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„Abstand, bitte!“ – Ikonische Albumcover in Zeiten der Corona-Pandemie


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Nun muss auch der orangefarbene „Fake News!“-Toupet-Clown so langsam aber sicher einsehen, dass die Corona-Pandemie die „one nation under God“ (aka. die US of A) aktuell so sicher im Würgegriff hat wie kaum ein anderes Land der Welt…

Wohl auch deshalb haben die aus Los Angeles stammenden Künstler Paco Conde und Beto Fernandez eine Reihe recht bekannter Albumcover neu gestaltet, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig es derzeit im gemeinsamen Miteinander ist, mindestens einen Sicherheitsabstand von zwei Metern voneinander zu halten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen (oder zumindest einzudämmen – #flattenthecurve und so). Soziale Distanz (oder eben „Social Distancing“) ist für viele von uns fast schon Normalität, und das wird wohl auch noch für eine Weile so bleiben…

Das Projekt mit dem Namen „6 Feet Covers„, bei dem die beiden Gründer der Kreativagentur Activista sowohl eine ernsthafte Botschaft als auch ein wenig Humoriges für alle #StayTheFuckHome-Geplagten im Sinn hatten, umfasst ikonische Kunstwerke wie das „Abbey Road“-Cover der Beatles, Blondies 1976er Debütalbum oder „The Man-Machine“ der Düsseldorfer Electro-Krautrock-Pioniere Kraftwerk. Paco Conde erzählte BuzzFeed, dass die Idee vor wenigen Tagen entstand, als er bemerkte, dass die Leute in der Schlange im Supermarkt die sechs Fuß (also etwa 1,8 Meter) umfassende Sicherheitsabstandsregel nicht respektierten. Also wählten er und sein Kreativ-Buddy Beto Fernandez einige berühmte Albumcover aus und änderten diese so ab, dass alle Bandmitglieder mindestens 6 Feet Abstand zueinander hatten. Näher kommen Musikkultur und Zeitgeist – allen Stream-Wohnzimmerkonzerten zum Trotz – in diesen Tagen kaum zusammen…

 

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(gibt’s auch hier oder hier in Groß zu sehen…)

 

Rock and Roll.

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Eigenartige Sätze, Teil 257: Prince ist tot.


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„Prince ist tot.“ Nochmal: „Prince ist tot.“ Liest sich eigenartig, oder? Eben.

Der Mann, der so fest in der popkulturellen Szene und Geschichte verankert ist, der mal da, mal wieder weg war, der im Laufe seiner Karriere zig Künstlernamen bis hin zum verknappten TAFKAP hatte, jedoch jedem unter dem konziesen „Prince“ bekannt war, dem in den Achtzigern eine Rivalität zum nicht weniger großen Michael Jackson angedichtet wurde (wobei man beim Wörtchen „groß“ in Verbindung mit Prince und lediglich 1,58 Meter Körperhöhe vorsichtig sein musste) – dieser Mann soll tot sein?

Und doch geistert seit gut einer Stunde ebenjene Meldung durch weltweite Netz, flutet Facebook und die üblichen Verdächtigen. Prince Rogers Nelson ist mit 57 Jahren gestorben, in seinem Tonstudio Paisley Park in Minnesota. Der Mann hinter verdammten Hits wie „Purple Rain“, „Kiss“, „When Doves Cry“ oder „Nothing Compares 2 U“ ist tatsächlich tot.

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Es reicht. Verdammt. 2016 macht genauso weiter, wie es angefangen hat und 2015 aufgehört hat und nimmt uns langsam alle Legenden. Und nun auch Prince. Und das ausgerechnet an Iggy Pops Geburtstag (dem man zu seinen heute 69 Lenzen gern noch ein paar weitere wünschen darf). Man muss kein Fan des kleinen Mannes aus Minneapolis, der auf höchst eigene Weise eine riesige musikalische Spannweite vom R&B über Funk, Soul, Pop und Rock und Blues bis hin zum Jazz abdeckte, sein, um den Verlust abschätzen zu können. Natürlich: Menschen sterben. Und dieser Tag erinnert wieder einmal daran, dass dort auf den Bühnen der Welt eben auch nur Sterbliche umher wandern. Dass selbst ein so wandelbares Enigma wie Prince das Zeitliche segnen würde, zeugt vom Mythos, den Popmusik zeitweise zu entwickeln vermag. Was Tröstlicheres kann man schreiben als: Die Musik bleibt. Mach’s gut, TAFKAP.

 

 

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Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Bild: gefunden auf Facebook

 

Das Bild ist schon irgendwie göttlich – oder zumindest eine der Bands (und damit ist explizit nicht die mit der albernen Schminke gemeint!).

Wer den Fehler findet, der darf sich gern anerkennend aufs Schulterblatt klopfen – und ihn anschließend behalten…

 

Rock and Roll.

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John Lennon und die Arctic Monkeys… – Eine visuelle Ode an das Bandshirt


Hätte DAS gepasst? - John Lennon bekennt sich zu den Arctic Monkeys...

Die Geschichte des Bandshirts ist beinahe so alt wie die Popmusik selbst…

Als der Hard Rock in den Sechzigern und Siebzigern seinen Höhepunkt erlebte, begannen immer mehr Künstler und Bands, T-Shirts mit ihrem Logo und/oder mehr oder minder gelungenen und geschmackssicheren Grafiken an ihren Merchandiseständen anzupreisen. Ihre Die-Hard-Fans nahmen das Angebot nicht selten dankbar an, erstanden ein Andenken an das soeben erlebte Konzert und liefen fortan mit fast religiöser Verehrung für ihre Lieblingsband Werbung – die Litfasssäule mit Brust und aus Fleisch und Blut war geboren, wenn man so will…

Dass eine so simple wie erfolgreiche und beidseitig glücklich machende Idee nicht eben im kommerziellen Sande versickern würde, dürfte klar sein. Über die Jahrzehnte wurde das Bandshirt mehr und mehr zum Usus und kleinsten wie einfachsten gemeinsamen Nenner des schnellsten Ausdrucks der Vorlieben und Interessen. Heutzutage kann man von so ziemlich jedem Künstler und jeder noch so unbekannten Band ein Stoffleibchen erstehen, sei es nun über deren Homepage, über Kataloge, ebay – oder, wie damals, direkt am Konzert-Merchandisestand…

Der brasilianische Visual Arts-Künstler Butcher Billy geht da noch einen kleinen Schritt weiter und hat den Idolen heutiger Künstler die Bandlogo-Shirts der Emporkömmlinge übergestreift. Da stellen sich denn auch gleich mehrere Fragen: Hätte John Lennon allen Ernstes die Arctic Monkeys gemocht? Hätte man tatsächlich Joy Division und Interpol gleichzeitig gebraucht? Kupfert Ex-Disney-Girlie Miley Cyrus letztendlich nicht nur bei Kiss-Langzunge Gene Simmons ab? Hätten die Foo Fighters auch ohne Kurt Cobains Ableben zum Karrierekick angesetzt? Und: Wie hoch war der Einfluss von Glamgott David Bowie auf Nirvana wirklich? Nichts Genaues weiß man nicht, interessant anzusehen ist Butcher Billys „Zurück in die Zukunft“ gedachte Verbeugung vor der Historie des Bandshirts allemal…

 

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Alle Bilder: Butcher Billy

 

Mehr zum Künstler selbst gibt’s auf dessen Red Bubble– und Society6-Seiten.

 

Rock and Roll.

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