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Song des Tages: Benne – „Nur ein Wort“


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Gerade in der jetzigen Zeit fühlen sich viele mehr oder minder an die eigenen vier mausgrauen Wände gefesselte Leute einsam(er) und allein(er) als sonst. Um auch ohne direkte soziale Kontakte ein Gefühl von Zusammenhalt zu vermitteln, hat der 30-jährige Musiker Benedikt „Benne“ Ruchay aus der Not eine Tugend gemacht (schließlich brauchte seine neuste Single ein Musikvideo) und sich etwas ganz Besonderes überlegt. Für das Musikvideo zu „Nur ein Wort“ rief er alle Fans und Freunde zum Mitmachen auf – und das ganz allein von Zuhause…

„Benne ist Mitte zwanzig. Ein junger Kerl mit wachem Blick, ein aufmerksamer Beobachter. Er hinterfragt und erzählt. Mal sehr ruhig, manchmal platzt es aber aus ihm heraus. Dann erzählt er sehr bildhaft von seinen Reisen durch Südamerika, von seiner Arbeit in einem Waisenhaus in Buenos Aires, seiner Zeit in Dublin, den Trips durch Europa, der alten WG in Mannheim oder von seinem Heimatdorf nahe Heilbronn. Irgendwie alles kleine Geschichten. Geschichten eines jungen Mannes, der sein Leben erlebt. Das spiegelt sich auch in seiner Musik wider.

Mal leise und mal laut erzählt er in seinen Songs von besonderen Orten und Begegnungen, stellt Fragen, schaut zurück und blickt nach vorn. Bennes Texte sind geprägt von starken Bildern und lebhaften Erzählungen.“

Wohl nur deshalb findet der Song hier statt. Man soll’s mir nicht übel nehmen (und ich möchte Benne auch keinesfalls zu nahe treten – mit ihm kann man sicherlich einen guten Schnack bei ein, zwei Bier halten), aber mir ist nahezu jeder Deutschpop-Musiker, der mit denselben Formatradio-Einheitsbrei-Produzenten wie Michael Schulte, Wincent Weiss, Lena, Udo Lindenberg, Andreas Bourani oder Adel Tawil zusammen arbeitet oder seine auf Ohrwurm gedrillten Fertigprodukte mit – nochmal: sorry! – potentiellen Unsympathen wie Lea oder Nico Santos schreibt, ein Graus, um das ich von vornherein lieber weite Bögen mache (das Warum hat Böhmermann vor einiger Zeit mal ganz gut angeschnitten). Just not my cup o’tea.

Trotzdem triggert Bennes neues Video auch bei mir ein paar wohlige Nerven. Klar, im dazugehörigen Song dreht sich alles um „Nur ein Wort“ (kein Cover des Helden-Gassenhauers!), auf das Benne wartet, damit er zu einer verlorenen Liebe zurückkehren kann. Im Musikvideo wird jenes „Wort“ durch einen kleinen Zettel dargestellt, der von Mensch zu Mensch in kreativer Art und Weise weitergereicht wird, je nachdem, in welcher Situation sich alle Freunde und Fans von Benne, die sich an der kreativen Idee beteiligt haben, gerade befinden. So sehen wir, wie der besagte kleine Hauptdarsteller-Zettel immer weiter wandert, während des Zähneputzens, beim Nudelessen, Radschlagen, Rasenmähen oder Grillen – er wird weitergereicht, geworfen, gepustet oder angebrannt. Allerdings weiß niemand, was tatsächlich auf dem Botschaftsträger steht – offensichtliche Vermutungen und Spekulationen hin oder her…

Am Ende landet der Zettel – wer hätte es gedacht – bei Benne. Mit einem schelmisch-kleinen Lächeln und einem Blick auf den Zettel endet das Video. Der Zuschauer selbst wird mit seinen Gedanken und Interpretationen allein gelassen. Unabhängig vom gefälligen Liedermacher-Pop, welcher bestenfalls an Enno Bunger erinnern mag, zeigt Benne mit dem Video zu „Nur ein Wort“, dass wir alle auch allein eine gemeinsame Botschaft verbreiten können. Feine Sache.

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"So viel Bilder ziehen nochmal an mir vorbei
Und ich frag' mich, wo du bist in letzter Zeit
Ich bin heut' am Park vorbeigefahren, in dem du mich zum ersten Mal
Gefragt hast, ob das mit uns beiden bleibt

Jetzt steh' ich hier alleine, ist leise, seit 'ner Weile
Ist es einfach nicht das Gleiche, ohne dich in meinem Arm

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

Seh' uns beide noch zusammen nach Hause gehen
Und wie du deinen Kopf auf meine Schulter legst
Ich glaub', ich hab' dir nie gesagt, wie krass ich deine Nähe mag
Zusammen Sterne zählen und Kippen drehen

Jetzt steh' ich hier alleine, ist leise, seit 'ner Weile
Ist es einfach nicht das Gleiche, ohne dich in meinem Arm

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

(Nur ein Wort von dir)
Komm' sofort zu dir zurück
(Nur ein Wort von dir)

So viel Bilder ziehen nochmal an mir vorbei
Und ich frag' mich, ob du weißt, es tut mir leid?

Ey, gib mir nur ein Wort von dir, ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir, sofort zu dir, sofort zu dir zurück
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück

(Ich brauch' doch nur ein Wort von dir)
(Nur ein Wort von dir)
Gib mir ein 'Vielleicht', nur 'n kleines Zeichen reicht
Ich brauch' doch nur ein Wort von dir, ein Wort von dir und ich
Komm' sofort zu dir zurück"

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Sylvia Plath, 1932-1963, amerikanische Schriftstellerin und Lyrikerin)

 

Apropos die auch heute noch – und dann vor allem für ihre schwermütige Lyrik – ebenso oft zitierte wie bemühte Autorin des Romans „Die Glasglocke“: Schonmal was vom „Sylvia Plath effect“ gehört? Sehr interessante (wenngleich auch nicht unumstrittene) Theorie…

 

Rock and Roll.

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Granny Cool – Wie Ross Smith und seine Oma Instagram und Co. zum Schmunzeln bringen…


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Großeltern sich ja nicht immer ganz einfach. Besonders deutsche. Neben vielen lieben Opas und Omas gibt es bekanntermaßen auch eine Menge launischer, grummeliger und miesepetriger alter Leute, deren liebster Zeitvertreib bis zum Abholetermin durch Gevatter Sensenmann das Monieren des ach so neuzeitlichen Ist-Zustands zu sein scheint – da ein Wehwehchen, hier ein Zipperlein, und sowieso war ja früher alles, aber auch alles besser. Gemessen an ebenjener „Grumpy-Cat-Skala der Abgelederten“ hat der US-Amerikaner Ross Smith da mit seiner Oma wohl den Sechser in der Familien-Lotterie geschossen…

Auf der anderen Seite bedauern wir oft, dass wir zu wenig Zeit mit unseren Großeltern verbringen. Vor allem, weil wir nie wissen, wie viel Zeit uns wirklich noch mit ihnen bleibt. Trotzdem schaffen wir es – Hand aufs Herz – nicht immer, uns zu melden und uns länger – und über den banalen Smalltalk hinaus – mit ihnen zu unterhalten. Dann treffen wir uns eben doch eher mit Freunden oder Kollegen, die wir länger nicht gesehen haben, als mit unserer Oma. Stimmt doch, oder? Aber warum eigentlich? Die wenigsten Omas und Opas sind so langweilig, prüde und konservativ, wie wir vielleicht denken. Ganz im Gegenteil: Die meisten von ihnen haben spannende Geschichten zu erzählen, jede Menge Lebenserfahrung und waren schließlich auch irgendwann mal so alt (oder eben jung) wie wir. Um herauszufinden, wie unsere Großeltern so ticken, müssten wir uns aber mehr mit ihnen auseinandersetzen. So wie Ross Smith

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Foto: Ross Smith / Facebook

Denn der 26-jährige Nachwuchs-Footballer aus Dayton, Ohio und seine Granny sind nicht nur Best Buddies, sondern haben auch noch eine Menge Spaß zusammen. Das liegt besonders an der – uffjepasst und arg gestaunt! – Dreiundneunzigjährigen (!), die sich für keinen Spaß zu schade ist und die Traute besitzt, sich richtig zum Affen zu machen. Umgetextete Eminem-Songs rappen? Jawollo! Mit Plüschpenis auf dem Kopf herum rennen? Machtse! Sich coole Sprüche-Battles liefern? Yeah! Auf Fitness-Geräten rumturnen? Erster! In die schrillsten und abgefahrensten Kostüme schlüpfen? Oma ist dabei, Oma hält’s jung! Und zum Glück gibt es Instagram und Co., denn dort lässt Ross Smith uns (und mittlerweile über 2,7 Millionen Abonnenten auf Instagram sowie 9,4 Millionen Fans auf Facebook) bereits seit einiger Zeit an den verrückten Aktionen teilhaben…

 

Ein paar Beispiele von Smiths Instagram-Account gefällig? Klar:

3. Sie können aber auch patriotisch. Echte Amis eben…

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Happy 4th of July Homies 🇺🇸💥🎆

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4. Hatte ich schon erwähnt, dass die beiden ein Herz und eine Seele am Herd sind?

5. Kostüme können sie natürlich auch…

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Happy Easter Granny Gang 🐣🐇🐰

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6. Klare Message von Granny. Yo.

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God’s Plan (Parody)😂#drake

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7. Die beiden geben in der Tat ein süßes ungleiches Paar ab…

8. Ok, damit war nicht zu rechnen…

Ein Heidenspass und bestes Bauchmuskeltraining ist auch das Scrollen durch diese kreative Fotoserie mit dem bewundernswerten Alt’n’Jung-Duo…

 

Rock and Roll.

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Kunst aus Kaffeeflecken – Stefan Kuhnigks knuffige Kaffeemonster


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Ohne den morgendlichen Kaffee sind wir doch alle kleine Monster, oder? Passend zu diesem Gedanken erschafft der Hamburger Künstler Stefan Kuhnigk bereits seit einigen Jahren fantasievolle Bilder mit kleinen Kreaturen aus – zuerst wohl eher weniger, nun potentiell gewollten – Kaffeeflecken.

Die durchaus interessante Idee, etwas Kreatives aus einem spontanen Genussmittelmalheur zu machen, brachte dem Gestalter, Werbetexter und Diplom-Kommunikationsdesigner aus der Hansestadt bereits viel Aufmerksamkeit (etwa Artikel bei spiegel.de, bento.de sowie diversen Blogs) und half so, sein 2016 erschienenes Bildbandbuch „The Coffeemonsters Book: Aus Kaffeeflecken werden Monstervia Kickstarter zu realisieren. Die Art, in der Kuhnigk bereits mehreren hundert Kaffeeflecken eine Persönlichkeit auf den Leib gezeichnet hat, ist aber auch zu niedlich.

Wer interessiert ist, stöbert am besten mal durch sein Portfolio oder Instagram

 

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(alle Zeichnungen: Stefan Kuhnigk / via)

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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„Subway Doodles“ – Ben Rubin bringt unterhaltsame Monster in die New Yorker Subway


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So ein Arbeitsweg mit der U-Bahn kann ganz schön anstrengend sein: meist wird es voll, geruchsintensiv und laut. Und in den Großstädten kommen dann zu den täglichen Pendlern noch die „armen“, nicht selten verwirrten Touristen…

Was macht man also? Man sucht sich einen Zeitvertreib. Am besten: einen kreativen…

Einen kleinen Eindruck davon, was der – zu seinem eigenen Glück und Seelenheil – kreative New Yorker Ben Rubin auf seinem täglichen Weg zur Arbeit in der Subway von Park Slope, Brooklyn nach Manhattan so treibt, bekamen man erstmals 2016. Mit seinem iPad nimmt er zahlreiche Snapshots seiner Umgebgung auf und zeichnet – noch während der Fahrt – ziemlich unterhaltsame kleine und große Monster in das festgehaltene New Yorker Everyday Life direkt auf seinem Tablet. Seine (mit etwas Understatement an Bord) „Subway Doodles“ getauften Monster-Kreation kommen bekanntlich in diversen Variationen daher: liebenswert, aufdringlich, verzweifelt oder widerwärtig.

 

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(via)

 

Rock and Roll.

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