstadt, Merck Sommerperlen @ Centralstation
03.08.2019 Böblingen, Böblinger Songtage
04.08.2019 Freiburg, Zelt-Musik-Festival ZMF
09.08.2019 Königs Wusterhausen, Bergfunk Open Air
10.08.2019 Saarburg, Station K Pop Festival
11.08.2019 Hamburg, Wutzrock Festival

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Moth & The Flame – „The New Great Depression“


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Ja doch, wenn man die Songs von „Ruthless„, dem dritten, kürzlich erschienenen Album von The Moth & The Flame, so hört, kann man sich das aus dem US-amerikanischen Provo, Utah stammende und mittlerweile – wie so viele Künstler – in Los Angeles beheimatete Indierock-Quartett schon gut in der Nachmittagssonne auf der Indie-Stage eines Sommer-Festivals oder im Vorprogramm von, meinetwegen, Gang Of Youths, Imagine Dragons oder 30 Seconds To Mars vorstellen – freilich ohne all die despektierlich zu meinen.

718c4YfK-gL._SS500_Schließlich geht ein Großteil der Stücke, die beständig ihre Zutaten aus milde polterndem Indierock, zeitweise hypnotischem Elektropop und schmeichelnd-melancholischen Piano-Balladesken ziehen, während Frontmann Brandon Robbins mal von Zwischenmenschlichkeiten, mal von den kleinen wie großen Ängsten singt (mehr dazu etwa hier), recht gut ins Ohr – wenn auch die wenigsten der Songs des Nachfolgers zum ebenfalls empfehlenswerten 2016er Werk „Young & Unafraid“ kaum lange da verbleiben. Radiotauglicher Befindlichkeits-Indie, meinen die Spötter. Andererseits noch immer besser als jede einzelne Note von all den Coldplays, meint der gute Geschmack…

 

In jedem Fall toll ist Brandon Robbins (Gesang, Gitarre), Mark Garbett (Keyboard, Gesang), Michael Goldman (Bass) und Andrew Tolman (Schlagzeug) der Albumopener „The New Great Depression“ gelungen, welcher – wenn auch nicht tiefergehend – von Depressionen und Ängsten handelt, und all dies besonders anschaulich im dazugehörigen Musikvideo umsetzt, welches wohl schon jetzt eines der Feinsten des Musikjahres sein dürfte.
Selbiges gibt es hier zu sehen…

 

…während The Moth & The Flame in dieser Live Session beweisen, dass das Stück auch das Zeug zur amtlichen Akustik-Nummer hat:

 

„Breathe it in, let it out, so familiar now
Welcome home, been a while
Since you came around
I was young, saw your face
When the lights went out
When the lights went out

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Up at night, feeling down, and am I all alone
Hide away from it all, in a stranger’s home
Is it me? Is it you? Can I trust myself?
I need some help

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Welcome the new Great Depression…

I’m fine, don’t ask, the truth is
I’m nightmares underneath, it’s useless
Oh well, who cares, the proof is
The monster in my head is ruthless

Welcome the new Great Depression…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lo Tom – „Overboard“


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Eigentlich darf es schon als mittelschwere Sensation gewertet werden, dass sich die Sadcore-Indierocker von Pedro The Lion gut 14 Lenze nach dem letzten Album „Achilles‘ Heel“ in wenigen Tagen mit „Phoenix“ nun tatsächlich mit einem neuen Langspieler zurück melden. Wie der – Pardon für’s Wortspiel, aber es passt ja – sprichwörtliche Phönix aus der Asche also? Nun, die ersten Songs „Yellow Bike“ und „Model Homes“ versprechen in der Tat ein erstes unerwartetes Highlight im noch jungen Musikjahr 2019…

Nicht ganz unschuldig an der Reunion der Band aus dem US-amerikanischen Seattle, Washington dürfte ein Bandprojekt namens Lo Tom gewesen sein. Zu diesem gehör(t)en – freilich nebst Pedro-The-Lion-Frontmann David Bazan – auch Trey Many (Velour 100, Starflyer 59), Jason Martin (Starflyer 59) – und eben Pedro-The-Lion-Schlagzeuger TW Walsh. Gut möglich also, dass die gemeinsamen Jam-Sessions Jahre nach nach (vorübergehenden) Ende von Pedro The Lion 2006 zur Comeback-Idee beigetragen haben…

416lksbjncl._ss500Ein weiteres Indiz hierfür dürfte sein, dass die acht Songs des selbstgetitelten, im Juli 2017 veröffentlichen Debütalbums von Lo Tom so ganz anders als Vieles von dem klingen, was David Bazan auf den zahlreichen Solo-Werken seit der Pedro-The-Lion-Pause präsentierte: nicht selten ziellose Songwriter-Electronica-LoFi-Künstlichkeit vs. Bock auf Rock. So stellen bereits „Covered Wagon„, „Overboard“ und „Bubblegum„, die ersten drei Songs des Lo-Tom-Albums, klar, wohin die Reise geht: hin zum schnörkellos riffendem Indierock, manchmal garniert mit einer Prise handfestem Americana sowie Bazans recht oft ins Klagen neigendem, melancholischem Gesang. Klar, dass so eine Platte, die Gniedelgott-Bands wie Built To Spill oder Buffalo Tom im Geiste mit trägt, die Musikwelt kaum aus den Angeln heben würde (und 2017 etwas zu unrecht untergegangen ist). Aber allein die begründete Vermutung, dass aus Lo Tom nun die erfreuliche Rückkehr von Pedro The Lion erfolgt, macht jede der gerade einmal 29 Albumminuten zu einem Fest für Freunde des relaxt-tighten Fuzzpedal-Gitarrenrocks…

 

Hier gibt es das bereits erwähnte, sehr feine „Overboard“, welches wiederum mit Zeilen wie „It just takes a while / For me to un-feel a thing / And the opposite of what you think / For that bell to un-ring“ aufwartet – live performt von David Bazan und seinen drei Lo-Tom-Kumpels während einer Session für KEXP:

 

„You really messed me up
When you couldn’t see me
But I finally understood my place
In that sycamore tree

Don’t stop on account of me
I’m not living there anymore
Weak spot that I don’t need
But don’t let me go overboard

It just takes a while
For me to un-feel a thing
And the opposite of what you think
For that bell to un-ring

Don’t stop on account of me
I’m not living there anymore
Weak spot that I don’t need
But don’t let me go overboard

Sing that song at the top of your lungs
Don’t listen to the static, just listen to the drums

Don’t stop on account of me
I’m not living there anymore
Some weak shit that I don’t need
I don’t wanna go overboard“

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Louka


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Im Pop-Spielfeld irgendwo zwischen kleinem Elektro-Experiment und jungem Indie-Pop, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stehen Platten von Barbara Morgenstern oder MIA. im Regal der Wahl-Berlinerin.

Louka_Lametta_Cover-e1505930503413Louka mag noch jung sein, ist jedoch eine gute Beobachterin des wuseligen Hauptstadt-Lebens und ihrer Umwelt. Genau diese Begabung verarbeitet die Sängerin dann in ihren Songs. Keine erfundenen Storys, kaum künstlich aufgesetzte Gefühle, Louka beschreibt Emotionen und Erlebnisse, in denen sich ein Gros der Hörerschaft gut und gern wieder erkennen mag. Gepaart mit sparsamen Beats, funky-minimalistichen Gitarren-Licks und eigenwilligen Synth-Pop-Melodien, hat Louka mit dem 2017 erschienenen Debüt „Lametta“ (sowie der „Flimmern EP“ von diesem September) ein zwar oft genug melancholisches, jedoch positives und hoffnungsvolles Album geschaffen, das zu keinem Moment den Deutsch-Pop leugnet, diesem jedoch in ihrem ganz eigenen Stil begegnet.

 

Zum Reinhören in Loukas Songs empfehle ich ihre in diesem Jahr aufgenommene „Spiegelsaal Session“:

 

Rock and Roll.

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