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Sunday Listen: East


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Was macht eigentlich der Tigeryouth-Tilman, wenn er gerade mal nicht kreuz und quer durch die Bundesrepublik düst, um hier einen Indieclub, da ein AJZ mit akustischem Singer/Songwriter-Punkrock zu bespielen und das anwesende Publikum mit seiner Reibeisen-Stimme in seinen Bann zu ziehen?

Wahrscheinlich die Stimmbänder ölen. Und sich mit ein paar Kumpels zu einer gemeinsamen Band zusammenzutun, denn auf Dauer wird es selbst auf der kleinsten AJZ-Bühne der Nation irgendwann langweilig…

Wohl aus diesem Grund sind irgendwann in den letzten Jahren East entstanden. Vielmehr jedoch als die Vorliebe für winzige Indieclub-Bühnen eint Tilman Benning und seine Mitstreiter Mertes, Pauly, Wondra und Kansy die gemeinsame Liebe zum guten alten Neunziger-Emo-Rock. Nee, nicht zu dem, was sich aus dem Genre über die Jahre, -und durch Comic-Abziehbildchen á la My Chemical Romance, Fall Out Boy, Panic! At The Disco und Co. – daraus entwickelt hat. Man denke eher an Bands wie Sunny Day Real Estate, Jawbreaker, The Promise Ring, Texas Is The Reason, The Get Up Kids oder Mineral. An teilweise schroff und indie und mit wenig Mastering aufgenommene Alben, die juvenilen Weltschmerz zu lauten Schrammelgitarren, rumpeligem Schlagzeug und tief tönendem Bass direkt in die eigene Kopfhörerwelt transportieren. An Gefühl statt Kajal und Attitüde. Nostalgie? Sicher, jedoch auf die gute Art und Weise. Oder wie es East – leicht pathetisch, dezent überhöht – selbst ausdrücken:

„East kommen aus Trier und Berlin und machen Emo. Und zwar die Sorte, die Anfang der Nullerjahre dem Punk entwuchs und Befindlichkeiten zum Gegenstand ungeschliffener Rocksongs machte. Bevor der Begriff zwischen scheiteltragenden Modepuppen und testosterongeschwängertem Griffbrettgewichse zur Realsatire mutierte. Man fühlt sich beim Hören dann auch nicht zufällig an die Helden jener Tage erinnert. Da trifft die Wucht von Hot Water Music auf die Sprödigkeit der Get Up Kids, während die durch unzählige Touren seines Soloprojekts Tigeryouth geschulte und gewetzte Stimme von Sänger Tilman gekonnt zwischen der Eindringlichkeit eines Brian Fallon von The Gaslight Anthem und der Zerbrechlichkeit Taking Back Sundays zu oszillieren scheint. Dabei sind East weit davon entfernt in der Nostalgie vergangener Tage zu verharren. Stattdessen machen sie klar, dass das letzte Jahrzehnt Gitarrenmusik nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen ist. Ausgefuchstes Songwriting, verflochtene Gitarrenriffs und treibender Rhythmus atmen Progressive Rock genauso wie Indie. Damit zeigen East, dass Emo auch im Jahre 2016 weit davon entfernt ist, tot zu sein.“

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Die ersten drei Songs der im Januar veröffentlichten Demo-Aufnahmen kann man bereits via Bandcamp hören. Ein Schelm, der dem Tigeryouth-Tilman sein mit breitem deutschen Akzent durch die Kehle gepresstes Englisch zur Last legen würde…

 

Rock and Roll.

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Sunday Listen: Viva Belgrado


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Die vielleicht heißeste europäische Post-Hardcore-Band? Sorry, The Tidal Sleep – der hoffnungsvollste Anwärter kommt potentiell aus Spanien.

17021481_1067765553327738_3414227032014494474_nObwohl sich die Wege der fünf baden-württembergischen Lautmaler von The Tidal Sleep und der Screamo-Berserker aus dem spanischen Córdoba unlängst gekreuzt haben, denn immerhin lieferte Viva-Belgrado-Frontschreihals Cándido Gálvez auf einem Song des neusten The-Tidal-Sleep-Albums „Be Water„, „Sogas„, einen gelungenen lautstarken Gastbeitrag ab.

Und auch sonst stehen beide Bands stilistisch relativ nahe beieinander, vermengen Elemente aus Post Hardcore, Screamo oder Post Rock zu einer Melange, die, wie im Fall von „Ulises“ (zu deutsch „Odysseus“), dem neusten, im August 2016 veröffentlichten Viva-Belgrado-Album, mal nach den schwedischen Screamo-Heroen Suis La Lune, mal nach Szene-Größen wie La Dispute, Pianos Become The Teeth oder Touché Amoré, mal nach den letzten Werken der japanischen Postrock-Turmbauer von Envy klingt. Wenn sich brachiale Stürme und mild daher gezimmerte Ambient-Passagen die musikalische Klinke in die Hand geben und am Ende ein in sich geschlossenes Gesamtbild ergeben, werden die spanischen Texte beinahe zur Nebensache (und für den Rest gibt es noch immer Wörterbücher).

 

Das aktuelle Album der vier Jungs von Viva Belgrado, „Ulises“, gibt es, wie die Vorgänger „Flores, Carne“ (2014) und „El Inverno“ (2013) auch, via Bandcamp im Stream und als „Pay what you want“-Download:

 

 

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Rock and Roll.

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„More Fast Songs About The Apocalypse“ – Moby verschenkt sein neues Album als politisches Statement


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Als MOBY & THE VOID PACIFIC CHOIR hatte der New Yorker Multiinstrumentalist und True-Heart-Electro-Punk Moby im letzten Oktober sein letztes Album „These Systems Are Failing“ heraus gebracht, welches von Punk über New Wave bis hin zu Industrial oder Euphoric Rave alles beinhaltete, was ihm aktuell musikalisch lieb und recht ist (und damit eher als seine Frühphase anknüpfte als an kommerziell erfolgreiche Pop-Evergreens wie „Why Does My Heart Feel So Bad?„, „Extreme Ways“ oder „Porcelain„).

Moby-1497280439Dass sich der 51-jährige DJ, Produzent, Fotograf und Beinahe-Allerkönner-Musiker nach 30 Jahren im Musikgeschäft (s)einen Ruf als überzeugter Demokrat, Tierrechtler und Veganer (noch dazu eröffnete er 2015 in Los Angeles ein eigenes veganes Restaurant namens „Little Pine„, welches er auch selbst betreibt) erarbeitet hat, dürfte den Meisten hinlänglich bekannt sein – ebenso wie die offene Verachtung für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und dessen hinterfotzige Mischpoke. Da sich die Wut, die Richard Melville Hall (Fun fact: Der Künstlername „Moby“ stammt tatsächlich daher, dass dieser mit dem Autor des Buches gleichen Namens verwandt ist) auf das System und die aktuelle Politik seines Landes mit sich herumschleppt, auch 2017 kaum verflüchtigt hat – nein, offenbar ist sie noch viel schlimmer geworden –, hat sich der Musiker entschlossen, noch ein paar Songs als Zugabe nachzulegen und diese nun unter dem treffenden Namen „More Fast Songs About The Apocalypse“ zu veröffentlichen. Das neue Album dockt mit schroffen Gitarren, tightem Schlagzeugspiel und derben Synthies nahtlos an die leicht verqueren Industrial-Punk-Hybriden von 2016 an, während Titel wie „All The Hurts We Made“ oder „There’s Nothing Wrong With The World There’s Something Wrong With Me“ bereits die Topoi verraten.

Besser noch: Da Moby gern jeden an seinem neuen Machwerk (welches wiederum sein nunmehr 14. Studioalbum ist) und seiner unbändigen Wut teilhaben lassen möchte, gibt es das neue Album – gar im Doppel mit dem kaum weniger räudigen Zwillingsbruder „These Systems Are Failing“ – ab sofort als Free Download unter http://mobyandthevoidpacificchoir.com (oder direkt hier)!

Auch wenn die Songs beider Alben kostenfrei sind, so hinterlässt Moby jedoch folgendes Statement:

„The music is free here, but if you want to pay for it just give money to your favorite charity. the issues that i’m personally most concerned about are: animal rights, factory farming, climate change, and women’s rights. oh, and electoral reform here in the usa. but it’s up to you!“

Logischerweise ist es auch ihm nicht möglich, wirkliche Lösungen für die unzähligen gesellschaftlichen wie politischen Probleme anzubieten, doch zumindest weist Moby mit aufrichtigem Engagement darauf hin.

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Rock and Roll.

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„Something Left To Love“ – Eine Compilation von GoldFlakePaint zum Blog-Geburtstag


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Blog-Geburtstage sind immer ein schöner Anlass, um das bisher Erreichte und Geschriebene Revue passieren zu lassen…

Das hat vor einigen Wochen auch Tom Johnson vom britischen Musik-Blog GoldFlakePaint getan. Die Seite, welche seit 2010 vom schottischen Glasgow aus ins weltweite Netz schreibt, erfreut sich mit etwas mehr als 10.000 Facebook-Freunden großer Beliebtheit in Indie-Kreisen, und hat doch eine ebenso simple wie sinnvolle Herangehensweise, die freilich auch diesem Blog nicht völlig fremd ist: „We write nice things about the music that we love“.

Zum siebenten Jahrestag schenkt sich GoldFlakePaint selbst eine 20 Songs starke Compilation, die bisher unbekannten Künstlern eine Plattform bietet. Tom Johnson schreibt im dazugehörigen Post folgende rekapitulierende Zeilen:

„We remain, on an hourly basis, warmly humbled by people’s connection with what we do, be that the people who read and listen to things we post, new people who stumble upon us, or the artists and labels that trust us with their work. I started this site two-thousand-and-fifty-six days ago (!!) simply to do something with that strange little ball of energy that burst in to life when I found a new band to love, a new song to climb inside, a new record that could, literally and honestly, change a life – and, sometimes, instigate, and push for, change within towns, cities, and communities. Finding other people for which those things hold true was like discovering a whole new world, filled with so much sweet, fresh air to gulp down and share around.

The past week has been a particularly difficult one for many people who enjoy such landscapes. Despite it all, however, we continue to believe in art and music as a safe space, as a place to be open and embrace openness; as an anchor, a mouth-piece, a powerful force that can break down boundaries that have no place in reason while creating much-needed boundaries that offer hope and honesty and respite for those that need such things. Believing in such things means that there is always something left to love, always a new piece of music waiting in the shadows, ready to fan the embers of your day just when you need it the most.“

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Wer mag, kann „Something Left To Love“ via Bandcamp streamen und sich im „Name your price“-Prinzip – auf Wunsch – auch kostenfrei aufs heimische Abspielgerät laden. Wer jedoch etwas digitales Geld gen Glasgow schickt, darf sich versichert fühlen, dass diese Spenden zwei Organisationen zugute kommen: „The Survivors Trust„, einer UK-weiten Dachgesellschaft, welche wiederum über 140 Organisationen unterstützt, die sich gegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch engagieren, sowie „The Poverty Alliance„, die sich zum Ziel gesetzt hat „to combat poverty by working with others to empower individuals and communities to affect change in the distribution of power and resources“. Zuhören lohnt sich also – so oder so.

In diesem Sinne auch von ANEWFRIEND happy, happy birthday und allet allet Jute zum Jeburtstach an GoldFlakePaint – auf die kommenden (mindestens) sieben Jahre voller Vorfreude auf musikalische Neuentdeckungen! Cheers, guys!

 

 

Rock and Roll.

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16 Songs aus 2016 – Das UK-Label Big Scary Monsters verschenkt (s)einen Label-Sampler


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Der Dezember ist ja, neben der Rückbesinnung auf das, was da in den vergangenen elf Monaten des noch aktuellen Jahres passiert ist, auch der Monat des Gebens.

l-43155-1428489264-1813In diesem Sinne hat das britische Label Big Scary Monsters nun pünktlich zum Dezemberanfang wie in jedem Jahr seit 2012 – so viel schöne Tradition sei schließlich erlaubt – wieder (s)einen Gratis-Jahresabschluss-Sampler veröffentlicht. Darauf befinden sich insgesamt 16 Songs von 16 Bands, die in diesem Jahr über das Label neue Alben herausgebracht haben. Unter den vertretenen Künstlern sind beispielsweise Kevin Devine mit einem Song von seinem neuen Album „Instigator„, You Blew It! mit einem Auszug aus ihrer erst Anfang November veröffentlichten Platte „Abendrot„, Beach Slang mit dem Track „Punks In A Disco Bar“ oder La Dispute, welche eine Live-Aufnahme des Songs „Woman (in mirror)“ beisteuern. Der Sampler ist stilistisch ebenso breit aufgefächert wie der Labelkatalog und sollte vor allem Fans von Indie- oder Punkrock, Emo, Posthardcore und Mathrock gefallen. Wie bereits erwähnt hat dieses musikalische „Name your price“-Geschenk zum Jahresende bei Big Scary Monsters schon seit einigen Jahren Tradition und ist auch im Nachhinein noch für kleines Geld auf der Bandcamp– und Webseite des Labels erhältlich. Zugreifen? Logisch.

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Foxing – „White Flag“


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„But I will go down with this ship / And I won’t put my hands up and surrender / There will be no white flag above my door…“ – Klar, das Original von Dido kennt man. (Ganz nebenbei gefragt: Was macht die Dame eigentlich heute?)

Dass das 2003 veröffentlichte Stück auch heute – wenn auch in anderem Kontext – noch durchaus eine gewisse Relevanz besitzen kann, haben nun die Emo-Indierocker von Foxing bewiesen. Die fünfköpfige Band aus St. Louis, Missouri, deren letztes, im vergangenen Jahr erschienenes Album „Dealer“ sich auch unter ANEWFRIENDs „Alben des Jahres“ wiederfand,  hatte bislang – trotz stetig wachsender Zuhörerschaft dies- wie jenseits des Atlantiks – kein allzu gutes Jahr 2016: da wurden sie Anfang November während ihrer Tour in einen schweren Autounfall verwickelt und stehen deshalb nun vor ernsthaften finanziellen Problemen (kein Spaß – so ein Unfall ist etwas, was einer recht kleinen Indie-Band, welche sich im „wahren Leben“ noch mit Broterwerbsjobs durchschlagen muss und auch im Musikgeschäft von Gig zu Gig lebt, tatsächlich zusetzen kann), und dann wurde nun auch noch ein gewisser Donald Trump zum nächsten Präsidenten der US of A gewählt und bedroht so ziemlich alle demokratischen wie sozialen Werte, für die Foxing immer wieder einstehen. Aber die weiße Flagge hissen? No way! 

Also entschloss sich die Band, eine zwar im ersten Moment abwegige, im Grunde jedoch passende Coverversion von Didos „White Flag“ aufzunehmen und auf ihrer Bandcamp-Seite – im demokratischen „Pay what you want“-Prinzip – für einen guten Zweck zum Stream, Download und Kauf anzubieten. Ursprünglich sollten diese Spenden Foxing selbst zugutekommen. In einem Statement auf ihrer Facebook-Seite, welches ihr im Wortlaut weiter unten findet, gab die Band nun jedoch bekannt, dass ihr Unfall nach der Wahl von Donald Trump plötzlich sehr unwichtig erscheine, und sie mit der Aktion lieber Menschen helfen wollten, die nun unter der konservativen Regierung Nachteile befürchten müssten. Also sollen nun alle Erlöse, die über die verursachten Kosten durch den Unfallschaden hinausgehen, jeweils zur Hälfte an die Organisationen Planned Parenthood und die ACLU gehen, die sich beide vielseitig für die individuellen Rechte speziell von Frauen und sozial benachteiligten US-Amerikanern einsetzen. So hat das Ergebnis der US-Wahl ihre ersten positiven Nebeneffekte gewirkt: Wie auch Foxing hatten viele Musikschaffende in den USA nach der Präsidentschaftswahl begonnen, sich gezielt für diese und weitere Organisationen zu engagieren. So hat beispielsweise auch das Label „Run For Cover“ versprochen, alle Erlöse dieses Wochenendes an Planned Parenthood zu spenden.

Hier der dazugehörige Post auf der Facebook-Seite von Foxing im originalen Wortlaut:

foxing„This was supposed to be a completely different post.
It was a statement about our van accident last week and the subsequent financial hit we took. It was a statement about a song we put together and new merchandise for sale in an attempt to recover. It was finalized several days ago and was completely ready to go out to the world; however, waking up this morning everything written felt wrong and vastly unimportant. Our financial troubles feel rightfully eclipsed by something larger; something that needs to not only be talked about with a sense of urgency and expediency.

It’s been a hard week for us personally. It’s been a hard day for our country. It’s almost impossible to fully address what happened last night. Honestly, right now everything said would be reactionary and perhaps not in good taste. For now we’ll bite off what we can chew:
As most of you probably know by now, a week ago we were in a pretty rough van accident. The amount of love sent our way helped keep our heads up as we were forced to pick up the pieces and try to continue the tour. In the days following the crash a flood of people contacted us asking what they could do to help.
So we pulled ourselves together and made a cover version of Dido’s „White Flag“. In the past 24 hours this song has taken new meaning in our hearts. On the surface it is a pop song about love and yada yada, but right now, for us, “White Flag” is about refusing to give up; it’s about overcoming and fighting until the last breath. It is a song about hope. Initially all of the money was going to solely go towards our recovery and then the rest was to be divided up amongst ourselves. Not anymore. While the first portion of proceeds from this song will still go towards recouping our damages, everything else will be donated 50/50 to Planned Parenthood and the ACLU—two organizations that will believe will need support in the days to come. If you have a preference as to which of the two your donation will go to, please notate it in the box at the time of purchase.

We want to make this promise to you: If you are female, a person of color, a member of the LGBTQIA+ community, a member of the Muslim community, an immigrant in this country, or any other person who has been marginalized or made to feel like you are anything less than human due to the outcome of this election, or the long and painful list of practices and beliefs this country has inflicted upon you time and time again—we will stand with you in whatever way we can. We will fight with you in any way you ask of us. We know that we are just a band, and in the grand scheme of things our reach is very limited, but this has to start on the ground level and it has to start now. There is no time to live in defeat; the other side is not waiting for us to organize.
Our country has a sickness, it is a deep-seeded and long living sickness; it has been with us since before we had a name. The cure for that sickness is a unified voice. In the coming days, months, and years, please allow us to be part of that voice.

Be well,
––“

 

 

Rock and Roll.

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