Schlagwort-Archive: Hauskonzerte

Song des Tages: Carlos Cipa – „Today And It’s Gone“


Carlos-Cipa-IMG_4051-e1442424829808-1

Und der Yann-Tiersen-Gedächtnis-Award des Tages geht an: Carlos Cipa.

Dass man den Komponisten und Multiinstrumentalisten – ebenso des Namens und der sich durch alle Stücke ziehenden melancholischen Sinnschwere wegen – eher in Argentinien (oder von mir aus auch Skandinavien – siehe etwa José González) verortet hätte als im Schickimicki-Schickeria-München, dürfte nicht Wenigen so gehen. Und doch studiert der Herr kontemporäre klassische Komposition an der University of Music and Performing Arts in der bayrischen Landeshauptstadt. Dass dieses Studium durchaus Früchte trägt und Cipa schon jetzt in die Nähe von Szene-Größen wie den Berliner Neoklassik-Star Nils Frahm rückt, durfte man bereits auf dem 2012 erschienenen Debütalbum „The Monarch And The Viceroy“ belauschen.

Und auch der 2014 veröffentlichte Nachfolger „All Your Life You Walk“ steht dem in nichts nach: vom Piano getragene Stücke mit Hang zum Impressionistischen, zum experimentellen Minimalismus, zur Schwermut, aber auch – und das ist schon erstaunlich – zum Pop (à la Yann Tiersen, und eben nur so weit, wie der sich in die klassischen Partituren der weißen und schwarzen Tasten hinein bewegt). Das steckt viel Schönheit drin, viel Sinnieren über fragile Tagträume, über die Liebe und die Vergänglichkeit im Kleinen und Großen.

Bestes Beispiel: das Stück „Today And It’s Gone“, welches noch dazu im vergangenen Jahr ein nicht minder tolles Musikvideo zur visuellen Seite gestellt bekommen hat.

„To fall in love. To fall out of love.“

 

 

Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages: Julien Baker – „Funeral Pyre“ (live)


julien-baker-2016-press-pic-supplied-671x377

Dass Julien Baker der Wahnsinn ist, dürfte ja bereits aus meiner Review ihres Debütalbums „Sprained Ankle“ im Mai hervorgegangen sein (und allen anderen sei noch einmal gesagt: Julien Baker ist der helle Wahnsinn!). Was die gerade einmal 21-jährige US-amerikanische Indie-Singer/Songwriterin da an emotionaler Schonungslosigkeit aus den Saiten und auf Tonband und Textblätter zaubert, dürfte auch in einem mindestens okayen Musikjahr wie diesem (was die Veröffentlichungen betrifft und explizit nicht die Verluste!) seinesgleichen suchen. Ich zumindest bin immer noch ganz gefangen von den zwar keineswegs himmelhoch jauchzenden, aber mit jeder Note vereinnahmenden 33 Albumminuten…

Daran ändert auch der neue Song „Funeral Pyre“, welchen Julien Baker bei einem „Hauskonzerte„-Gastspiel in München im Juni diesen Jahres zum Besten gab, nichts. Im Gegenteil: das neue Stück steht seinen neun Kumpelinnen auf „Sprained Ankle“ in Punkto Atmosphäre in nichts nach.

cover-3(An dieser Stelle sei auch noch einmal auf die in der kommenden Woche erscheinende Compilation „Say Yes! – A Tribute to Elliott Smith hingewiesen, zu welcher Baker – nebst Künstlern wie William Fitzsimmons, Amanda Palmer, J Mascis und Lou Barlow von Dinosaur Jr., Yuck oder Jesu/Sun Kil Moon – eine Coverversion des im Oktober 2013 verstorbenen Singer/Songwriters beisteuert und sich „Ballad Of Big Nothing“ vorgenommen hat. Selbst für Leute, die Smiths Songs bereits tausendundeinemal gehört haben, lohnt sich das Ding – versprochen.)

 
 
 

  

„I wake up with the same pain every night
Digging a hatchet to my left side
Clearing my chest for something to burn
Ash from a decorative urn you keep in your mantle piece
Like a trophy for everything

We learn eventually…

Call me a coward but I’m too scared to leave
‚Cause I want you to be the last thing I see
C’mon, call me a coward but I’m too scared to leave
Watched you pouring lighter fluid out onto the leaves
And I would have loved you with the dying fire

If I let you smother me down to the embers
Frost bite turning my limbs as black as cinders, a funeral pyre
But I would have stayed, if you had asked me to
Stood outside until my lips turned blue
I wouldn’t have blamed you
For leaving me there on the porch
While you drink gasoline
‚Cause its what you needed so bad

And it’s true

There’s nothing that we could do…“

 
Rock and Roll.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: