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Song des Tages: The Twilight Sad – „I/m Not Here [missing face]“


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Lange nichts mehr gehört von The Twilight Sad, oder? Immerhin liegt die Veröffentlichung des letzten, sehr guten Albums „Nobody Wants To Be Here & Nobody Wants To Leave“, eine persönliche, emotionale und teilweise verzweifelte Platte voller Schwermut und Schmerz, bereits ganze vier Jahre zurück…

Gut also, dass sich die (zumindest im Studio) mittlerweile zum Duo geschrumpfte schottische Düster-Band um James Graham und Andy MacFarlane nach einigen – passenderweise – mit den kaum fröhlicher drein blickenden The Cure gespielten Shows – und pünktlich zur Ankündigung einiger Konzerte in Deutschland und Österreich im Herbst – nun mit einer neuen Single zurück meldet.

Natürlich wirkt ein Song wie „I/m Not Here [missing face]“ an schwül-heißen Sommertagen wie der an Stellen wie diesen so oft bemühte Schneemann an der Copacabana. Dennoch ist man sofort wieder drin im schwirrenden Gefühlskosmos der Glasgower Band, denn schließlich ist alles da: die druckvollen Gitarrenwände, die flirrenden Keyboards, das mit Hall davon preschende Schlagzeug – und freilich James Grahams breiter schottischer Akzent, bei dem man wohl maximal die Hälfte des Textes wirklich auf Anhieb versteht (so denn überhaupt). Außerdem kommt „I/m Not Here [missing face]“ mit einem wahnsinnig eingängigen Refrain daher.

Ob dem neuen Song (der übrigens hier aufs Schönste in Kürze seziert wurde) schon baldigst – und am besten natürlich im Herbst – ein neues Album folgt? Warten wir’s ab…

 

Die Tourdaten…

11.11.2018 – Wiesbaden – Schlachthof
12.11.2018 – München – Ampere
13.11.2018 – Wien – Chelsea
15.11.2018 – Berlin – Musik & Frieden
16.11.2018 – Hamburg – Molotow

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


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(via)

 

Zu Ehren des am 10. Mai verstorbenen Frightened Rabbit– und mastersystem-Frontmanns Scott Hutchison wurde in Glasgow ein Mural gemalt. Das Wandbild wurde vor etwa zwei Tagen vom schottischen Künstler Michael Corr am Riverside Museum realisiert, zog jedoch aufgrund von Bauarbeiten in der Nähe am gleichen Tag um und kann zunächst noch bis Sonntag am Barras Courtyard angesehen werden.

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Frightened Rabbit feat. Rogue Orchestra – „Death Dream“ (The Quay Sessions)


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Auch wenn einem die Textzeilen der Eröffnungsnummer vom letzten, vor etwas mehr als zwei Jahren erschienenen Frightened-Rabbit-Werk „Painting Of A Panic Attack“ – gerade angesichts des kürzlichen, zu frühen Todes von Frontmann Scott Hutchison – ungute Schauer durchs Rückgrat jagen (sowie das Kopfkino zu allerhand „Hätte… Könnte… Würde…“ verleiten), sollte man vor allem diese Version, welche die Band im November 2016 gemeinsam mit einem Streicherensemble für die „Quay Sessions“  von BBC Radio Scotland aufnahm, als das sehen, was sie ist: abgrundtief ehrlich und wunderschön. Ebenso übrigens wie das dazugehörige Album, welches zwar selten an die Größe seines Vorgängers heran reichen mag, im Großen und Ganzen jedoch – im Frightened-Rabbit-Kontext – ein letztes Mal Hutchisons herausragende Qualitäten als einer der ebenso offenherzigsten wie besten schottischen Songwriter präsentiert… Danke dafür, Scott!

 

 

„It was dawn and the kitchen light was still on
I stepped in, found the suicide asleep on the floor
An open mouth screams and makes no sound
Apart from the ring of the tinnitus of silence
You had your ear to the ground

White noise
I don’t know if there’s breathing or not
Butterflied arms tell me that this one has flown
Blood seems black against the skin of your porcelain back
A still life is the last I will see of you
A painting of a panic attack

He died in his sleep last night
He died in his sleep last night
He died in his sleep last night
He died in his sleep last night
You died in his sleep last night
You died in his sleep last night
You died in his sleep last night
You died in his sleep last night
You died in his sleep last night
You died in his sleep last night

Death dreams you don’t forget
It’s been a while since I dreamed this but
Even now, when asleep, I’ll tread with care
Death dreams you don’t forget
It’s been a while since I dreamed this but
Even now, when asleep, I’ll tread with care
Death dreams I don’t forget
It’s been a while since I dreamed this but
Even now, when asleep, I’ll tread with care
Death dreams I don’t forget
It’s been a while since I dreamed this but
Even now, when asleep, I’ll tread with care“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Frightened Rabbit – „Nothing Like You“


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Was tun nach einem in vielen Belangen qualitativen wie emotionalen Über-Album wie „The Midnight Organ Fight„? Nun, die Schotten um Frontmann Scott Hutchison legten 2010 mit „The Winter Of Mixed Drinks“ einen Nachfolger vor, der zwar ebenfalls nicht gen Firmament zu jauchzen vermochte (welch‘ Wunder!), musikalisch jedoch – der unverhofften Aufmerksamkeit hinsichtlich des zwei Jahre zuvor veröffentlichten Vorgängers sei Dank – mit einem hörbaren Plus an Bläsern, Streichern, Klavieren und tief mollenden Paukenschlägen ums Eck bog – windschiefer indierockender Schotten-Pop, wenn man so will.

6f6d1f64b5fae03dcd9fa295a4210312--logo-google-rabbit.jpgDass das Ergebnis – vor allem in der Rückschau (und auch da stimmte Scott Hutchison kürzlich meiner Einschätzung zu) – etwas unrund gerät und vor allem eine Band zeigt, die, im stetigen Wandel begriffen, ihren Weg sucht, macht allerdings wenig aus, schließlich enthält „The Winter Of Mixed Drinks“ mit den Singles „Swim Until You Can’t See Land„, „Living In Colour“ und vor allem „Nothing Like You“, welches vor allem textlich quasi die den Mittelfinger weit nach oben streckende Antithese zum gestrigen „Song des Tages“, „My Backwards Walk„, bildet, mindestens drei ewige Evergreens des Frightened Rabbit’schen Backkatalogs…

 

Hier gibt es das offizielle…

 

…und alternative Musikvideo zu „Nothing Like You“…

 

…sowie den Song live beim iTunes Festival 2012:

 

„This is a story and you are not in it, uh huh
Flock of pages torn out
Here is a bedroom that you’ve never been in and
Here is your shovel, there’s the ground

Look, two lovers covered in covers, uh huh
I can put us to bed tonight
I am bruised but she is dressing my wounds
Night nursing a broken man

She was not the cure for cancer
And all my questions still ask for answers
But there is nothing like someone new
And this girl, she was nothing like you

After waking up post-operation
I found I’ve come in a dream again
All the pain, almost as painful as ever but
Something in me was not the same

At night during dreams of submission
I could claw back my heart and soul
As the size of the tumor diminishes
Slowly fill that black hole

She was not the cure for cancer
And all my questions still ask for answers
But there is nothing like someone new
And this girl, she was nothing like you

She was not the cure for cancer
And all my questions still ask for answers
But there is nothing like someone new
And this girl, she was nothing like you

There is nothing like someone new
And this girl, she was nothing like you
There is nothing like someone new
And this girl, she was nothing like you, whoa“

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Frightened Rabbit – „My Backwards Walk“


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Foto: Kerrin Carr

Nicht nur bei Kennern der Banddiskografie nimmt „The Midnight Organ Fight“ einen besonderen Stellenwert ein, auch Scott Hutchison selbst bezeichnete den zweiten Frightened-Rabbit-Longplayer in einem kürzlich gegebenen Interview, in dem er alle fünf Alben in einem persönlichen Ranking kommentierte, in der Rückschau als sein zweitliebstes (erstaunlicherweise sah er, wie ich, „Pedestrian Verse“ in der Pole Position). Außerdem gab das schottische Indierock-Quartett kurz vor dem Tod ihres Frontmanns unlängst einige Konzerte, bei denen Scott und Grant Hutchison, Billy Kennedy, Andy Monaghan und Simon Liddell das Werk zu dessen zehnjährigem Jubiläum in voller Länge präsentierten (und damit wohl zum ersten Mal seit dem 2012er Live-Album „Quietly Now! (Liver! Lung! FR!)„)…

tmof1Und gerade bei einem Konzeptalbum wie „The Midnight Organ Fight“, bei dem ein Song-Highlight für gut 45 Minuten ins nächste greift, mag es schwierig sein, einen persönlichen Favoriten zu finden. Der Einstieg „The Modern Leper“ vielleicht? Das schwarzhumorig-zynische „Good Arms vs. Bad Arms„? Die flotten „The Twist“ oder „Head Rolls Off„? Lieber nicht die am Ende leider traurige Realität gewordene düstere Vision „Floating In The Forth„…

Für mich würde spontan (und doch immer wieder) „My Backwards Walk“ das Rennen machen. Weil Scott Hutchison im Text davon singt, dass es am Ende einer in die Brüche gegangenen Beziehung zwar einfach sein mag zu realisieren, dass der Mensch, mit dem man einmal Bad, Bett und die Gefühle zwischen zwei Herzklappen geteilt hat, einem schon längst nicht mehr gut tut. Ihn (oder sie) jedoch aus Herz, Hirn und dem Leben zu bekommen? Weitaus schwieriger… Ein beziehungsferner Stein, der all das nicht kennt.

„You’re the shit and I’m knee-deep in it…“

 

Hier gibt die Albumversion…

 

…sowie „My Backwards Walk“ live beim iTunes Festival 2012:

 

„I’m working on my backwards walk
Walking with no shoes or socks
And the time rewinds to the end of May
I wish we’d never met, then met today

I’m working on my faults and cracks
Filling in the blanks and gaps
And when I write them out they don’t make sense
I need you to pencil in the rest

I’m working on drawing a straight line
And I’ll draw until I get one right
It’s bold and dark, girl, can’t you see
I done drawn a line between you and me

I’m working on erasing you
Just don’t have the proper tools
I’ll get hammered, forget that you exist
There’s no way I’m forgetting this

I’m working hard on walking out
Shoes keep sticking to the ground
My clothes won’t let me close the door
‚Cause the trousers seem to love your floor

I been working on my backwards walk
There’s nowhere else for me to go
Except back to you just one last time
Say yes before I change my mind

Say yes before I…

You’re the shit and I’m knee-deep in it…“

 

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Rock and Roll.

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Song des Tages: Frightened Rabbit – „Holy“


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In Gedenken an Scott Hutchison, einem Musiker, der mit seinen Songs meinen Musikgeschmack der letzten Dekade entscheidend mit geprägt und mir mit seinen Texten zig Male aus tiefster Seele gesprochen hat, werde ich die „Songs des Tages“ für die kommenden sieben Tage seinem Schaffen widmen – und das dürfte mit Frightened Rabbit, Owl John, The Fruit Tree Foundation oder unlängst Mastersystem durchaus weitschweifend sein (von irgendwelchen weiteren Kollaborationen mal ganz zu schweigen)…

Den spontanen Anfang macht heute „Holy“, seines Zeichens – und ohne jeglichen Abstrich – eines der besten Stücke von meinem liebsten Frightened Rabbit-Werk „Pedestrian Verse„.

Während es Scott Hutchison im Text einmal mehr gelingt, einen eleganten Bogen hin von Momentaufnahmen von zwischenmenschlichem Scheitern über religiöse Motive bis hin zum Aufflackern einer dünnhäutigen Psyche zu spannen, ist einfach nur eines: meisterhaft. Jedem, der weiß, welch‘ schweres Päckchen man an einer Depression zu tragen hat, werden bei Zeilen wie „Don’t mind being lonely / Don’t need to be told / Stop acting so holy / I know I’m full of holes….“ verständnisvolle Schauer durch Mark und Bein kriechen, während Frightened Rabbit die Protagonistin im dazugehörigen Musikvideo aus der piekfeinen Enge ihres Alltags ausbrechen und durch wunderschöne Landschaften hin zum Meer wandern lassen. Heilige Zeilen – aus dem Rinnstein und mitten ins Herz…

 

Hier gibt’s das Musikvideo…

 

…sowie den Song in der „Alternate Version“…

 

…und in der reduzierten „Large Noises“-Session-Variante:

 

„While you read to me from the riot act way on high, high
Clutching a crisp New Testament, breathing fire, fire
Will you save me the fake benevolence, I don’t have time
I’m just too far gone for a-tellin‘, lost my pride, I don’t mind

Being lonely
So leave me alone
Aw, you’re acting all holy
Me, I’m just full of holes

Well, I can dip my head in the river
Cleanse my soul, oh
I’ll still have the stomach of a sinner
Face like an unholy ghost
Will you save me all the soliloquies?
Paid my fines, I’ll be
Gone before my deliverance
Preach what you like, cause I don’t mind

Being lonely
So leave me alone
You’re acting all holy
Me, I’m just full of holes

Full of holes

Don’t mind being lonely
Spare me the brimstone
Acting all holy
When you know I’m full of holes

Don’t mind being lonely
Don’t need to be told
Stop acting so holy
I know I’m full of holes

Full of holes

I don’t mind being lonely
Won’t you leave me alone?
Are you, oh, so holy
That I’ll never be good enough?

Don’t care if I’m lonely
Cause it feels like home
I won’t ever be holy
Thank God I’m full of holes

Full of holes…“

 

Rock and Roll.

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