Schlagwort-Archive: Kapitalismus

Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Nikola Tesla, 1856-1943, Erfinder, Physiker und Elektroingenieur)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Manic Street Preachers – „Freedom Of Speech Won’t Feed My Children“


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Fragt man mich nach dem wohl besten – da vielleicht klarsten, prägnantesten und trefflichsten – Songtitel ever (ever ever ever), so müsste ich wohl kaum lang überlegen und würde unumwunden antworten: „Freedom Of Speech Won’t Feed My Children“ von den Manic Street Preachers.

61Yr+kSMarL._SS500Denn man ehrlich: besser auf den Punkt bringen als die walisische Rockband kann man die janusköpfige Misere des zum Denken befähigten, (selbst)kritischen Individuums in unserer vom globalisierten Kapitalismus teils gebeutelten, teils komplett zerfressenen Welt kaum. Und das ist selbst für James Dean Bradfield (Gitarre, Gesang), Nicky Wire (Bass) und Sean Moore (Schlagzeug), die ja seit jeher offensiv für Sozialismus wie Demokratie eintreten und ihre Überzeugungen dann auch teils recht markig in Bild und Ton vertreten, ein amtliches Kompliment…

Dass der Song selbst – ein dreiminütiger Geradeheraus-Rocker, welcher den Abschluss des 2001 erschienenen sechsten Albums „Know Your Enemy“ bildet (sieht man einmal vom Hidden Track „We Are All Bourgeois Now“ ab) – gar nicht erst versucht, mit dem nicht eben kryptisch hingerotzten Titel und bewusst offensiven Textzeilen wie „We love to kiss the Dalai Lama’s ass / Because he is such a holy man / Free to eat and buy anything / Free to fuck from Paris to Beijing“ in überhöhende Konkurrenz zu treten? Wundert natürlich lediglich all jene, die den Rest des Schaffens des walisischen Rock-Trios nicht kennen. Denn bei aller Liebe für die freilich oftmals vorhandenen musikalischen Finessen stand und steht bei den Manics stets der Inhalt über der Verpackung. Und bei großartigen Textzeilen wie „So we protest about human rights / Worship obesity as our birthright“ kann man eine solche Herangehensweise gar nicht genug feiern…

(Ein paar mehr Infos zum Song findet man hier…)

 

 

„Liberty, sweet liberty
Charitable respectability
Then pacifism killed us all
For all the tourists on the Berlin wall
So we protest about human rights
Worship obesity as our birthright
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing

We love to kiss the Dalai Lama’s ass
Because he is such a holy man
Free to eat and buy anything
Free to fuck from Paris to Beijing

Little boys with dangerous toys
All bow down to the Beastie Boys
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing

Royalty – hereditery – unelected and becalmed
Just like Stalin, just like Stalin
Human and useless

Bomb the Chinese Embassy
The west is free, oh the west is free
Laugh at the hammer and sickle
It is antique, oh it is antique

And see the love in Richard Gere’s eyes
JS Pemberton saved our lives
But freedom of speech won’t feed my children
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing
Just brings heart disease and bootleg clothing…“

 

Rock and Roll.

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Dran – große Streetart-Kunst vom „französischen Banksy“


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Okay, „Street Artist“ darf sich wohl heutzutage jede(r) schimpfen, der (oder die) mithilfe einer Spraydose Tags und Bilder halbwegs fachgerecht in die richtige Richtung sprühen und das Ganze dann – man will auch auch ein wenig Aufmerksamkeit und Publicity – auf dem sozialen Kanal der Wahl hochladen kann. Ist doch so, oder?

Wenn jemand jedoch als „der französische Banksy“ bezeichnet wird, sollte man dennoch hellhörig werden.

Und in der Tat sind stilistische Parallelen zwischen dem ominösen Shakespeare der Streetart-Szene, über dessen wahre Identität sich bereits ganze Heerscharen von Journalisten, Bloggern und Filmemachern die Haare gerauft haben, und dem im französischen Toulouse beheimateten Künstler „Dran“ kaum von der Hand zu weisen, während obendrein noch die mal mit Ironie, mal mit bitterbösem Sarkasmus unterfütterten Kunstwerke des Franzosen oftmals mit ganz ähnlichem Tiefsinn erscheinen.

Und im Grunde verbringt der vielseitige Künstler, der sich hinter dem Pseudonym „Dran“ versteckt, bereits sein ganzes Leben damit, durch Bilder zu kommunizieren. Nachdem er im Alter von acht Jahren das Skizzenbuch eines Mitschülers entdeckte, war er hin und weg und begann ebenso zu zeichnen, ob in der Klasse, zu Hause oder auf der Straße. Und hörte seitdem nie wieder damit auf.

Als begeisterter Comic-Fan sah „Dran“, Jahrgang 1979, seine Vorbilder in Karikaturisten wie Richard Corben, Dave McKean, Katsuhiro Otomo und Bill Sienkiewicz, deren Talent, Zeichnungen mit schwarzem Humor zu würzen, er überaus zu schätzen wusste, hatten diese doch  große Schnittmengen mit seiner eigenen Realitätswahrnehmung. Als Teenager fand er seine zweite große Liebe schließlich im Graffiti, welches ihm dasselbe Gefühl und Adrenalin verlieh, das ihn einst beim Blättern in jenen Comic-Büchern überkam…

 

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Mehr zumeist gesellschaftskritische Kunstwerke von Dran lassen sich via Facebook sowie hier, hier oder hier finden…

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei Facebook)

 

Und passend dazu:

 

„As soon as you’re born they make you feel small
By giving you no time instead of it all
Till the pain is so big you feel nothing at all
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

They hurt you at home and they hit you at school
They hate you if you’re clever and they despise a fool
Till you’re so fucking crazy you can’t follow their rules
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

When they’ve tortured and scared you for twenty odd years
Then they expect you to pick a career
When you can’t really function you’re so full of fear
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

Keep you doped with religion and sex and TV
And you think you’re so clever and classless and free
But you’re still fucking peasants as far as I can see
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

There’s room at the top, they are telling you still
But first you must learn how to smile as you kill
If you want to be like the folks on the hill
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be
If you want to be a hero well just follow me
If you want to be a hero well just follow me“

 

Rock and Roll.

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Vom ewigen Rattenrennen – Steve Cutts‘ Kurzfilm „Happiness“


Rat-Short-Film

Seien wir mal ehrlich: bei gefühlt neunundneunzig Prozent aller künstlerischen Versuche der Konsumkritik kommt am Ende nichts weiter als abgedroschen-gestrige Sozialromantik heraus. Der Animationskurzfilm „Happiness“ des nach wie vor großartigen Steve Cutts (ANEWFRIEND stellte vor einigen Monaten bereits das Werk des Londoner Künstlers vor) macht alles richtig und sagt uns ohne einen Funken kitschiger Kapitalismuskritiker, wie’s im Wesentlichen ist mit der Wechselbeziehung zwischen Glück und Geld – ein Rattenrennen, das wohl nie gut ausgehen kann. Sollte man gerade in der (Vor)Weihnachtszeit gesehen haben…

 

 

Rock and Roll.

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Hedonismus unter Gartenzwergen – Der etwas andere Weihnachtswerbespot


MM spot

Dem Elektro-Discounter mit den zwei roten M’s wird die Ehre zuteil, als erstes Unternehmen mit saufenden und kopulierenden Gartenzwergen zu werben. Aber das ist noch nicht alles. Der neue Weihnachtsspot von Media Markt, welcher parallel zu Internet und TV auch aktuell in etwa 5.000 bundesdeutschen Kinosälen läuft, positioniert sich als Antischmonzette in einem Werbeumfeld, in dem die Konkurrenz alljährlich versucht, dem willig konsumierenden Zuschauer die Tränendrüsen windelweich zu prügeln. Was passt also besser zum Kampagnen-Slogan “Hauptsache ihr habt Spaß” als pimpernde Gartenzwerge auf einer eskalierenden Haus-Party, an deren Ende auch noch die Muschi rasiert wird? Rock and Roll, Baby! Extrapunkte gibt’s für die Abwesenheit leuchtender Kinderaugen…

 

 

Schön, dass offenbar auch an Outtakes gedacht wurde:

 

Rock and Roll.

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