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Song des Tages: Ex:Re – „Where The Time Went“ (with 12 Ensemble)


Foto: Promo / Maria Kochiashvili

Über zwei Jahre ist es her, dass Elena Tonra mit ihrem ersten Solo-Album unter dem Namen Ex:Re im ungefilterten Monolog das Ende einer Beziehung rekapitulierte und allen geneigten Hörern (und Hörerinnen) zehn wunderschöne, sanft-melancholische Tränenzieher irgendwo im nachtschweren Electro-Pop-Spannungsfeld servierte. Seitdem jedoch herrschte Funkstille – auch bei ihrer eigentlichen Hauptband Daughter. Umso überraschender kam nun die Ankündigung, dass bereits am morgigen Freitag ein (digitales) Album mit Live-Aufnahmen der Kollaboration zwischen der Daughter-Frontfrau, der klassischen Komponistin Josephine Stephenson und dem 12 Ensemble, einem renommierten String Ensemble, erscheinen wird.

Und obwohl die 31-jährige britische Musikerin mit Ex:Re noch immer ihr „Solo-Ding“ verwirklicht, ist „Ex:Re with 12 Ensemble“ ein durch und durch gemeinschaftliches Produkt: So zeichnete sich Fabian Prynn, der Produzent und Schlagzeuger des Ex:Re-Debütalbums, für die Aufnahmen verantwortlich, welche am 30. November 2019 im Londoner Kings Place entstanden. Josephine Stephenson begleitete Tonra auf dem Piano, integrierte das 12-köpfige Streich-Ensemble gekonnt in die emotionalen Songs und erschuf so eine Brücke zwischen klassischer und kontemporärer Musik. Das Ergebnis besticht durch seine subtile Dynamik, die Elenas Worte exponiert und an Bedeutung gewinnen lässt, konträre Melodien oder detailverliebte Änderungen an Harmonien, welche die Songs wachsen lassen. Die vorliegende Live-Umsetzung des Studioalbums ist dabei ein nur allzu logischer Schritt, denn nachdem Stephenson Elena „Ex:Re“ Tonra über ein Jahr auf Tour begleitete und ihre Songs in- und auswendig kannte, existierten die Blaupausen der Arrangements bereits in ihrem Kopf und mussten quasi nur noch an das 12 Ensemble übergeben werden. Wunderschön, einmal mehr.

Einen ersten Eindruck von „Ex:Re with 12 Ensemble“ kann man sich anhand des Videos zum Album-Opener „Where The Time Went“ verschaffen:

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


(gefunden bei Facebook)

Klare Sache: Wer Agatha Christie sagt, kommt nicht umhin, auch Miss Marple und Hercule Poirot sagen! Es gibt nur wenige Autor*innen, deren Protagonist*innen genauso berühmt sind wie sie selbst – und wohl noch wenigere, die sich dafür rühmen dürfen, quasi die Blaupause für alle populären Kriminalromane geliefert zu haben (Arthur Conan Doyle und sein Sherlock Holmes mal außen vor gelassen). Gestern vor 45 Jahren starb die britische Schriftstellerin, die mit einer verkauften Weltauflage von über zwei Milliarden Büchern zu den erfolgreichsten Autor*innen der Literaturgeschichte zählt…

Rock and Roll.

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Song des Tages: Smith & Burrows – „Parliament Hill“


Wenn zwei Typen durchs erste Morgenlicht eines Londoner Parks spazieren, einer (s)eine Gitarre vom Baum pflückt und für den anderen bereits ein getarntes Klavier hinterm Busch parat steht, so ist die Welt um sechs Uhr morgens noch recht in Ordnung. Was fehlt? Nun, im Grunde eigentlich nur noch ein Publikum. Da Shows gerade Corona-bedingt vornehmlich per Stream stattfinden müssen, haben sich die beiden daher eine erlesene Crowd aus lustigen Puppen sowie ein, zwei Kiddies (eventuell ist’s gar der eigene Nachwuchs) zu ihrer Wald-und-Wiesen-Session eingeladen. Für bestes Licht im morgendlichen Dickicht sorgt zudem die Wohnzimmer-Stehlampe, die sich denn auch glatt mit der Textzeile „Got to find a little light from somewhere“ ergänzt…

Die zwei singend-musizierenden Typen heißen Tom Smith und Andy Burrows. Ersterer ist hauptberuflich Frontmann der Editors, zweiteren kennt manch eine(r) eventuell noch als ehemaliges Mitglied von Razorlight und We Are Scientists. Gemeinsam hat das Buddy-Duo der Musikwelt vor gut neun Jahren das formidable Quasi-Weihnachtsalbum „Funny Looking Angelsgeschenkt. Und meldet sich nun, mit dem im Februar erscheinenden Werk „Only Smith & Burrows Is Good Enough“, zurück. Das melodisch in allerfeinstes Ohrwurm-Geschenkpapier eingepackte „Parliament Hill“ ist dabei – nach „All The Best Moves“ und „Old TV Shows“ – bereits der dritte Vorbote aus dem doch etwas unerwarteten (in jedem Fall jedoch gern genommenen) Comeback-Langspieler. Da darf man durchaus gespannt sein, welche tollen Melodien Smith & Burrows noch aus den englischen Hüten zaubern werden.

Für den Moment sollte man aber erst einmal die Augen schließen und gedanklich den gemeinsamen Heile-Welt-Spaziergang genießen…

„There’s a warm rain, are you feeling alright?
Well, I know it ain’t easy when you can’t sleep at night
There’s a band playing and they don’t give you peace
Well, I know it ain’t easy when the noises won’t cease

Put a little heart in this somehow
Put a little heart in this somehow
Rosslyn don’t hurt yourself
Another night caught under your spell
Gotta find a little light from somewhere
Gotta find a little light from somewhere
Take a walk down Parliament Hill
Six AM when the world is still

When thе storm breaks I will take you to see
Wherе we used to tread lightly, where we were weak at the knees
Well you won’t need, the china would smash
We would topple together, break like pieces of glass

Put a little heart in this somehow
Put a little heart in this somehow
Rosslyn don’t hurt yourself
Another night caught under your spell
Gotta find a little light from somewhere
Gotta find a little light from somewhere
Take a walk down Parliament Hill
Six AM when the world is still

If I knew then what I know now
We were running on empty as the band takes its bow
And get your head straight, or get bent out of line
Cause I’m missing the madness of the light that you shine, oh

Put a little heart in this somehow
Put a little heart in this somehow
Rosslyn don’t hurt yourself
Another night caught under your spell
Gotta find a little light from somewhere
Gotta find a little light from somewhere
Take a walk down Parliament Hill
Six AM when the world is still

Take a walk down parliament hill
The world is still
Take a walk, take a walk, take a walk, take a walk“

Rock and Roll.

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Song des Tages: BirdPen – „Function“


Nach gut vier Jahren Sendepause melden sich Mike Bird und Dave Pen alias BirdPen im März mit ihrem neuen Album „All Funktion One“ zurück. Bereits im vergangenen November ließ das englische Alternative-Electronic-Rock-Duo mit dem Albumopener „Function“ eine erste Kostprobe aus dem kommenden sechsten Langspieler hören, welche sich mit Themen wie Isolation und unserer Verletzlichkeit beschäftigt, die sich in diesen Tagen besonders deutlich zeigt. Der Song wurde in der Zeit des ersten Auftretens von Covid-19 geschrieben und gewann durch die nachfolgenden Entwicklungen an Relevanz.

Stilistisch stehen hier einmal mehr die großen TripHop-Prog-Rocker Archive Pate – nicht ganz zufällig übrigens, immerhin ist Dave Pen einer von deren Gitarristen und Stimmen. Der Song eröffnet getragen und sphärisch, bevor er mithilfe eines treibenden Mittelteils an Fahrt gewinnt. Cinematische Flächen bieten den Boden für einen beinahe technoiden Motorik-Beat, welcher von einer melancholischen Violine unterstützt wird. „What is real?“, eine Frage, die uns im Refrain gestellt wird, bleibt hier unbeantwortet. Wir alle schweben in unsicheren Zeiten, in denen mediale Dauerberieselung und eine Pandemie wohl nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs sind – Aldous Huxley lässt lieb grüßen. „Function“ drückt dieses Gefühl, ähnlich wie auch die zweite Single „Invisible„, in einer melancholisch-ruhigen Klanglandschaft aus, die so beruhigend wie nachdenklich wirkt. Die Band über das dazugehörige Musikvideo: „It is a simple yet reflective portrayal of 2020. We asked our fans to send in short clips of themselves. They could smile, laugh, cry or just stare and do nothing. During the many lockdowns across the planet people have had to live an almost virtual live in many ways. This video brings together our fans to celebrate our brand new single release and new album announcement.

Den narrativen Rahmen des am 5. März erscheinenden neuen Albums, das in einem Zeitgeist aus Isolation, digitaler Traurigkeit, Einsamkeit, Deep Fakes, Paranoia und dem modernen Leben im Cyberspace entstand und somit tief in diesem verwurzelt ist, erklären Mike Bird und Dave Pen wie folgt: „There was a story about a man who didn’t leave his home for years, built a silver room with no electrical appliances or telephones etc, to keep out the radiation. It was really inspiring but also quite tragic. It helped build a kind of narrative to the album. Switching off from everything almost feels like an impossible thing to do these days. Modern Junk continually drip feeds into us all. The album follows these kinds of themes and also about living in a designed life but it being cold, fake and faceless. About people feeling lost and invisible. We are all so vulnerable, as has been proven this year, but yet we all strive to continue with our modern lives under many different cooperate gods. Together we try and ‚All Function One‘.“

Rock and Roll.

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Zitat des Tages


(gefunden bei Facebook)

(David Bowie, bürgerlich David Robert Jones, 1947-2016, britischer Musiker, Sänger, Produzent  und Schauspieler)

Rock and Roll.

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Song des Tages: Lakes – „Must’ve Run All Day“


Bereits im vergangenen Jahr haben Lakes eine wunderbar schimmernde, atmosphärische Lo-Fi-Pop-Coverversion von Glassjaws „Worship And Tribute„-Klassiker „Must’ve Run All Dayveröffentlicht. Dabei übernimmt die sechsköpfige Band aus dem britischen Watford so einige Elemente des 18 Jahre alten Songs aus der Feder der legendären New Yorker Post-Hardcore-Expermental-Rocker um Daryl Palumbo, während an anderer Stelle ebenjene Mid-Western-Emo-, Alternative-Rock- und Indie-Pop-Trademarks durchschimmern, welche auch Lakes‘ 2019 erschienenes Album „The Constance LP“ zu einem durchaus feinen Hörvergnügen für alle Freunde dieser Genres macht… Well done, lads.

„If it makes you
It takes you
I don’t want to
If it makes you scared
In the bare, anyway
If it makes you, I don’t want to
See your face when you feel not alive

You’re lying in bed with the pride of a lion
You are there, you are there
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

A world premiere

If it makes you
It takes you
I don’t want to
If it makes you stare
In the bare, anyway
If it’s the last thing you do
If it’s the last thing you do
If it’s the last thing you do, plagiarize

You’re lying in bed with the pride of a lion
You are there, you are there
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

Where is my‘, I said, ‚where’s my Sandinista?‘
And he walked
A world premiere

You’re lying in bed with the pride of a lion
Are you there? Are you there?
If you’re shrewd enough to be underlined, then
You are there, you are there

My boss said to me
‚Take my advice, please‘
Instead, for one second, up off your knees
We are not the competition
When we strive, we strive
To be number one“

Rock and Roll.

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