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Das Album der Woche


Christopher Paul Stelling – Forgiving It All (2021)

-erschienen bei Tone Tree Music-

Noch bevor das vergangene Jahr, in dem so unglaublich viel gleichzeitig zu passieren schien, während die Welt doch im selben Atemzug still stand, schlussendlich aus den Fugen geriet, sah sich Christopher Paul Stelling mit der ein oder anderen wichtigen Lektion in Akzeptanz und Dankbarkeit konfrontiert. Im Dezember 2019 brach der US-Singer/Songwriter zu einen weiteren Tour quer durchs Land, von Kalifornien bis nach Florida, auf, die dort enden sollte, wo der 39-jährige Musiker, der Asheville im Westen von North Carolina schon lange sein Zuhause nennt, einst aufwuchs. Neben den Aufnahmen zu seinem fünften Album „Best Of Luck“ befand er sich also für einen Großteil des Jahres auf Achse und drehte unermüdlich Konzerte spielend seine Runden durch Nordamerika. Das Ziel: Er wollte nicht nur pünktlich zu Weihnachten nach Hause kommen, sondern auch Emma, seine 92-jährige Großmutter, besuchen. Man darf es wohl als strategisch bitteres Zwinkern des Lebens, das einem eben manchmal auf die verdammte harte Tour die wahren Prioritäten aufzeigen möchte, betrachten, dass ihm letzteres nicht gelang – seine Großmutter verstarb nur wenige Tage vor seiner Ankunft. Von diesem traurigen Schicksalsschlag erzählt nun auch Stellings neues Werk „Forgiving It All“, das der Musiker allein im bescheidenen weißen Ranchhaus seiner Großmutter in Daytona Beach aufnahm. Es ist Stellings bisher lebensweiseste, intimste und ruhigste Platte sowie seine erste selbstveröffentlichte LP seit acht Jahren, die sich wie ein letzter Tribut an sie und im Grunde an alles anfühlt, was er und wir verloren oder gewonnen haben. Schließlich wohnt jedem noch so schlechten Ereignis im Kern das ein oder andere Gute inne – und sein es nur Erfahrungen, welche erst die von der Zeit geheilten Wunden offenlegen mögen…

Ja, wie für viele von uns schien das vergangene Jahr auch für Christopher Paul Stelling voller Transformationspotenzial zu stecken. Fast ein ganzes Jahrzehnt lang war er ein wie im Fieber umherziehender Troubadour, der während seiner Solokonzerte Blut, Schweiß und Tränen vergoss. Er lebte diesen nomadischen, unsteten Lebensstil und spülte das aufkommende Heimweh auf der Bühne oft genug mit Hochprozentigem hinunter. Ende 2017 dann der Cut: er schwor dem abgründigen Teufel Alkohol ab, nachdem er erkannt hatte, dass Teile seines Lebens Stück für Stück verschwunden waren – eine weise Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Das ein Jahr später aufgenommene „Best Of Luck“, das erste, für das er sich einen Produzenten, der in diesem Fall kein Geringerer als Ben Harper war, mit ins kreative Boot holte (kaum verwunderlich, dass sich Harpers Impulse schwerlich überhören lassen), schien ihm einen ganz neuen Publikumskreis zu eröffnen, denn die Mischung aus wehmütigen akustischen Balladen und zutiefst US-amerikanischem Roots Rock war sowohl ausgefeilt als auch… nunja: ursprünglichback to basics, aber auch auf zu neuen Ufern. Unterm Strich eine geschickte Verbindung im weiten Feld von Folk und Singer/Songwritertum, da wie dort dezent und gekonnt angereichert mit einem Quäntchen Blues, Soul, Gospel oder Pop – dies alles jedoch nicht in der Art von zusätzlicher, dick aufgetragener Studio-Schminke, sondern in Form eines organischen Zusammengehens der erfreulichen Art (wenngleich Ben Harper hier als Produzent wohlmöglich die ein oder andere Kante zu viel abgeschliffen haben mag). Die Auftritte häuften sich, und zwar so sehr, dass Stellings Tourneekalender zum Jahresanfang 2020 für die kommenden Monate kaum einen einzigen freien Tag aufwies…

Und dann? Wurde auch bei ihm alles gestrichen. Ende, aus, Corona-Quarantäne. Als er an der Westküste entlang gen Norden der US of A tourte, überschlugen sich die Nachrichten wie Meldungen um ihn herum. Also lenkte er, mit drei Vierteln Verzweiflung und einem Rest Hoffnung im Gepäck, seine kommenden Tourneestops nach Osten und kam bis nach Colorado, wo er in einer Raststätte in Kansas eine Panikattacke erlitt. Wer könnte es ihm auch verdenken, dass er, der ja schließlich kein Paul McCartney oder Chris Martin mit einem durch Millionen gepolsterten Bankkonto war, ob der ungewissen Aussicht es plötzlich mit existenziellen Ängsten zu tun bekam, während die Welt um ihn herum gerade aus den Angeln gehoben wurde? Also kehrte Stelling notgedrungen nach Hause zurück und gab, wie viele von uns, sein Bestes, sich „neue Routinen“ in einer Welt zu erschaffen, die ihm auf Anhieb so seltsam fremd war. Natürlich hatten jene Routinen auch ihr Gutes: Zum ersten Mal seit Jahren verbrachte er eine tagelange Zeitspanne mit seiner Partnerin und ihrem jungen Hund. Er machte lange Spaziergänge, las viel und schaute endlos Fernsehen, um die in manchem Moment überwältigende Angst so gut es eben ging zu besänftigen. Nachdem er seinen Plattenvertrag erfüllt hatte (und überzeugt war, dass er ohnehin keinen neuen wollte), startete Stelling eine Crowdfunding-Kampagne und bat seine Fans darum, in seine neuen Songs zu investieren. Zu seiner großen Erleichterung stimmten sie zu. Noch besser sogar: er verkaufte in den ersten 48 Stunden mehr Platten als er je zuvor im Voraus an Hörer und Hörerinnen gebracht hatte.

Gepackt von neuer Hoffnung begann Stelling endlich, ein Jahrzehnt Revue passieren zu lassen, in dem so viel passiert war – oder doch nicht? Was hatte ihn die Musik gelehrt, was er vom Leben jenseits der Konzertbühnen und Aufnahmestudios nicht gelernt hatte, und umgekehrt? Was hatte er am Ende über all das, was er erlebt hatte, eigentlich zu erzählen, zu singen? Die zwar leisetretenden, aber dennoch fesselnden zehn Stücke von „Forgiving It All“ sind das aus der Tiefe hervor geholte Destillat dieser Reflexion. Ein Jahr, nachdem Stelling seine eigentlich nicht enden wollende Tournee abgebrochen hatte, nahm er jene Songs im Haus seiner verstorbenen Großmutter auf. Sie sind die Lektionen eines einst wilden, unsteten jungen Mannes, der nun auf seine (nicht ganz) vierzig Jahre zurückblickt, ein Stückweit seinen Frieden mit all den Kämpfen und Freuden des Lebens macht und seine Dankbarkeit für den simplen Fakt, noch am Leben zu sein, besingt.

Gleich der Opener „Die To Know“ ist eine zärtliche Ode an die Unschuld, eine Erinnerung an einfache Freude und Aufrichtigkeit, bevor die Erfahrungen des Alters unseren juvenilen Enthusiasmus Stück für Stück zurecht stutzen. „Wildfire“, das sich – jaja, jetzt kommt so ein Fall eines klischeehaften Bildes! – mit der unvergleichlichen Anmut von Wellen auf einem idyllischen Teich bewegt, starrt wiederum aus der Ferne auf die aufgestauten Ängste der Erwachsenen und bittet um die Gnade der Wiedergeburt. „WWYLLYD“ ist in seiner beinahe schon Dylan’esken Folk-Simplizität eine Übung in radikaler Empathie, welche bestens für jene allgemein schwierige Zeiten geeignet scheint. “Remember, everyone is suffering, not just you“, mahnt Stelling zu gezupften Akkorden, die rauschen wie das Blut in unser aller Adern. Der Titel ist übrigens ein Akronym für „When What You Love Lets You Down“. Wir sind alle mögen – auf die ein oder andere Weise – hungernde Künstler sein, und die glücklichsten von uns werden durch das, was ihnen Freude bereitet, am Leben gehalten – oder besser noch: lebendig.

„Kürzlich machte ich einen Spaziergang über den Friedhof hinunter zum Fluss, um ein wenig zu angeln. Mein Freund Josh Finck schloss sich mir an und brachte seinen alten Camcorder mit, und so entstand ein Video für meinen Song ‚Die To Know‘. Ich habe diesen Friedhof in Asheville schon oft besucht, habe 2007 sogar gegenüber gewohnt, bevor ich nach New York City zog. Meine Familie hat dort eine Grabstelle aus den 1800er-Jahren, gegenüber dem Grab des Schriftstellers Thomas Wolfe (‚Look Homeward Angel‘). Dort liegt der Namensvetter meines Vaters und seines Vaters, aber niemand kannte sie direkt, ihre Geschichten sind größtenteils im Laufe der Zeit verloren gegangen. Alle Flüsse scheinen mich zum Sinnieren und Nachdenken einzuladen. Es ist friedlich, sie vorbeiziehen zu sehen, auch wenn man nichts fängt…“ (Christopher Paul Stelling über das Musikvideo zu „Die To Know“)

Bis zu einem gewissen Grad geht es in diesen Songs darum, sich selbst von Zwängen zu befreien, seine Unvollkommenheiten zu akzeptieren, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das Titelstück, welches ebenso fesselnd und motivierend wie ein religiöses Mantra gerät, weist darauf hin, dass wir nicht allein die Verantwortung für all unser Gepäck tragen, dass auch andere in unseren Leben eine gewichtige Rolle gespielt haben. Wenn wir mit uns selbst ins Reine kommen wollen, so Stelling, müssen wir andere dazu ermutigen, das Gleiche zu tun und an dieser Katharsis teilzuhaben. „Let the doubtful confide in you“ (Lass die Zweifler sich dir anvertrauen), singt er gleich zu Beginn, was sich im besten Fall wie die offenste Therapiesitzung anfühlen mag, die man seit langem erlebt hat. Stelling, bei genauerem Ohrenschein ein hervorragender Fingerpicking-Gitarrist, der sich lediglich nie damit begnügt hat, „nur“ wortlose Musik zu machen, legt kurz vor Schluss für das wunderschöne Instrumental „For Your Drive“ eine Pause ein und beendet sein neues Album mit einer eigenen Hymne, „They’ll All Proclaim“. Es ist ein anmutiges, geradezu prächtiges Sonnenaufgangsständchen für das, was noch kommen mag – ob nun morgen, übermorgen, nach dieser gottverdammten Pandemie, oder wann auch immer.

Ja, nicht wenige von uns werden in vielfältiger Weise unser Leben lang mit vielem von dem ringen, was im Jahr 2020 passiert ist und was danach kommen könnte. „Forgiving It All“ ist eine instinktive und ehrliche Antwort auf den Versuch, das Beste aus der Misere zu machen: die Vergangenheit neu und reflektiert zu sortieren und die Gegenwart zu nutzen, um sich auf eine ebenso ungewisse wie ungeschriebene Zukunft vorzubereiten. Diese soulful Folk-Songs erinnern nicht nur Christopher Paul Stelling, sondern auch uns alle daran, dass wir – allem Alltagsgrau, allem Mühsal zum Trotz – Glück haben, hier zu sein – egal, was oder wem wir am Ende des Weges zu vergeben haben.

Rock and Roll.

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Song des Tages: Noah Gundersen – „Sleepless In Seattle“


Gute Nachrichten für alle Freunde des gefühligen Liedguts: Etwa zwei Jahre nach dem bislang jüngsten Langspieler „Lovers“ meldet sich Noah Gundersen nun in Kürze mit seinem neuen Album „A Pillar Of Salt“ zurück, welches bereits im Oktober erscheinen wird.

Besser noch: Mit „Sleepless In Seattle“ lässt der 32-jährige US-Singer/Songwriter mit der nahezu unverkennbar samtigen Stimme bereits ein erstes Stück daraus hören, welches weniger mit dem – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach – recht gräßlichen Schnulzen-Film mit Meg Ryan und Tom Hanks zu tun hat, sondern vielmehr ein melancholisches Tribut an seine Heimatstadt darstellt. Freilich bin ich als überzeugter Fanboy der (quasi) ersten Stunde hier ein wenig befangen, aber viel falsch macht Gundersen während dieser ersten Hörprobe hier einmal mehr keineswegs, sodass man sich getrost auf den nahenden Herbst und das elf Songs starke neue Werk, welches auch ein Duett mit Indie-Darling Phoebe Bridgers enthalten wird, freuen darf…

„Sleepless in Seattle, I couldn’t find a better name for this
If idle hands make devil’s work, maybe we should build a church just so we can burn it down
‚Cause every bar in this city reminds me of somebody now
If I get drunk at 12th and Union whose street will I go wandering down

So, I don’t want to go home
I don’t want to go home

Brian’s on a barstool, talking to his tall can again
All that acid in the 90’s, he said it made a man out of him
All his LA friends got married, a wife, a house, a couple kids
He’s just trying to keep the dream alive and if it dies then he and I
Just might die right along with it

So, I don’t want to go home
I don’t want to go home

Where it’s just half finished skyscrapers begging the question
Does anyone care anymore?
This city was built on the back of a spirit that I can’t feel anymore
Maybe there’s a new anger or a new seed for some younger farmer to sow
But right now it feels like last call on New Year’s Eve
And the bar tender is telling me to go
But I don’t want to go home
I don’t want to go home“

Rock and Roll.

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Song des Tages: Racoon Racoon & The Duke Of Norfolk – „The Only Living Boy In New York“


Wenn es einen Song von Simon & Garfunkel gibt, der vor allem im vergangenen Jahr für den von einer Pandemie ins Wanken gebrachten Alltag im eigentlich nie stillstehenden, wuseligen New York City geeignet schien (und daher wohl auch seinen Platz in nicht wenigen Playlists fand), dann ist es „The Only Living Boy In New York„. Dabei ist seine Entstehungsgeschichte eine ganz andere: Das Stück wurde von Paul Simon geschrieben, als sich Art Garkunkel im Jahr 1969 inmitten der Arbeiten am finalen Simon & Garfunkel-Album „Bridge Over Troubled Water“ aus dem Staub machte, um in Mexiko an den Dreharbeiten zum Antikriegsfilm „Catch-22“ teilzunehmen – und den verdutzten Duo-Partner allein in NYC zurück zu lassen. So drückt der Song Simons damaliges Gefühlsspektrum irgendwo zwischen Enttäuschung, Einsamkeit und Freiheit aus, aber auch die Erkenntnis, dass ihre kreative Partnerschaft möglicherweise vorbei sein könnte und beide nun ihr eigenes Ding machen (Kenner des legendären Folk-Duos wissen außerdem, dass mit jenem „Tom“, von dem Paul Simon im Stück singt, sehr wohl Art Garfunkel gemeint ist, schließlich traten die beiden in ihrer Anfangszeit noch als „Tom and Jerry“ auf). Und obwohl sich nicht jede Zeile zu einhundert Prozent in die heutige Zeit übertragen lassen mag, eignete sich das Stück in eigenartig-wundervoller Weise durchaus dazu, (s)einen kleinen Teil zum Corona-beeinflussten Soundtrack aller New Yorker im Jahr 2020 beizutragen – in Momenten, in denen sich diese im Lockdown befanden oder die gespenstisch leeren Straßen ihres Viertels betraten.

Wohl auch deshalb haben Racoon Racoon ebenjenen Song wiederentdeckt. Das französische Chamber-Folk-Duo, welches sich bereits vor knapp drei Jahren den Simon & Garfunkel-Evergreen schlechthin vornahm, eröffnet seine Version zwar A Cappella mit der einsamen Stimme von Sängerin Léa anstelle der begleitenden Gitarre des Originals, verfolgt aber einen ganz ähnlichen mehrspurigen Ansatz für den Hintergrundgesang wie Paul Simon vor etwa 50 Jahren. Klar, das Tempo der Coverversion ist merklich getragener, aber ähnlich wie beim Original variiert das Arrangement hier von reduziert bis üppig. Racoon Racoon, welche beim Song Unterstützung von US-Singer/Songwriter Adam „The Duke Of Norfolk“ Howard erhalten, hüpfen jedoch lieber zwischen spärlich und ausladend hin und her, anstatt sich wie in der Version von Simon & Garfunkel eine Klimax aufzubauen. Heraus kommt eine ebenso hübsche wie unverwechselbare Variante eines Songs, der als Oldie but Goldie zwar bereits ein halbes Jahrhundert auf dem musikalischen Buckel haben mag, aber dennoch noch immer wie gemacht scheint für ein New York City in Pandemiezeiten…

„Tom, get your plane right on time
I know your part’ll go fine
Fly down to Mexico
Doh-n-doh-de-doh-n-doh
And here I am
The only living boy in New York

I get the news I need on the weather report
Oh, I can gather all the news I need on the weather report
Hey, I’ve got nothing to do today
But smile, de-doh-n-doh-de-doh
And here I am
The only living boy in New York

Half of the time we’re gone
But we don’t know where
And we don’t know where

(Here I am)

Half of the time we’re gone
But we don’t know where
And we don’t know where

Tom, get your plane right on time
I know that you’ve been eager to fly now
Hey, let your honesty shine, shine, shine now
Doh-n-doh-de-doh-n-doh
Like it shines on me (Here I am)
The only living boy in New York
The only living boy in New York

(Here I am)

(Here I am)“

Rock and Roll.

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Song des Tages: Sarah Jarosz – „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“


Die Songs von U2 zeichnen sich, vor allem ab den mittleren Achtzigern, durch ihre Wall of Sound aus, mit ihren unverblümt auf die großen Stadien und Arenen abzielenden, alles und jede(n) umarmenden Melodien und den zahlreichen Gitarrenspuren von The Edge, die dem Ganzen am Ende eine geradezu unverwechselbare Signatur verleihen. Für das 1987 erschienene, verdientermaßen hochgelobte Album „The Joshua Tree“ fügte die irische Rockband dieser Mixtur eine großzügige Kelle voll US-amerikanischer Roots-Musik hinzu. „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ fängt diese Fusion wohl so gut ein wie kein anderer Song, den U2 zu dieser Zeit geschrieben haben – mit The Edges akustischer Visitenkarte, der klingelnden, dengelnden Gitarre, Bonos fast schon pastoralem, vom Gospel inspiriertem Gesang und dem Hintergrundgesang, der passenderweise einen Kirchenchor imitiert. Eine Slide-Gitarre am Ende verleiht dem irischen Vierergespann einen unverkennbar amerikanischen Sound. Larger than life.

Für ihre Variante des Evergreens entschied sich US-Folk-Sängerin Sarah Jarosz dazu, „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ als Folksong zu behandeln. Sicher, auch ihr Gitarrenspiel mag an den primären Rhythmusgitarrenpart von The Edge erinnern – manchmal tönt es gar wie eine Mandoline – aber da enden die Ähnlichkeiten im Arrangement wohl bereits. Es gibt nur Jarosz und ihre Gitarre, sonst nichts. Ihr Gesang ist weniger erhaben, schon gar nicht pastoral, ein bisschen gedämpfter als Bonos Originalvorlage. Es gibt keinen Backing-Chor und keine Overdubs. Jarosz‘ Stimme ist rein und ihr Gitarrenspiel klingt fast knöchern, nackt und – ja – simpel, obwohl es dem von The Edge sehr ähnlich ist.

Das Ergebnis ist ein Song, der sich anfühlt wie ein altes amerikanisches Traditional oder ein Gospelsong ohne Chor. Und da sollte man auch mal eine kleine Lanze für Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen jr. brechen: Bei allem, was bei ihnen manches Mal leicht gestelzt tönen mag, bei aller plötzlichen Besessenheit von Americana und dem übergroßen US-Sound-Outfit, wendete die Band vorab viel Zeit dafür auf, die Musik zu verstehen, bevor sie sie in ihren eigenen Sound integrierte. Das Solo-Akustik-Cover der dreifachen Grammy-Preisträgerin Jarosz von „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ unterstreicht nun lediglich, wie gut U2 damals, vor über dreißig Jahren, ihre Arbeit tatsächlich gemacht haben. Ohne das ganze Getöse der Originalaufnahme klingt der Song unter den Händen von Sarah Jarosz, als sei er so alt wie die US of A selbst, vielleicht sogar noch älter. Eine schöne, auf geradezu liebevolle Art und Weise großartige Hommage an einen großartigen, immergrünen Song. Simple as life.

Rock and Roll.

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Song des Tages: Evangeline Gentle – „Ordinary People“ (Live Session)


Foto: Promo / Samantha Moss

Wer hier beim Hören des Debütalbums von Evangeline Gentle an Nashville denkt, könnte freilich mit Leichtigkeit goldrichtig liegen – tut’s jedoch nicht, denn die junge Frau hat ihre Hausschuhe in Peterborough, Ontario, gut 1.350 Kilometer weiter nördlich vom traditionellen Country-Mekka in Tennessee, stehen…

Obendrein stammt die Familie der in Schottland geborenen Singer/Songwriterin von der anderen Seite des Atlantiks und zog nach Kanada, als Gentle elf Jahre jung war. Und irgendwas – waren’s kreative Vitamine? – muss sie recht früh in ihr Müsli bekommen haben, schließlich entdeckte sie schnell ihr Faible fürs Musikalische, gewann bereits im zarten Alter von 18 Jahren die ein oder andere Auszeichnung. Und lieferte im vergangenen September ihren selbstbetitelten Debütlangspieler, welcher der im Mai 2020 veröffentlichten Acapella-EP „You And I“ die passenden Töne hinzufügt. Was verwundert: Die zehn von Jim Bryson produzierten Stücke, an denen Gentle ganze drei Jahre feilte, klingen so gar nicht nach einem Debüt, tönen ebenso sicher wie ausgereift, sind durchdrungen von der Art lyrischer Klarheit und Songwriting-Fertigkeit, der nicht wenige Künstler*innen eine ganze lebenslange Karriere lang hinterher jagen.

Schon der Opener „Drop My Name“ wird gesteuert von Evangeline Gentles durchdringendem, vibrato-lästigem Gesang, mit einer gefühligen Lebensweisheit, die Nina Persson von den Cardigans wohl nicht unähnlich ist. Noch eine Referenz? Na gern doch: Das darauf folgende, noch emotionalere „Ordinary People“ mag manch eine(n) schnell an Größen wie Patty Griffin (in ihren besten Momenten) erinnern. Abgesehen davon, dass das Stück mit einer der mutmaßlich besten Banjo-Lines des vergangenen Musikjahres aufwartet, wirft es mit zwei bestimmten Zeilen Licht auf Gentles zwar realistische, aber dennoch positive philosophische Einstellung zum Leben: „It’s brave to be hopeful in this world / It’s brave to be kind“. Mehr sogar – ebenjene Worte leiten das ein, was das Hauptthema dieses Albums zu sein scheint: die Liebe als Zufluchtsort vor dem manches Mal harten Alltag, das zwischenmenschliche Gefühlshoch als Erlösung. Klar, das könnten nicht wenige mit einem dezenten Rosamunde-Pilcher-Trauma leicht als naiven Idealismus abtun, aber diesen Songs – und den Texten im Besonderen – wohnt einfach eine entwaffnende Einfachheit inne, die zwar das ein oder andere Detail schnell überhören lässt, andererseits aber auch jede größere Krittelei überflüssig macht. Und je weiter man in diese kissenweiche Platte eintaucht, desto vergeblicher ist der Widerstand gegen dieses recht altmodische, aber irgendwie auch zeitlose romantische Gefühlsanzug dieser 23 Jahre jungen Künstlerin, die bereits als mit ihrer offen queeren, gender-fluiden Lebenseinstellung bereits mancherorts als „neue Szene-Galionsfigur“ gefeiert wird.

Apropos: Die berauschende Unbekümmertheit einer Liebesaffäre, deren Schmetterlinge just flattern gelernt haben, wird in „Sundays“ schlicht und ergreifend wunderbar skizziert (während das feine Musikvideo bewusst queere Fußnoten setzt), tadellos arrangiert um Gentles besondere Stimme, die es sich inmitten eines sacht pumpenden E-Basses, zurückhaltenden Gitarren und eines gekonnt verzerrten Keyboard-Sounds gemütlich macht. Eine weitere tolle Zeile: „Lust is almost always never love“ – zu hören im Zeigefinger-Märchen „Even If„, das massig Retro-Soul-Gefühl ausstrahlt (man denke an Duffy mit etwas weniger Drama), bevor der Hörer in der Albummitte und beim durch einen ganz ähnlichen Vintage-Touch gekennzeichneten „So It Goes“ ankommt – und vor dem inneren Auge Carole King am Lagerfeuer ausmacht.

Das Klassisch-Balladeske erreicht seinen Höhepunkt mit „The Strongest People Have Tender Hearts„, welches wiederum Gentles flammendstes Plädoyer für spirituelles Wachstum gegenüber oberflächlichem Momentum ist: „We’re searching in change-room stalls of fast fashion stores and malls / Just to pay the wage of a billionaire, somewhere”. Die grüblerische Poppigkeit von „Long Time Love“ und der flotte Anschlag von „Neither Of Us“ verblassen da freilich etwas im Schatten dieses Stücks, bevor das bedauernde „Digging My Grave“ die Dinge wieder in die richtige Bahn lenkt. Der spärlich ausstaffierte, klagende Schlusssong „Good And Guided“ destilliert das Motiv des Strebens nach Gnade und Frieden – Johnny Cash, can you hear me? – weiter, ohne dass es groß wie eine Wiederholung der Wiederholung klingt.

Obwohl Evangeline Gentles Debütalbum ganz und gar keine großen, allzu lauten Töne spuckt (und deshalb auch – im besten Sinne – als Hintergrundmusik herhalten kann), steckt das Werk voller Leben. Und wird von einer Stimme geleitet, die wohl auch das sturste, zynischste Herz zu rühren vermag. Wenn man denn unbedingt an etwas herumkritteln mag, so eventuell daran, dass sich die zwischen Indie Folk, Alt.Country und Americana pendelnde Singer/Songwriterin stilistisch nie so ganz festlegen mag. Natürlich wäre es nur allzu einfach gewesen, diese Songs in ein handgesteiftes, kommerziell aufgemotztes Americana-Kleid zu stecken oder sie fürs Formatradio mit modernen Beats zu überziehen – der bewusste Widerstand gegen strikte Genres lässt Gentle manchmal etwas ziellos, etwas unentschlossen tönen. Das mag künstlerisch befreiend wirken, schränkt jedoch – ja, so kann man’s sehen – den Grundcharakter dieser ansonsten recht überzeugenden Songsammlung ein. Natürlich könnte man nun argumentieren, dass Evangeline Gentles einzigartige Stimme bereits genug Charakter besitzt – und am Ende hätte man wahrscheinlich recht. Unterm Strich ist das hier ein formidabler Start in eine Musikkarriere, die eventuell noch den ein oberen anderen Ton gewordenen Herzenswärmer bereit hält…

„I’ve been, I’ve been running on empty
Headline after headline draining me
Oh the ugly things ordinary people
Do for more money

It’s brave to be hopeful in this world
It’s brave to be kind

Just when I think I’ve had enough
Your love is a little bit of sweetness
Life softens at your touch
Life softens when we touch

I’ve been feeling afraid and lonely
But I don’t ever want fear to own me
I want an open heart
Capable of loving fearlessly

It’s brave to be hopeful in this world
It’s brave to be kind

Just when I think I’ve had enough
Your love is a little bit of sweetness
Life softens at your touch
Life softens when we touch

When life gets us low
Our love softens each blow and I know
You see who I am at the core
In ways few have before and even though

It’s brave to be hopeful in this world
It’s brave to be kind

Just when I think I’ve had enough
Your love is a little bit of sweetness
Life softens at your touch
Life softens when we touch“

Rock and Roll.

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Das Album der Woche


Raye Zaragoza – Woman In Color (2020)

-erschienen bei Rebel River Records-

Raye Zaragoza weiß ziemlich genau, wie es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die außerhalb des amerikanischen Mainstreams existiert. Ihr Vater hat indianische Wurzeln, ihre Mutter ist japanischer Abstammung. Zaragoza selbst wuchs in der Enge eines kleinen New Yorker Apartments auf. In einem sehr realen Sinne brachte ihr ihre Erziehung also eine Verbindung zu anderen, die sich ausgegrenzt, diskriminiert und an den Rand der modernen Gesellschaft gedrängt fühlen – da scheint der Fakt, dass ihr Vater in ihrer Kindheit den Sioux-Häuptling Sitting Bull im Broadway-Stück „Annie Get Your Gun“ gab, nur allzu gut ins nicht eben klischeefreie Bild zu passen. Wenig verwunderlich also, dass die 27-jährige Folk-Musikerin, die bereits seit einiger Zeit im sonnigen Kalifornien lebt, diese Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken in ihre Songs einfließen lässt.

Ebenso wenig verwunderlich ist es, dass auch ihr aktuelles, recht programmatisch „Woman In Color“ betiteltes Album vom aktuellen Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung all jener inspiriert wurde, die in den US of A der Gegenwart auf so viele verschiedene Weisen ausgegrenzt, verleumdet und generell gemieden werden – ein Thema, auf das Zaragoza im Laufe des Albums immer wieder zurückkommt, vor allem in Songs wie „They Say„, „Fight Like A Girl„, The It Girl“ oder „Warrior“, die sich, jeder für sich, bei genauerem Hinhören zu essentiellen kleinen Hymnen erheben, die erhaben sind und doch in sich ruhen, während sie andererseits vor Leidenschaft und Zielstrebigkeit nur so strotzen. Dennoch wählt Raye Zaragoza nie die Lautstärke als Mittel zum Kampf, ihre im Americana-Folk angesiedelten Melodien bleiben meist zurückhaltend und verführerisch tänzelnd, in jeder Sekunde durchdrungen von einer geradezu hypnotischen Aura, die den Hörer in ihren Bann zu ziehen vermag, ohne die Botschaften außer Acht zu lassen. Neben den oben genannten umschmeicheln besonders zwei Stücke, „Ghosts Of Houston Street“ und dem ihrer Mutter gewidmeten „Change Your Name“, in diesem Sinne den Hörer und hinterlassen so einen nachhaltigen Eindruck.

(Foto: Promo / Cultivate Consulting)

„Meine Erziehung und meine ethnische Identität waren immer eine treibende Kraft für meinen Wunsch, eine Geschichtenerzählerin sein zu wollen“, betont Zaragoza. „Farbige Frauen werden so oft aus der amerikanischen Erzählung ausgeklammert, und das möchte ich mit meiner Musik ändern. Bei dieser Platte geht es vor allem darum, wie wichtig es ist, diejenigen Geschichten zu erzählen, die so oft übersehen werden – vermisste und ermordete indigene Frauen, die Darstellung in den Medien, Gentrifizierung, Immigration und so weiter. Ich hoffe, dass meine neue Platte die Wichtigkeit des Erzählens verschiedener Geschichten hervorhebt.“

Raye Zaragoza, die als frühe musikalische Einflüsse Harry Chapin, Jewel, Selena oder Avril Lavigne nennt, sagt, sie sei auf einem mehr oder weniger großen Umweg zu der Entscheidung gekommen, Musik zu machen. „Ich habe in der Dienstleistungsbranche als Kellnerin, Barkeeperin und Hostess gearbeitet“, erinnert sie sich. „Dabei ging es darum, das Publikum, welches in diesem Fall am Tisch saß, glücklich zu machen und dafür ein Trinkgeld zu bekommen. In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich das Gleiche als Musikerin tun konnte, indem ich einfach in einem anderen Teil des Raumes stehe und eine Gitarre in den Händen halte. Von da an spielte ich fünf bis sechs Tage pro Woche in Restaurants, Weingütern, Brauereien und auf Bauernmärkten. Das war meine erste Erkenntnis: dass ich, wenn ich hart arbeite, so viel verdienen kann, wie ich in einem Restaurant als Kellnerin verdiene, indem ich stattdessen für die Menschen Musik mache. Ich spiele keine Restaurant-Gigs mehr, aber es war eine erstaunliche Brücke, die mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin.“

Produziert von Tucker Martine, einem Grammy-nominierten musikalischen Tausendsassa, der unter anderem bereits für Bands und Künstler wie die Decemberists, R.E.M., My Morning Jacket, Neko Case, Modest Mouse, First Aid Kit oder Sufjan Stevens hinter den Reglern saß, ist das im vergangenen Oktober erschienene Album typisch für Zaragozas entschlossene Haltung: Sie gräbt mit beiden Händen tief im Erbe des US-Folk, lässt politischen Aktivismus sowie ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen und fördert so solide ausgefeilte Americana-Songs mit dezenten Indie-Rock-Noten zutage, die oft von funkelnden E-Gitarren, lebendigem Bass und beherzt zupackenden Perkussion-Instrumenten flankiert und manchmal gar von sparsamen Bläser-Arrangements und anschwellenden Streichern untermalt werden. Zaragozas eindringliche, wunderbar dunkel schimmernde Stimme bahnt sich ihren Weg durch starke, nicht selten feministisch geprägte Hymnen und zärtelnde Balladen, die in ihrem Unterboden Biografisches ebenso wie Historisches zu tragen scheinen, der Melancholie jedoch auch ausreichend Luft und Raum zum Tagtraum bieten. Politisch und persönlich, mutig und aufrichtig – Raye Zaragozas unerschütterlich ermutigende Story-Songs stellen sich allen Ungerechtigkeiten mit sorgenvoller Gewissheit und festem Glauben. Alles fürwahr keineswegs neu, dennoch schafft sie es im Herzen ihrer Songs, sowohl ihrem Stil als auch ihren Mantren treu zu bleiben.

(Fotos: Promo / Ursula Vari)

„Ich habe das Gefühl, dass meine früheren Veröffentlichungen das Sprungbrett zu ‚Woman In Color‘ waren“, reflektiert die Folk-Musikerin, welche hierzulande immer noch als Geheimtipp zählen darf. „Mit [dem 2017 veröffentlichten Vorgängeralbum] Fight For You‚ war ich immer noch dabei herauszufinden, wer ich bin und wie ich meine Geschichte erzählen will. Es war ein gutes Album, um meine Stimme zu finden. ‚Woman In Color‘ fühlt sich wie eine Fortsetzung dieser Platte an, aber auch wie ein Abschluss mit allem, was ich in den Jahren, in denen ich ‚Fight For You‘ schrieb, zu finden versuchte. Ich habe mein eigenes Plattenlabel Rebel River Records auf Patreon gegründet, um dieses Album zu verwirklichen, und ich bin allen so dankbar, die diese Platte unterstützt haben und sich mit mir für diese zwar indie’eske, jedoch wichtige Veröffentlichung zusammengetan haben.“

Letztendlich ist Raye Zaragozas Engagement offensichtlich, und das ist auch die Botschaft, die bei jedem einzelnen Song des Albums mitschwingt. Die Musikerin möchte einen, anstatt, wie es etwa der – zum Glück! – scheidende 45. US-Präsident in den vergangenen vier Jahren seiner Amtszeit getan hat, zu spalten. Sie sucht nach Unterstützung für eine gemeinsame Sache und für all jene Gruppen, welche darum kämpfen, in der aktuell so vielfältigen US-amerikanischen Malaise gehört anstatt mit tumbem Nonsens übertönt zu werden.

„Ich denke, jede Bewegung, die für Gerechtigkeit und Gleichheit kämpft, hilft sich gegenseitig“, so Zaragoza. „Die ‚Black Lives Matter‘-Bewegung hilft der ‚Indigenous Rights‘-Bewegung und so weiter. Wir alle kämpfen darum, gehört und gesehen zu werden, und der Sieg für einen von uns ist ein Sieg für uns alle. Ich habe absolut das Gefühl, dass wir alle ein Teil einer größeren Gemeinschaft sind, die Gerechtigkeit fordert.“ Außerdem sie ihre Hoffnung, dass die Menschen aufhören ihr Leben von Habgier bestimmen zu lassen, denn „Habgier verblendet und verleitet Menschen dazu, schreckliche Dinge zu tun. Habgier wird unseren Planeten zerstören. Wir müssen dankbar für unsere Mutter Erde sein und ihr mit Respekt begegnen.“ Raye Zaragozas Songs leisten in jedem Fall ihren kleinen Beitrag zum großen Ganzen.

Via Bandcamp gibt’s „Woman In Color“ im Stream…

…und hier Musikvideos zu „They Say“…

…“Rebel Soul“…

…“Fight Like A Girl“…

…“The It Girl“…

…“Warrior“…

…oder „Run With The Wolves“:

Rock and Roll.

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