Schlagwort-Archive: Kanye West

Tatsächlich gut – Paul McCartney, Kanye West und Rihanna machen in „FourFiveSeconds“ gemeinsame Sache


rihanna-kanye-paul-mccartney

Auf Papier liest es sich eventuell ein klein wenig abwegig und nach gestelztem feuchtem Pop-Mashup-Traum, aber nach ihrer ersten gemeinsam veröffentlichten Kooperation „Only One„, einer Ballade (!), haben sich Kanye West (of Yeezus fame!) und Sir Paul McCartney (of Beatles fame!) nun keine Geringere als Pop-Sternchen Rihanna mit ins musikalische Boot geholt. Und wer’s trotzdem noch immer nicht glauben mag, dem präsentiert das ebenso Generationen wie Fanlager und Genres übergreifende Trio nun die gemeinsame Single „FourFiveSeconds“.

Fast noch unglaublicher als die Kollaboration selbst dürfte allerdings sein, dass die gemeinsame dreiminütige Nummer durchaus fluffig schnell in die Gehörgänge geht (andererseits kann man weder „Macca“ noch „Yeezus“ oder „RiRi“ ein gewisses Talent fürs erfolgreiche Songwriting absprechen). Der mit stolzen 72 Lenzen Gruppenälteste McCartney ist auf „FourFiveSeconds“, welches ab sofort entweder auf Rihannas Homepage oder direkt bei iTunes heruntergeladen werden kann, an der Akustischen zu hören, während Rihanna – wen wundert’s – den Hauptteil des Gesangs übernimmt und West – gewohnt markant – einzelne Zeilen und Croons beisteuert.

Besser noch ist da nur das Gerücht – Consequence Of Sound beruft sich in einem Bericht auf einen Twitter-Post von Ibn Jasper, einem guten Freund von Kanye West -, dass McCartney sich für die komplette Produktion von Kanye Wests kommendem Album verantwortlich zeichnen soll (laut dem amerikanischen Rolling Stone soll jedoch genau das eben nicht der Fall sein). Fest steht hingegen, dass der neue Song „FourFiveSeconds“ sowohl auf der kommenden Platte von West als auch auf der von Rihanna erscheinen soll, deren Releases beide noch für dieses Jahr angesetzt sind. Wie jedoch das neue Werk des hinlänglich für Megalomanien und Innovationen bekannten Rappers heißen wird, ist noch nicht bekannt. Es wird aber höchstwahrscheinlich auch den kürzlich veröffentlichten gemeinsamen West-McCartney-Song „Only One“ enthalten, nach dessen Release nicht wenige (jüngere) West-Fans fragten, wer dieser McCartney denn eigentlich sei (andere fanden es „nett, dass Kanye West einem so unbekanntem Künstler zu mehr Bekanntheit verhelfe“). Und nach den ersten beiden musikalischen Lebenszeichen darf man durchaus gespannt auf Neues sein…

 

(alternativ gibt’s die Single hier via Stereogum im Stream…)

 

„I think I’ve had enough, I might get a little drunk
I say what’s on my mind, I might do a little time
‚Cause all of my kindness, is taken for weakness

Now I’m FourFiveSeconds from wildin’
And we got three more days ’til Friday
I’m just tryna make it back home by Monday mornin’
I swear I wish somebody would tell me
Ooh, that’s all I want

Woke up an optimist, sun was shining, I’m positive
Then I heard you was talkin’ trash
Hold me back, I’m bout’ to spaz

And I know that you’re up tonight
Thinkin’ how could I be so selfish
But you called ‚bout a thousand times, wondering where I been
Now I know that you’re up tonight
Thinkin’ how could I be so reckless
But I just can’t apologize, I hope you can understand

If I go to jail tonight, promise you’ll pay my bail
See they want to buy my pride, but that just ain’t up for sale
See all of my kindness, is taken for weakness…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,

„Niggas in Paris“? Hipster in der Bücherei? „Bitches in Bookshops“! – Eselsohr 2.0


Bitches in Bookstores...

Schon lustig, wenn man beobachten darf, dass vermeintlich totgesagte Produkte bereits ihre Retro-Rückkehr feiern…

Wusste in den letzten Jahren nicht jede große und kleine Nachrichtenplattform zu vermelden, dass der Büchermarkt – zumindest was das physische Produkt betrifft – praktisch abgeschrieben sei? Dass sich Verlage künftig vor allem auf die Verbreitung der lyrischen und prosaischen Ergüsse ihrer Autorenschützlinge via iPad und/oder Ebook-Reader konzentrieren würden? Nun, zumindest diesem Video der beiden New Yorkerinnen La Shea Delaney und Annabelle Quezada nach, in welchem die beiden die Melodie eines hinlänglich bekannten HipHop-Stückes mit ihren eigenen Rhymes belegen, scheint die urbane Hipster-Kolchose die Buchladen, in welchen sich all diese seltsamen Gegenstände aus Papier in meterhohen Regalen stapeln, wieder für sich entdeckt zu haben. Trifft man also zukünftig Scharen von Holzfällerhemden und Halbschühchen tragenden, behornbrillten Möchtegern-Stylenerds in Büchereien und Buchhandlungen an? Werden Post-It-Lesezeichen und Eselsohren nun zum neuen Instagram? Sind Tolstoi, Proust oder Foucault der neue iGötter? Um es mit den Worten des digitalen Flaneurs zu sagen: „Funky Feminisn, kluge, lässige Frauen, hinreissende Lyrics, eine Ode auf das Lesen & ein verflucht catchy Beat … Herz, watt willst mehr? Boom!“

 

„You ball so hard, OK you’re bowling / But I read so hard, I’m JK Rowling“ – die Lyrics gibt’s hier!

 

Damn! Die Melodie… Dieser Song… Den kennste doch! Richtig – hier gibt’s das Jay-Z-und-Kanye-West’sche Original mit dem fein plakativen Titel „Niggas in Paris“:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: