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Song des Tages: mastersystem – „The Enlightenment“


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Vor etwa einem Monat waren mastersystem bereits auf ANEWFRIEND mit „Notes On A Life Not Quite Lived“, seines Zeichens die erste Single des Debütwerks „Dance Music„, welches wohl leider aus traurigem Anlass auf ewig das einzige Album der schottischen All-Star-Band aus den Geschwistern Scott Hutchison und Grant Hutchison (Frightened Rabbit), Justin Lockey (Editors) und James Lockey (Minor Victories) bleiben wird, zu Gast.

Und auch wegen „The Enlightenment“ ist „Dance Music“, dieses ruppige Biest aus selig tönend-shoegazendem Neunziger-Jahre-Indie-Rock, das nicht selten die Regler auf die moderate Elf dreht, auf dem besten Weg, sich in meine persönlichen Top 5 des Musikjahres zu spielen. Nuff said. Großartigst. Ein Statement als zu früher Schlussakkord unter der Albumdiskografie des Scott Hutchison…

 

 

„Turn the torch on the night I was born
The room I grew up in and grew into a new skin

The night will spark the enlightenment
And I know you, you made a difference
The dark will usher the light in
And I know this, this is different

Ten years perished the thoughts have been buried
They learned to escape me and now I don’t think
I lost my father, I’m not my brothers
They’re in there somewhere, you can’t choose your demon

The night will spark the enlightenment
And I know you, you made a difference
The dark will usher the light in
And I know this, this is different

I was wrong…“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: mastersystem – „Notes On A Life Not Quite Lived“


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Fast, aber nur fast, hätte ich glatt die Veröffentlichung dieser Platte vor einer Woche verpennt! Was eigentlich gar nicht passieren könnte, handelt es sich bei „Dance Music“ – nomen ist in diesem Fall einmal nicht omen und wohl vielmehr mit einem schottischen Augenzwinkern zu sehen – um das Debütalbum der neusten schottischen Supergroup, welcher darüber hinaus noch zur Hälfte aus Mitgliedern der seit eh und je auf diesem bescheidnen Blog verehrten Frightened Rabbit sowie zu je einem Viertel aus einem Mitglied der Editors und Minor Victories besteht. Holla, die Vorschusslorbeeren!

Diesen werden mastersystem für all jene gerecht, die musikalisch in den seligen Neunzigern sozialisiert wurden, denn die gerade einmal neun Songs des Debüts geben dem geneigten Hörer nichts weniger als den Glauben an den crunchy, direkt und ohne große Schnörkel auf Tape gebannten Indierock dieses Jahrzehnts zurück. Und wer die alte Schrammelschrabnelle – mit viel auf Radau gebürsteter Liebe und Herzblut fürs Detail im Gepäck – derart wieder zum Glühen bringt, kann wahrlich kein Schlechter sein…

51guWedpEXLSchon unglaublich gut, wie die mit den Geschwistern Scott Hutchison und Grant Hutchison (Frightened Rabbit), Justin Lockey (Editors) und James Lockey (Minor Victories) dezent prominent besetzte Band, deren Grundstein der Legende nach an einem übelwettrigen Tag in Berlin anno 2016 gelegt wurde, die alte Indie-Flamme wieder zum Lodern bringt und auch das Spiel mit dem langsamen Distortion-Schrammelaufbau zu gesanglichem Lament ebenso beherrscht wie eindrucksvolles Laut-Leise-Stop’n’Go mit Bratzgitarren im Wechselspiel mit Scott Hutchisons zuweilen einsam Raum stehendem Gesang. Die Gitarren haben oft den unwiderstehliche wogenden Klangwucht-Punch der frühen Smashing Pumpkins, gepaart mit Wall-of-Sound-Shoegazer-Anleihen á la Slowdive oder My Bloody Valentine, und einem allzeit wummernden Bass im Stile von Nirvanas „In Utero“. In nicht wenigen der Songs ergeben sich dank der Kombination mit Hutchisons prägnanter Stimmfarbe Momente, in denen einem Sebadoh in den Sinn kommen könnten, in anderen Momenten denkt man wohl an atonale Noise-Indierocker der Sonic Youth’schen Duftmarke, wobei einmal mehr die Gesangsmelodien hängen bleiben und die Scheibe eindrucksvoll über die leider lediglich 35 Minuten tragen. Erstklassige Wiederbelebung der Neunziger gefällig? So und nicht anders, bitte!

 

Hier gibt es das Musikvideo zur ersten – und dezent großartigen – Single „Notes On A Life Not Quite Lived“:

(oder via YouTube…)

 

Mehr Infos aus den Mündern der Band zu den einzelnen Songs von „Dance Music“ gefällig? Auf GoldFlakePaint findet man ein Track-by-Track-Interview mit mastersystem…

 

Rock and Roll.

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