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Zitat des Tages


Jim Carrey quote

 

(James Eugene „Jim“ Carrey, *1962, kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Schauspieler)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: July Talk – „To Hell With Good Intentions“


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Na da hör her – July Talk melden sich lautstark zurück!

Obwohl die fünfköpfige Band um das sowieso und überhaupt wunderbar ungleiche Gesangsduo Peter Dreimanis und Leah Fey auch in den letzten Monaten nicht einsah, Rost anzusetzen, und viel lieber emsig tourte, ließen erste neue Töne seit dem zweiten, 2016 erschienenen Album „Touch“ doch auf sich warten…

Umso schöner, dass der Fünfer aus dem kanadischen Toronto, Ontario, von dem vor etwa zwei Jahren auf ANEWFRIEND bereits die Schreibe war, in der Zwischenzeit kein bisschen leise geworden ist (was ja angesichts einer launigen Piano-Coverversion des FKA TWIGS-Songs „Mirrored Heart“ vom vergangenen Dezember bereits „befürchtet“ werden durfte), denn die Variante von „To Hell With Good Intentions“ (im Original von den anno 2005 auf Eis gelegten walisischen Raudaubrüdern von Mclusky beziehungsweise deren 2002er Album „Mclusky Do Dallas„), die Dreimanis, Fey und Co. da mal eben aus dem Lärm-Ärmel schütteln, tönt wie die Musik gewordene Übersetzung von „Die Schöne und das Biest“ – in lederkuttenem Punk! Da würde wohl selbst der altehrwürdige Iggy Pop zum übermütigen Stagedive ansetzen… Und nun alle: „My love is bigger than your love! Sing it!“

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: The Drew Thomson Foundation – „A Little More Time“


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Wer in den letzten Monaten – wohl mehr zufällig – auf seine 2018 veröffentlichte „Stay EP“ gestoßen sein sollte, der weiß bereits, dass Single Mothers-Frontmann Andrew „Drew“ Thomson viel mehr kann, als beißende Texte in einer der unbeständigsten Hardcore-Punk-Bands der letzten Jahre ins Mikro zu spucken. Denn was Thomson in seinem Soloprojekt, The Drew Thomson Foundation, macht, ist etwas ganz anderes…

a0370705959_16Auf deren selbstbetiteltem, im vergangenen September erschienenem Debütalbum dreht sich – ganz anders als bei den Hardcore-Punk-Brechern, die der Mittdreißiger sonst mit seiner im kanadischen London, Ontario beheimateten Hauptband zurecht rockt – alles um große, glänzende Melodien, die in noch größere, heller glänzendere Power-Pop-Songs verpackt werden, in denen sich Drew Thomson öffnet und mit seiner jahrzehntelangen Hassliebe zum Teufel Alkoholismus ins Reine kommt. Jetzt nüchtern und mit einer positiveren Lebenseinstellung, hat sich Thomson in einen „Diät-Coke- und Limetten-Typen“ gewandelt, der nun – schlichtweg und erfreulicherweise – gar nicht mehr das Bedürfnis hat, ständig wütend zu sein.

Musikalisch sprechen wir hier im Gros über Pop-Rock im Stil der späten Neunzigerjahre, wie Third Eye Blind, Gin Blossoms oder die Goo Goo Dolls – jedoch mit gerade genug Punk-Spirit, um nachhingehend gemeinsame Touren mit Bands wie Dirty Nil oder New Swears zu rechtfertigen. Manch ein Indierock-Connaisseur mag auch an die melodienseligen Anfangstage eines Jesse Malin denken.

Neben feinen Songs wie „Stay“ oder „Pace Yourself“ (welche bereits auf der Debüt-EP zu hören waren) dürfte die Single „A Little More Time“ sicherlich eines der Highlights des Albums darstellen, schließlich spiegelt diese Thomsons Mischung aus doppelbödiger Heiterkeit und riffgeschwängerter Melancholie mit am besten wider – übrigens ebenso wie das dazugehörige Musikvideo. Darin sieht man einen Tag in Drews Leben, komplett mit Akustikgitarren auf Parkbänken und gelegentlichem Eis. Andererseits malen die Aufnahmen von Thomson, wie er mit den Blumen spielt, die nach ihm geworfen werden, oder wie er paralysiert in einer Ballon gewordenen Halluzination auf seiner Couch sitzt, das Bild eines Typen, der vielleicht nicht (komplett) verrückt ist, aber definitiv mit etwas Heftigerem zu tun hat, als an einem sonnigen Tag ein flottes Lied übers Vermissen und An-jemanden-denken zu spielen.

Laut Regisseur Ryan Brough „zeigt uns Drew Thomson von der Drew Thomson Foundation in dem neuen Video zu ‚A Little More Time‘ seinen Alltag. Das Video ist ein Tag im Leben eines Mannes mit seiner Strickjacke, Katzen und Kaffee. Das Video zeigt eine ungeschminkte Seite von Drew und hält sie real und auf den Punkt. Das Video spielt in der Stadt, in der Drew lebt, Hamilton. Folgen Sie Drew, wie er den Hammer erforscht und uns sein wahres Gesicht zeigt.“

Oder, in Drew Thomsons eigenen anspielungsreichen Worten: „Wir taten ein paar Schritte in meinen Schuhen, beobachteten mein Leben wie eine Tüte im Wind und versuchten, die Dämonen noch ein wenig länger in Schach zu halten.“

 

 

Rock and Roll.

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„One Great Tribute!“ – Der Weakerthans-Tribute-Sampler im Stream


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Die Weakerthans mögen zwar seit etwa vier Jahren auf Eis liegen, nichtsdestotrotz erfreuen sich John K. Samson und seine Band-Buddies immer noch großer Beliebtheit – kaum verwunderlich für mich, verfalle ich Alben wie „Left and Leaving“ oder „Reconstruction Site“ doch bei jedem Mal, wenn sich diese von Zeit zu Zeit (und vor allem bei heimeliger Herbst-Atmosphäre) in meine Playlist schleichen, aufs Neue. Und auch Thees Uhlmann verewigte die Band aus dem kanadischen Winnipeg nicht ohne Grund zu Tomte-Zeiten in einem seiner schönsten Songs (für alle, die zu faul zur Google-Recherche sind: „Walter & Gail“ war’s)…

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Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der beliebten Indie-Rock-Band aus dem Ahorn-Staat ein ganzer Tribute-Sampler gewidmet wird. Spoiler: Dies ist nun mit „One Great Tribute! – a love letter to The Weakerthans“ passiert. Die Macher dahinter schrieben während der Entstehung Folgendes:

„Our Mandate is simple: We’re putting together a Tribute Album, have gotten the OK from the band […]. We aim to present proceeds both to CAMH (Centre for Addiction and Mental Health) & CMHA (Canadian Mental Health Association) and will be crowdfunding for the eventual production of the album.“

Das fertige Endergebnis, welches ganze 23 Cover-Beiträge von teils (noch) recht unbekannten Bands und Künstlern, aber auch namenhafteren Weakerthans-Fans wie etwa Frank Turner enthält (dieser nimmt sich den Song „Bigfoot“, im Original auf dem letzten, 2007 erschienenen Weakerthans-Studiowerk „Reunion Tour“ zu finden, vor), lässt sich nun in Gänze via Bandcamp streamen. Feine, kurzweilige Sache mit so einigen Neuinterpretation von Klassikern wie „One Great City!“, „Night Windows“ oder „Left & Leaving“, die dem ein oder anderen Song von John K. Samson und Co. sogar noch manch‘ neue Nuance entlocken.

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Bear’s Den – „Heaven“ (live)


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Remember, remember – the 5th of November…

Ein kleiner, jedoch umso wichtigerer Auszug aus den Anfangstagen meiner Musiknerd-Vita, den wohl nur diejenigen kennen, denen meine Nase (sowie das seit eh und je schockschwer tonverliebte Hirn gleich dahinter) eine Begrifflichkeit ist – oder eben die, die ANEWFRIEND bis zum allerallerersten Post im Januar 2012 durchgeklicktscrollt haben:

„Mein erstes selbst gewähltes musikalisches Idol war jedoch Bryan Adams, der Kanadier mit der Knödelstimme und Songs wie ‚Run to You‘, ‚(Everything I Do) I Do It For You‘ und natürlich ‚Summer of ’69‘. Seine Texte waren der Beweggrund für mich, freiwillig Englisch zu lernen, zu seinen Refrains wurden meine ersten Luftgitarren vor dem Spiegel gestimmt und zertrümmert. Eine Liebe, die ganze fünf Jahre, vom Best of ‚So Far So Good‘ (für’s Zeugnis geschenkt gekommen) bis zum Album ‚On A Day Like Today‘ (dann schon selbst gekauft) hielt. Danach waren bei uns die besten gemeinsamen Zeiten vorbei und Luft raus. Ich schickte den kleinen Kanadier zusammen mit seinen stets ungleich größeren Lebensabschnittspartnerinnen wieder in die weite Welt, gab ihm jedoch den Ratschlag mit auf den Weg, es in Zukunft doch mal lieber mit dem Fotografieren als zweitem Standbein zu versuchen. Was er auch tat. Und sogar Topmodels wie Cindy Crawford oder Persönlichkeiten wie Mick Jagger oder Hilary Clinton vor die Linse bekam. Glückwunsch, geht doch.“

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Mag heißen: Ohne ebenjenen Mr. Bryan Adams gäbe es diesen (nunmehr auch bereits acht Jahre bestehenden) bescheidenen Blog und seine knapp 2.000 mal mehr, mal weniger gehaltvollen Beiträge über neue, tolle Töne und die Künstler dazu, über Film, Serien, Kunst und sonstigen Hirnschmalz wohl kaum – oder zumindest nicht in dieser Form. Allein dafür gehen drölfzig tief empfundene Knickse ins nordamerikanische Land, in dem tausende Mounties in schniek gebügelten Uniformen wohl gerade Ahornsirup verticken und Staatschef Justin Trudeau Elche und Grizzlybären streichelt!

Und damit hier gar nicht erst der Verdacht entsteht, ich würde all den Schmus lediglich aus reiner Nostalgie in die Tastatur tippen: Ebenjener Bryan Adams, der Kerl hinter zig Evergreens wie „Summer Of ’69“ (welches ich in meiner kindlichen Naivität damals freilich kaum mit frivolen Betttätigkeiten verband), „Everything I Do (I Do It For You)„, „Run To You„, „Please Forgive Me“ oder „Heaven„, feiert heute seinen 60. Geburtstag! Da wünsche ich natürlich, natürlich ebenso alles Gute wie – lustiger können Zufälle kaum sein – einem gewissen Herrn Ryan Adams, denn der vielseitige US-Singer/Songwriter, um den es in den letzten Monaten durch #MeToo und Vorwürfe von sexuellen Übergriffen leider etwas ruhiger geworden ist, feiert am heutigen 5. November seinen 45. Geburtstag! Auch da komme ich nicht umhin, zu gratulieren, schließlich begleiten mich seine Songs – Skandal hin, Skandal her – auch bereits seit gefühlten Ewigkeiten…

Und, last but not least: Grüße ins heimatliche Sachsen, wo meine liebste Frau Mama heute ebenfalls ihr alljährliches Ehrenfest begeht! Wie jung sie ist? Ich bitte euch – einer grauhaarigen stolzen Dame von Welt stellt man(n) diese Frage doch nicht, Kinners! Ja, dieser 5. November war auch abseits von Guy Fawkes schon immer ein besonderer Tag für mich. ❤️

 

Tatsächlich gibt es nicht allzu viele wirklich gelungene Coverversionen von Songs aus dem Oeuvre von Bryan Adams. Lustigerweise kann man – und das spricht wiederum direkt für dem Adams ohne das „B“ – Ryan Adams‘ Version von „Run To You“, die dieser 2017 für eine Radio-Session zum Besten gab, auf der Habenseite verbuchen. Oder eben die Bear’s Den-sche Variante des 1983 aufgenommenen Pärchen-Engtanz-Parkettfüllers „Heaven“ (somit ist – nächste biografische Überschneidung – der Song ebenso alt wie meine Wenigkeit!). Bear’s Den spielten ihren Take des Adams-Bryan-Stücks zwischen 2016 und 2017 recht oft bei ihren Konzerten (sowie bei einer BBC Radio 2-Session), und machten ihre Sache gar nicht mal so schlecht, wie ich meine:

(Für Pedanten sei erwähnt: diese Live-Version wurde im Februar 2017 im Brüsseler Club 69 für Studio Brussel aufgenommen.)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Taylor Janzen – „Shouting Matches“


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Zarte zwanzig Jahre ist die aus dem kanadischen Winnipeg stammende Singer/Songwriter-Newcomerin Taylor Janzen jung – und hat sich mit ihren mal nachdenklichen, mal wunderschön traurigen Songs hier und da bereits einen Namen gemacht. Dabei zeichnen sich ihre melancholischen Stücke vor allem durch sehr ehrliches, aufrichtiges Songwriting aus, das unter anderem mit wahren Sturzbächen von Halsklößen behaftete Themen wie die psychische Gesundheit und emotionalen Missbrauch anspricht und sich klanglich nicht allzu fern von Julien Baker oder Phoebe Bridgers einordnet.

B17J7q3ilnS._SS500_Janzens im Mai erschienene neuste – und nunmehr zweite – EP hört auf den Titel „Shouting Matches“ und enthält fünf Songs, bei denen sie sogar Angst hatte, sie zu veröffentlichen, weil sie dafür „zu verletzlich“ seien. Das verriet die Newcomerin im Interview mit „Noisey US“, fügt jedoch hinzu: [Die Lieder] sind furchterregend für mich, aber sie sind meine liebsten Songs, die ich je geschrieben habe.“

Wer das titelgebende „Shouting Matches“ hört, weiß, das Taylor Janzen mit der Behauptung, dass ihren Songs Einiges an Fragilität innewohnt, keineswegs übertrieben hat. Während der Anfang mit von Folk-Spirit ummantelten E-Gitarren-Akkorden sacht und bedächtig gerät, wird das Stück alsbald von Soundscapes und Drums in emotionale Höhen getragen. Nicht wirklich verwunderlich, dass all das einen kaum kalt lassen kann. „Shouting Matches“ gehört zu der Kategorie von Songs, die den Hörer tief im Herzen berühren – inklusive einem geradezu Gänsehaut verursachenden dramatischen Höhepunkt (auch das ist bei einer wie etwa Julien Baker ja des Öfteren der Fall).

Zum Hintergrund des Stücks verriet die junge Musikerin gegenüber dem ‚Paste’-Magazin: „Der Song handelt von meiner Tendenz dazu, ein bisschen an meiner eigenen Traurigkeit festzuhalten, was nach meiner Meinung viele Leute tun, besonders wenn Traurigkeit zu einer regelmäßigen Sache für dich geworden ist. Manchmal ist sie nützlich, aber manchmal leben wir in ihr. Es geht darum, eine Balance [zwischen diesen beiden Dingen] zu finden.“

 

Hier gunt’s das Musikvideo…

 

…sowie „Shouting Matches“ in der „Buzzsession“-Live-Variante:

 

„Night falls and I look out and I can’t make out a thing
So I burned all my bridges down just to have something to see
You don’t need to worry, darling, I don’t need to escape from this ever-growing​ sadness that I can’t help but create for myself, for myself

Well, if I knew what was good for me, I’d open up the blinds, I’d let the sun fill my room and I’d let it change my life
But you don’t need to worry, darling – one day I’ll be just fine
I’ll stare right up into the sun until it burns right through my eyes

Is that what you want?
Is that what you wanted from me?
Is that what you want?
Is that what you needed to see?
Oh, if I see the beauty in everything then how am I to know just what to sing when it all burns down and there’s no one around?

Melancholy has always got me right where it wants
My voice is used for starting shouting matches with God
But you should start to worry, darling, if you can’t hear the sirens calling out through my broken promise
Didn’t you ask me to be honest?

Is that what you want?
Is that what you wanted from me?
Is that what you want?
Is that what you needed to see?
Oh, if I see the beauty in everything then how am I to know just what to sing when it all burns down and there’s no one around?

And it all falls down, and it all falls down
I’ve been practicing the steps for when it all falls down again
When it all falls down“

 

Rock and Roll.

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