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There’s no cure for The Cure…


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(gefunden bei Facebook)

 

Ich behaupte mal: Bessere, herbstlichere Dunkelmänner als Robert Smith und seine toupierten Kajaljungs gibt’s sowieso nicht. Noch dazu feiert The Cures Meisterwerk „Disintegration„, welches ja auch zu meinen zehn liebsten „Alben für die Ewigkeit“ zählt, in diesem Jahr 30. Geburtstag. Und obwohl das letzte Studioalbum (das vergleichsweise maue „4:13 Dream„) der britischen Gothic-Rocker – allen Versprechungen zum Trotz – mittlerweile schlappe elf Lenze zurückliegt, touren Smith und Co. noch immer fleißig, und führen etwa „Disintegration“ unlängst bei einer Show im australischen Sydney in Gänze auf. Noch besser: ebenjenen zweieinhalbstündigen Auftritt (darunter machen’s The Cure seit Jahren nicht mehr) findet man im weltweiten Netz im Stream.

 

Wo? Hier:

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Maybeshewill – „Live at Koko“


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Foto: Facebook

Post-Rock-Bands gibt es – und das nicht erst seit den großen Vorbildern Godspeed You! Black Emperor, Tortoise, Explosions In The Sky oder Mogwai – wie den sprichwörtlichen Sand am Strand. Und während ich einen Zehner ins musikalische Phrasenschwein stecke, könnt ihr ja gern einmal den Versuch unternehmen, diese zu zählen… (Spoiler: Beim Sand wärt ihr vermutlich eher durch.)

Doch selbst unter der Vielzahl ihrer Genre-Genossen stachen die fünfköpfigen Maybeshewill aus dem englischen Leicester stets hervor. Woran das lag? Nun, gerade diese Antwort ist eine schwierige, wälzen sich im Post Rock „Songs“ doch gut und gern einmal jenseits der Zehn-Minuten-Marke mal höchst dezent Spannungen auftürmend, mal vehement-dynamisch Berge einreißend voran, während man meist vergeblich nach Texten sucht. Emotionen entstehen aus Momenten heraus, die man selbst nach dem tausendsten Durchrauschen durch die eigenen Ohrmuscheln kaum dingfest machen kann. Tiefe. Schwere. Schweben. Rauschen. Versinken. Abermillionen an Emotionen, gebündelt in dem einem besonderen Moment… Logisch genug? Eben.

Eventuell waren es ja die Petitessen, die die zwischen 2008 und 2014 erschienenen vier Alben von James Collins, Matthew Daly, John Helps, Robin Southby und Jamie Ward zu so großartigen Kopfkino-Erlebnissen machten: die Verweise und Samples aus Film- und Popkultur, die die Band stets geschickt in ihre Instrumental-Stücke einbaute (etwa aus Filmen wie „Network“, „The Rules Of Attraction“ oder „Vanille Sky“). Ihr ausgezeichnetes Gespür für die nahezu perfekte Balance, die richtige Note im richtigen Moment. Kleine kreative Ideen wie Electronica-Spielereien, Bläser, ein Glockenspiel, Streicher, ab und an sogar ein kleiner Chor, welche den „Songs“ nicht selten das gewissen Extra gaben.

Und so ist es keine Lüge (und darüber hinaus freilich auch ein Kompliment), dass man das UK-Quintett seit dem letzten Album „Fair Youth“ sowie dem finalen Bühnen-Schwanengesang an einem regnerischen Apriltag 2016 im Londoner Koko (hier findet man ein ausführliches Review) ein klein wenig vermisst – jeglicher Vielzahl an Post-Rock-Bands zu Trotz. Schön jedoch, dass Maybeshewill ihre letzte Show filmen ließen, und man die abschließenden, mitreißenden 90 Minuten des Band-Kapitels somit noch einmal Revue passieren lassen kann, bis das grandiose „He Films The Cloud, Pt. 2“ (seinerzeit erschienen auf dem Debütwerk „Not For Want Of Trying„) verklungen ist… *hach*

 

 

— Setlist —
Opening
Take This To Heart
Co-Conspirators
Red Paper Lanterns
All Things Transient
…In Another Life When We Are Both Cats
Accolades
In Amber
Sanctuary
Critical Distance
In The Blind
To The Skies From A Hillside
Not For Want Of Trying

(Zugaben: Seraphim & Cherubim + He Films The Clouds Pt. 2)

 

Rock and Roll.

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„Let’s all make tiny changes to Earth“ – Der illustre New Yorker Tribute-Abend an Scott Hutchison im Stream und Download


Handmade Festival, Leicester, UK - 30 Apr 2018

Foto: RMV/Shutterstock

Im vergangenen Dezember fand sich eine recht illustre Runde bekannter Indie-Musiker – namentlich Ben Gibbard (Death Cab For Cutie), Julien Baker, Aaron Dessner (The National), Craig Finn (The Hold Steady) und Kevin Devine – auf der Bühne des Rough Trade Stores in Brooklyn, New York zusammen, um einem gemeinsamen Freund zu gedenken: Scott Hutchison, Frontmann der schottischen Indie-Rocker Frightened Rabbit, welcher im vergangenen Jahr viel zu jung verstarb. Tolles Line-up, bei dem einzig der traurige Anlass die Laune etwas getrübt haben dürfte…

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All jenen, die bei diesem sehr speziellen Tribute-Gig weder im Big Apple dabei sein konnten noch großen Spaß an semi-tollen Handy-Mitschnitten haben, macht der Rest der Frightened-Rabbit-Jungs (zu denen auch Scotts Bruder Grant gehört) nun ein tolles Geschenk, welches sie vor wenigen Tagen via Facebook teilten: einen gut 70-minütigen „rough recording“-Mitschnitt ebenjenes Konzertabends vom 5. Dezember 2018, welchen man bei Interesse hier aufs heimische Abspielgerät laden kann.

Und wer sich wiederum dafür bedanken möchte, dem empfehlen die verbliebenen Frightened Rabbits, selbst etwas Gutes zu tun und etwa dem in Gedenken an Scott Hutchison ins Leben gerufenen „Scott Hutchison Fund“ etwas zu spenden…

 

This night was not a night of mourning or a night of sadness but a celebration of an extremely special person and the music he created. Scott inspired everyone who met him, heard his lyrics or saw his art. We feel his loss every day but we are all in this together and we carry on strengthened by the support of the people involved in this recording and those around the world who have been affected by Scott’s passing. A huge thank you goes out to Ben Gibbard, Craig Finn, Aaron Dessner, Julien Baker and Kevin Devine for their support, love and kindness in being involved. We want to encourage people who listen to this to laugh, cry, hug and sing in your worst Scottish accent at the top of your lungs and keep the spirit of Scott alive in all our hearts and all our voices. While we’re alive let’s all make tiny changes to Earth.

 

 

Rock and Roll.

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Auf dem Radar: Boygenius


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Wenn man von Supergroups spricht, denkt man normalerweise schnell an Namen wie – freilich – Crosby, Stills, Nash & Young (David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young), Cream (Ginger Baker, Eric Clapton und Jack Bruce), eventuell auch an (die recht kurzlebigen) Them Crooked Vultures (John Paul Jones, Dave Grohl und Josh Homme) oder (die nun wieder aufgetauchten) The Good, the Bad & the Queen (Damon Albarn, Paul Simonon, Simon Tong und Tony Allen) oder Audioslave (Rage Against The Machine, ohne Rap-Fronter Zack de la Rocha, dafür mit dem kürzlich verstorbenen Engelsstimmen-Shouter Chris Cornell). Kurzum: an eine Schar renommierter, vorwiegend männlicher Musiker aus dem Folk- oder Mainstream-Rockbereich.

Nun wurde auch Boygenius die Ehre zuteil, vom Online-Musikmagazin „Pitchfork“ zu einer ebensolchen „Supergroup“ erhoben zu werden. Das Kollektiv um Lucy Dacus, Julien Baker und Phoebe Bridgers ist jedoch weder männlich, noch dem Mainstream-Publikum bislang sonderlich bekannt. Oder doch? Schließlich wirbelten ihre Einzel-Akteurinnen die Alternative-Folk- und Indierock-Szene in den vergangenen Monaten stilecht durcheinander: Lucy Dacus veröffentlichte erst im vergangenen März ihr hochgelobtes zweites Album „Historian„, Julien Baker ihr tolles zweites Album „Turn Out The Lights“ im Oktober 2017. Und nur einen Monat zuvor war Phoebe Bridgers‘ beachtliches Debüt „Stranger In The Alps“ erschienen (von der Dame war, ähnlich wie Julien Baker, auf ANEWFRIEND ja bereits des Öfteren die Schreibe). Na, klingelt’s?

Die Idee für Boygenius entstand, als Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus zusammen für eine US-Tour gebucht wurden. Bridgers und Dacus trafen erstmals im Backstage-Bereich eines Festivals in Philadelphia aufeinander und waren sich sofort sympathisch. Mit Baker tauschte sich Dacus schon länger per E-Mail über Songwriting-Ideen aus. „Als wir uns trafen“, so Julien Baker über das Projekt mit ihren ehemaligen Tourpartnerinnen, „waren Lucy, Phoebe und ich in unseren Leben und unseren musikalischen Unternehmungen an ähnlichen Punkten angelangt, außerdem hatten wir so ziemlich dieselbe Einstellung gegenüber Musik. Daraus entstand unmittelbar eine Seelenverwandtschaft.“

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Mit ihren unlängst erschienenen, bereits erwähnten Alben hatten die drei Songwriterinnen bewiesen, dass sie zu den jungen und großen Talenten der US-amerikanischen Indie-Musikszene gehören. Insofern verwundert es nicht, dass bereits nach ein paar Sessions, zu denen jede der drei jeweils einen eigenen Song sowie einen Entwurf für einen gemeinsamen Boygenius-Titel mitbrachte, so ergiebige Ergebnisse zu verzeichnen waren, dass statt einer ursprünglich geplanten Tour-7-Inch-Single eine EP mit sechs Tracks entstand, welche das Trio Ende Juni 2018 in den Sound City Studios in Los Angeles aufnahm.

boygenius_stEs gelingt besonders den ersten vier Songs dieser selbstbetitelten EP, die Vielzahl der Stärken von Baker, Bridgers und Dacus auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. „Bite The Hand“ ist Opener und – nebst dem Ohrwurm „Souvenir“ – Glanzstück zugleich, weil hier die Synergien, die zunächst Lucy Dacus in den Fokus stellen, am deutlichsten herausgearbeitet wurden. „Me & My Dog“ setzt danach das melancholische Folk-Talent von Phoebe Bridgers wunderschön in Szene, Ähnliches gilt für „Stay Down“ und Julien Baker (das Gitarrensolo!). Keine der drei Damen drängt sich jedoch auf, Frau teilt den Leadgesang schwesterlich untereinander auf, stellt sich zu jeder Zeit songdienlich hinten an – sehr schön, dieses gefühlt blinde Verständnis für die Harmonien der jeweils anderen. Einziges Manko, in der Tat: Die EP ist mit sechs Stücken innerhalb von 22 Minuten viel, viel zu kurz geraten – demnächst ein Album, bitte? Denn diese „Supergroup“ legt mit ihren ersten Songs massig Finten voller Potential und darf daher gern noch länger so „super“ tönen…

 

 

Am 7. November 2018 gaben Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus im Rahmen ihrer gemeinsamen US-Tour sowie ihrem Tour-Stopp in der Brooklyn Steel in New York City, New York nicht nur die Songs ihrer ersten gemeinsamen Boygenius-EP zum Besten…

 

Nein, jede der drei aufstrebenden Indie-Musikerinnen spielte auch ein eigenes Set. Mitgeschnitten wurde das Ganze freundlicherweise von „Pitchfork LIVE“. Gesamtdauer: alles in allem stattliche knapp drei Stunden. Wohl bekomm’s!

 

(Wer mehr über Boygenius wissen mag, dem sei etwa dieses recht ausführliche Porträt des deutschen „Rolling Stone“ vom vergangenen November empfohlen…)

 

Rock and Roll.

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„Stay positive!“ – The Hold Steady verschenken formidable Live-Mitschnitte


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Das letzte letzte (sechste) Studioalbum „Teeth Dreams“ mag zwar bereits gute vier Jahre alt sein, untätig waren The Hold Steady in der Zwischenzeit allerdings kaum.

Denn wenn die US-Alternative-Heartland-Rocker nicht gerade kreuz und quer durch die heimatlichen Vereinigten Staaten getourt sind, hat das seit jeher hörbar an Bruce Springsteens Kumpelgeste geschulte Sechsergespann aus Brooklyn, New York in den vergangenen Monaten mit der ein oder anderen Single-Veröffentlichung (welche zusammen genommen wohl auch eine EP hergeben würden) oder den Reissues älterer Diskografie-Glanzlichter auf sich aufmerksam gemacht. Und darüber hinaus haben Frontmann Craig Finn und (Wieder-)Keyboarder Franz Nicolay ja noch immer Solo-Karrieren am Laufen (Finn etwa stellte im März 2017 sein drittes Soloalbum „We All Want The Same Things“ in die lokalen wie digitalen Plattenläden)… Ganz klare Sache: faule Tage auf der heimischen Couch sehen anders aus.

Und da Weihnachten naht und auch Craig Finn (Gesang, Gitarre), Tad Kubler (Gitarre), Galen Polivka (Bass), Bobby Drake (Schlagzeug), Franz Nicolay (Keyboard) und Steve Selvidge (Gitarre) wissen, dass Geben immer noch glücklicher macht als Nehmen, verschenken The Hold Steady aktuell via Bandcamp zwei Mitschnitte ihrer Live-Shows aus den vergangenen Jahren: einen Auftritt in der Thalia Hall in Chicago, Illinois im Juni 2017 sowie einen im Union Transfer in Philadelphia, Pennsylvania im Juli 2018. Wer zugreifen mag, sollte wohl allerdings schnell sein, denn die Band erwähnt, dass diese großzügige „Pay what you want“-Geste zunächst lediglich für „a limited time“ gilt… 🤟

 

„We’ve had a blast throughout 2018 doing these long weekends of shows – our first shows in London since 2014, Constructive Summer in Philly/NJ, San Francisco and Toronto; extended Constructive Summer with some beer fests in Chicago and Minneapolis; and, of course, finishing up last weekend at Brooklyn Bowl in New York for Massive Nights III.

Whether you realize it or not, we’re recording these shows so we can share the memories with you. (…) Enjoy reliving it!

This will be available pay-as-you want for only a limited time. We’ll have some more surprises in the coming weeks and months and if you choose to download these recordings, the money will go towards continuing to record and release as many of the live events as possible and any additional funds will go to the K+L Guardian Foundation.

Thanks for listening, thanks for understanding and Stay Positive! Happy Holidays and see you in 2019!“

 

„Whether you realize it or not, we’re recording these shows so we can share the memories with you. This is the first set of live recordings to celebrate — the first night in Philadelphia at Union Transfer.

Philly in July was a true highlight. It’s always been a fun place to play for us, and Union Transfer is really an incredible club. We remember a great atmosphere in the club that night, and we met a bunch of cool people before and after the shows. Enjoy reliving it!“

 

„Chicago has always had a special place in our hearts, it’s been the site of some incredibly memorable THS shows: the live recordings at Metro on the Art Brut Tour, Randolph Street Block Party, Hideout Block Party, our first show ever with Bobby Drake at Schubas, and most recently the Goose Island Fest. So we were excited to be at Thalia Hall June 2017 to kick off a big Chicago weekend. We also had a few tricks up our sleeves: some special Chicago guests for a Chicago encore, and a marriage proposal between two of our long time fans. Chicago (especially in the summer) is a one of my favorite places to play, and this show got a great weekend off on the right foot. – CF“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: We Were Promised Jetpacks – „Repeating Patterns“


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Die gute Nachricht zum Sonntag, Teil 1: Der schottische Indie-Rock-Vierer We Were Promised Jetpacks enttäuscht auch mit seinem am Freitag erschienenen vierten Album „The More I Sleep The Less I Dream“ nicht – insofern der geneigte Hörer nicht erwartet, dass Adam Thompson (Gesang, Gitarre), Michael Palmer (Gitarre), Sean Smith (Bass) und Darren Lackie (Schlagzeug) exakte Kopien der Kopien all der Kopien der auch heute noch großartigst nervös rockenden Indiedisco-Hits ihres 2009 veröffentlichten Debütalbums „These Four Walls“ abliefern: „Quiet Little Voices„!  „It’s Thunder And It’s Lightning„! „Keeping Warm„! Tun sie nämlich nicht. Stattdessen bieten WWPJ all jenen, die bereits sehnsüchtigst auf den Nachfolger des 2014er Langspiel-Vorgängers „Unravelling“ gewartet haben, vor allem in der ersten Albumhälfte vermehrt ruhigere, introspektivere Zwischentöne an, bevor der Vierer aus Edinburgh in der zweiten Halbzeit und gen Ende die Zügel wieder deutlich gen des gewohnten Indierocks anzieht. Obwohl Adam Thompson und Co. ganze vier Lenze seit dem letzten Werk haben ins Land ziehen lassen (und laut eigener Aussage fast ein komplettes Album in die Tonne getreten haben, weil es „nicht richtig anfühlte“ und „alles überhaupt nicht gepasst“ habe), hört man der Band deutlich an, dass sie sich dieses Mal – akribische Studioarbeit hin oder her – deutlich mehr spannende kreative Freiheiten erlaubt haben (was möglicherweise auch an Produzent Jonathan Low gelegen haben dürfte, der in der Vergangenheit bereits mit Künstlern wie Sufjan Stevens, The National oder Frightened Rabbit zusammen gearbeitet hat).

51LC31j0ChL._SS500Die gute Nachricht zum Sonntag, Teil 2: Auch – und eventuell: vor allem – in der Post-MTV’n’Viva-Zeit entstehen noch tolle Musikvideos. Etwa jenes zur zweiten Album-Auskopplung „Repeating Patterns“, welches Soundkartell kurz und fein „als ob Mr. Oizo auf die Muppets trifft und allesamt schlechten Stoff dabei hatten“ beschreibt. Während der Clip eine Band aus Plüschtieren zeigt, deren Sänger sich heraus aus dem Konzert in die Wildnis wagt, trumpfen WWPJ im dazugehörigen musikalischen Vierminüter mit hypernervös schrammelnden, rauschenden Post-Rock-Gitarren derart groß auf, dass schon der Song an sich ein wahres Fest ist. Schockverliebt, innerhalb von Sekunden. ♥

 

„Repeating Patterns war einer der ersten Songs für das neue Album geschrieben haben. Live ist er direkt so gut angekommen, dass wir bei den Aufnahmen sehr darauf geachtet haben, dass wir ihn nicht zähmen, sondern genau so rau lassen.“

 

 

Wem die Böcke – feines neues Album hin oder her – mehr nach den Songs aus der Frühphase von WWPJ stehen, dem sei der Konzertmitschnitt einer Show im Londoner XOYO vom Oktober 2011 ans Hörerherz gelegt:

 

Rock and Roll.

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