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Häppchenweise Vorfreude – ein weiterer neuer The National-Song im Stream & mehr…


The National

Ein Glück: der 17. Mai – und damit der Tag, an dem das neue, sechste The National-Album „Trouble Will Find Me“ offiziell seinen Weg in die bundesdeutschen  Plattenläden finden wird – rückt in immer greifbarere Nähe! Nach dem ersten Vorboten „Demons“ und dem dazugehörigen Video (ANEWFRIEND berichtete bereits) kann man nun mit „Don’t Swallow The Cap“ einen zweiten Song in seiner Albumversion belauschen. Erstes Fazit: in etwa zwei Wochen ist das Musikjahr 2013 wohl um einen weiteren, im Vorfeld bereits heiß ersehnten Kandidaten für die vordersten Plätze in den Album-Jahresendabrechnungen reicher…

 

 

An wem „Demons“ bisher vorbei gerauscht ist, hat hier noch einmal Gelegenheit, das Versäumnis nachzuholen:

 

Und um die Wartezeit zu verkürzen, hat ANEWFRIEND hier noch zwei ganz besondere Tipps für alle Freunde der Band um Frontmann Matt Berninger: auf archive.org gibt es bekanntlich haufenweise mehr oder minder qualitativ hochwertige, jedoch völlig kostenfrei und legal verfügbare Konzertmitschnitte jeglicher Couleur – so auch jene der Konzerte, die The National am 10. Dezember 2005 in Kopenhagen und am 11. Juni 2010 beim Bonnaroo Festival im im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee gelegenen Manchester spielten. Besonders empfehlenswert ist jedoch vor allem erstere Show, da man hier die Band in ihrer energetischen Frühphase – und in bester Sounboard-Audioqualität! – zu hören bekommt…

Hier findet ihr die Links:

The National – live at Loppen, Copenhagen, Denmark (December 10, 2005)

The National – live at Bonnaroo Festival, Manchester, TN, USA (June 11, 2010)

 

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Dämonische Vorboten – Der neue The National-Song „Demons“ in Bild und Ton…


The-National-Demons

 

„When I think of you in the city,
The sight of you among the sites.
I get this sudden sinking feeling,
Of a man about to fly.
Never kept me up before,
Now I’ve been awake for days.
I can’t fight it anymore,
I’m going through an awkward phase…“

 

Bevor am 17. Mai das sechste The National-Album „Trouble Will Find Me“ das Licht der deutschen Plattenläden erblickt (und damit wie für gewöhnlich ein paar Tage eher als in den meisten anderen Ländern), schieben Sänger Matt Berninger & Co. schon einmal die erste Single „Demons“ in Bild und Ton ans begierig wartende Hörervolk rüber. Erster Eindruck: bewährte Kost auf erneut verdammt hohem Niveau, welche sich aus einem seltsam schönen Amalgam aus Berningers vertonten Melancholiebeschreibungen und der verträumt monströs aufspielenden musikalischen Hintergrundbegleitung ergibt. Sollte „Trouble Will Find Me“ auch nur ansatzweise so großartig ausfallen wie der nicht eben schlechte Vorgänger „High Violet“ (2010 immerhin mein Album des Jahres!), dann liegt die qualitative Messlatte für alles, was da 2013 noch kommen mag, schon gewaltig hoch…

 

Hier gibt’s das Video zu „Demons“, welches einen Künstler beim Zeichnen des Coverartworks von „Trouble Will Find Me“ an eine Tafel zeigt:

 

Und auch weitere neue Stücke des neuen Albums haben bereits ihre Live-Premieren gefeiert, wie zum Beispiel diese beiden:

The National – Rylan (live)

The National – I Need My Girl (live)

(Links von „I Am Fuel, You Are Friends„)

 

twfm-promo

 

 

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Das Album der Woche


Nachdem ANEWFRIENDs aktuelles „Album der Woche“ vor Kurzem bereits probegehört werden konnte, gibt’s hier ein paar Worte zu…

Dry The River – Shallow Bed (2012)

„At the bottom of our rotten boat there is a lake / Things with many limbs are creeping round my teenaged legs / Late October, old wives’ summer, I’m all arms and legs / Spread out like an adolescent on my shallow bed.“ 

Wer mit solchen Worten in (s)ein Debütalbum einsteigt, es mit „You took me to the lion’s den“ beschließt, und obendrein noch das Gemälde eines bedrohlich dreinblickenden Hais aufs Cover packt, muss sich nicht wundern, für einen leicht verschrobenen Naturburschen oder Mystiker gehalten zu werden. Und so ganz falsch liegt man damit bei der Band um Sänger Peter Liddle auch nicht. Auf „Shallow Bed“ dreht sich, getreu dem Motto „back to the basics“, viel um Veränderungen – seien es nun Jahreszeiten, geografische Koordinaten, Lebensumstände oder Gefühle. Zeilen wie „This might be the coldest winter since records began“ (aus Bible Belt“) mögen wohl Kindheitserinnerungen an die norwegische Heimat Liddles geschuldet sein und geben grob die Gefühlsrichtung vor. Seine Mitmusiker Matt Taylor (Gitarre), Scott Miller (Bass), Jon Warren (Schlagzeug) und Will Harvey (Violine), welche wie Liddle eine Vergangenheit in diversen Punk- und Hardcorebands, die damals „wie At the Drive-In“ klingen wollten, aber auch eine klassische Musikausbildung (Harvey) bzw. eine Kindheit im Kirchenchor (Liddle), vorzuweisen haben, liefern dazu einen exquisiten Folk-Mix, wie man ihn etwa von Arcade Fire kennt. Die meisten der zwölf Stücke beginnen ruhig und werden meist nur von Liddles Stimme, welche mal an Antony Hegarty (Antony and the Johnsons), mal an Fleet Foxes-Frontmann Robin Pecknold erinnert, getragen, bevor sie zur amtlichen Klimaxsteigerung – Harmoniegesang inklusive! – ausholen, um schließlich am Zenit zu verglühen. Klar, diese Art Musik mag nicht jedermanns Sache sein. Natürlich sollte man als Hörer schon eine Vorliebe für Herzschmerzhymnen und vor allem Melancholie und Pathos mitbringen. Trotzdem können sich momentan viele auf das Quintett aus dem Osten Londons einigen – sei es nun, weil ihnen bereits Bands von ähnlicher Klangfarbe, wie Mumford & Sons oder die bereits erwähnten Fleet Foxes, den Weg geebnet und ein Publikum „vorsensibilisiert“ haben. Sei es nun, weil der von Produzent Peter Katis (u.a. Interpol, The National) maßgeschneiderte Klanganzug perfekt passt und bei aller Opulenz kein Gramm zuviel am Klangkörper aufweist. Oder weil sich Dry The River nach Veröffentlichung ihrer ersten EP „The Chambers & The Valves“ (2009) mit etlichen Konzerten und Vorgruppenauftritten, etwa von den Antlers, den Magic Numbers oder zuletzt Foster The People, kontinuierlich eine größere Hörerschaft und einen Platz in der „Sound of 2012“-Liste der BBC erspielt haben. Wer die viel beschworene Magie, mit welcher Dry The River den Hörer ohne Umschweife in Beschlag nehmen, nachempfinden möchte, dem seien das sakral anmutende „Demons“, das beinahe beschwingte „Shaker Hymns“ oder „No Rest“, welches eine Steigerung in unglaubliche Höhen zu Zeilen wie „I loved you in the best way possible“ und vollem Bandsound verzeichnet, empfohlen.

Solch‘ pastoralen, elektrisch unterstützten „lauten Folk“ (so beschrieb die Band einmal selbst ihren Stil) habe ich zuletzt 2004 von den seligen Hope Of The States auf deren Debütalbum „The Lost Riots“ (mehr dazu demnächst hier auf ANEWFRIEND) hören dürfen. Und wenn sich Liddle & Co. im offiziellen Albumabschluss „Lion’s Den“ in majestätische Klanghöhen spielen, hat man – Gänsehaut sei Dank! – das Gefühl, gerade etwas Großem lauschen zu dürfen. Mit einem Bein im naturbelassenen Neo-Folk und dem anderen knietief im rustikalen Grunge sind Dry The River eine der besten Bands, denen man 2012 auch hierzulande beim Wachsen zusehen darf. Dass sie mit „Shallow Bed“ Kritiker aller Lager auf sich vereinen können, wundert zu keiner der gut 45 Minuten. Dem Hai zum Trotz: Man muss wohl ein Stein sein, um das nicht toll zu finden. Ich bin kein Stein.

Mehr über die Band könnt ihr in diesem „Channel 4“-Feature erfahren…

 
…und euch die Videos zum fantastischen „No Rest“…

 
…sowie zu „The Chambers & The Valves“ ansehen:

 

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