Schlagwort-Archive: Kurzfilm

Geknüpfte Liebe – Der Stopmotion-Kurzfilm „Lost & Found“


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Ein geknüpfter (oder gestrickter?) Dinosaurier erspäht eine gleichsam erschaffene Füchsin und es entsteht die aufopferungsvollste Liebesgeschichte, die wohl je zwischen zwei Stofftierchen in einem Stopmotion-Kurzfilm zu sehen war… Zu hochtrabend formuliert? Nun, zumindest ist der australische Kurzfilm „Lost & Found“ von Andrew Goldsmith und Bradley Slabe, welcher es auf die Shortlist zur Kurzfilm-Nominierung für die kommende Oscar-Verleihung geschafft hat, sehr emotional, niedlich und… *hach* …einfach schön.

Die komplette offizielle Videobeschreibung mag ich hier gar nicht zitieren, da dies wohl doch zu sehr den Verlauf der wunderschönen Geschichte Spoilern würde. Daher nur das hier als Essenz des Ganzen:

„Lost & Found is a stop motion short film that tugs at the heartstrings.“

Das allerdings: Sowas von. Taschentücher bereit halten in 3, 2, 1…

 

 

Ein interessantes Making Of zum Kurzfilm findet man bei Interesse hier.

Und die Macher haben es sich nicht nehmen lassen, auf der dazugehörigen Homepage ein paar Plakatmotive von Kultfilmen mit den beiden Figuren nachzustellen. Awwwww….

Stopmotion-Kurzfilm: "Lost & Found" lost-and-found-kurzfilm_02

 

Rock and Roll.

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#GiveInToGiving – Ein Animationsfilm zum diesjährigen „World Kindness Day“


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Zwar liegt der „World Kindness Day“ (oder, in etwas gestelztem Deutsch: „Welt-Nettigkeitstag“) bereits einige Wochen zurück (dieser findet nämlich seit 1998 alljährlich am 13. November statt), aber: Für Nächstenliebe und die ein oder andere gute kleine Tat oder freundliche Geste braucht’s kaum ein Datum. All das darf gern an den anderen 364 Tagen fortgesetzt werden…

Zum diesjährigen „World Kindness Day“ hat sich der iranische Animationsfilmemacher Araysb Feiz einige Gedanken gemacht und unter dem Hashtag #GiveInToGiving einen etwa zweiminütigen Animationsfilm auf die Beine gestellt, der einerseits – bei aller Plakativität – auf höchstem Niveau niedlich erscheint, jedoch auch zum Nachdenken anregt… Gut so.

 

(…oder via Vimeo)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Dave Grohl – „Play“


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Ein Mann und seine stetige Furcht vor der kreativen Langeweile: Noch während sich seine Foo Fighters und er auf ausgedehnter „Concrete And Gold“-Tournee befinden, hat Dave Grohl mal eben im Quasi-Alleingang ein 23-minütiges Instrumentalstück aufgenommen. Den Prozess dokumentiert er im nun veröffentlichten halbstündigen Film „Play“ (bei dem Grohl immerhin Mark Monroe die Regie überließ), wo der geneigte Zuschauer zunächst etwas über die Idee hinter dem Projekt erfährt und dem Foo-Fighters-Frontmann dann in siebenfacher Ausführung bei der Performance zusehen darf – obendrein mit der Möglichkeit, interaktiv auch nur einzelne Spuren auszuwählen…

Play“ beginnt mit einem Interview-Segment, in dem Dave Grohl über seine Motivation hinter dem Projekt spricht. „Für jeden Musiker, egal ob jung oder alt, ist ein schönes Studio voller Instrumente wie ein Spielplatz“, sagt der nimmermüde 49-jährige hauptberufliche Musikfan im Voice-Over. „Ich fühle mich hier wie ein Kind im Süßwarengeschäft.“ Ein Kind, das immer weiter nach Herausforderungen sucht. Genau diese Kids würden ihn wiederum sehr inspirieren, wenn er unter anderem auch seinen eigenen Sprösslingen dabei zusieht, wie sie Instrumente lernen und konstant ihre Grenzen ausloten (und dass der Grohl’sche Nachwuchs durchaus Talent besitzt, bewies etwa Tochter Violet unlängst).

Zeit also, etwas zu tun, was selbst der Foo Fighters-Frontmann und legendäre Nirvana-Schlagzeuger so noch nie gemacht hat: „Diese Vorstellung, hier [in dieses Studio] zu kommen und nicht einfach nur irgendeinen Song selbst aufzunehmen, sondern gleich ein 23-minütiges Instrumental mit mehreren Instrumenten, bei denen ich von einem zum nächsten renne – das klang einfach wie etwas, das ich noch nie zuvor gemacht hatte. Und ganz ehrlich: Ich wusste auch nicht, ob ich es kann.“

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Er kann, wie das Endergebnis beweist: Ab der 8. Minute des (Kurz)Films folgt das von ihm zuvor stolz viral angeteaserte Musikstück in ganzer Länge, und es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, es klanglich und visuell zu verarbeiten. Auf der Webseite zum Film „Play“ kann man sich entweder den fertig zusammengeschnittenen Dreißigminüter ansehen, in dem die sieben parallel spielenden Grohls auch parallel zu sehen sind. Oder man kann sich für einzelne Audio- und Bildspuren entscheiden, denen man über das Instrumental hinweg folgen will.

s874716394253175725_p298_i1_w440So ist es zum Beispiel über die „Percussion“-Spur möglich, Grohl 23 Minuten lang dabei zuzusehen, wie er konzentriert vor Vibraphon und Schlagwerk steht, die passende Lücke sucht, zwischendurch untätig den restlichen Spuren auf seinem Kopfhörer lauscht und dabei sichtlich erfreut abrockt. Ähnlich interessant ist sein Verhalten am Synthesizer – die anderen Instrumente beherrscht er blind, aber hier sieht man besonders gut, wie selbst der Multiinstrumentalist ihn herausforderndes Neuland betritt. Die dazugehörige Audiospur gibt es wahlweise isoliert oder im Master mit dem Rest zu hören, außerdem stehen auf der Seite Partituren zum Download bereit.

Und Grohl wäre wohl kaum er selbst, hätte nicht selbst diese potentiell schnellschlüssige Schnapsidee einen ernsthaften Hintergedanken: So veröffentlicht der Musiker, der mit „Sound City“ oder der Musik-Doku-Reihe „Sonic Highways“ ebenfalls bereits Regie-Erfahrungen vorzuweisen hat, neben „Play“ eine Spendenliste von Organisationen, die den musikalischen Werdegang von Kindern und Erwachsenen fördern. Aus Deutschland sind unter anderem der Verband deutscher Musikschulen und der Verein Ruby Tuesday dabei.

 

 

Rock and Roll.

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Die Rache der Weihnachtsbäume – der Kurzfilm „Treevenge“


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Jedes Jahr um die Weihnachtszeit herum wiederholt sich ein geradezu schauriges Ritual: Millionen von Menschen, welche sich das gesamte Jahr über eventuell vegetarisch oder gar vegan ernähren, brav ihren Müll trennen, freilich die Tierschutzpartei wählen und vielleicht sogar noch das ein oder andere Sümmchen an eine karitative Organisation spenden, entwurzeln ganze Wälder von Nadelhölzern, nur um sich die traurigen Kadaver anschließend ins heimische Wohnzimmer zu stellen – und die Leichen gar noch festlich-bunt zu schmücken…

Was erscheint also passender als die Frage, was passieren würde, wenn diese Geschändeten, diese lebenden toten Tannen zurück schlagen und ihren Peinigern Gleiches mit Gleichem vergelten könnten?

Nun, genauso ernst wie meine Umschreibungen beantwortet all dies der 2008 veröffentlichte kanadische Horror-Kurzfilm „Treevenge“ – mit einer guten Portion Trash, Splatter und Humor… Nichts für schwache Gemüter, der Rest darf gern schmunzeln.

 

 

Rock and Roll.

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Vom ewigen Rattenrennen – Steve Cutts‘ Kurzfilm „Happiness“


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Seien wir mal ehrlich: bei gefühlt neunundneunzig Prozent aller künstlerischen Versuche der Konsumkritik kommt am Ende nichts weiter als abgedroschen-gestrige Sozialromantik heraus. Der Animationskurzfilm „Happiness“ des nach wie vor großartigen Steve Cutts (ANEWFRIEND stellte vor einigen Monaten bereits das Werk des Londoner Künstlers vor) macht alles richtig und sagt uns ohne einen Funken kitschiger Kapitalismuskritiker, wie’s im Wesentlichen ist mit der Wechselbeziehung zwischen Glück und Geld – ein Rattenrennen, das wohl nie gut ausgehen kann. Sollte man gerade in der (Vor)Weihnachtszeit gesehen haben…

 

 

Rock and Roll.

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„Als hätten sie mein Tagebuch gelesen“ – Ein Kurzfilm über The xx und ihre Fans


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Es ist als hätten sie mein Tagebuch gelesen und daraus die Lyrics geschrieben„: Dieser Satz einer The xx-Anhängerin bringt die Faszination und Magie, die die Songs der britischen Dreampop-Band auf viele ihrer Fans ausüben, wohl perfekt auf den Punkt. Die oft sanften und doch treibenden Stücke aus der Feder von Romy Madley Croft, Oliver Sim und Jamie Smith, die zu gleichen Teilen zum Träumen und Tanzen animieren, spricht Menschen auf ganz unterschiedliche Weise an.

Davon erzählt der knapp zehnminütige Kurzfilm „We See You Berlin“, der gut und gern als ernst gemeinte Liebeserklärung der Londoner Band an ihr Publikum durchgeht, indem er Fans porträtiert, die wiederum der Band ihre Liebe zollen und Einblicke in ihre Gefühlswelt gewähren.

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Die Berliner Regisseurin Sylvie Weber über ihren Kurzfilm:

„My process as a filmmaker speaks to a consistent desire within me to unveil the character within, I keep an aesthetic and cinematic visual in mind when on set, cautiously leading the protagonists while allowing them to slowly become more themselves on screen.

In the case of ‘We See You’, coming across truly engaged and earnest individuals was not difficult, the vulnerability that The xx expose in their music is the basis for their incredibly close connection to the fans themselves. I think we’ve managed to represent in these four stories the feeling of the many millions who are so profoundly affected by the harmonies of Romy, Oliver and Jamie.“

„We See You Berlin“ dokumentiert das Verhältnis einiger ausgewählter Fans (etwa aus Deutschland und Tibet) zur Band und zeigt das Trio hinter den Kulissen ihres Lollapalooza-Auftritts in Berlin am 10. September diesen Jahres. Die Idee zum ersten Teil dieser Kurzfilm-Reihe verfolgten The xx, deren aktuelles, drittes Studioalbum „I See You“ im Januar erschien, schon länger – im Zuge der Lollapalooza-Show bot sich nun die Gelegenheit zur Umsetzung…

 

 

Rock and Roll.

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