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Sunday Listen: Grand Terminal – „Trompe​-​l’oeil“


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Foto: via Bandcamp / Facebook

Grand Terminal, eine vierköpfige Band aus dem französischen Bourg-en-Bresse, spielt – nunja – emotional aufgeladenen Indiepunkrock mit satten Books und dem ein oder anderen Post-Hardcore-Verweis. So finden sich die neun Songs ihres im April 2016 erschienenen Debütalbums „Trompe​-​l’oeil“ im Moshpit gleich neben Nineties-Emo-Bands wie Small Brown Bike, Hot Water Music, Sport oder Bâton Rogue wieder, während auch die zwar etwas jüngeren, jedoch stets großartigen La Dispute, Touché Amoré oder Pianos Become The Teeth nicht weit weg herum springen.

Dass Grand Terminal erst gar nicht versuchen, die Worte ihrer Songs mit englischer Sprache und einem potentiell üblen französischen Akzent zu unterlegen, gibt freilich einen dicken Pluspunkt. Ebenso wie der feine Zug, das erste Album als „Name your price“ via Bandcamp anzubieten. Reinhören, Emo-Kiddos, reinhören!

 

 

Rock and Roll.

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Brandneues von Brand New – der frische Song „Mene“ im Stream und Download


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Knapp sechs lange Jahre liegt „Daisy„, das letzte, bewusst sperrige Albumlebenszeichen von Brand New bereits zurück. Gar gute acht Jahre hat „The Devil And God Are Raging Inside Me“ – wohl auf ewig eines meiner absoluten „Einsame-Insel-Alben“, bereits zurück. Seitdem hat sich die Alternative Rock-Band aus Long Island, New York höchst rar gemacht. Ein Konzert hier, eine Show da – das musste bislang reichen für all jene, denen die unzähligen Hymnen wie „The Quiet Things That No One Ever Knows“, „Sowing Season (Yeah)“ oder „At The Bottom“ einmal tief gerockt in die Gehörgänge gekrochen sind, um dort viele Winter zu campieren…

Doch die jahrelange Wartezeit könnte tatsächlich bald ein Ende haben. Schon seit vergangenen Juli ist bekannt, dass Brand New am Nachfolger ihres bislang letzten Albums „Daisy“ arbeiten, mit weiteren Infos ging das Quartett allerdings bislang höchst spärlich um – bis sie vergangene Woche bei einer Show in Denver einen neuen Song vom kommenden, bis dato noch nicht benannten Album spielten.

Jetzt hat die Band um Frontmann Jesse Lacey mit „Mene“ den tatsächlichen, richtigen Namen von „Don’t Feel Anything“, wie der Song vom Uploader des Videos betitelt wurde, verraten und den neuen Track für begrenzte Zeit auch direkt als Gratis-Download auf ihrer Homepage eingestellt. Musikalisch wird das knapp zweieinhalbminütige „Mene“ von twangigen Riffs, einem geshuffleten Schlagzeugbeat und dem charakteristisch lautstark leidenden Vortrag von Jesse Lacey geprägt. Nimmt man das neue Stück as Richtungsweiser, so hat sich seit „Daisy“ also gar nicht mal so viel verändert. Man darf trotzdem gespannt auf weitere neue Songs sein…

 

(alternativ gibt’s den Song und kostenlosen Download auch via audiomack.com…)

 

Rock and Roll.

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Radiohead live beim Bonnaroo ’06 – das komplette Konzert in bester Audioqualität „for free“ im Netz…


Radiohead live

Radiohead-Konzerte sind eine beeindruckende Vorstellung. – Nicht eben wenige Augen und Ohren konnten sich im morgen zu Ende gehenden Jahr 2012 wieder einmal selbst davon überzeugen (der Eine oder die Andere von euch eventuell am 29. oder 30. September 2012 in der Berliner Wuhlheide). Radiohead waren außerdem eine der wenigen Bands, welche ihren Liveauftritt am 11. September 2001 (!) nicht absagten, und so ihrer der tragischen Ereignisse dieses Tages und dem Regen trotzenden und nichtsdestotrotz – oder gerade deswegen? – erschienenen Fangemeinde einen gespenstisch grandiosen Erinnerungssoundtrack lieferten (für die peniblen Chronisten unter euch: auch dieser Auftritt fand in der Berliner Wuhlheide statt). Wenn dann Frontmann Thom Yorke über die fünf Jahre später absolvierte Show beim Bonnaroo ’06 meint, „einen seiner besten Aufritte seit vielen, vielen Jahren“ abgeliefert zu haben, dann sollte jeder Fan besonders hellhörig werden. Doch trotz der Tatsache, dass Radiohead eben jenen Festival-Gig mitfilmen ließen und eine DVD-/Blu-Ray-Veröffentlichung für die Zukunft in Aussicht stellten, schlummern die Aufzeichnungen dieses versprochenen Highlights bis heute in den Archiven…

Bonnaroo 2006 (Logo)Umso erfreulicher ist es, dass wenigstens ein Audio-Mitschnitt hiervon den Weg in professionelle Fanhände fand und – wenn auch mit sechsjähriger Verspätung – vor wenigen Tagen im weltweiten Netz das Licht der digitalen Öffentlichkeit erblickte. Erster Eindruck: die 28 Songs starke Setlist legt den Schwerpunkt auf Großtaten wie „Kid A„, „Amnesiac“ oder „OK Computer„, beinhaltet jedoch auch ältere Stücke (etwa „Fake Plasitic Trees“ oder „The Bends“) und Vorgriffe auf das ein Jahr später erscheinende Album „In Rainbows„, die Band ist bestens eingespielt und der Sound sowie dessen Abmischung fantastisch (für alle, die’s genauer wissen möchten: ein „Two-Track-Master“ direkt vom Soundboard). Da die Band selbst das „Bootleging“ ihrer Konzerte zwar keineswegs verbietet – im Gegenteil: kürzlich stellten sie Fans für ein online veröffentlichtes Videoprojekt ihrer 2009er Liveshow in Prag sogar die offiziellen Tonspuren zur Verfügung! – , man jedoch nie genau wissen kann, wie lange „Veröffentlichungen“ wie diese jedoch Bestand haben werden, heißt es nun: schnell sein! Links und mehr zum besonderen Konzerthighlight der englischen Band findet ihr hier

Wer darüber hinaus noch immer nicht genug von den Livequalitäten der in allen Belangen musikalisch wegweisenden Indie-Enigmatikern bekommen kann, der kann den 2006er Auftritt beim US-Festival gern mit dem von diesem Jahr vergleichen, denn auch dieser existiert in feiner Audioualität im weltweiten Netz:


 

– Eines ist klar: für alle Radiohead-Bewunderer und jene, die sich seit Jahren mit der Band um Thom Yorke beschäftigen, dürfte der Mitschnitt ein verspätetes Weihnachtsgeschenk darstellen…

 

Rock and Roll.

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