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„Rakka“ – Neill Blomkamp stellt kompletten Kurzfilm mit Sigourney Weaver online


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Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp („District 9“, „Elysium“, „Chappie“) und die kürzlich gegründeten amerikanisch-kanadischen Oats Studios haben ihren ersten gemeinsamen Kurzfilm „Rakka“ veröffentlicht. Zu sehen ist der wilde Mix aus Science-Fiction und Horror kostenfrei auf YouTube und Steam.

Rakka“ spielt im Jahr 2020. Die Menschheit wurde von außerirdischen Echsenwesen versklavt. Diese haben begonnen, die Welt und die Atmosphäre zu verändern. Überall ragen schwarze, organisch aussehende Türme in den Himmel. Die Menschen werden entweder getötet oder für grausame Experimente missbraucht. Nur eine kleine Gruppe von freien Überlebenden, geführt von Sigourney Weaver (die ja spätestens seit „Alien“ als ausgewiesene Expertin im Kampf gegen außerirdische Dreckviecher gilt), stellt sich im post-apokalyptischen Texas gegen die Invasoren.

„In ‚Rakka‘ seht ihr, was auf unserer Welt passiert. Nur verlagert in eine Science-Fiction-Kulisse“, sagt Blomkamp. „Die ursprüngliche Idee war es, zu zeigen, wie eine lokale Gemeinschaft auf eine Besatzungsmacht reagiert.“ Viele Momente erinnern daher an Szenen, die wir (leider) aus den Nachrichten kennen, wenn etwa wieder einmal über Kämpfe zwischen Syrern und dem sogenannten Islamischen Staat berichtet wird. Wie die Islamisten zerstören auch die Klum (wie die außerirdischen Echsenwesen im Kurzfilm heißen) Denkmäler und Symbole von Kunst- und Kultur. Auch Momente aus Dokumentationen rund um den Zweiten Weltkrieg, den Vietnam- und Irakkrieg spiegeln sich in den Bildern von „Rakka“ (das seinen Namen wiederum von einer Stadt im Norden Syriens hat, welche lange Zeit als Hochburg des IS im Land galt).

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Neill Blomkamp, der seine Karriere mit Kurzfilmen begonnen hatte (und welche zum Teil, wie „Alive in Joburg“ zu „District 9“ und mit „Tetra Vaal“ zu „Chappie„, zu abendfüllenden Spielfilmen wurden), sieht das Kurzfilm-Projekt sowie Oats Studios vor allen als Testfeld für neue, experimentelle Ideen, die man anderswo – und vor allem außerhalb des weltweiten Netzes – schwer verwirklichen könne. „Rakka“ gehört zu Volume 1 der geplanten Kurzfilmreihe, die aus insgesamt drei jeweils zwanzigminütigen Episoden bestehen soll.

Die ersten drei Kapitel sollen kostenlos zu sehen sein. Ein weiteres Ziel des Projekts sei es, zu sehen, wie gut das Publikum die Reihe annimmt. So will man feststellen, ob sich mit Volume 2 Geld verdienen lässt, indem die Zuschauer für die einzelnen Episoden zahlen. Der Vertrieb soll über die Gaming-Plattform Steam erfolgen.

 

 

Weitere Infos findet ihr hier

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: alt-J – „In Cold Blood“


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alt-J, Englands wohl verspulteste erfolgreiche Indierock-Band, haben im Zuge ihres in Kürze erscheinenden dritten Albums „RELAXER“ ein neues Video gedreht (oder: drehen lassen), und das ist, wie schon der Vorgängerclip zu „3WW„, kein gewöhnliches Musikvideo: Der Kurzfilm zu ihrem Song „In Cold Blood“ erzählt vom gefährlichen Leben einer Waldmaus, und als Sprecher konnte das Trio, welches bereits 2012 mit seinem Debütalbum „An Awesome Wave“ den in Großbritannien so renommierten „Mercury Prize“ einheimsen konnte und 2015 gar für einen Grammy nominiert war (fürs Zweitwerk „This Is All Yours„), niemand Geringeren als Iggy Pop himself gewinnen. Regie führte der dänische Regisseur und Fotograf Casper Balsley, gefilmt wurde das Ganze im Wald Hareskoven nahe Kopenhagen.

Das Video begleitet die kleine, namenlose Maus auf ihrer Wanderung über Stock, Stein und Gebüsch. Sie wird argwöhnisch von einer Schlange beobachtet, pausiert neben einer Schnecke, putzt sich, genießt die Aussicht, springt dem Tod von der Schippe, entdeckt schließlich Leichenteile, Blut und Bargeld – und macht sich erst einmal über die Fritten der Verblichenen her. Den Rest des (spätestens) von dort an völlig arty-absurden Musikvideos, dessen Titel „In Cold Blood“ nun mal so richtig Programm ist, schaut ihr euch lieber selbst an…

 

 

Und wie hört sich der Song bitte live an? Diese Frage dürfte wohl der folgende Mitschnitt beantworten, der alt-J bei einem Gastspiel in Jimmy Fallons „The Tonight Show“ zeigt – inklusive der Haus-und-Hof-Band The Roots:

 

Rock and Roll.

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„Alle sind so…“ – Der Kurzfilm „Alike“


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„Jedem seine Schönheit
Und jedem genug Kraft
Jedem soviel Hoffnung
Daß er’s bis zum Ende schafft
Jedem seine Nerven
Und seine Leidensfähigkeit
Die wirst du brauchen
Wirst du merken
So was lernst du mit der Zeit

Keiner will so sein, doch alle sind so
Im Zweifel gut gemeint, doch alle sind so…“

…so sang Frontmann Deniz Jaspersen 2010 im Herrenmagazin-Song „Alle sind so„.

Und oft ist es ja wirklich so: Bereits in der Schule soll man gefälligst zu den Besten gehören, bald schon einen anerkannten Studiengang wählen, um danach einen prestigeträchtigen, einträglichen Job zu bekommen und das Leben zu führen, das gemeinhin als „erfolgreich“ gilt. Die moderne Gesellschaft trichtert uns von klein auf ein, dass wir das vollkommene Glück (was auch immer das sein, was auch immer das heißen, was auch immer das bedeuten mag) nur durch stetige Leistung und eiserne Disziplin erlangen können. Gefangen im ewigen Kreislauf von Arbeit und Gleichförmigkeit bleibt da nur wenig Raum für Kreativität, für Neues. Konformität über alles!

Schon lange hat diese traurige Erkenntnis niemand mehr so gut auf den Punkt gebracht wie die beiden Spanier Daniel Martínez Lara und Rafael Cano Méndez in ihrem erstmals 2015 gezeigten und Ende 2016 online gestellten Kurzfilm “Alike”.

In nur sieben Minuten erzählt das Filmemacherduo aus Madrid eine Geschichte, in der es um den Mut geht, Dinge anders zu sehen, aus der Reihe zu tanzen, nicht alles so hinzunehmen, wie die Gesellschaft es vorzuschreiben scheint.

“Alike” handelt von einem Vater und seinem kleinen Sohn und davon, was passiert, wenn Kreativität aus dem Leben verschwindet und alle Farben verblassen, bis alles ganz grau und trostlos ist.

“Kinder stellen deine Welt komplett auf den Kopf”, sagt Lara in einem Making-Of-Video. “Wenn du Vater bist, fragst du dich oft, was das Beste für deine Kinder ist. Dieser Kurzfilm soll das ausdrücken.”

Der Animationsfilm, der in seiner fantasievollen Machart stark an die Pixar-Werke erinnert, wurde komplett mit dem frei zugänglichen 3D-Programm Blender erstellt. Gewidmet haben ihn die beiden Spanier, die gemeinsam mit ihrem 18-köpfigen Team ganze fünf Jahre an dem Kurzfilm gearbeitet haben, ihren Familien – “dafür, dass sie uns helfen, nicht unsere Farbe zu verlieren”.

“Alike” hat bereits mehr als 100 Preise gewonnen und wurde seit Dezember 2016 auf Youtube und Co. etliche Millionen Mal geklickt.

 

 

Rock and Roll.

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„Geist“ – ein Kurzfilm, der unter die Haut geht


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Wer mich kennt der weiß, wie sehr mich Kurzgeschichten und Kurzfilme faszinieren. Ganz ehrlich: Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die es schaffen, einen innerhalb weniger Minuten in ihren Bann zu ziehen. Kein unnötiges Vorgeplänkel, keine sinnfreien Nebenschauplätze, sofort rein ins Getümmel, in medias res – quasi die komplette Antithese zu einem Stephen-King-Roman.

„Geist“, ein Kurzfilm des irischen Animations-Studio Giant Animation, für den sich die Regisseure Alex Sherwood, Sean Mullen und Ben Harper (nicht der Musiker) verantwortlich zeichnen, reiht sich da wunderbar mit ein. Definitiv ein spannendes Exemplar, das direkt unter die Haut geht und beweist, dass animierte Unterhaltung auch düster, gruselig und latent grausam daher kommen darf und eben nicht zwangsläufig Pixar-mäßig familiengerecht sein muss…

„Ein schiffsbrüchiger Fischer wacht am Ufer einer Insel auf und es geschehen merkwürdige, seltsame Dinge. Ein wirklich toller Kurzfilm, wenn auch sehr bedrückend. Aber die Arbeit beeindruckt mächtig. Sehenswerte 10 Minuten. Das wird auch durch die ganzen Nominierungen und Preise unterstrichen, welche dieser Film eingeheimst hat.“

 

 

Rock and Roll.

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Der Kurzfilm „DADDYCOOL“ – Weil ein Mann tun muss, was ein Mann tun muss. Oder so.


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„DADDYCOOL“ – nicht nur ein nicht tot zu kriegender Siebziger-Disco-Hit von Boney M. (falls ihr die Melodie nun wieder im Kopf haben solltet: gern geschehen!), sondern auch ein böser kleiner Kurzfilm von Camille Jalabert,  Zoé Guillet und Maryka Laudet, drei Studenten aus Arles, Frankreich, der bestimmt nicht jedem gefallen wird. Aber: warum auch? Andererseits erhielt der animierte Einminüter im Februar bereits ein „Staff Pick“-Gütesigel von Vimeo…

 

 

Rock and Roll.

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Cuteness overload – Pixars Oscar-prämierter Kurzfilm „Piper“


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„Toy Story“, „Monster AG“, „Das große Krabbeln“, „Oben“, „WALL·E“, „Cars“, freilich „Findet Nemo“ und dessen neuste Fortsetzung „Findet Dorie“ – Pixar, welches sich seit 2006 offiziell „Disney-Pixar“ schimpft, ist seit den Neunzigern weltweit bekannt für gute Trickfilmunterhaltung (und das nicht nur für Kinder!) sowie die ausgeprägte Liebe zum Detail.

In „Piper„, jüngst prämiert mit dem Oscar für den „besten animierten Kurzfilm“, übertreffen sich die Filmemacher aus Emeryville, Kalifornien wohl noch einmal selbst. Manch eine(r) wird nach dem Anschauen gar auf eine Langversion des Kurzfilms hoffen…

Piper„, erdacht und umgesetzt vom kanadischen Pixar-Kreativling Alan Barillaro, ist die verdammt süße Geschichte eines hungrigen Strandläufer-Kükens, das sich seiner größten Angst stellen muss, um nicht zu verhungern: dem gefährlichen und unbekannten Meer. Denn nur in der kalten Gischt findet der junge Vogel die Muscheln, die ihm seine Mutter nicht mehr bringen will.

Piper soll auf eigenen Beinen stehen, lernen sich selbst zu versorgen. Den kleinen Vogel stellt das vor eine riesige Herausforderung, die er nur mit einem Freund meistern kann. „Dies ist eine Anekdote darüber, die eigenen Ängste zu besiegen“, erklärte Alan Barillaro gegenüber „USA Today„.

Der sechsminütige Film, welcher zuerst als Kino-Kurzfilm vor „Findet Dorie“ lief, sei eine Metapher für das Aufwachsen in einer Welt, die so groß und einschüchternd wirken könne. Die Inspiration zu der Geschichte sei ihm am Strand von Nord-Kalifornien gekommen: „Die Vögel am Ufer wirkten immer so verängstigt von den Wellen. Das war der Anstoß für die Idee.“

 

 

Rock and Roll.

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