Schlagwort-Archive: Eddie Vedder

Moment! Aufnahme.


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Foto: via Twitter

 

Donald Trump mag einer der ganz wenigen Personen auf diesem Erdball sein, die es verdient haben, dass man sie aus vollem Herzen und aus tausenden von Gründen verachtet, und ihnen eine fiese Geschlechtskrankheit an die potentiell mickrigen Fortpflanzungsorgane wünscht (oder gar Schlimmeres). Und seine Frau Melania mag entweder tatsächlich so einfach gestrickt sein, wie manch einer es ihr tagein, tagaus nachsagt – oder schlicht schlecht beraten. In jedem Fall war ihre medienwirksame 39-Dollar-Parka-Aktion vor wenigen Tagen vor allem zweierlei: fernab von witzig oder gewieft und grundsätzlich verdammt Panne. Machste nix.

Umso schöner, dass wieder einmal Bands wie Pearl Jam Gesicht und Flagge zeigen. Oder in diesem Fall der Anhang von Frontmann Eddie Vedder, bei einem kürzlichen Konzert der Band in Mailand. Lieblingsmenschen par excellence. Machste ebenfalls nix.

Mehr Informationen zu obigem Bild gibt es hier (auf Deutsch) sowie hier (auf Englisch).

 

Rock and Roll.

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Song des Tages: Pearl Jam – „Alive“


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Im Laufe des Lebens wechselt man unweigerlich so viele Sachen: Jobs, Autos, Schuhe, bestimmte Vorlieben und Gewohnheiten, Lebensabschnittspartner, Unterhosen… Doch zwei Dinge – so sehe zumindest ich das – bleiben. Und dann fürs Leben: der Lieblingsverein und die Band des Herzens.

Und beinahe so lang wie an die Schwarz-gelben mit dem schönsten Stadion der Welt, der größten Stehtribüne der Welt, die während der Bundesligasaison eine ansonsten nicht besonders schöne Stadt im Ruhrpott in ein Tollhaus verwandelt, habe ich mein Hörerherz an eine Band aus Seattle verloren. Freilich, ich habe noch tonnenweise andere Lieblingsbands, -künstler und -künstlerinnen, bei deren Musik meine Synapsen höher und höher schlagen (und die hier aufzuzählen einer Sisyphusarbeit gleichkommen würde), doch keine bewegt mich, begleitet mich seit nahezu zwanzig Jahren wie Pearl Jam. Mein erstes Album war anno 1998 „Yield“, für teure Taschengeldmark gekauft in einem lokalen Kleinstadtplattenladen, kurz nachdem ich – Teenager, auf der Suche nach Werten und Bedeutungen (Sie kennen das sicher) – einen Song namens „Do The Evolution“ höchst offiziell für „cool“ befunden hatte (dazu stehe ich natürlich auch noch heute, mit Dreißig plus).

Und natürlich trage ich für den regelmäßigen Leser gerade die Eulen nach Athen, habe ich doch sowohl die Band als auch den Frontmann über die Jahre auf diesem bescheidenen Blog schon oft hervorgehoben – wegen der Musik, wegen der Menschlichkeit, wegen der Persönlichkeit(en). Lassen wir das also. Meine „heiligen Kühe“ heißen Pearl Jam und Eddie Vedder. Isso.

Und es ist auch nach all den Jahren noch immer schwierig zu beschreiben, was Songs wie „Rearviewmirror“, „Black“, „Indifference“, „Jeremy“, „Smile“, „Yellow Ledbetter“, „Given To Fly“, „State Of Love And Trust“ (um nur mal einige Wenige zu nennen, welche mir gerade in den Sinn kommen) oder eben „Alive“, anno 1991 auf dem Debütalbum „Ten“ erschienen, in mir auslösen. All das sind Stücke, die mich durch viele nicht immer einfache Zeiten hindurch begleitet haben, die mich gleichzeitig runterziehen und wieder aufbauen, die mich aufwühlen und wieder zur Ruhe bringen, die mir einen Schub zurück in die Vergangenheit geben und mich im Nu wieder ins Hier und Jetzt ziehen. So viele Erinnerungen… Gänsehaut. Ich kann – die mich kennen, wissen das nur zu gut – stundenlang über Musik reden. Doch nur tagelang über Pearl Jam. Echte Liebe. Jahrhundertband. Für mich. Fürs Leben. Das können eine Million Worte nicht beschreiben, das muss man hören. Oh I, oh, I’m still alive…

 

 

„Son, she said
Have I got a little story for you
What you thought was your daddy
Was nothin‘ but a fool

While you were sittin‘
Home alone at age thirteen
Your real daddy was dyin‘
Sorry you didn’t see him
But I’m glad we talked…

Oh I, oh, I’m still alive
Hey, hey, I, oh, I’m still alive
Hey I, oh, I’m still alive

Oh she walks slowly
Across a young man’s room
She said ‚I’m ready, for you‘
I can’t remember anything
To this very day
‚Cept the look, yeah the look
Oh, you know where
Now I can’t see, I just stare
I, I, I’m still alive
Yeah, yeah I, oh, I’m still alive
Yeah, yeah I, oh, I’m still alive
Yeah, yeah I, oh, I’m still alive

‚Is something wrong?‘
She said
Of course there is
‚You’re still alive‘
She said
Oh do I deserve to be?
And is that the question?
Oh, and if so, if so…
Who answers?
Who answers?

I, I, I’m still alive
Yeah, yeah I, oh, I’m still alive
I’m still alive

Yeah, yeah, yeah, yeah…“

 

Rock and Roll.

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Moment! Aufnahme.


Foto: Danny Clinch

Foto: Danny Clinch

 

Das heutige „Geburtstagskind“ Eddie Vedder, fotografiert von Danny Clinch im Zuge der Veröffentlichung von „Ukulele Songs„, dem bislang letzten Soloalbum des Pearl Jam-Frontmanns – ein Bild, das viel über die vorbildhafte Persönlichkeit des Musikers aussagt…

 

Rock and Roll.

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Eddie Vedder – Ein großer Mensch macht das halbe Jahrhundert voll


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Nicht nur ein Mal habe ich sowohl hier auf ANEWFRIEND als auch im Familien- und Freundeskreis eine Lanze für Eddie Vedder gebrochen. Nicht nur seine Musik – die Songs und Alben von Vedders Band Pearl Jam, aber auch seine Soloalben begleiten mich seit 1998 und haben mir unzählige Male mental, wie man es so schön nennt, „den Arsch gerettet“ -, auch sein durchweg integres, unbeugsames Auftreten, sein beispielhaftes karitatives und politisches Engagement und sein fortwährender Kampf im festen Glauben an eine bessere, gerechtere Welt machen ihn zu einem Vorbild für jeden und zu einer der vollkommensten Personen, die mir in den Sinn kommen. Freilich, auch bei Vedder ist „nicht alles Gold, was glänzt“ (um bei den Aphorismen zu bleiben), ist nicht jeder Song auf jedem Album gleichwertig groß. Aber welche Diskografie eines Künstlers oder einer Band – selbst die der „Säulenheiligen“ Beatles, Stones, Dylan oder Springsteen – gibt das im Rückblick schon her? Das Wichtigste ist am Ende doch: Eddie Vedder ist Mensch geblieben – dessen ist er sich, soviel kann ich wohl nach all den Jahren, in denen ich seine und die Karriere von Pearl Jam nun schon aufmerksam als Fan begleite, wohl mit Bestimmtheit sagen, vollkommen bewusst.
Am heutigen 23. Dezember 2014 wird Edward Louis Seversen III ein halbes Jahrhundert jung. Da es mir, gestern wie heute und jedes verdammte Mal aufs Neue, die Welt bedeutet, seine Stimme zu hören und sowohl die Songs von Vedders Soloausflügen als auch die von Pearl Jam mehr in mir auslösen, als Worte je im Stande wären, es auch nur ansatzweise zu umschreiben, ziehe ich meinen Hut vor einem der größten Künstler und Menschen unserer Zeit. Chapeau und Happy Birthday, Mr. Eddie Vedder!

 

 

Rock and Roll.

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Saint Eddie strikes again – Eddie Vedder covert „Imagine“ für einen guten Zweck


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Saint Eddie strikes again…

Wie auf ANEWFRIEND zu lesen, hatte Pearl Jam-Frontmann Eddie Vedder im vergangenen Juli mit (s)einer Anti-Kriegswutrede während eines Konzerts im englischen Milton Keynes einen Sturm der Empörung losgetreten. Vor allem israelische „Fans“ der Band fühlten sich durch Vedders Rede angegriffen, obwohl dessen Ansprache allgemein gehalten und explizit nicht an ein bestimmtes Land adressiert war. Schützenhilfe hatte Vedder dabei von einigen Musikerkollegen wie Nirvana-Bassist Krist Novoselic erhalten.

Nun meldet sich Eddie Vedder zwar ohne Rede und große Worte, dafür jedoch mit seiner Live-Coverversion von John Lennons Song „Imagine“, mitgeschnitten bei einem Konzert des Sängers in Portugal im Juli diesen Jahres, zurück. Der Erlös des Covers, das man für gewohnt schlanke 99 Cent bei iTunes kaufen kann, geht an die Organisation Heartbeat.fm, die junge israelische und palästinensische Musiker zusammenbringt. Vedder selbst habe schon immer die Bedeutsamkeit des Lennon-Klassikers geschätzt: „Ich dachte immer, dass dieses Lied vielleicht das kraftvollste ist, das je geschrieben wurde. Was wiederum der Grund dafür war, dass ich es zuvor noch nie gespielt habe“, so der hauptberufliche Pearl Jam-Fronter. Doch für die Organisation Heartbeat.fm, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verfeindeten Staaten Israel und Palästina durch Musik endlich zu einen, nahm er den Song jetzt (offiziell) auf. „Es scheint so, als gäbe es nun einen Grund, ihn zu spielen“, schildert der Sänger seine Meinungsänderung – und spendet die Einnahmen der iTunes-Verkäufe, im Glauben an den Frieden…

„Imagine there’s no countries / It isn’t hard to do / Nothing to kill or die for / And no religion, too / Imagine all the people / Living life in peace…“

 

 

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Rock and Roll.

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