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Song des Tages: Maryaka – „Easy“


„Ich bin 23, Sängerin, Gitarristin, Liedermacherin und Straßenmusikerin“, so beschreibt sich Clara aka Maryaka via Facebook knapp. Andernwebs (wo man übrigens wohl auch buchen kann) wird sie dann doch etwas ausführlicher:

Musik mache ich eigentlich schon seit ich 12 bin. Habe damals einfach furchtbar schief drauflosgespielt und mit der Zeit dann auch die ersten Akkorde gelernt, die ersten Songs geschrieben (in furchtbarem Englisch über irgendwelche Jungs) und sogar kurzzeitig mit meiner besten Freundin eine ‚Band‘ gegründet. Mir war aber irgendwie schon immer klar, dass ich einfach keine wirklich schöne Singstimme habe, was auch echt ok war, weil ich eh nur für mich Musik gemacht habe. Dann kam ich irgendwann auf die Idee beim Herner Jugendkulturpreis ‚Herbert‘ mitzumachen und habe dort das erste mal tatsächlich positives Feedback bekommen und damit dann auch ganz viel Motivation. Seitdem werden es von Jahr zu Jahr mehr Songs, mehr Auftritte, mehr Musik. Vor kurzem habe ich meine Debüt-Single ‚Easy‘ veröffentlicht, die ich selbst aufgenommen habe.“

Und tatsächlich lassen vor allem das soeben erwähnte, im vergangenen Juli veröffentlichte „Easy“ als auch die im November erschienene Nachfolge-Single „Losing Love“ aufhorchen – ruhiger, verträumt-melancholischer Akustik-Folk samt einer Stimme, die mit angenehm rauem Timbre überzeugt, sich jedoch auch nicht über alle Maßen in den Mittelpunkt drängen mag. Apropos „Mittelpunkt“: Auch wenn ihre Lieder doch oft zur Melancholie neigen, versucht die Newcomerin aus Herne damit nicht, sich und vermeintliche Herzschmerz-Sorgen übermäßig in selbigen zu drängen. Oder wie es Joni Mitchel einst recht treffend auf den Punkt brachte: „If you listen to my music and see me, you’re not getting anything out of it. But if you listen to it and and you see yourself, learn something about yourself, if it makes you cry, that’s when you’re getting something out of it.“

It’s about the song, not so much about the singer… Maryaka und ihre Songs (von denen man via YouTube auch ein paar in deutscher Sprache hören kann) sollte man in Zukunft trotzdem auf dem Newcomer-Schirm behalten.

Rock and Roll.

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Literal Video – Wenn Songtexte dem Video angepasst werden


literal-musikvideo-bushido-sonnenbankflavour

Schonmal etwas von „literal video clips“ gehört? Nope? Natürlich hilft Wikipedia auch da weiter:

„Die Bezeichnung Literal Video Clip (kurz ‚Literal Video‘ oder ‚Literal‘, engl. für: ‚im Wortsinn‘) steht für eine noch recht junge künstlerische Ausdrucksform aus dem Bereich der Video-Bearbeitung. Dabei werden vor allem Musikvideos in ihrem Lied-Text so umgestaltet, dass ihr neuer Text in der Systematik und im Auftreten zwar durchaus noch ans Original angelehnt ist, die Inhalte jedoch sehr nahe die Bild-Inhalte des zugehörigen Videos wiedergeben.“

Heißt im Klartext: Endlich passen Musik und Text mal zueinander! Endlich muss der braun gegrillte Plastikmuckirapadonis  kleinlaut eingestehen, dass Benz und BMW lediglich zur Kompensation (s)eines recht mageren Hoseninhalts dienen und all die dancenden Bitches ohne seine „Fuffies“ nie zum Videodreh erschienen wären! (Grandios daher: die „Literal Video“-Bearbeitung von Bushidos „Sonnenbank Flavour“.)

Neustes Beispiel in dieser Reihe ist das *hust* Remake von Cros „Easy“. Kaum zu glauben, dass dieser Song, mit dem sich der Aalener Pandamasken-Weichspülrapper vom kostenlosen Download-Mixtape erst in die Charts und schon bald in die Smartphone-Playlists tausender Teenies katapultierte, bereits fünf Jahre zurück liegt… (Dass 2014 bereits eine Autobiografie und 2016 ein Kino-Biopic, in dem Carlo Waibel alias Cro gleich mal sich selbst spielt, folgten, ist natürlich lachhaft, folgt jedoch den gängigen Marktmechanismen: melk‘ die Kuh gefälligst, solange sie Milch gibt!)

 

 

Rock and Roll.

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