Schlagwort-Archive: Indien

Zitat des Tages


(gefunden bei Facebook)

(Rabindranath Tagore bzw. Rabindranath Thakur, 1861-1941, indischer Philosoph, bengalischer  Dichter, Maler, Komponist, Musiker, Brahmo-Samaj-Anhänger sowie erster asiatischer Literatur-Nobelpreisträger)

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


(gefunden als Teil dieser interessanten Bildreihe)

Klar, Selfies vor dem weltberühmten Taj Mahal sind heutzutage gang und gäbe, aber das war nicht immer so. Und überraschenderweise war die allererste Person, die ein Selfie vor dem indischen Gebäude, welches ein muslimischer Großmogul im 17. Jahrhundert einst als Mausoleum zu Ehren seiner verstorbenen großen Liebe bauen ließ und das heute zu den „neuen sieben Weltwundern“ zählt, gemacht hat (oder zumindest die, von der selbiges bekannt ist), kein Geringerer als George Harrison, Leadgitarrist der Beatles.

Damals, im Jahr 1966, war jener gerade einmal 23 Lenze jung und reiste auf der Suche nach Spiritualität sowie mit einer Menge Neugier im Gepäck gen Osten in das geheimnisvolle Land am Ganges. Und wie viele Touristen nach ihm machte der „stille Beatle“ auch Halt am Taj Mahal, um ein Selfie mit einer richtigen Kamera zu machen. Zur Erinnerung: Damals gab es, anders als heute, freilich noch keine Smartphones mit handlichen Kameras, mithilfe derer man jenen noch so sinnentleerten Moment beschnappschießen und im Nu mit der ganzen (digitalen) Welt teilen kann, also benutzte der britische Musiker eine Filmkamera mit Fischaugenobjektiv, um diesen – im Rückblick doch recht ikonischen – Moment festzuhalten.

Im selben Jahr reiste Harrison nach Mumbai und Neu-Delhi und erstand bei Rikhi Ram & Sons eine Sitar, an welcher er sich von Sitar-Maestro Ravi Shankar unterrichten ließ (welcher übrigens der Vater einer weltbekannten Pop’n’Jazz-Chanteuse ist). Der Rest ist ein kleines Stück Musikgeschichte, schließlich verlieh das Saiteninstrument mit birnenförmigem Holzkörper und langem Hals, an dem oberhalb ein zweiter kleiner Resonanzkörper angebracht ist, wenig später Beatles-Songs wie „Norwegian Wood (This Bird Has Flown)„, „Tomorrow Never Knows“ oder „Within You Without You“ eine ganz besondere Note…

Rock and Roll.

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Song des Tages: Beard Of Harmony – „Right In Two“ (feat. Yann Phayphet)


beard of harmony

„Erzähl‘ mir mir lieber nichts“, meint Sreejith Sreekumar Nair, 31, als er gefragt wird, ob es denn schwer sei, an bekanntermaßen (zu) lauten Orten für Live-Musik, wie etwa Bars, aufzutreten. „Die meiste Zeit sagen sie: ‚Das ist es? Das ist die Band?‘ Sie akzeptieren nicht, dass zwei Personen eine Band sein können. So als wären drei oder vier – oder ein Bass oder eine Schlagzeug – die Mindestvoraussetzung, um sich als Band bezeichnen zu dürfen“, sagt Sreejith. Doch das aus dem indischen Bengaluru stammende Akustikgitarren-Duo Beard Of Harmony, als das Sreejith (alias ‚Sreejith the Beard‘) und Ruben Varkey Simon, 28, auftreten, beeindruckte das Publikum nichtsdestotrotz bislang überall dort, wo sie aufgetreten sind, wie etwa auf dem via Crowdfunding finanzierten Musikfestival „Control Alt Delete“ in Mumbai im März vergangenen Jahres.

a2899828089_16Das Zweigespann fand 2016 in ihrer Heimatstadt Thiruvananthapuram, mit Sreejith am Lead-Gesang und der Rhythmusgitarre und Ruben an der Lead-Gitarre und den Harmonien, zusammen. Im Januar 2019 erregten die beiden recht schnell die Aufmerksamkeit der nationalen Musikpresse mit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP „Roots„, die mit vier durchaus temperamentvollen, melodieseligen Songs aufwartete.

Ironischerweise sind Beard Of Harmony jedoch wohl den meisten Surfern im weltweiten Netz durch ihre Coverversion eines Songs einer durchaus nicht unbekannten US-Alternative-Prog-Metal-Band unter den Mauszeiger geraten: „Right In Two“ von Tool (im Original vom 2006er Album „10.000 Days„). Das Live-Session-Video ihrer Interpretation, aufgenommen mit dem Kontrabassisten Yann Phayphet von den französischen Jazzern EYM Trio, wurde bis heute von über einer Million Menschen auf YouTube angeklickt.

„Das hilft uns“, so Sreejith. „Wo immer wir auch hingefahren sind, viele Leute haben uns [bereits] gesehen oder gehört. Als wir bei ‚Control Alt Delete‘ gespielt haben, gingen wir auf den Lead-Sänger von [der Metal-Band] Inner Sanctum zu, um ihm zu gratulieren, und er sagte: ‚Hey Mann, ihr seid doch die Tool-Jungs, oder?'“. Selbst diejenigen, die ihr Cover von Tool bislang nicht gesehen haben, können wohl einen Progressive-Metal-Einfluss in der Struktur ihrer Kompositionen und der lebhaften Bildsprache ihrer Texte erkennen. „Das spielt schon eine gewisse Rolle in unserem Schreibprozess, besonders bei ‚Manasinde Vingal‘, das im Aufbau sehr stark von einem Metal-Song inspiriert ist“, gibt Sreejith zu, der im College, ebenso wie Ruben, ein Metalhead war.

Metal ist jedoch nur eines von vielen Genres, die ihren Sound prägen. Beide geben zu, in ihrer Jugend Fans der Pop-Boyband Backstreet Boys gewesen zu sein: „Ich habe früher auf die Harmonien geachtet“, so Ruben. Zu ihrem vielfältigen Soundbild kommen noch andere Künstler, die sie covern, von der Malayalam-Rockband Avial bis zu den Folk-Rock-Legenden Simon & Garfunkel, die Ruben Sreejith bei ihrem ersten Treffen vorgestellt hat. „Wir legen uns nicht auf ein Genre fest“, sagt Sreejith, der die Texte schreibt. „Es geht nur darum, wie es sich anfühlt. [Wir spielen] wasimmer sich gut anfühlt.“

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Die treibende Kraft hinter ihren Stücken sind „unsere Emotionen und unsere Ideen“, so Sreejith. Der EP-Opener „Beautiful Dream“ sei ein „Post-Break-up-Song“, während es bei „Perception“ darum geht, dass wir „uns nicht von der Meinung der Leute beeinflussen lassen sollten“. Zwei Titel der EP sind Malayalam-Stücke, weil sie die dahinter stehende Stimmung am besten ausdrücken. „Kuliru“, was so viel bedeutet wie „Kühle“, spricht davon, „wie man sich in der Nähe einer geliebten Person fühlen könnte“, und „Manasinde Vingal“, was wiederum so viel bedeutet wie „geistiges Ersticken“, schildert ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Die universellen Themen und ihre durchaus beachtlichen Fähigkeiten im Gitarrenspiel sind nur zwei Indikatoren dafür, dass Beard Of Harmony in Zukunft zu größeren Dingen bestimmt sein könnten. Wohl auch deshalb – und trotz des harten Vorgehens der indischen Behörden gegen Live-Musik-Veranstaltungen – hat es die zwei nach Bengaluru gezogen – auch weil sie dort mehr Auftrittsmöglichkeiten haben. Sreejith meint, dass es nur noch drei wichtige Orte gibt, an denen regelmäßig Shows stattfinden: „B Flat“, „Fandom At Gilly’s Redefined“ und „The Humming Tree“. Ebenjene Knappheit an Auftrittsorten veranlasste sie vor gar nicht allzu langer Zeit sogar dazu, in Nepal und Sri Lanka auf Tournee zu gehen. Außerdem, so sagt er, komme ihre Musik am besten in „intimen Sessions“ zur Geltung, wie zum Beispiel in der Reihe von Auftritten, die sie im August vergangenen Jahres in Bengaluru im Rahmen des „Muse Room Festivals“ der Café-Kette „Eat.Fit“ in der Stadt gespielt haben. „Das sind kleine Shows, bei denen man vor 40 bis 50 Leuten auftritt“, so Sreejith. „Wir funktionieren gut bei dieser Art von Shows. Aber wir hatten schon Auftritte, bei denen viele Leute da waren, und sie waren alle [mit uns] im Einklang. Es ist nur eine Frage der Aufmerksamkeit der Leute. Wenn sie dort sind, um sich mit ihren Freunden zu treffen, kann man nichts dagegen tun. Wenn die Leute zuhören, werden sie von der Musik gefangen genommen.“

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(aus “The Mysticism of Sound and Music” – in deutscher Sprache erschienen als „Musik und kosmische Harmonie aus mystischer Sicht“ – von Hazrat Inayat Khan)

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(gefunden bei Facebook)

 

(Osho aka. „Rajneesh“ Chandra Mohan Jain, 1931-1990, indischer Philosoph und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung)

 

Rock and Roll.

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Jay Shetty – Lebensweisheiten vom „digitalen Mönch“


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Jay Shetty. Nie gehört? Muss man auch nicht, sollte man jedoch.

Nicht ohne Grund wurde der gebürtige Londoner, der mittlerweile im Big Apple zuhause ist, vom renommierten „Forbes Magazine“ 2017 in die jährliche – europäische – Liste der „30 Under 30“ gewählt – also in die ruhmvolle Reihen all jener unter Dreißig aufgenommen, die laut den Juroren (eine davon ist etwa die RTL-Berichterstatterin Antonia Rados) aktuell den wohl größten Einfluss auf die Gesellschaft haben.

Und weshalb? Nun, bekannt wurde Shetty unlängst vor allem durch (s)eine webbasierte Morning Show für die „Huffington Post“ sowie YouTube-Videos unter dem Namen „HuffPost Rise“, mit denen er bis heute mehr als 100 Millionen Views generieren konnte. In diesen hält der junge Mann, der oftmals auch als „digitaler Mönch“ bezeichnet wird (er verbrachte mehrere Jahre in einem indischen Mönchskloster), lebensweise Monologe über – tja – das Leben, die Liebe und unsere Gesellschaft. Das brachte dem selbsternannten Lebensberater nicht nur fast 2,8 Millionen Follower allein auf Facebook, sondern auch Einladungen zu den Keynote-Veranstaltungen großer Firmen wie Google, L’Oreal, Facebook, Coca Cola, HSBC, EY, Microsoft oder Accenture ein – sein Terminkalender dürfte aktuell gut gefüllt sein…

Natürlich darf man – gerade in Bezug auf sein neustes YouTube-Video, in dem er unter anderem beklagt, dass immer mehr menschliche Beziehungen unter der Fokussierung auf das möglichst perfekte digitale Selbstbild leiden – kritisieren, dass Jay Shetty selbst und für sich die digitalen Medien derart gewichtet (und sich selbst freilich versucht, möglich gut darzustellen). Natürlich überfordern einen die vielen weisen Worte des gerade einmal Dreißigjährigen zunächst. Allerdings lässt sich kaum leugnen, dass Jay Shetty mit vielen seiner Worte absolut richtig liegt, und für jede(n) von uns den ein oder anderen interessanten Denkanstoss liefern kann…

 

 

 

Rock and Roll.

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