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Song des Tages: Emily Haines & The Soft Skeleton – „Fatal Gift“


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Die schönste weibliche Stimme der kanadischen Indierock-Landschaft? Gehört Emily Haines (sorry, Feist!).

Über diese (meine) Meinung lässt sich freilich – wie über alles – trefflich streiten. Schöneres jedoch als das, was die mittlerweile 43-jährige Musikerin seit den späten Neunzigern zuerst solo, später auch beim Kollektiv Broken Social Scene (welche im Juli mit „Hug Of Thunder“ übrigens ihr erstes Album seit sieben Jahren in die örtlichen und digitalen Plattenläden stellen) und ihrer Hauptband Metric oder wiederum solo (Emily Haines & The Soft Skeleton) zustande gebracht hat, darf man lange suchen.

Okay, fair enough: das letzte, 2015 erschienene Metric-Werk „Pagans In Vegas“ war in seiner synthetischen Synthie-Nichtigkeit streckenweise echt übel und rauschte bestenfalls einfach durch die Gehörgänge, ohne dass der ein oder andere Song hängengeblieben wäre.

ec8f9ad245f6e62b383f0e29e8d32631Jetzt jedoch meldet sich Emily Haines mit ihrer Begleitband The Soft Skeleton auf Solopfaden zurück und hat für den 15. September das neue Album „Choir Of The Mind“ (das erste seit „Knives Don’t Have Your Back“ von 2006) angekündigt. Besser noch: mit „Fatal Gift“ lässt die umtriebige, im indischen Neu-Dehli (!) geborene und im kanadischen Ontario aufgewachsene Musikerin, die wie der Großteil ihrer musikalischen Kolchose mittlerweile in Toronto beheimatet ist, bereits einen ersten Song hören.

Nun werden Metric-Fascinados bestimmt aufhorchen: Moment, „Fatal Gift“… „The Fatal Gift“… da war doch was? Richtig, der Song war 2014 ursprünglich als B-Seite von Haines‘  Stammband erschienen, wurde nun jedoch neu arrangiert. Alles beginnt mit dezenter Klavierbegleitung und steigert sich mit Loops, Drum-Patterns und treibenden Gitarren innerhalb von knapp fünf Minuten unaufhörlich. Im Text stellt Haines währenddessen existenzielle Fragen um Besitz: „How much do I own you?“ – kennt man bereits von „Knives Don’t Have Your Back“, welches ebenfalls voller Melancholie und nicht gerade fröhlich daher torkelte. Das dazugehörige, von Justin Broadbent inszenierte Musikvideo zeigt die Sängerin nachts auf dem Weg durch eine Stadt ein mysteriöses Ziel verfolgen – ein kleines Highlight für sich, das sich durch seine fragmentierte, non-lineare Erzählweise in mehreren Kapiteln auszeichnet.

 

 

Rock and Roll.

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