Schlagwort-Archive: Evergreen

Song des Tages: Weezer – „Take On Me“


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Weezer haben ihrer Coverversion des seit Erscheinen im Jahr 1985 unkaputtbaren a-ha-Evergreens „Take On Me“ ein Musikvideo spendiert. Und wie sollte es anders sein, bleibt sich der Los-Angeles-Alternative-Rock-Vierer auch im Jahr 2019 augenzwinkernd treu, denn in dem humorvollen Clip spielt mit „Stranger Things„-Darsteller Finn Wolfhard ein Serien-Freunden durchaus geläufiges Gesicht Weezer-Frontmann Rivers Cuomo in jungen Jahren, der gemeinsamen mit seinen Freunden die gar nicht mal so andere Version des Achtziger-Tanzflächen-Smashers spielt. Die Rolle ebenjener Freunde übernehmen die restlichen Mitglieder von Wolfhards tatsächlich existierender Indierock-Band Calpurnia (mehr dazu erfahrt ihr etwa hier). Im weiteren Verlauf wechselt das Musikvideo in den ikonischen skizzenhaften Cartoon-Stil von Künstler Steve Barron, den a-ha bereits im Clip zu ihrer Originalversion verwendet hatten.

„Take On Me“ ist Teil des Coveralbums „Teal Album„, das Weezer überraschend im Januar veröffentlicht hatten, bevor im März ihr nächstes reguläres Album, das „Black Album„, erscheint (und hoffentlich etwas interessanter gerät als die vorangegangenen Werke). Und obwohl man sich von Rivers Cuomo, Brian Bell, Scott Shriner und Patrick Wilson ein klein wenig mehr Mut bei Songauswahl und musikalischer Umsetzung gewünscht hätte (denn Gassenhauer wie Totos „Africa“, Black Sabbaths „Paranoid“, TLCs „No Scrubs“ oder Michael Jacksons „Billie Jean“ geraten doch meist recht originalgetreu-schnöde und klingen deshalb mehr nach Buddy-Karaoke-Abend denn nach Wagnis), ist’s durchaus interessant zu hören, dass Cuomo die stimmlichen Höhen eines Morten Harket tatsächlich zu erklimmen weiß…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Dizzy – „Wish You Were Here“


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Dizzy haben sich den Pink Floyd’schen Lagerfeuer-Evergreen „Wish You Were Here“ vorgenommen. Und die vierköpfige Indiepop-Band aus dem kanadischen Oshawa, Ontario, von der hier auf ANEWFRIEND bereits vor einigen Monaten die Schreibe war, macht ihre Cover-Sache durchaus ordentlich, denn glücklicherweise vermeiden es Katie Munshaw und die drei Brüder Charlie, Alex und Mackenzie Spencer, die bekannte Titelnummer vom 1975 veröffentlichten Pink-Floyd-Erfolgsalbum simpel nachzuspielen, und drücken ihr somit einen eigenen melancholisch-modernen 2018er Stempel auf, welcher wiederum angenehm nach artverwandten Jungspund-Bands und -Künstlerinnen wie London Grammar, Daughter, CHVRCHES oder Lorde klingt…

 

In den letzten Wochen haben Dizzy, deren Debütalbum „Baby Teeth“ seit August in den lokalen wie digitalen Plattenläden zu finden ist, ihre Variante von „Wish You Were Here“ gleich während zweier verschiedener Live Sessions zum Besten gegeben: Jeweils in voller Bandstärke bei SiriusXM Canada…

 

…sowie hierzulande – dieses Mal reduziert akustisch – während des Hamburger „Reeperbahn Festivals“ und für die YouTube-Reihe „In Bed With…“:

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Nicole Atkins feat. Mark Lanegan – „November Rain“


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Die Schöne und das Biest, reloaded: Nicole Atkins und Mark Lanegan haben „November Rain“ von Guns N‘ Roses gecovert. Mehr sogar: Die US-Singer/Songwriterin und der ehemalige Screaming Trees-Frontmann mit der unverwechselbar tiefen Crooner-Stimme machen aus dem pompösen Rock-Evergreen, welcher anno 1991 auf dem (bis heute weltweit 18 Millionen Mal verkauften) G’N’R-Erfolgsalbum „Use Your Illusion I“ erschien, ein zurückhaltendes, stilecht von Lap Steel und Akustikgitarren angetriebenes Country-Duett.

Die Idee dazu kam Atkins im Traum: „Einmal träumte ich, dass ich den Guns-N‘-Roses-Song ‚November Rain‘ in einem alten Turm als 60er-Jahre-Country-Duett singe, und es klang großartig. Nachdem ich aufwachte, sang ich es direkt in mein Telefon.“ Nach kurzer Überlegung habe ihr Duett-Partner festgestanden: „Ich wusste erst nicht, wer es mit mir singen sollte und dann fragte ich mich: ‚Wer ist der beste Liebessänger?‘ Für mich ist das Mark Lanegan.“ Auch Lanegan für seinen Teil zeigte sich von der Zusammenarbeit begeistert: „Diesen Song aufzunehmen war toll. Er kombiniert zwei meiner liebsten Dinge: Nicoles wunderschöne Stimme und Guns N‘ Roses.“

Scheint fast so, als habe Mark Lanegan, der zwischen 2006 und 2010 drei stilistisch nicht ganz unähnliche Alben mit der schottischen Indiepop-Sirene Isobel Campbell aufnahm, nun eine neue potentielle Langzeit-Duett-Partnerin gefunden…

 

(Gibt’s wahlweise auch via YouTube im Stream…)

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: a-ha – „Take On Me“ (MTV Unplugged)


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Ungeachtet meiner Abneigung gegen Musik aus den Achtzigern, für die „dezent“ noch eine vornehme Untertreibung darstellen und die Gründe hierfür den feiertäglichen Rahmen sprengen würde, bleibt festzustellen, dass es sich bei a-has „Take On Me“ um einen immergrünen, unkaputtbaren Dauerbrenner von feinster Popsong-Güte handelt – auch nach stolzen 33 Lenzen auf dem musikalischen Buckel…

A-ha_MTV_Unplugged_Summer_SolsticeVon daher konnte und kann das norwegische Trio gerade bei diesem Stück kaum etwas falsch machen. Nichtsdestotrotz ist es erstaunlich, welche Nuancen  Morten Harket, Magne Furuholmen und Paul Waaktaar-Savoy ebenjenem allseits bekanntem Evergreen in der neusten „MTV Unplugged“-Variante, welche die Band – nebst 20 anderen Songs, die das knapp zweistündige Konzert umfasst – im vergangenen Oktober veröffentlichte, noch entlockt. Und vielleicht ist es auch ihrem Alter geschuldet (immerhin gehen alle drei – stolz graumeliert – auf die Sechzig zu), dass „Take On Me“ mittlerweile nicht mehr flirrend-nervös klingt wie noch einige Jahrzehnte zuvor, sondern wie eine zärtliche, aufs Nötigste reduzierte Ballade. But we’re ending on a high note, still…

Dass übrigens – mit „Deadpool 2“ – ausgerechnet der wohl bekloppt-überzogenste (jedoch immer noch unterhaltsame) Hollywood-Blockbuster der Kino-Saison dafür verantwortlich ist, dass ich auf diese Version des Songs aufmerksam wurde? Wäre wohl zweifellos (s)eine eigene Story wert…

 

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Aimee Mann – „Drive“


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Aimee Mann ist eine von den ganz Großen.

Wie meinen?

Klar, nicht „groß“ im Sinne einer Taylor Swift, Rihanna oder Beyoncé. Aimee Mann kann – und will wohlmöglich auch gar nicht – mit deren erfolgreichem a-la-mode-Radiopop mithalten. Nicht deren Tabloid-Leben im Blitzlichtgewitter erdulden müssen. Hat Aimee Mann überhaupt einen Instagram-Kanal? Weiß irgendjemand Privates? (Wen es interessiert: Sie ist seit über zwanzig Jahren mit Michael Penn, dem Bruder von Schauspieler Sean Penn, verheiratet.)

Aimee-Mann_400-f4edffdf22Nein, die mittlerweile auch schon 57-jährige Musikerin ist eine Große, wenn es um tiefes, oft genug auch ergreifendes Songwriting geht. Man denke nur an das durch Mark und Bein gehende „Wise Up„, welches Mann – nebst vielen anderen Stücken – 1999 zum Soundtrack des starbesetzten Paul Thomas Anderson-Melodramas „Magnolia“ beisteuerte. An so tolle Alben wie das im gleichen Jahr erschienene „Bachelor No. 2 or, the Last Remains of the Dodo„, oder das drei Jahre darauf veröffentlichte „Lost In Space„. Dass Mann sich einerseits selbst – und auch ihrem Stil, in klein aufgezogenen Folk- und Alt.Countryrock-Songs große, bedeutende Geschichten vom Leben zu erzählen – treu blieb, mag ihr zwar mehrere potentielle Weltkarrieren gekostet haben, hat der US-Musikerin über die Jahrzehnte jedoch auch eine treue Fanbase beschert, die die Lieder der umtriebigen Songwriterin als grimmig lächelnde Lebensretter zu schätzen wissen. Und es könnte kaum ironischer und bezeichnender sein, dass Mann ausgerechnet für ihr neuntes, im März 2017 veröffentlichtes Album „Mental Illness„, welches sie selbst – wohl nur halb im Scherz – als ihr „saddest, slowest and most acoustic album“ beschrieb, kürzlich mit dem längst überfälligen Grammy für das „Beste Folk-Album“ ausgezeichnet wurde…

Dass Aimee Manns Diskografie neben so vielen großartigen eigenen Songs auch bereits die ein oder andere kaum minder tolle Coverversionen vorzuweisen hat, dürfte nicht erst seit „Magnolia“, in dem sie Harry Nilssons Trauerkloß-Hymne „Onezu neuen Ehren verhalf, klar sein. Oder seit dem Film „I Am Sam„, für dessen Soundtrack sie sich – gemeinsam mit Ehemann Michael Penn – die Beatles-Nummer „Two Of Usvornahm.

Dass sie die hohe Schule, einem Evergreen ihre ganz eigene Seele einzuhauchen, immer noch beherrscht, bewies Aimee Mann kürzlich erneut, als sie sich – dieses Mal für die TV-Reihe „The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“ – ausgerechnet den 34 Jahre jungen verträumten Synth-Poprock-Schunkler „Drive“ von The Cars schnappte, und die Nummer allein mit ihrer Akustischen einerseits ins 21. Jahrhundert, andererseits auch in zeitlose Folk-Sphären transportiert (in einer Episode der Serie spielt sie ihre Version des Cars-Gassenhauers auch in einer Bar).

Auch ohne eine Weltkarriere, ohne große Villen und dicke Protzkarossen bleibt es dabei: Aimee Mann ist eine von den ganz Großen…

 

 

Rock and Roll.

 

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Pures Netzgold – Stings Reaktion zur José-Feliciano-Verhunzung von „Every Breath You Take“


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Pures Netzgold, und für all jene, die auf „König Fremdscham“ stehen, dürfte das wohl eines der lustigsten Videos der Woche sein: Im weltweiten Netz machen Mitschnitte der diesjährigen Preisverleihung des schwedischen „Polar Music Prize“ die Runde, die einen Sting zeigen, der vier Minuten lang mutmaßlich lieber an jedem anderen Ort der Welt wäre, als dort im Publikum zu sitzen (übrigens neben der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihrem Mann Daniel).

Die Bewegtbilder zeigen Gordon „Sting“ Sumner, der sich eine Coverversion seines The-Police-Evergreens „Every Breath You Take“, live dargeboten vom eigentlich legendären puertoricanischen Gitarristen José Feliciano und der serbischen Sängerin Jelena Krstic, anhören muss. Seiner Gestik und Mimik nach zu urteilen, gefällt ihm so gar nicht, was er da sieht (und hört!):

Zur Ehrenrettung von Sting, Feliciano und Krstic muss man fairerweise jedoch schreiben, dass Sting am Ende der Coverversion dann doch gerührt scheint (oder eben froh, dass es vorüber ist). In seiner Dankesrede sagte er zudem: „I’m standing alongside … Mr José Feliciano, whose influence on my own music both as a singer and a guitarist has gone unsaid, until now.” Andererseits: Was sonst soll er denn auch sagen? Immerhin muss der 65-Jährige sein Image als englischer Gentleman und fairer Sportsmann wahren…

Der landläufig als „Nobel-Preis für Musik“ bekannte „Polar Music Prize“ wurde dieses Jahr am 15. Juni in Stockholm, neben dem US-amerikanischen Jazz-Saxophonisten Wayne Shorter, auch an Sting verliehen. Die Begründung: „As a composer, Sting has combined classic pop with virtuoso musicianship and an openness to all genres and sounds from around the world.“

Kann trotzdem mal bitte wer ein paar GIFs aus Stings Reaktionen basteln? Danke.

 

Rock and Roll.

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