Schlagwort-Archive: Kante

Song des Tages: Kante – „Im ersten Licht“


kante-foto-5026_huge

„Kante ist eine Band, die sich im Jahr 1995 in Hamburg gründete. Ihr Sound ist geprägt von der sogenannten ’Hamburger Schule’ mit Einflüssen von Jazz- Pop- und Indie-Rock. Textlich geben sie sich meist nachdenklich und melancholisch.

Kante wurde gegründet von Peter Thiessen (Gesang, Gitarre, Texte), Andreas Krane (E-Bass, Kontrabass) und Sebastian Vogel (Schlagzeug, Percussion) und wurden nach und nach ergänzt von Multi-Instrumentalist Felix Müller (u.a. Gitarre, Keyboards, Percussion, Kalimba, Raps..), Thomas Leboeg (Klavier, Synthesizer, Elektronik) und Florian Dürrmann (Bass).

Im Jahr 1997 veröffentlichten sie auf dem Berliner ’Kitty-Yo’-Label ihr Debüt-Album ’Zwischen den Orten’, das noch von hauptsächlich instrumentaler Musik dominiert wurde. Bei Album Nummer zwei von 2001, kamen nachdenkliche, ausgefeilte Texte hinzu – 2004 dann der vorläufige Höhepunkt, auf ’Zombi’ perfektionierten sie die den Sound der ersten Alben, auch wenn es insgesamt etwas ruhiger ausfiel.

Die Kritikerlieblinge wurden 1998 von den ’SPEX’-Lesern zur zweitbesten Newcomer-Band gewählt. Bei ’Spiegel-Online’ wurde ’Zombi’ zur wichtigsten CD 2004 gekürt und ’Die Tiere sind unruhig’ war im ’Musikexpress’, Platte des Monats August 2006.“

413hcL+fCUL._SY355_.jpg– So weit, so informativ. Langjährige Leser dieses bescheidenen Blogs wissen außerdem, dass Kantes bisher letztes Studiowerk „In der Zuckerfabrik: Theatermusik“ im Februar 2015 ANEWFRIENDs „Album der Woche“ war…

Und wer sich – wie ich gerade – noch ein klein weniger älter fühlen mag, dem sei in Erinnerung gerufen, dass das zweite Album „Zweilicht“ am 8. Januar 2001 – und damit vor exakt 18 Jahren – erschien. *hach* „Im ersten Licht“. *hach*Die Summe der einzelnen Teile„. Evergreens, und das dazugehörige Album noch immer ein formvollendetes Indie-Meisterwerk aus deutschen Landen (übrigens kaum weniger als seine Nachfolger). Und genau daher wäre es schön, nach Jahren des Wartens mal wieder etwas von den vier Hamburgern um Peter Thiessen zu hören…

 

 

„Manchmal redest du im Schlaf
Meistens keine ganzen Sätze
Einzelne Worte oder Fetzen
Die ich kaum verstehen kann
Manchmal verdrehst du deine Augen
Unter den verschlossenen Lidern
Machst eine Geste dann und wann
Die ich nicht erwidern kann
Was sich aus deinen Träumen
In unserer beide Tage trägt
Hat keinen Ort in der Erinnerung
Nur ein stiller Schmerz
Bleibt zurück in deinem Herz
Im ersten Licht des Morgens

Manchmal redest du im Schlaf
Von noch nie betretenen Orten
Mit noch unverwandten Worten
In mir unbekannten Sprachen
Wenn wir bei Tageslicht aufwachen
Und bevor wir ganz aufsteh’n
Redest du manchmal von Sachen
Von denen ich nicht viel versteh‘
Nur ein stiller Schmerz bleibt
Zurück in meinem Herz

Wir reden manchmal wie im Schlaf
Von noch nie betret’nen Orten
Von einer Zeit in ferner Zukunft
In einer Sprache deren Worte
Wir noch lange kaum beherrschen
Der wir uns blindlings anvertrauen
Gegen die Regeln der Vernunft
Reden wir manchmal wie im Traum
Was sich aus unseren Träumen
In jeden unserer Tage trägt
Hat keinen Ort in der Erinnerung
Nur ein stiller Schmerz
Bleibt zurück in unser’m Herz
Im ersten Licht des Morgens

Manchmal redest du im Schlaf
Von noch nie betret’nen Orten
Mit noch unverwandten Worten
In mir unbekannten Sprachen
Wenn wir bei Tageslicht aufwachen
Und du vor mir ganz aufstehst
Redest du manchmal von Sachen
Von denen ich nicht viel versteh’…“

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der Jahresrückblick 2015 – Teil 3


Ein zwar nicht durch und durch hochkarätiges, jedoch ebenso wenig an tollen Veröffentlichungen armes Musikjahr 2015 neigt sich unausweichlich seinem Ende zu. Zeit also, ANEWFRIENDs “Alben des Jahres” zu küren und damit, nach der Rückschau aufs Film- und Serienjahr, auch die Königsdisziplin ad acta zu legen! Dem regelmäßigen Leser dieses Blogs werden sich wohl wenige Überraschungen offenbaren, schließlich wurde ein guter Teil der Alben meiner persönlichen Top 15 im Laufe des Jahres – insofern es die Zeit zuließ – bereits besprochen. Bleibt nur zu hoffen, dass auch 2016 ein ähnlich gutes Niveau an neuen Platten und Neuentdeckungen bieten wird… Ich freue mich schon jetzt drauf.

 

 

adam angst1.  Adam Angst – Adam Angst

Wenn ich ehrlich bin, dann war die Pole Position meiner Lieblingsalben dieses Jahres bereits im Februar vergeben. Und dass an ein Album, dessen Protagonist ein „arroganter Drecksack“ (Pressetext) ist, der dem Hörer elf Kapitel lang seine eigenen Verfehlungen, seine Makel und Achillesfersen vor Augen und Ohren führt. Muss man sich ein derart gerüttelt Maß an Antipathie wirklich anhören? Man muss! Vor allem wenn sie von Felix Schönfuss und seiner neuen Band Adam Angst stammt. Denn den großmäuligen Versprechungen, die da bereits im Vorfeld um das neuste musikalische Baby des Ex-Frau-Potz- und Escapado-Frontmanns gemacht wurden, liefern Schönfuss und Co. Songs nach, die einen schlichtweg umhauen – sei es durch zackigen, verquer melodieverliebten Rock, der weder den Punk von Frau Potz noch den Hardcore von Escapado noch in sich trägt, oder – vor allem – durch die durch und durch brillanten Texte. Denn in denen bekommen wirklich alle ihr Fett weg – die Schweinepriester und Heiden („Jesus Christus“), die mehr oder minder latenten Rassisten („Professoren“), das tumbe Wochenend-Partyvolk („Wochenende. Saufen. Geil.“), die digital süchtigen Klickzahlenjunkies („Wunderbar“), die sinnentleerten Workaholics („Flieh von hier“), die dysfunktional-zerstrittenen Pärchen („Ja, ja, ich weiß“)… Da muss man schon sehr weit ab von allem sein, um sich an der ein oder anderen Stelle nicht selbst ertappt zu fühlen. „Adam Angst“ mag vielleicht kein Album für die nächsten zehn Jahre sein, mehr Aktualität, Zeitgeist und tolle Songs hatte 2015 jedoch kein anderes an Bord. Obendrein liefern Schönfuss und Band mit „Splitter von Granaten“ noch den definitiv wichtigsten Song des Jahres…

 

 

Benjamin Clementine2.  Benjamin Clementine – At Least For Now

Benjamin Clementines Geschichte liest sich fast wie eine moderne, musikalische Cinderella-Story: Mittelloser Junge aus *hust* „schwierigen Umständen“, der sich bereits seit Kindestagen – und das nicht nur seiner Hautfarbe wegen – als beflissener, belesener Außenseiter fühlt, flieht erst – von verheißungsvollen Versprechungen und vom Fernweh getrieben – aus dem Zig-Millionen-Einwohner-Molloch der englischen Hauptstadt und nach Paris, von dem er einst so viel las, sich so viel versprach. Dort führt er ein Vagabunden-, ein Herumtreiberdasein, schläft unter Brücken und dem freien Himmel, spielt seine Lieder in Metrostationen und wird dann und dort – endlich – von einem findigen Musikmanager erhört, der ihn alsgleich mit einem Plattenvertrag ausstattet. Und so klingen auch die pianolastigen Stücke auf dem vollkommen zu recht mit dem renommierten Mercury Prize ausgezeichneten Debütalbum „At Least For Now“: aus der Zeit gefallen, ebenso modern wie von gestern, schwelgerisch, energisch, klagend, zentnerschwer ausufernd und melancholisch in sich gekehrt. Dazu vorgetragen von einer Stimme, die zu den besondersten seit Antony Hegarty, vielleicht sogar seit Jeff Buckley und Nina Simone (welch‘ Dimensionen!) zählen darf. Man kann, man will dieses Werk gar nicht beschreiben – man sollte es hören! Meine Entdeckung des Jahres.

 

 

love a3.  Love A – Jagd und Hund

Wie schrieb ich doch in meiner Rezension zur Jahresmitte? „Eines steht fest: Frontmann Jörkk Mechenbier und seine drei Bandkumpane von Love A sind angepisst. Aus Gründen.“ Das hat sich freilich auch im Dezember noch nicht geändert, die zwölf runtergekühlten Post-Punk-Stücke des dritten Love-A-Albums haben allerdings nichts von ihrer überhitzt angewiderten Aura verloren. Wer „Adam Angst“ 2015 etwa abgewinnen konnte, der sollte auf „Jagd und Hund“ gern mal ein Ohr riskieren, schlagen die polternden Trierer Punker doch in eine ganz ähnliche Kerbe – vor allem textlich. Die Überdrehtheit der Vorgänger mag „Jagd und Hund“ nicht mit an Bord haben, doch die poppigen Ansätze und neue Introvertiertheit (beides natürlich sehr relativ zu sehen!) stehen Love A ganz ausgezeichnet.

 

 

pusicfer4.  Puscifer – Money Shot

Für Tool-Fans dürfte 2015 eigentlich als ein (weiteres) enttäuschendes Jahr in die Musikgeschichte eingehen, wurde man doch erneut wieder und wieder vertröstet in seinem Warten auf das erste neue Album seit dem 2006er Werk „10,000 Days“ (was umgerechnet gut 27 Jahren entspräche und somit der gefühlten Wartezeit näher und näher kommt). Auch für Freunde von A Perfect Circle sieht es da eigentlich kaum besser aus – trotz der Tatsache, dass vor etwa zwei Jahren mit „Stone And Echo“ ein üppiges Live-Dokument erschien. Eigentlich. Wäre da nicht das dritte, im Oktober erschiene Puscifer-Album „Money Shot“. Denn das Projekt, welches Tool- und A-Perfect-Circle-Stimme und -Fronter Maynard James Keenan vor einigen Jahren zur Auslegung verquerer (elektronischer) Ideen ins Leben gerufen hatte, hat sich über die Jahre zur veritablen Band gemausert. Und hat 2015 erstmals auch albumfüllend großartige Songs auf Lager, die fast ausnahmslos mit den bisherigen Stammbands des passionierten Winzers mithalten können (mit mehr Schlagseite zu A Perfect Circle, freilich). Den Stücken kommt vor allem zugute, dass ihnen die britische Musikerin Carina Round, die erfreulicherweise Jahr für Jahr immer tiefer mit Puscifer verwächst, eine zweite, weibliche Ebene liefert. Für Freunde von Tool und A Perfect Circle ist „Money Shot“ also Segen und Fluch zugleich – zum einen tröstet das Album fulminant über die länger werdende Wartezeit auf neue Songs hinweg, zum anderen wird es für Maynard James Keenan – mit derart feinen Songs im Puscifer-Gepäck – jedoch kaum attraktiver, zu den anderen Bands zurück zu kehren…

 

 

tobias jesso jr.5.  Tobias Jesso Jr. – Goon

Ähnlich wie bei Benjamin Clementine dürfte man beim Lebenslauf von Tobias Jesso Jr. an eine modern-männlich-musikalische Aschenputtel-Variante gedacht haben, die es dem 30-jährigen Eins-Neunzig-Schlacks dieses Jahr sogar ermöglichte, eines seiner (unveröffentlichten) Stücke auf dem Alles-Abräumer-Album „25“ von – jawoll! – Adele zu platzieren (nämlich die Single „When We Were Young„). Dass die Grande Madame des Konsenspop beim Hören von Jesso Jr.s Debüt „Goon“ sein Talent für feine, kleine Popsongs aufgefallen sein dürfte, ist allerdings nur allzu verständlich, denn immerhin ist das Album voll davon. Oder wie ich bereits im März schrieb: „Wer es schafft, bereits das eigene Debüt nach John Lennon, Paul McCartney, Harry Nilsson, Randy Newman, Billy Joel, Elton John, Todd Rundgren, Nick Drake oder Ron Sexsmith klingen zu lassen (und das, obwohl Jesso Jr. laut eigener Aussage einen Großteil dieser Künstler erst während der Arbeit an seinem Album kennen lernte), während man sich darüber hinaus noch eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt, dem gebührt jeder einzelne Applaus“. Genauso sieht’s aus.

 

 

sufjan stevens6.  Sufjan Stevens – Carrie & Lowell

Dass Sufjan Stevens großartige, zu Herzen gehende Singer/Songwriter-Kunst abliefern kann, hat der 40-Jährige in den vergangenen 15 Jahren bereits hinlänglich bewiesen. Nur wollen wollte Stevens in den zehn Jahren, die seit „ILLINOIS“ ins Land gegangenen sind, immer weniger, veröffentlichte stattdessen Verqueres wie „The Age Of Adz“ oder gar Soundtracks über Schnellstraßen-Dokus. Von daher ist die größte Überraschung, dass Sufjan Stevens tatsächlich noch einmal mit einem Werk wie „Carrie & Lowell“ ums Eck kommt. Und dass es ein derartiges Meisterwerk des bittersüßen Songwritings werden würde. Denn das wiederum hat ganz persönliche Gründe: Stevens setzt sich auf „Carrie & Lowell“ mit dem Tod seiner Mutter und seines Stiefvaters auseinander und schreibt herzzerreißende Songs über das Leben, das Sterben und alles, was danach kommen mag. Klingt nach Tränendrückern? Die gibt es zwar („Fourth Of July“), aber das Album als Ganzes stellt dabei keinen musikalischen Trauermarsch dar, vielmehr feiert Sufjan Stevens das Leben als Kreislauf – in ruhigen Tönen, wie es nur er es kann. Toll.

 

 

Ryan Adams7.  Ryan Adams – 1989

Ryan Adams covert Taylor Swift – im Studio, ein ganzes Album, und dann auch noch den Millionenseller „1989„. Was sich lesen mag wie ein – wahlweise – verfrühter oder verspäteter musikalischer Aprilscherz, war keiner. Denn der 41-Jährige mit dem ohnehin breit aufgestellten Musikgeschmack, der bereits in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen hat, dass es im Zweifelsfall jedes Genre von Doom Metal bis HipHop (mehr oder weniger ernsthaft) für sich besetzen kann, beweist mit seinen Interpretationen von Radiohits von „Shake It Off“ bis „Bad Blood“ seine Fertigkeiten. Freilich klingen die dreizehn Stücke nun gänzlich nach Ryan Adams, doch auch er kann sich den feinen Melodien der Ausgangskompositionen nicht gänzlich entziehen. Warum auch? Im Plattenladen oder auf Spotify mögen die Fanlager von Swift und Adams ganze Universen trennen. Hier kommt zusammen, was noch vor Monaten unmöglich schien. Da war auf Twitter selbst die Ursprungsinterpretin der Schnappatmung nahe…

 

 

Florence and the Machine8.  Florence and the Machine – How Big, How Blue, How Beautiful

Gerade im Vergleich zum großartigen, fünf Jahre jungen Debüt „Lungs“ war „Ceremonials„, 2011 erschienen, eine kleine Enttäuschung, setzten sich darauf doch deutlich weniger Songs zwischen den Ohrmuscheln fest. „How Big, How Blue, How Beautiful“ nun ist wieder ein durchweg tolles Album, getrieben durch imposante Orchesterinszenierungen und erzählt von der variablen Stimme von Florence Welch. Ein spannendes Werk mit elf Geschichten, die durch ihre Musikvideos noch mitreißender werden und erneut so universelle Themen zwischen Liebe, Wut, Tod und Angst behandeln. Ein Album, das am besten als Ganzes funktioniert und ausgestattet mit einem dramatischen Sog, Songs mit Gefühlen zwischen bunter Leichtigkeit („Queen Of Peace“) und erdrückendem Drama – alle mit einer immensen Wucht, und sogar mit Saxofon! Kaum verwunderlich, aber umso erfreulicher, dass der Britin und ihrer Band damit ihre erste US-Nummer-eins gelungen ist. Florence and the Machine sind 2015 ganz oben, da wo sie hingehören.

 

 

frank turner9.  Frank Turner – Positive Songs For Negative People

Frank Turner ist einer von den Guten. Plattitüde? Logisch. Aber besser kann und will man’s gar nicht ausdrücken. Und wenn der britische Punkrocker by heart dann noch mit so guten Songs wie denen seines sechsten Solowerks „Positive Songs For Negative People“ aus dem Studio kommt, dann kann der kommende schweißnasse Festivalsommer kein ganz Schlechter werden. Und wer beim abschließenden „Song For Josh“ nicht mindestens einen Sturzbach Tränen verdrücken muss, der ist aus Stein. Oder hört Techno. Beides wäre schade um ein Paar Ohren…

 

 

noah gundersen10. Noah Gundersen – Carry The Ghost

Top 3 im Vorjahr, Top 10 in diesem – kein ganz schlechtes Ergebnis für einen 26-Jährigen, für den sich außerhalb der heimatlichen USA kaum ein Schwein (geschweige denn Hörer) zu interessieren scheint. Was schade ist, denn Noah Gundersens Songs sind nicht erst seit dem fulminanten 2014er Debüt „Ledges“ eine Wucht, die mich gar zu Vergleichen mit Damien Rice, Ryan Adams oder dem Dylan-Bob hinrissen. Und dem steht „Carry The Ghost“ (fast) in nichts nach. Freilich merkt man dem zweiten Werk des Musikers aus Seattle (!) an, dass das Leichte des Erstlings einer schweren Reife Platz machen musste, doch ist es gerade dieses Geschlossene, in welches man sich mit jedem Hördurchgang immer tiefer hinein gräbt, das „Carry The Ghost“ erneut so ergreifend macht. Freunde von Ryan Adams‘ „Love Is Hell“ sollten reinhören, wer tolle Songs für ruhige Momente sucht, natürlich auch.

 

 

…und auf den weiteren Plätzen:

Foxing – Dealer

Desaparecidos – Payola

Roger Waters – The Wall (LIVE)

Kante – In der Zuckerfabrik: Theatermusik

William Fitzsimmons – Pittsburgh

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Das Album der Woche


Kante – In der Zuckerfabrik: Theatermusik (2015)

in der zuckerfabrik-erschienen bei Hook/Indigo-

„Wir sehen die Welt mit anderen Augen / Seitdem wir draußen sind  / Sehen wir Dinge ohne Namen / Mit schleierhaftem Sinn / Wir sind Leute in den Straßen / Wir sehen unmöglich aus / Unsere Art sich zu bewegen / Gleicht einem Fallen oder Schweben / So als wäre uns der Boden / Unter den Füßen weggezogen / Wir laufen durch die Strassen / Und wir sind überall / In den Grau- und Zwischenzonen / Wo die Umrisse verschwimmen / Wir sind schillernde Gestalten / Die die Lichter reflektieren / Unsere Augen sind verborgen / Hinter dunklen Sonnenbrillen / Wir sind von vornherein verdächtig / Nicht ganz bei Trost zu sein / Es ist als trügen wir ein Licht in uns / Das einer anderen Welt entsprungen ist…“

Man muss nicht erst aus „Zombi„, vor knapp elf Jahren wohl so etwas wie der größte „Hit“ der aus Hamburg stammenden Band Kante aus deren Album gleichen Namens, zitieren, um sicher zu gehen, dass das Fünfergespann stets etwas anders war als deren Kollegen der „Hamburger Schule„, jener Musikrichtung, die Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger von der Hansestadt aus mit Bands wie Tocotronic, Blumfeld, Die Sterne, Tom Liwas Flowerpornoes, später auch Kettcar oder Tomte, zu grungigen Schrammelgitarren eine neue, frische Art von vor allem textlich verankerter Dialektik in den Popdiskurs einbrachte, ohne die einer ganzen Stange von Bands, angefangen von Wir sind Helden über Fotos bis hin zu Kraftklub, der Erfolg bringende Nährboden gefehlt hätte. Da war allein schon die Art, mit welcher die Band stets hinter ihre Songs trat, um das Liedgut ganz und sonders für sich selbst sprechen zu lassen, während dazu eine Gruppe musizierte, die – damals – wie ein Haufen sympathischer-ernsthafter Lehramtsstudenten bei ihrer schönsten Freizeitbeschäftigung erschien: uneitel, selbstversunken und wahnsinnig fokussiert aufs große Ganze. Grenzen haben das Kollektiv um Sänger Peter Thiessen, der sich zwischen 1996 und 2002 ausgerechnet bei Blumfeld, den anderen wichtig-großen Lyrikern der „Hamburger Schule“, am Bass verdingte, eh nie gestört. So dominierten auf dem 1997 erschienen Debüt „Zwischen den Orten“ noch instrumental angejazzte, dezent elektronische Stücke, während man vier Jahre später auf dem Zweitwerk „Zweilicht“ und fantastischen Stücken wie dem sanften „Im ersten Licht“ oder dem markant-eingänigen „Die Summe der einzelnen Teile“, das damals, zu seligen Viva2-Zeiten, massig Musikvideo-Airplay erhielt, geradezu aufhorchen musste: „Wir leben von einem Glauben / Der unserer Gegenwart vorauseilt“. Und wo andere Kollegen mit weitaus zählbarer Substanz schnell wieder in ihrer kleinen Indie-Nische verschwanden, legten Kante mit dem bereits erwähnten „Zombi“ (2004) und „Die Tiere sind unruhig“ (2006) zwei Alben nach, die auch heute noch wie wahnhaft-hitzige Fieberträume aus Nächten voller knirschender Gitarrenriffs, gespenstischer Pianoläufe, sanft brodelnder Free Jazz-Anleihen und geradezu lieblichen Melodien klingen, welche von Thiessens süffisant gesellschaftskritischen Texten flankiert wurden – in dieser Champions League deutschsprachiger Rockmusik konnten bis heute lediglich die nahestehenden Kollegen von Sport, bei denen Kantes Gitarrist Felix Müller den singenden Vorsteher gibt, ansatzweise mithalten. Die gesamte journalistische Fachwelt überschlug sich geradezu mit Lobeshymnen (so ernannte etwa der Musikexpress „Die Tiere sind unruhig“ 2006 zu seinem „Album des Jahres“) – und was machten Kante? Nur ein Jahr nach ihrer bislang rockigsten Platte schob das Quintett die verschrobene Theaterrevue „…Plays Rhythmus Berlin„, geschrieben für eine Revue am Berliner Friedrichstadtpalast, nach, welche die Band erneut in einem ganz neuen Gewand präsentierte, jedoch so gar nicht an seine Vorgänger anknüpfen wollte. Es schien fast so, als wollten sich Peter Thiessen und Co. ganz bewusst gegen den Fahrtwind stellen und den Erfolg wieder einmal ganz bewusst anders handhaben als das Kollegium…

kante 2015

Fotos: Promo / Viviane Wild

Dass ganze acht Jahre bis zum nun erschienenen sechsten Studioalbum „In der Zuckerfabrik“ vergehen sollten, hatten wohl auch Kante so nicht gedacht, wohl weißlich jedoch eingeplant. So ist im Booklet zu lesen: „2007 trat die Regisseurin Friederike Heller an uns heran, ob wir Lust hätten, die Musik für ihre Inszenierung von Peter Handkes ‚Spuren der Verirrten‘ am Burgtheater Wien zu schreiben und für die Vorstellungen auf der Bühne zu performen. Hatten wir. Weil wir sofort das Gefühl hatten, dass das passen könnte und wir zu Friedrike einen Draht haben würden. Und so war es, wir wurden nicht nur Fans von Friedrikes post-dramatischer, epischer, nach-brechtscher Bühnensprache, nach und nach stellte sie sich auch noch als einer der wunderbarsten Menschen überhaupt heraus. Der unglaubliche Handke-Text, die irre Burgtheaterwelt, die Wiener Küche und die wundervollen Schauspieler taten ein Übriges: Wir hatten Theaterluft geschnuppert und Blut geleckt. Und so ging es dann von Bühne zu Bühne, Stück zu Stück, Stadt zu Stadt und Text zu Text.“ Über Jahre fügten sich Kante als reine Bühnenband in Stücke am Wiener Burgtheater, Dresdner Staatsschauspiel, an der Berliner Schaubühne und am Münchner Residenztheater ein, vertonten Texte, Gedichte und Partituren zu Inszenierungen nach Sophokles, Goethe, Voltaire, Dostojewski und Bertolt Brecht. Nun mag der kundige Hörer der vor genau zwanzig Jahren formierten Hamburger Gruppe meinen, dass dies eine Vergeudung sei, zählte doch vor allem Peter Thiessens Lyrik zum sowohl Verschrobensten als auch Schönsten, was es in den letzten Jahrzehnten im deutschsprachigen popmusikalischen Kontext zu hören gab. Nun… nicht ganz.

Fotos: Promo / Viviane Wild

Denn, wie man nun anhand der 15 Stücke starken Songauswahl aus der Theaterzeit Kantes hören kann, konnten sich Thiessen und Band durchaus zu großen Teilen selbst in die Inszenierungen einbringen. So ist bereits das „Lied von der Zuckerfabrik“ ganz und gar Kante. Thiessen schlüpft darin in die Rolle eines entflohenen Sklaven, während die Band Voltaires schlappe 256 Jahre junge Romanparodie „Candide oder der Optimismus“ mit dem typisch wuchtigen Drive, Bottleneck-Gitarrensounds und erhabenen Bläserarrangements zu einem Stück macht, wie es zeitgeistiger kaum sein könnte: „Das ist der Preis, das ist der Preis / Das ist das Blut, das bei uns fließt / Das ist der Preis, das ist der Preis / Um den ihr drüben in Europa euren Zucker genießt“. Die bittere Klage eines Sklaven, der den Zusammenhang zwischen brutaler Unterdrückung in seiner Welt und dem Wohlstand in Europa herstellt, ist harter, politisch hochaktueller Stoff für eine Gesellschaft, die sich seit dem 18. Jahrhundert kaum zum Besseren verändert haben mag, gerade deshalb jedoch so großartig und wichtig ist. Ähnlich verhält es sich auch mit „Das Erdbeben von Lissabon“, in welchem Kante ein Langgedicht Voltaires über das – jawohl – Erdbeben von Lissabon im Jahr 1775 mit lässigen Mali-Grooves vertonen und so einer bitter-sarkastischen Abrechnung mit grundpositiver Philosophie und Theologie Musik verleihen. Anderswo findet der Freund der Band ebenso in die Fussspuren früherer Großtaten zurück, etwa im lieblichen „Wenn ich dich begehre gegen jede Vernunft“, ein Gedicht von Thomas Brasch, das die Band im Rahmen der Dostojewski-Inszenierung „Dämonen“ zum Besten gab und bereits jetzt zu den schönsten Liebesballaden des noch jungen Jahres gezählt werden darf, dem stürmischen Desertrocker „Morgensonne“, welches Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ innerhalb von vier Minuten mit dem Geist der Queens Of The Stone Age vereint, oder „Donaudelta“, einem Handke-Stück aus „Spuren der Verirrten“, bei dem die großen Flussdeltas dieser Welt zu einer Musik besungen werden, während einen die Musik auf sanften Harmoniegesangswellen davonträgt. Freilich ist nicht jedes der 15 Stücke „ganz und gar Kante“ – vor allem in der Albummitte von „In der Zuckerfabrik“ klingt viel Theatralik (im Wortsinne) an, sodass man sich „Keine Wegspur, nichts zu sehen“, „Arioso der Shen Te“, „Glückselige jener Zeit (Zweites Standlied)“ (aus Sophokles‘ „Antigone“) oder „Das Lied vom Sankt Nimmerleinstag“ nur schwerlich in der Setlist einer „normalen“ Kante-Liveshow vorstellen kann. Dort würde jedoch andererseits ein Song wie „Geist der Liebe (Drittes Standlied)“ (ebenfalls aus „Antigone“, das bereits mehr oder minder 2500 Jahre auf dem tragischen Buckel hat) mit seinen Gitarrenschleifen zu Thiessens markantem Gesang nicht groß auffallen, während sich der Sänger anderswo, in „The Black Rider“, einer Tom Waits-Komposition aus dem legendären William Burroughs-Stück gleichen Namens, an englischsprachigem Liedgut versucht (und mit dezent deutschem Akzent sympathisch scheitert) und „Walzer“, erneut aus Handkes „Spuren der Verirrten“, bei dessen Theaterinszenierung, laut der Band, zwei knapp achtzigjährige Schauspieler zum Instrumentalstück über die Bühnenbretter tanzten, den Theaterreigen zum Abschluss bringt.

kante-108~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135

Natürlich kann man bei „In der Zuckerfabrik – Theatermusik“ nicht von einem „Kante-Album“ im direkten Sinne sprechen (slash: schreiben). Allerdings bringen die 15 Stücke so einige Insignien mit, die auch die Vorgänger so toll und reichhaltig gemacht haben: den überbordenden Mut zur Neuerung und zum Experiment, den Gitarrenrock, die Liebe zum Detail, die leicht absurd-irre Stimmung, die natürliche Erhabenheit, mit der Kante gleichzeitig über ihren Songs zu schweben scheinen und diese aufs Innigste umarmen. Vielmehr ist das Album ein Querschnitt der Bandaktivitäten der letzten Jahre, jenseits des Popkontextes –  Dass dieser „Theater! Theater“-Anspruch mit all seinen Gefühlsschwankungen – mal todtraurig-betrübt, mal sehnsuchtsvoll verliebt, manchmal wütend, manchmal gut gelaunt wie ein kleines Kind – nicht fürs breite Publikum gedacht ist, spricht für sich. Trotzdem ist es erstaunlich, wie heterogen die Band den Bogen von Sophokles über Goethe bis hin zu Peter Handke spinnt, ohne dabei je die gewisse Prise Zeitgeist und Gesellschaftskritik aus den Augen zu verlieren. Übrigens dürfen sich Freunde der älteren Kante-Alben durchaus berechtigte Hoffnungen auf die erste „echte“ Platte der Hamburger seit 2006 machen, wie Frontmann Peter Thiessen kürzlich verriet: „Im Frühjahr mache ich mit (Schlagzeuger) Sebastian Vogel noch ‚Dantons Tod‘ in Dresden. Den Rest des Jahres haben wir uns freigehalten, um wieder an einer Platte zu arbeiten. Mal sehen, wie schnell wir voran kommen, ob wir dieses Jahr noch ins Studio gehen.“. Für den Moment tröstet einen „In der Zuckerfabrik“ ganz gut über die erneute Wartezeit hinweg. Denn man weiß ja: Kante waren schon immer ein wenig anders als der Rest…

 

Hier gibt es mit dem „Lied aus der Zuckerfabrik“…

 

…und „Das Erdbeben von Lissabon“ zwei der wohl besten Songs von „In der Zuckerfabrik“ zu hören:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Review: „Wir sind vorbei“ von Enno Bunger – oder: Anfangs Schwester heißt Ende…


Enno Bunger – Wir sind vorbei (2012)

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Dieses Hesse-Zitat umreißt im Großen und Ganzen auch die Botschaft von „Wir sind vorbei„, dem zweiten, soeben erschienenen Album des aus Ostfriesland stammenden Liedermachers Enno Bunger (nach dem Erstling „Ein bisschen mehr Herz“ von 2010). Denn eben jenes sei ein „Trennungsalbum“ – und das hört man auch. Doch bei allem Leiden, Erstarren, Verharren und sich winden ob der Aussichtslosigkeit der soeben verendenden Beziehung steckt im Großteil der zehn Songs eine Menge Optimismus und, nun ja, sogar „Euphorie“. Schon im Eröffnungssong „Blockaden“ heißt es „Ich fühle mich befreit / Ich fühle mich bereit“, im nächsten Lied, eben jenem programmatisch betitelten „Euphorie“ sogar „Ich schmiede neue Pläne / Ich reiße Wände ein“.
Halt! Das soll ein Trennungsalbum sein? Doch keine Angst, in den nachfolgenden Stücken erfolgt rückblickend die Aufarbeitung der gescheiterten Zweisamkeit: In „Regen“ stellt der Enttäuschte fest, dass die Liebe zu einem Trümmerhaufen zerfallen und längst verglüht ist („Jetzt bleiben nur Schutt und Staub / Ich gehe jetzt nach Hause / Ruf‘ mich an, wenn du was brauchst / Und wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus“), während er im darauffolgenden „Abspann“ noch wie gelähmt war ob des bevorstehenden Endes („Wir fragen und seit Tagen: bleiben oder gehen? / Ich kann es nicht ertragen dich so leiden zu sehen / … / Ich sehe unsere Namen in ’nem Abspann / Ich schreibe Abschiedszeilen auf Papier“). Obwohl da noch irgendwo Gefühle sind, und sei es nur durch’s Aneinander-gewöhnt-sein oder durch Vertrautheit, scheint alles Reden zwecklos, alle Bemühungen von Vornherein zum Scheitern verurteilt („Nichts ist für immer / Sag mir: wann hört das auf? / Du fehlst hier“ – aus „Leeres Boot“). Doch irgendwann muss er einsehen, dass Innehalten, Zurückblicken und Trauern doch nur dem Moment nützt und der Neuanfang bereits wartend vor der Tür steht. Es hilft nur eins: „Die Flucht“, denn: „Lieber frei als eingeengt“. Er stürzt sich in lange Nächte, neue Bekanntschaften, neue Abenteuer, und stellt schon bald fest: „Ich möchte noch bleiben, die Nacht ist noch jung“. Obgleich auch das sich aus „Ein Astronaut“ und dem instrumentalen „Präludium“ ziehende Fazit wieder ungleich melancholischer ausfällt, ist „Wir sind vorbei“ auf der Textebene ein optimistisches Album, welches den Schmerz im Rückblick keineswegs ausblendet, jedoch immer wieder feststellt, dass dieser ebenso dazugehört, denn „das Süße ist niemals so süß ohne das Saure“ (Zitat aus dem Film „Vanilla Sky“). Und alles ist endlich, alles hat, so sehr man auch an Liebgewonnenem festhalten mag, seine Zeit. Bleibt nur, zu genießen.


Musikalisch gibt das Klavier hier, oft unterstützt von Bass, Schlagzeug und Gitarre, den Ton an. In „Euphorie“ gesellen sich an Coldplay erinnernde Chöre dazu, „Regen“ verwandelt sich gen Ende hin zu einem bedrohlich großen Post Rock-Sturm, „Ich möchte noch bleiben, die Nacht ist noch jung“ ist mit seinen dezenten Elektronik-Einschüben ein aussichtsreicher Bewerber für’s nächste Beischlaf-Mixtape. Viele Songs sind jedoch in Moll gehalten und werden von Enno Bunger allein an den Tasten dargeboten. Schön melancholisch ist das Ganze, und lässt etwa in „Ein Astronaut“ erahnen, wie sich Major Tom gefühlt haben muss, nachdem er feststellte, dass alles Hoffen vergebens ist und er sich einfach treiben lassen und den Anblick genießen sollte. So auch hier.
„Wir sind vorbei“ mutet vom Titel her wie eine vertonte Schlussmach-SMS an, stellt jedoch auch Bezüge zu Klassikern wie Hesse oder Goethe her. An einigen Stücken mag Enno Bunger nur knapp am Kitsch vorbei schiffen, jedoch nimmt man ihm Euphorie und Trauer immer ab. Alles in Allem klingen die Songs aufgrund der Stimme und der Bedeutungsschwere so sehr nach Kante, dass man schwören könnte, die Hamburger Band würde nun verdeckt und unter neuem Namen musizieren – was ja nun nicht die schlechteste Referenz ist. Stellenweise mag man auch an Erdmöbel denken. Und wie sagen die einst: „Anfangs Schwester heißt Ende.“ Genauso sieht’s aus!

Hier könnt ihr euch „Regen“, einem meiner Album-Favoriten, anhören…

 

…euch das Video zu „Euphorie“ ansehen…

 

…und euch den Song „Abspann“ in der Detektor.fm-Akustik Session-Version anschauen:

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: