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Song des Tages: Lana Del Rey – „Hope Is A Dangerous Thing For A Woman Like Me To Have – But I Have It“


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Vom Vorwurf des vermeintlichen One-Hit-Wonder-Täubchens kann man Elizabeth Woolridge Grant, die den meisten wohl besser als Lana Del Rey bekannt sein dürfte, sieben Jahre nach „Video Games“ wohl beruhigt frei sprechen. Obwohl: so richtig „hittig“ (weniger im qualitativen Sinne, mehr hinsichtlich der Chart-Platzierung) wurde es nach der Über-Single vom 2012er Album „Born To Die“ in den letzten Jahren kaum noch. Andererseits darf man der mittlerweile 33-jährigen Musikerin, die es wohl auch der Kunst wegen irgendwann von der einen Küstenmetropole (New York City) an die andere (Los Angeles an der US-West Coast) verschlagen hat, da gern zugute halten, dass sie bei ihrem stetigen kreativen Output längst mehr Wert auf die künstlerische Tiefe ihrer Stücke denn auf den fixen Stream-Hit legt.

Das beweisen einmal mehr die jüngsten, im vergangenen Spätsommer veröffentlichten Songs aus der Feder von Lana Del Rey, „Venice Bitch“ sowie „Mariners Apartment Complex„, die weder musikalisch (ersteres zieht sich über nahezu zehn Minuten!) noch textlich das geringste Interesse an Radio-Airplay zu hegen scheinen.

venice-bitch-stream-new-song-lana-del-reyUnd wen wundert’s: Ins gleiche balladeske Horn stößt nun auch das fluffig-prägnant titulierte „Hope Is A Dangerous Thing For A Woman Like Me To Have – But I Have It“, in welchem Lana Del Rey, dezent unterstützt vom Piano und mit dem gewohnt rauchigen Timbre, einmal mehr recht poetische Melancholie-Trübsinnigkeiten ins Mikrofon haucht – da ist’s nur allzu passend, dass die Dame kürzlich auch einen ersten eigenen Gedichtband angekündigt hat…

Entstanden ist das Stück, das zuerst den Titel „Sylvia Plath“ (für die Literatur-Unkundigeren: eine Poetin und Autorin des 20. Jahrhunderts, die Zeit ihres Lebens mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte und schließlich Suizid beging), wie schon seine beiden Vorgänger, gemeinsam mit Produzent Jack Antonoff entstand, der unlängst auch schon einer gewissen Lorde, welche Del Rey ja nicht ganz unähnlich ist, auf die Sprünge half. Ob das für dieses Jahr in Aussicht gestellte dazugehörige, nunmehr sechste Studioalbum „Norman Fucking Rockwell“ ähnlich tönen wird? Warten wir’s ab…

 

 

„I was reading Slim Aarons and I got to thinking that I thought
Maybe I’d get less stressed if I was tested less like
All of these debutantes
Smiling for miles in pink dresses and high heels on white yachts
But I’m not, baby, I’m not
No, I’m not, that, I’m not

I’ve been tearing around in my fucking nightgown
24/7 Sylvia Plath
Writing in blood on the walls
‚Cause the ink in my pen don’t work in my notepad
Don’t ask if I’m happy, you know that I’m not
But at best, I can say I’m not sad
‚Cause hope is a dangerous thing for a woman like me to have
Hope is a dangerous thing for a woman like me to have

I had fifteen-year dances
Church basement romances, yeah, I’ve cried
Spilling my guts with the Bowery Bums
Is the only love I’ve ever known
Except for the stage, which I also call home, when I’m not
Servin‘ up God in a burnt coffee pot for the triad
Hello, it’s the most famous woman you know on the iPad
Calling from beyond the grave, I just wanna say, ‚Hi, Dad‘

I’ve been tearing up town in my fucking white gown
Like a goddamn near sociopath
Shaking my ass is the only thing that’s
Got this black narcissist off my back
She couldn’t care less, and I never cared more
So there’s no more to say about that
Except hope is a dangerous thing for a woman like me to have
Hope is a dangerous thing for a woman with my past

There’s a new revolution, a loud evolution that I saw
Born of confusion and quiet collusion of which mostly I’ve known
A modern day woman with a weak constitution, ‚cause I’ve got
Monsters still under my bed that I could never fight off
A gatekeeper carelessly dropping the keys on my nights off

I’ve been tearing around in my fucking nightgown
24/7 Sylvia Plath
Writing in blood on your walls
‚Cause the ink in my pen don’t look good in my pad
They write that I’m happy, they know that I’m not
But at best, you can see I’m not sad
But hope is a dangerous thing for a woman like me to have
Hope is a dangerous thing for a woman like me to have

Hope is a dangerous thing for a woman like me to have
But I have it
Yeah, I have it
Yeah, I have it
I have…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Cat Power – „Woman“ (feat. Lana Del Rey)


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Satte sechs Jahre Zeit hat sich Charlyn Marie „Chan“ Marshall alias Cat Power Zeit gelassen, um an einem neuen Album zu werkeln – die bislang längste Veröffentlichungspause in der Diskografie der auch schon 46-jährigen US-Musikerin. (Kinners, wie die Zeit vergeht…) 

131298Am 5. Oktober nun wird Cat PowerWanderer„, den Nachfolger zur bislang letzten Platte  „Sun“ und summa summarum das zehnte Studiowerk, in den Plattenregalen platzieren. Und stellt nun mit „Woman“ den ersten (kompletten) Song daraus vor – mit prominentem Gastbeitrag von niemand Geringerem als Lana Del Rey.

Der beginnt als bluesiges Indierock-Stück, über das Marshall gewohnt entspannt und cool singt. Zum Refrain hin wird es langsamer und souliger, sodass der kundige Kenner der bisherigen Werke ans großartige „The Greatest“ denken darf, und Del Reys markante Stimme kommt als passende Begleitung ins Spiel. Im dazugehörigen Musikvideo, bei dem Greg Hunt Regie führte, kommt Gastchanteuse Del Rey jedoch nicht vor, es zeigt lediglich Chan Marshall und ihre Band an verschiedenen, durchaus romantischen Locations… *hach*

 

 

„If you know people who know me
You might want them to speak
To tell you ‚bout the girl or the woman they know
More than you think you know about me
More than you think you know me
See you walkin‘ in circles (circles)
See you talkin‘ in circles (circles)
See your thoughts runnin‘ in circles
And walk around all day long, followin‘ me
The doctor said I was better than ever
Man, you should have seen me
Doctor said I was not my past
He said I was finally free

Taking the charge (taking the charge)
I took the lead (I took the lead)
I need you to believe

I’m a woman of my word, now haven’t you heard
My word’s the only thing I’ve ever needed?
I’m a woman of my word, now you have heard
My word’s the only thing I truly need
Woman…

Your money’s like a weapon, a tool to get me
You think I’m like the other ones
Well, my money’s like a weapon (weapon), tool for me
No, I’m not like those other ones
A cage is like a weapon, a tool for me
You think I’m like the other ones
Well, my cage is a weapon, it’s perfect for me
It’s the one suit they seem to not see

I’m a woman of my word, now haven’t you heard
My word’s the only thing I’ve ever needed?
I’m a woman of my word, now you have heard
My word’s the only thing I truly need
Woman…

I’m a woman, woman, woman, woman…“

 

Rock and Roll.

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Was außerhalb der Plattencover passiert… – Humorige Antworten aus Russland


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Er heisst Igor, kommt aus Russland und schreibt über sich selbst: „Wenn ich nicht gerade eine AK-47 zerlege oder den Hausbären trainiere, höre ich gerne Musik.“ Und auch sonst scheint Igor Lipchanskiy einen ausgeprägten Sinn fürs Humorige zu besitzen. Dieser war es dann wohl auch, der dem kreativen Instagrammer irgendwann die dringende Frage ins Haupthirn brannte, was denn außerhalb der Plattencover, von denen er das ein oder andere wohl auch im heimischen Plattenschrank stehen hatte, passiert. Oder, besser: passieren könnte.

Also machte sich Igor, der nebenbei auch Teil der Kreativ-Crew von boredpanda.com ist, daran, diese Frage für sich zu beantworten – und sich selbst augenzwinkernd ins Geschehen abseits von mal mehr, mal weniger bekannten und ikonographischen Plattencovern zu integrieren. Was soll man schreiben? Die Ergebnisse sind meist sehr amüsant…

 

John Lennon & Yoko Ono – Double Fantasy (1980)

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Adele – 21 (2011)

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Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand (2009)

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Tom Petty and the Heartbreakers – Damn The Torpedoes (1979)

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Lana Del Rey – Born To Die (2012)

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Mehr von Igor Lipchanskiys erweiterten und neu bearbeiteten Plattencovern findet man hier oder hier

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Fontaines – „Young & Beautiful“


Bild: Facebook

Bild: Facebook

Wer aktuell gute, abwechslungsreiche und süchtig machende Popmusik mit weiblicher Stimme sucht, der kann sich getrost auf zwei Damen verlassen: Taylor Swift und Lana Del Rey. Letztere etwa veröffentlichte vor einigen Wochen mit „Honeymoon“ ihr viertes (!) Album innerhalb von fünf Jahren. Und obwohl die 30-jährige gebürtige New Yorkerin Elizabeth „Lizzy“ Woolridge Grant, die den meisten wohl ausschließlich unter ihrem Künstlernamen ein Begriff sein dürfte, dabei weiterhin ihrem Stil – dezent morbid-melancholische Mini-Dramen mit Sechziger-Jahre-Patina – im Gros treu bleibt, ist auch 2015 das ein oder andere Stück nett anzuhören…

Logisch auch, dass sich bei einem Bekanntheitsgrad wie dem von Del Rey auch andere Künstler an den Originalen probieren und diese für sich interpretieren. Siehe etwa: „Young & Beautiful„, 2013 als Teil des Soundtracks zur F.-Scott-Fitzgerald-Romanverfilmung „The Great Gatsby“ (Leonardo DiCaprio mit viel Pomp und Drama von Regisseur Baz Luhrmann in Szene gesetzt) erschienen. Das aus Los Angeles stammende Bruder-und-Schwester-Duo The Fontaines hat sich das ohnehin schon feine Lana-Del-Rey-Original zur Brust genommen, ein wenig Dramatik von den Songrippen gezogen und für sich vereinnahmt. Besonders toll: einen Teil des Texts haben Charlotte und Hank Fontaine ins Französische übersetzt. So verleiht diese Version „Young & Beautiful“ – bei aller LoFi-Instrumentierung – ein wenig mehr cineastischen Glanz, der irgendwie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lana Del Rey – „Chelsea Hotel No. 2“


Lana Del Rey - Chelsea Hotel No. 2

Nerviger, radioformatiger Pop, der beständig auf der Sechsziger-Jahre-Nostalgieschiene entlang fährt? Botox-H&M-Style-Püppchen? Melancholische Dauerberieselung? Klar, es gibt zugegebenermaßen so einige Gründe, nicht auf die Songs, Videos und Ästhetik von Lana Del Rey abzufahren. In der heutigen Musikwelt, in der sogenannte „Superstars“ mittlerweile eine kürzere Haltbarkeit aufweisen als ein Becher Joghurt und in etwa so interessant sind wie das Muster ein Raufasertapete (man munkelt übrigens, dass auch der IQ jener entspricht), stellen Musik und Musikvideos der 26-jährigen New Yorker Künstlerin – zumindest für mich – eine willkommene kurzweilige Abwechslung dar – allen Nostalgie-, Botox- oder Style-Vorwürfen zu Trotz…

Lana-Del-Rey-Chelsea-Hotel-No-2Daran ändert wohl auch ihre Version des Leonard Cohen-Songs „Chelsea Hotel No. 2“ nichts. Zwar fügt Del Rey dem beinahe 40 Jahre alten Klassiker kaum Neuerungen zu, aber: hey, wieso sollte man denn bitte versuchen, etwas nahezu Perfektes weiter zu perfektionieren? Und irgendwie scheint das 1974 veröffentlichte Stück, in welchem Leonard Cohen seine Liaison mit keiner Geringeren als Janis Joplin verarbeitete, Misses Del Rey auch, mit all dem triefenden Herzschmerz, auf den ansehnlichen Leib geschrieben zu sein, oder?

 

Hier gibt’s das Video von Regisseur Ant Shurmer:

 

Und – auch auf die Gefahr hin, ein wenig meiner Credibility einzubüssen: Del Reys Song „Ride“ sowie der dazugehörige zehnminütige Kurzfilm zählten im letzten Jahr zu meinen erklärten Lieblingen. Höchst stylish, das Ganze, und dazu noch nett anzusehen und anzuhören! Solche Musik muss ich mir nicht unbedingt auf Albumlänge geben, aber wenn aktueller Pop, dann bitte – zum Beispiel – so…

 

 

Rock and Roll.

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