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Song des Tages: Radiohead – „Spectre“


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Über Monate hinweg wurde damals gerätselt, wer denn wohl den Titelsong zum neuen James-Bond-Film „Spectre“ singen wird (und damit auch das Erbe von Adeles Oscar-prämiertem „Skyfall“ antritt). Ellie Goulding? Sam Smith? Beyoncé? Auch und ausgerechnet die fünf Herren von Radiohead wurden in den Gerüchtetopf geworfen, doch seit bekannt wurde, dass Daniel Craigs 007 zu „Writing’s On The Wall“ von Schnulzensänger Sam Smith auf Verbrecher- und Frauenfang gehen würde, war davon nichts mehr zu hören – bis zum diesjährigen Weihnachtsfest…

885081_10153138516882245_2609393678653938185_o-640x640Am 25. Dezember 2015 nämlich offenbarten Radiohead via Facebook, was doch am Ende niemand so recht für möglich hielt:

„Last year we were asked to write a theme tune for the Bond movie Spectre.
Yes we were. It didn’t work out, but became something of our own, which we love very much.
As the year closes we thought you might like to hear it.
Merry Christmas. May the force be with you.“

Will heißen: Ja, die Band sei tatsächlich gefragt worden, ob sie ein Bond-Theme für „Spectre“ schreiben wolle. Sie wollten. Offensichtlich hat ihr daraufhin verfasster Track für die Bond-Macher zwar nicht funktioniert. Aber er wurde, so Radiohead, zu etwas sehr eigenem, das sie sehr liebten. Also entschlossen sich die Engländer, ihr eigenes Bond-Theme kurz vor Jahresfrist im Stream und als kostenlosen Download zur Verfügung zu stellen. Freilich kommt auch der verschmähte Radiohead’sche 007-Beitrag , wie fast alle Bond-Songs zuvor, mit den obligatorischen Streichern daher, hat aber – Überraschung – mit Sam Smiths… wie sag ich’s positiv…  sehr erwartbarem „Writing’s On The Wall“ oder anderen drögen Nummer-Sicher-Songs nicht allzu viel gemein. Unnötig zu sagen, dass Radioheads „Spectre“-Track von „Wow!“ über „wäre die bessere Wahl gewesen“ bis hin zu „unhörbarer Schrott“ sämtliche Reaktionen provoziert – Reaktionen, die die Musik der Band eben seit mehr als zwanzig Jahren so hervorruft.

Ob es sich bei dem mit gut drei Minuten recht kurzen, atmosphärischen Track um einen Vorboten für das kommende, selig erwartete neunte Album von Radiohead handelt, das für 2016 angekündigt ist, bleibt allerdings erst einmal unklar. Einen guten Eindruck macht „Spectre“ auf jeden Fall, auch wenn der Song nach dem in Gänze experimentellen, 2011 erschienenen Werk „King Of Limbs“ wieder einen Schritt in konventionellere und weniger komplexe musikalische Strukturen andeutet. Aber wer Radiohead kennt, der weiß, dass das innerhalb von kurzer Zeit wieder ganz anders aussehen mag…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Queens Of The Stone Age vs Adele – „No One Knows When The Sky Falls“ (Mash-up)


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Etwaigen Charterfolgen zum Trotz sind die Kritiken zu Sam Smiths Bond-Song „Writing’s On The Wall“, sagen wir, eher durchwachsen. Und wenn ihr mich fragt, dann dürften die Macher hinter der nun schon seit mehr als fünfzig Jahren über die globalen Leinwände flimmernden Agenten-Reihe gern mal etwas mehr Mut beweisen. Mein Vorschlag: Daniel Craig nach dem kommenden „Spectre“ als Bond in den Ruhestand schicken, Idris „Luther“ Elba als ersten schwarzen „Geheimagenten ihrer Majestät“ geschüttelte Martinis bestellen, schöne Frauen verführen und hinterlistige Verbrecher jagen lassen. Und wenn man schon einmal dabei ist, dann dürfte ein Künstler des Schlages Benjamin Clementine gern den offiziellen Bond-Song übernehmen.

Bis die Verantwortlichen genug Arsch im Höschen für Schritte wie diesen haben, muss eben das Internet in Punkto „besserer Filmsong“ aushelfen: Der YouTube-User DJ Poulpi liefert (s)eine Alternative für die musikalischen Untermalung des Agententhrillers: Ein Mash-Up aus Adeles Oscar-prämierten „Skyfall“ und Queen Of The Stone Ages inzwischen auch schon 13 Jahre jungem Klassiker „No One Knows„.

Dabei gelang DJ Poulpi ein brilliantes Arrangement dieser zwei eigentlich grundverschiedenen Stücke. Die pompöse, theatralische Orchestrierung von „Skyfall“ wurde mit der Gesangslinie von QOTSA-Fronter Josh Homme aus „No One Knows“ unterlegt. Das Ergebnis ist überraschend gut gelungen und lässt Zweifel anklingen, ob dies nicht eventuell die Originalversion des QOTSA-Klassikers ist, die wir da hören. Und besser als der Smiths furchtbar weinerlicher Bond-Beitrag ist das Mash-up allemal.

 

DJ Poulpis gelungenes Mash-up-Ergebnis kann man sich wahlweise via YouTube…

 

…oder Soundcloud zu Gemüte führen (und hier auch gleich aufs heimische Abspielgerät laden):

 

Rock and Roll.

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