Schlagwort-Archive: Flimmerstunde

„The Doodle Diaries“ – Ein ehemaliger Disney-Zeichner setzt seiner verstorbenen Frau ein rührendes Denkmal


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Der ehemalige Disney-Animateur und Cartoon-Zeichner Gary Andrews hat seiner vor etwas mehr als einem Jahr verstorbenen Frau Joy sowie seiner Familie mit „The Doodle Diaries“, welche sowohl zahlreiche Zeichnungen als auch einen etwa zweiminütigen Animationsfilm umfasst, ein ebenso wunderschön-herzliches wie zu Tränen rührendes Denkmal gesetzt. Toll anzusehen. (Also, bitte: Taschentücher bereit halten!)

 

(Mehr Zeichnungen und Informationen findet ihr hier…)

 

Rock and Roll.

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„Starbucks ungefiltert“ – Eine Doku über das wahre Gesicht des Kaffeeriesen


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Stattliche 28.000 Cafés in 75 Ländern – Die international tätige Starbucks Coffee Company wurde vor allem im letzten Jahrzehnt mehr und mehr zu einem Symbol der Globalisierung. Die aus dem US-amerikanischen Seattle stammende, 1971 gegründete Marke mit dem Meerjungenfrauen-Logo ist im großstädtischen Alltag präsent wie kaum eine andere. Gilles Bovon und Luc Hermann haben für die gut 90-minütige Dokumentation „Starbucks ungefiltert“, welche kürzlich bei ARTE lief, genauer untersucht, welche Strategien hinter dem Erfolg von Starbucks stehen. Und wie es hinter der Fassade des *hust* guten Images aussieht…

 

 

Ein paar mehr Informationen über die Dokumentation findet ihr hier oder hier.

Was der abendfüllende – und trotz allem recht kurzweilige – Doku-Film jedoch nicht aufgreift ist die Frage, wieso manch ein *hust* „Starbucks-Barista“ den ein oder anderen Kundennamen vornehmlich absichtlich falsch auf dem Becher notiert. Aber auch darüber haben sich bereits Schreiberlinge Gedanken gemacht…

 

Rock and Roll.

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Die Rache der Weihnachtsbäume – der Kurzfilm „Treevenge“


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Jedes Jahr um die Weihnachtszeit herum wiederholt sich ein geradezu schauriges Ritual: Millionen von Menschen, welche sich das gesamte Jahr über eventuell vegetarisch oder gar vegan ernähren, brav ihren Müll trennen, freilich die Tierschutzpartei wählen und vielleicht sogar noch das ein oder andere Sümmchen an eine karitative Organisation spenden, entwurzeln ganze Wälder von Nadelhölzern, nur um sich die traurigen Kadaver anschließend ins heimische Wohnzimmer zu stellen – und die Leichen gar noch festlich-bunt zu schmücken…

Was erscheint also passender als die Frage, was passieren würde, wenn diese Geschändeten, diese lebenden toten Tannen zurück schlagen und ihren Peinigern Gleiches mit Gleichem vergelten könnten?

Nun, genauso ernst wie meine Umschreibungen beantwortet all dies der 2008 veröffentlichte kanadische Horror-Kurzfilm „Treevenge“ – mit einer guten Portion Trash, Splatter und Humor… Nichts für schwache Gemüter, der Rest darf gern schmunzeln.

 

 

Rock and Roll.

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Vom ewigen Rattenrennen – Steve Cutts‘ Kurzfilm „Happiness“


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Seien wir mal ehrlich: bei gefühlt neunundneunzig Prozent aller künstlerischen Versuche der Konsumkritik kommt am Ende nichts weiter als abgedroschen-gestrige Sozialromantik heraus. Der Animationskurzfilm „Happiness“ des nach wie vor großartigen Steve Cutts (ANEWFRIEND stellte vor einigen Monaten bereits das Werk des Londoner Künstlers vor) macht alles richtig und sagt uns ohne einen Funken kitschiger Kapitalismuskritiker, wie’s im Wesentlichen ist mit der Wechselbeziehung zwischen Glück und Geld – ein Rattenrennen, das wohl nie gut ausgehen kann. Sollte man gerade in der (Vor)Weihnachtszeit gesehen haben…

 

 

Rock and Roll.

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Der Kurzfilm „Monsters“ – Denn sie sind nicht, was du glaubst…


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Die zehnjährige Jenn hat noch nie in ihren Leben einen Baum, das Gras, weite Landschaften geschweige denn das Sonnenlicht gesehen. Ihr gesamtes bisheriges Dasein hat sie mit ihrer Familie in einem kleinen Bunkerraum unter der Erde verbracht. Ihr Vater, ihre Mutter und ihr älterer Bruder nennen ihr dafür auch gute Gründe: So wird die Welt da draußen seit der Zeit vor ihrer Geburt von schrecklichen, gefährlichen Monstern heimgesucht. Monster, vor denen sie bislang von ihrer Familie geschützt wird. Doch Jenn möchte wissen, wie es jenseits der dicken Stahltür und außerhalb des dunklen, tristen Bunkers aussieht – ganz natürlich, eigentlich, denn wer möchte schon Tag für Tag, Jahr für Jahr nur vier Wände anstarren, während man auf den Rest der Familie wartet, der irgendwo draußen (vermeintlich) Dinge zum (Über)Leben besorgt? Also beschließt Jenn, sich heimlich nach draußen zu wagen. Doch was sie dort vorfindet, ist weitaus schlimmer als all die Monster, die sie sich bislang lediglich in ihren (Alb)Träumen in dunklen Farben ausgemalt hat…

Bei dem etwa viertelstündigen Kurzfilm „Monsters“ von Regisseur Steve Desmond – nicht zu verwechseln mit dem Film „Monster“, welcher als Vorlage für den Kinofilm „The Babadook“ diente – handelt es sich um eine dystopische Geschichte, die in ferner (?) Zukunft spielt und deren eigentliches Ausmaß erst am Ende klar wird. Eine unglaublich packende und gut durchdachte Idee, die hier professionell als Kickstarter-Projekt umgesetzt wurde. Sehr überraschend das Ganze, für welches sich Desmond seine Inspiration etwa bei „The Twilight Zone“, „Outer Limits“ oder Alfred Hitchcock holte. Freunde (nicht nur) von jüngsten kammerspielartigen Zelluloidwerken wie „10 Cloverfield Lane“ dürfen hier gern 15 Minuten ihrer Zeit investieren…

 

“Every once in a while, we’ll stumble upon a new horror short film that really blows us away, both in execution and in style. This is one of those shorts.” – Blumhouse.com

„Hot damn is this one cool, with skilled and deliberate frame compositions, sound effects, and tension galore. The young lead, Caitlin Carmichael, gives a damn impressive performance as a young lady simply trying to survive.“ – Ain’t It Cool News

„A sharp, startling burst of horror, folding multiple genre accents (post-apocalyptic horror, sci-fi, coming-of-age tales) into a twisted structure.“ – Fun Size Horror

„The horror magic with this short film is after watching it. I love it when a film remains in your mind.“ – Bleeding Critic

„Monsters is a proposed segment for an anthology. I’d love to see it made somewhere, since if all the segments are this memorable and creepy, we’re in store for a bang up horror thriller.“ – Cinema Crazed

„This one packs a punch that many feature films only attempt to achieve.“ – Horror Show

 

 

Rock and Roll.

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„A History Of Horror“ – 121 Jahre Grusel und Gänsehaut in 12 Minuten


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Es gibt Zeiten, in denen das Horror-Genre, seines Zeichens eines der gleichsam ältesten  wie beliebtesten Genres der Kinogeschichte, plötzlich explodiert und ein großer, toller Film nach dem nächsten auf die Leinwand kommt. Dann wiederum gibt es ganze Durststrecken, bei denen man sich fragt, ob in diesem wohl lebendigsten Genre von allen in bereits alles auserzählt, schon jeder Nervenkitzel durchlebt worden ist.

Möglicherweise erlebt der Horrorfilm gerade wieder eine neue Blütezeit, mit sowohl außer- wie ungewöhnlichen und unheimlichen Streifen wie „It Follows“ (aus den USA), „Berberian Sound Studio“ (Großbritannien), „Ich seh, ich seh“ (Österreich), „Cabin In The Woods“ (USA), „Trollhunter“ (Norwegen), „Under The Skin“ (Großbritannien), „So finster die Nacht“ (Schweden), „The Host“ (Südkorea) oder jüngst „Der Nachtmahr“ (Deutschland).

Ein ebenso kluger wie engagierter YouTuber hat sich nun die Mühe gemacht, die gesamte Geschichte des Horrorfilms von 1895 bis zum Jahr 2016 in einem 12-minütigen Video zusammenzufassen. Für jedes Jahr hat er dabei ein Film ausgewählt (was den einen oder anderen Cineasten erschrecken könnte, denn in den 70ern erschienen in manchen Jahren gleich ein halbes Dutzend großer Horrorfilme), von Thomas Edisons Schwarz-weiß-Stop-Motion „The Execution Of Mary Stuart“ bis zum unterschwelligen, vielerorts gelobten Mystery-Horror „The Witch“.

Natürlich mag die Auswahl manchmal diskutable bis fragwürdig sein (man macht’s ja nie allen recht), doch beeindruckend ist schon allein, dass es dem kleinen (Kurz)Film gelingt, mit nur wenigen Bildern zu zeigen, welch‘ suggestive Ausdruckskraft all diesen Filmklassikern innewohnt…

 

 

Rock and Roll.

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