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Song des Tages: The 1975 – „Jesus Christ 2005 God Bless America“


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Mag sein, dass ich es in den letzten Jahren in bestimmten Momenten scheinbar vorgezogen habe, das ein oder andere Mittagsschläfchen unter einem schalldichten Stein zu halten, aber: bis vor wenigen Tagen habe ich noch nie (nie nie nie nie) einen Song von The 1975 gehört – und das, obwohl die englische Indie-Pop-Rock-Band bereits seit ein paar Jährchen mit HitsHitsHits, Charts-Spitzenplazierungen hüben wie drüben, sowohl im heimischen UK als auch in den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland, sowie so einigen prominenten Fans wie Taylor Swift (der sogar ein Techtelmechtel mit Frontmann Matthew Healy nachgesagt wurde) für Furore sorgt. Vielleicht befinde ich mich nur außerhalb des The 1975’schen Zielgruppen-Radius, vielleicht bin ich einfach auch zu alt dafür, jeden „hippen Scheiß“ mitzumachen. Trotzdem: nie gehört.

71uGnJmp2vL._SS500_Außerdem scheinen Matthew Healy, George Daniel, Adam Hann und Ross Macdonald ein Händchen dafür zu haben, ihre Hörerschaft bei Laune zu halten, wie sich aktuell zeigt: Zunächst sollte ihr viertes Album „Notes On A Conditional Form“, der Nachfolger zum erfolgreichen 2018er Werk „A Brief Inquiry Into Online Relationships“ im Februar erscheinen, dann im April. Anfang der Woche meldete sich die vierköpfige Band aus Manchester erneut und kündigte eine weitere Verschiebung um einen Monat an. Zuvor hatten The 1975 bereits die Songs „The 1975“, „People“, „Frail State Of Mind“, „Me & You Together Song“ und „The Birthday Party“ veröffentlicht. Die Wartezeit wird nun erneut verkürzt durch die neue Single „Jesus Christ 2005 God Bless America“ (welch‘ enigmatischer Titel!), in der sich Sänger Matthew Healy in ein Duett mit Phoebe Bridgers begibt. Eine zufällige Zusammenarbeit? Keineswegs, denn die umtriebige US-Indie-Singer/Songwriterin sollte die Band eigentlich auf ihrer Nordamerika-Tour begleiten.

Die neuste Vorab-Single zeigt außerdem: The 1975 lieben allem Anschein nach das Unberechenbare. Während „People“ beispielsweise von punkigen, gitarrenlastigen Riffs lebte und „The 1975“ ein Spoken-Word-Feature von Umweltaktivistin Greta Thunberg (!) aufbot, bringt einen „Jesus Christ 2005 God Bless America“ zurück in die wohligen Nuller-Jahre – die Zeit der Bands und Künstler wie Bon Iver, Fleet Foxes, Laura Marling, Sufjan Stevens oder Noah and the Whale. Deshalb verwundert es kaum, dass sich Healy und Co. ausgerechnet Phoebe Bridgers „schnappten“, die selbst erst vor kurzem mit ihrem neuen Stück „Garden Song“ erneut tief in die Indie-Folk-Welt eintauchte. Der Viereinhalbminüter „Jesus Christ 2005 God Bless America“ ist ein bewegender Song über die Liebe und den Glauben geworden, welcher mit seiner weitestgehenden Reduktion auf Akustikgitarre und Trompeten musikalisch auch locker ein Bonus Track auf Bon Ivers melancholischem Album-Geniestreich „For Emma, Forever Ago“ hätte sein können…

 

 

„I’m in love with Jesus Christ
He’s so nice
I’m in love, I’ll say it twice
I’m in love (I’m in love)

I’m in love, but I’m feeling low
For I am just a footprint in the snow
I’m in love with a boy I know
But that’s a feeling I can never show

Fortunately I believe, lucky me
I’m searching for planes in the sea, that’s irony
Soil just needs water to be, and a seed
So if we turn into a tree, can I be the leaves?

(Ooh, ooh)

I’m in love with the girl next door
Her name’s Claire
Nice when she comes ‚round to call
Then masturbate the second she’s not there

Fortunately I believe, lucky me
I’m searching for planes in the sea, that’s irony
Soil just needs water to be, and a seed
So if we turn into a tree, can I be the leaves?

(Ooh, ooh)“

 

Rock and Roll.

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