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Schöne kranke Welt, reloaded – Gesellschaftskritische Kunst von John Holcroft


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Thematisch ganz ähnlich gelagert wie die Illustrationen von Steve Cutts, sind die Bilder des britischen freischaffenden Illustrators John Holcroft zwar alles andere als leicht verdaulich, dafür jedoch umso treffender ins Mark einer vom Kapitalismus zerfressenen Industrienationen-Gesellschaft schneidend und gerade deshalb umso wichtiger. Große Kunst, die zum Nachdenken anregen sollte…

 

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(gefunden bei Facebook)

 

Wer mehr über den Künstler erfahren möchte, der findet hier ein Interview mit John Holcroft aus dem Jahr 2013.

 

Rock and Roll.

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Aus den Archiven…


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Sober Incorporated

A breakdown at the breakfast table,

Newspaper titled „This wife’s unstable!“

A tiny bliss of sanity,

Joined all the twist of irony.

 

Waiting for your time to come,

When always turns to never.

With the bitter and the better ones,

The tricky, lost and clever.

 

Ceremony waves her long goodbye,

Then poisons the last child.

A feast, direction infinity,

What’s bored now will stay wild.

 

Haemoglobin’s still too thick to swallow,

Veins, grown old and fat.

Just one more bunch of polaroids,

Then lay that bitch to bed.

 

Trinity, JC, godsend,

The holy colours of tv.

Motionless, don’t cry too loud,

This will not make me see.

 

Rules to follow, no plan’s fulfilled,

The man reads out late granny’s last will:

„Put a magnolia on the windowpane,

Waste my fuckin‘ fortune on a trip to Spain.“

 

Jeff, God may bless him, was a stock manic,

One sweet black day, a gun, a shot in the attic.

Indeed, money’s not likely if you’re in need and want to find,

Some fine eternal peace of mind.

 

Me, I’m up here in my tree,

Alone, not lonely’s what I’ve gotta be.

I’m not void of sins, but as far as I can tell,

Innocence is perfection, fiction as well.

 

People, don’t you make me look into the,

Shady prism of dysfunction and reality.

The ballad of big nothing has long died away, I know,

Here I am, I’ve gotta go.

 

(08. Januar 2004)

 

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Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

Moby bringt das, was in der vergangenen Nacht (mitteleuropäischer Zeit) – passenderweise in einer Arena in Las Vegas, dem „Disney Land für Erwachsene“ – wortwörtlich über die Boxbühne gegangen ist, wieder einmal herrlich charmant auf den Punkt.

Obwohl der „Millarden-Kampf“ zwischen Floyd Mayweather jr. und Conor McGregor bereits im Vorfeld nur am Rande etwas mit dem Boxsport als solchem zu tun hatte. Der eine (Mayweather) ist im Grunde ein Zeit seiner Karriere ungeschlagener, sich nun jedoch – eigentlich – im Ruhestand befindlicher Weltergewichtsboxer, der andere (McGregor) abseits dieses „Money Fights“ Mixed-Martial-Arts-Käfigkämpfer. Großmäuler mit Hang zur medialen Bling-Bling-Dekandenz sind sie beide. Und da sich der Mensch nicht erst seit dem „alten Rom“ an solchen Showkämpfen zwischen zwei ebenso selbstgerechten wie selbstverliebten „Gladiatoren“ erfreut und die Verpackung schon immer wichtiger als der schnöde Inhalt war (siehe auch Donald Trump etc. pp.), nahmen sowohl der US-Amerikaner als auch der Ire die Gelegenheit, noch einmal so richtig Kasse zu machen, an (die Börse belief sich, abseits des recht uninteressanten Ausgangs, auf schlappe etwa 300 Millionen Dollar für Mayweather und etwa 100 Millionen für McGregor) und stiegen für einen Showkampf im den Boxring, der mit dem Boxsport als solchem in etwa so viel zu tun hat wie ein Pornofilm mit echter Liebe. Dass beide Kontrahenten gewiefte Medienprofis sind, die sich im Vorfeld bei jedweder Gelegenheit die Beleidigungs- und Drohgebärdenbälle zuspielten? Gehört zur Cockfight-Show. Wer mag es ihnen bei diesen schnell verdienten Summen verdenken – it’s all about the money, money, money

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(via Dressed Like Machines / Twitter)

 

(Hans-Georg Gadamer, 1900-2002, deutscher Philosoph)

 

Ebenso berechtigt wie wahr, diese Frage. Es werden leider noch Wetten angenommen…

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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Foto: ©Antoine Repesse / „#365 Unpacked“

 

Irgendwann im Jahr 2011 entschied sich der Fotograf Antoine Repessé dazu, fortan all seinen recyclebaren Hausmüll aufzuheben, um ein Statement zu setzen. Vier Jahre später entwickelte er aus diesem „Statement“ eine bildgemalte Fotoserie namens „#365 Unpacked“, die uns unsere Rolle als Konsumenten neu überdenken lässt…

Während dieser vier höchst (an)sammelwütigen Jahre stauten sich bei dem aus dem französischen Lille stammenden Künstler über 70 Kubikmeter Müll an: 1.600 Milchflaschen, 4.800 Toilettenpapierrollen, 800 Kilogramm alter Zeitschriften… – all das bewahrte er schließlich getrennt voneinander auf, um die Müllberge visuell noch gewaltiger wirken zu lassen: „Ich wollte meiner Arbeit eine ästhetische Dimension hinzufügen“, erklärt Repessé. „Die Entscheidung, den Müll zu sortieren, hat schon einen grafischen Effekt. Ich habe versucht, ein perfektes Bild hinzubekommen, das auch Beunruhigung hervorruft.“

Mit seiner Bildreihe möchte Antoine Repessé auf Probleme bei der Abfallbeseitigung und der globalen Erwärmung hinweisen – und wie unsichtbar sich diese Probleme in unser aller tägliches Leben eingeschlichen haben: „Uns wird oft von den Massen an Müll, den wir alle produzieren, erzählt. Ich denke jedoch, dass Bild mehr sagt als tausend Worte“, wie Repessé anmerkt. „Ich hoffe, dass mein Projekt dazu anregt, etwas zu ändern.“ Dem gibt es wenig hinzuzufügen.

 

Mehr Bilder aus Repessés Fotoserie „#365 Unpacked“ gibt es hier.

 

Rock and Roll.

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