Schlagwort-Archive: Fussball

Moment! Aufnahme.


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(gefunden bei 11FREUNDE/Facebook – Foto: Miftahuddin Halim)

 

So geht es also auch: Ngurah Nanak, Yabes Roni und Miftahul Hamdi – ein Hindu, ein Christ und ein Moslem – feiern in Indonesien – jeder auf seine Weise und doch zusammen –  ihr Tor für Bali United. (via Bali United FC)

 

Rock and Roll.

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Smells like Team Spirit – Die größten Rockplatten als Fußballtrikots


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Nicht erst seit dem zweckentfremdeten Dööömdömdömdömdömdömdöm von „Seven Nation Army„, den ersten „Hells Bells„-Glocken (of AC/DC fame) am Hamburger Millerntor (FC St. Pauli), nicht erst, seit sich die Fans im Westfalenstadion (Borussia Dortmund) und der Anfield Road (FC Liverpool) die Gänsehaut erzeugende Tradition teilen, dem Grün vor jedem Spiel ihr „You’ll Never Walk Alone“ voller Inbrunst entgegen zu schmettern, gehen Fussball und (Rock)Musik eine – zumindest zeitweise – fruchtbare Ehe ein.

Freilich lässt sich über den Musikgeschmack der deutschen Nationalspieler streiten, bewegt sich dieser doch zu großen Teilen zwischen Helene-Fischer-Schlager und auf dicke Baggy Pants machenden Gangsterrap – Geschmacksunfälle, die mehr an Gurkenkicks unter Bundestrainern wie Erick Ribbeck Ende der Neunziger denken lassen als an Spitzenspiele…  Da wünscht man sich fast den ewigen bayrischen Jungen Mehmet Scholl und dessen feinjustiertes Indierock-Faible zurück.

Und auch der Großteil der recht biederen Fussballtrikots strahlt heutzutage wenig Rock-and-Roll-Flair aus (was auf der anderen Seite schon wieder beruhigend ist – man denke an so einige Farbenunfälle zurück, in denen vor allem Torwarte in den Neunzigern auflaufen mussten, oder so viele andere Augenkrebs erzeugende Beispiele). Deshalb hat der argentische Blog Lacasaca zusammengebracht, was längst zusammengehört: die größten Rockplatten als (freilich selbst designte) Fußballtrikots – zu sehen etwa in dieser Galerie der Fussballverrückten von „11 Freunde“…

 

Rock and Roll.

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Eine EM ohne Holland – der Kurzfilm „El Salvador – The incredible salvation of the Dutch“


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Zugegeben: Mit Hollands verpasster EM-Teilnahme stecke ich als Deutscher und Wahl-Holländer (eigenartige Kombination, ich weiß) quasi in der Zwickmühle. Einerseits habe ich, seit die Bälle bei der Europameisterschaft in Frankreich ins Rollen gekommen sind und die Spieler der Elftal diese – übrigens völlig zu recht – daheim oder im Erholungsurlaub vorm Fernsehen mitverfolgen müssen (so sie dies denn überhaupt tun), immer mal wieder schadenfroh das schmissige „Ohne Holland fahr’n wir zur EM“ auf den Lippen. Andererseits ist’s schon schade, dass hier im Süden der Niederlande so gar keine Fussball-Begeisterung aufkommen mag (wieso auch) und dass das Neunzig-Minuten-Gezanke ums runde Leder bei den Boys’n’Girls in not Oranje anno 2016 am Allerwertesten vorbeizugehen scheint (verständlicherweise)… Eine Zwickmühle, wie geschrieben.

Umso besser, dass manch ein Holländer die Schmach wohl bereits ansatzweise verdaut haben mag und auch ein wenig drüber lachen kann (was durch den Tod von Fussballidol Johan Cruyff – für Unkundige: so in etwa der holländische Beckenbauer – im März diesen Jahres kaum leichter fallen mag). Das lässt sich zumindest vermuten, wenn man den gut fünfminütigen Kurzfilm „El Salvador – The incredible salvation of the Dutch“, für welches sich das Indie-Filmstudio „BLIK Film“ aus dem niederländischen Utrecht verantwortlich zeichnet, sieht. In der Hauptrolle: Ein holländischer Barmann, der einfach nicht einsehen mag, dass gerade Fussball-EM sein soll und seine Elftal 2016 eben nicht teilnimmt. Also fasst er sich ein Herz und sorgt mit einer höchst abwegigen Idee selbst für Fussballbegeisterung unter seinen Landsleuten…

In diesem Jahr mögen 24 Mannschaften ohne Holland zur EM gefahren sein – trotzdem ist dieser Kurzfilm wohl mit das Beste, was es abseits des Platzes zu sehen geben wird (und solange sich gewaltbereite Idioten gegenseitig vermöbeln müssen, gilt dies nur umso mehr). Hup Holland Hup!

 

„The big European Championship is about to start. But not for the Dutch… How bad would they feel this week?
This is the incredible story of a die hard fan of the Dutch National team that just cannot accept that the Dutch won’t go to Euro 2016. His only salvation is to create an illusion. But not just any illusion. One of the best illusions! We are going to the Euro 2016! 
This film is about hope and belief, about friendship and about brainpower.“

 

Rock and Roll.

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„Verbindet mehr als nur A und B“ – der ebenso kalkulierte wie schöne neue Werbespot der Deutschen Bahn


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Fußball und Homosexualität sind ja bekanntlich nicht die besten Freunde, könnten sie aber vielleicht bald sein (das hoffe ich zumindest, denn in einer besseren Welt wären sie’s längst). Seinen Teil dazu beitragen will offensichtlich ein Unternehmen, von dem man das nicht eben erwartet hätte: Anlässlich des 25. Geburtstags des ICE und kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft am 10. Juni in Frankreich fährt die Deutsche Bahn mit einem neuen, „Der Fan“ betitelten Werbesport auf.

Darin ist zu sehen, wie ein Fussballfan seiner Mannschaft nachreist, ihr bei den Spielen zujubelt, mal im Stadion, mal zu Hause vor dem Laptop. Wie sich am Ende des 1:38 minütigen Videos herausstellt, reiste ebenjener Fan nicht vordergründig der Mannschaft, sondern einem der Spieler nach – genau genommen seinem Freund. Am Ende fällt sich das Pärchen an einem Berliner Bahnsteig in die Arme und spaziert Hand in Hand davon. Der Bahn-Slogan dazu heißt „Verbindet mehr als nur A und B“ und thematisiert das leider immer noch mit einem dicken Tabu hinterlegte Thema der Homosexualität im Profifußball.

Als erster und bislang einziger deutscher Profifußballer bekannte sich Thomas Hitzlsperger im Jahr 2014 in der Öffentlichkeit zu seiner Homosexualität – bezeichnenderweise jedoch erst, als ein Jahr zuvor die Fussballschuhe an den Nagel gehangen hatte – und erregte damit für einen Moment eine Menge Aufsehen. Ins gleiche Horn blies auch Kettcar-Frontmann Marcus Wiebusch, der im selben Jahr seinem großartigen Song „Der Tag wird kommen“ einen nicht minder großartigen Kurzfilm spendierte. Doch auch zwei Jahre danach hat es Hitzlsperger keiner seiner (aktiven) Kollegen gleichgetan. Dabei darf man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass bei 1.400 Profikickern in den drei höchsten Spielklassen auch der ein oder andere schwule Ledertreter dabei ist (statistisch gesehen genau 56 der Jungs, wenn man zugrunde legt, dass etwa vier Prozent der Männer in Deutschland homosexuell lieben und leben). Aus Angst, es sich mit den steinzeitlich-machoistischen Ultra-Fanggruppierungen, mit Werbepartnern oder zukünftigen Vereinen zu verscherzen? Wohl leider schon. Doch wie singt Wiebusch in seinem Stück: „Dieser Tag wird kommen, jeder Fortschritt wurde immer erkämpft / Ganz egal, wie lang‘ es dauert / Was der Bauer nicht kennt, nicht weiß, wird immer erstmal abgelehnt / Und auf den Barrikaden die Gedanken und Ideen, dass das Nötige möglich ist…“. Was im Frauenfussball, welcher ja – andere Geschichte, anderer Tag – zu unrecht noch immer belächelt wird, längst Alltag und ein offen gelebtes Geheimnis zu sein scheint (man nehme nur Nadine Angerer, deutsche Torhüterin und Weltfussballerin 2013, oder die schwedische Erfolgstrainerin Pia Sundhage), wird in der „Männerdomäne Fussball“ bis heute totgeschwiegen. Der Optimist denkt, dass Veränderungen Zeit brauchen. Die Hoffnung bleibt.

Natürlich kann man der Deutschen Bahn vorwerfen, voll auf den PR-Effekt zu gehen oder auf den EM-Zug aufspringen zu wollen. Aber ist das nicht irgendwie auch Aufgabe der Werbung? Auf jeden Fall ist es schön zu sehen, dass das Unternehmen auch etwas anderes kann, als – Achtung, nur halb ernst gemeinte Vorurteile! – zu spät kommen und zu streiken: für Toleranz, Mitmenschlichkeit und Verständnis werben. An anderer Stelle werden Kritteleien wie „Ein Kuss wäre trotzdem noch drin gewesen, das tut ein schwules Pärchen nämlich auch.“ oder „ Wetten, wenn es ein lesbisches Paar gewesen wäre, wäre ein Kuss drin gewesen?“ laut, am Ende schlägt hier jedoch das Ziel den Weg, oder? Danke auf jeden Fall, Deutsche Bahn, und willkommen im Jahr 2016. Zeit wird’s.

 

(Wer sich übrigens fragt, welcher Song da im Werbespot läuft: Simon Glöde mit „Follow You“. Bitteschön.)

 

Rock and Roll.
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Scott Sterling, revisited – Studio C verteilt wieder blaue Augen


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Klare Sache: wer 2014 beim Surfen im weltweiten Netz über das „Elfmeterschießen aus der Hölle“ gestolpert sein sollte, der war sich wohl im Klaren, einen der lustigsten Sketche des Jahres gesehen zu haben. Die Story in Kürze: Ein Torwart hält jeden Ball im entscheidenden Elfmeterschießen seines Collegeteams unfreiwillig mit dem Gesicht  – eine traumhaft schmerzvolle Slapsticknummer…

Jetzt hat Studio C, eine Sketch-Comedy-Onlinesender aus dem US-amerikanischen Utah, im Prinzip den gleichen Sketch noch einmal gedreht, jedoch die Sportart geändert und den erneut bemitleidenswerten Scott Sterling aufs Volleyballfeld gestellt. Erster Gedanke wohl freilich: „lame!“, aber binnen Sekunden laufen einem schon wieder die Lachtränen übers Gesicht… Klare Empfehlung, tut’s für die Bauchmuskeln! Go, Scott Sterling!

 

 

 

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


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(Gertjan Verbeek, *1962, niederländischer Fussballtrainer, derzeit in Diensten beim Zweitligisten VfL Bochum)

 

Schon erstaunlich (manch anderer darf sich auch gern traurig gestimmt ode bestätigt fühlen), dass einige der klarsten und treffendsten Worte zu dem, was aktuell in Deutschland vor sich geht, von einem niederländischen Fussballtrainer, der derzeit bei einem Zweitliga-Pottklub in Diensten steht, kommen… Schön auch, dass eben jener Gertjan Verbeek nicht zum ersten Mal klare Worte findet (und vor kurzem bereits zu Recht gegen die ekelhafte, heuchlerische Stimmungsmache der Papierverschwendung mit den vier großen Lettern gekeilt hat). Danke auch an „11 Freunde“ fürs Veröffentlichen des Zitats.

 

Rock and Roll.

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